Sportklettern auf Mallorca

Sportklettern auf Mallorca

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Sonne, Strand, Sangria: Daran denken viele als erstes, wenn sie Mallorca hören. Doch die größte der Baleareninseln hat noch deutlich mehr zu bieten. Mit einer ausgesprochen vielfältigen Landschaft und ausgezeichneter Infrastruktur ist Mallorca auch ein Paradies zum Sportklettern.

Muschelkalk und Tuffstein bieten Kletterrouten aller Schwierigkeitsgrade – und einen wundervollen Ausblick gibt’s obendrauf.

Grundsätzlich lässt sich Mallorca als Kletterdestination das ganze Jahr über entdecken. Empfehlenswert sind aber vor allem die Monate Mai bis November, wenn es weniger Niederschlag gibt und der Fels trocken bleibt. Klettern in den Herbst- und Wintermonaten ab September bietet jedoch ebenfalls einige Vorteile: Die Insel ist generell weniger überlaufen, Anreise und Quartiere sind günstiger als in der Hochsaison und die Temperaturen gemäßigt.

Neben der enormen Vielfalt an Schwierigkeitsgraden und Gesteinstypen besticht Mallorca auch durch ein hervorragendes Straßennetz. Ein Mietauto ist dringend empfehlenswert: Schlägt man das Basislager in der Nähe der Hauptstadt Palma auf, erreicht man von dort alle Kletterspots in höchstens einer Stunde Fahrzeit. Zudem bestehen von Deutschland aus zahlreiche günstige Flugverbindungen nach Mallorca, zum Beispiel mit Lastminute.de . Kletterdestinationen auf Mallorca sind also grundsätzlich gut zu erreichen.

Nördlich von Palma: Sa Gubia

Das größte Klettergebiet der Insel ist das alpin anmutende Sa Gubia nördlich von Palma, das sich in die ersten Ausläufer der Serra de Tramuntana schmiegt. Über 100 Routen warten hier auf den passionierten Kletterer, die meisten davon in den Schwierigkeitsgraden 6a-6c. Wandhöhen bis zu 200 Metern bieten vielfältige Herausforderungen: In Sa Gubia kann man sich gut und gerne mehrere Tage beschäftigen. Wer Spaß an Mehrseillängenrouten hat, kommt hier auf seine Kosten.

Fels und Meer an der Westküste: Serra de Tramuntana

Die Gebirgskette Serra de Tramuntana zieht sich wie das Rückgrat der Insel an Mallorcas Westküste entlang – und bietet einige traumhaft schöne Kletterspots. An den Lochkalkfelsen bei Valdemossa klettert man beispielsweise direkt über dem Meer an Wandhöhen von bis zu 45 Metern. Die Routen sind vielfältig und liegen in den Schwierigkeitsgraden 4-7c. Besonders pfiffig: Dank des Überhangs am Fels kann man auch bei leichtem Regen noch trocken weiterklettern.

Am Berg Alarò gibt es Wandhöhen von bis zu 25 Metern und zahlreiche Tuffsteinleisten. Die meisten Routen liegen im Bereich 5+ bis 7c+. Die Lage der Kletterwand zu Füßen der Burgruine Castell d’Alarò verleiht diesem Spot einen besonderen Reiz. Als Insidertipp gilt die inseltypisch zubereitete gegrillte Lammschulter, die in den Restaurants vor Ort serviert wird: die perfekte Stärkung nach einer Klettertour!

Vielfalt im Norden: Formentor und Umgebung

Auch der Norden der Insel bietet lohnende Kletterrouten, wobei gerade auf der langgestreckten Halbinsel Formentor noch längst nicht alles erschlossen ist. Eines der schönsten Panoramen bietet sich ganz eindeutig bei Creveta in der Nähe von Port de Pollença, das besonders gut erreichbar ist. Die zahlreichen Routen liegen zumeist in den Schwierigkeitsgraden 4-6c und sind für Einsteiger geeignet. Durch die enorme Gesteinsvielfalt und hohe Griffigkeit bleibt Creveta aber angenehm anspruchsvoll.

Klettern mit Traumblick: Tipps an der Ostküste

Porto Cristo im Nordosten der Insel ist vor allem für seine Tropfsteinhöhlen bekannt, doch die Cova del Diablo sollte auch jedem Kletterfreund ein Begriff sein. Hier wartet eine Deep-Water-Solo-Wand der Extraklasse, an der es extrem steil hinabgeht.

Auch im Trockental der Cala Magraner klettert man in atemberaubender Atmosphäre. Eine Mischung aus Kalkstein und Tuffstein bietet abwechslungsreiche Routen zwischen 4 und 7a direkt am und über dem Meer.

Wer mehr über das Klettergebiet Mallorca erfahren will: Hier gibt es eine Übersicht von Kletterrouten und -Karten für Mallorca.