Tapas

Tapas auf Mallorca

Kabeljau in Knoblauchöl, Hackbällchen in Tomatensoße, Frischkäse mit Ibérico-Schinken oder gebratene Tintenfischringe – Tapas sind deftige Häppchen, die auf Mallorca zu jeder Tageszeit verzehrt werden.

Tapas: Elementarer Bestandteil der Esskultur
Tapas gehören zu Mallorca wie das Meer, die Sonne und der Strand. Ihren Ursprung haben die leckeren Appetithäppchen in Katalonien, doch als fester Bestandteil der mallorquinischen Küche sind sie aus den Inselrestaurants nicht wegzudenken. Pauschaltouristen, die Halbpension oder ein All-inclusive-Paket gebucht haben, wissen nicht, welcher Gaumenschmaus ihnen entgeht. Tapas werden unabhängig von der Tageszeit verzehrt. Die Häppchen haben den Wandel von der Vorspeise zum spanischen Nationalgericht vollzogen. Da in südlichen Gefilden ohnehin später zu Abend gegessen wird, haben die Tapas-Bars auf Mallorca meistens erst nach 21:00 Uhr Hochkonjunktur. Die Einheimischen treffen sich nach Einbruch der Dunkelheit und lassen sich bei einem Glas Wein oder Bier die herzhaften Köstlichkeiten schmecken.

Tapas

Mallorcas Tapas-Bars
Gegen 13 Uhr öffnen die ersten Tapas-Bars auf Mallorca ihre Türen für die Gäste. Langsam füllen sich die Säle und wenig später sind die meisten Tische besetzt. Auf der Baleareninsel hat sich im Lauf der Jahrzehnte eine ganz eigene Tapas-Kultur entwickelt. Pinienkerne, Mandeln und Oliven spielen als Zutaten eine viel größere Rolle als in den Tapas-Bars auf dem spanischen Festland. Der mediterrane Einfluss aus der mallorquinischen Küche ist allgegenwärtig. Es gibt mehr Gemüse als auf dem Festland und die Wirte frittieren deutlich weniger. Gekocht wird ausnahmslos mit Öl. Die Verwendung von Fett zur Zubereitung der Häppchen gilt unter den Tapas-Bar-Betreibern auf Mallorca als Stilbruch.

Frische Zutaten sind Pflicht
Nichts geht in Mallorcas Tapas-Bars ohne frische Zutaten. Die erste Anlaufstelle für Gastronomen aus Palma und Umgebung ist der Mercat de l'Olivar im Zentrum der Inselhauptstadt. In der riesigen Markthalle bekommen die Köche alle Zutaten, die für die variantenreichen Appetithäppchen erforderlich sind. Muscheln, Garnelen, Hummer und fangfrischer Fisch türmen sich in der Fischhalle auf den Auslagen der Händler. In der Feinkost- und Gemüsehalle reihen sich Stände mit Paprika, Oliven, Auberginen, Ziegenkäse und Datteln aneinander. Ibérico-Schinken, frische Tomaten und Knoblauchzehen ergänzen die kulinarische Vielfalt. Beinahe alles kann für die Zubereitung von Tapas verwendet werden. Die Köche sind wahre Künstler und überraschen ihre Gäste immer aus Neue mit kreativen Geschmackskompositionen.

Tapas-Highlights der mallorquinischen Küche
Die Vielfalt bei den kleinen, herzhaften Appetithäppchen ist auf Mallorca riesig. Allein beim Blick in die Auslagen läuft den Gästen das Wasser im Mund zusammen. Hackbällchen in Tomatensoße, Kartoffeln in Knoblauchmayonnaise und gegrillte Tintenfischringe gehören zu den Dauerbrennern. Hausgemachter Frischkäse mit Ibérico-Schinken und Pilze in deftiger Roquefort-Soße gehören schon zu den ausgefalleneren Kreationen. Nahezu exotisch wird es, wenn Gänseleberpastete mit karamellisiertem Kürbis auf geröstetem Baguette serviert wird. Auch hier gilt: Klasse vor Masse, denn die kreisrunden Baguettescheiben sind kaum größer als ein 2-Euro-Stück. Das ist gut so, denn schließlich warten noch Hunderte weitere Häppchen darauf, probiert zu werden. Zu den elementaren Bestandteilen jeder Tapas-Mahlzeit gehören Pimientos de Padrón. Die kleinen grünen Paprikaschoten werden in Olivenöl erhitzt und mit grobem Meersalz bestreut. Dem scharfen Hochgenuss folgt der Durst, der ganz im Sinne alter Traditionen mit einem Cerveza gelöscht wird.