Hotel

Reisen

Strand/Meer

Mietwagen

Ortsinfo

 

DURCHSUCHE NACH  

 



 


 

 

Llucmajor

 
APARTMENTS 
Casa Mangis
FINCAS
Son Estrany
Son Sampoli

Sie sind hier:

Llucmajor

 

 
Fläche der Gemeinde: 327,05km²
durchschnittliche Höhe über NN: 151m
Einwohner: ca. 9312
Entfernung bis Palma: 24km

 

Llucmajor liegt im südlichen Teil der Insel, ca 15km vom Flughafen Palma, sie ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Gemeindebezirks. 

Der Name "Llucmajor" ist mit grosser Wahrscheinlichkeit aus den lateinischen Wörtern LUCUS MAIORIS (grosser Wald) abgeleitet. Experten vermuten, dass der Ort in früheren Zeiten von einem grossen Wald umgeben war. Diese Theorie wird heute von den meisten Wissenschaftlern akzeptiert. 

Im Süden der Gemeinde befindet sich die prähistorische Wehr- und Wohnanlage von Capocorb Vell, die aus der Bronzezeit stammt. Die Megalithbauten sind das bedeutendste Zeugnis der Insel aus dieser Epoche und gelten wegen ihres guten Zustandes als einmalig im westlichen Mittelmeerraum. Capocorb Vell ist eine der grössten Siedlungen ihrer Art auf Mallorca war eine der ersten Anlagen, die hier ausgegraben und wissenschaftlich untersucht wurden. 

 

Bereits vor der Einführung des Christentums hinterließen Phönizier, Griechen, Cartager und Römer ihre Spuren in Llucmajor. Die einzigen Zeitzeugen dieser Epoche sind Teile einer an der Marina (Küste) gefundenen Steintafel, auf der lediglich der Ortsname "Egnatuleia" zu lesen ist.

Nach mehreren Eroberungsversuchen gelangte Mallorca im Jahre 902 unter arabische Herrschaft und erlebte eine Zeit des Wachstums und des Wohlstands. 
Wahrscheinlich war Llucmajor damals eine Art Aussiedlerhof, der zur Gemeinde Montuïri gehörte. 

Am 31. Dezember 1229 eroberte König Jaume I Mallorca und die Insel erlebte erneut eine Blütezeit. Sein Sohn Jaume II gründete 1300 den Ort Llucmajor. 

 


Der Untergang des Königreiches von Mallorca fand seinen Höhepunkt mit der Schlacht um Llucmajor am 25. Oktober 1349. Der letzte König von Mallorca, Jaume III, verlor hier nicht nur sein Leben, sondern auch sein Königreich, das fortan der Krone Aragons angegliedert wurde. 

Einhundert Jahre später, 1543, verlieh Kaiser Karl V Llucmajor das Rechtsprivileg, jedes Jahr vom 29. September bis zum 18. Oktober Jahrmärkte abzuhalten sowie mittwochs einen Wochenmarkt. 

Vom XIV bis XVIII Jahrhundert wurde die Südküste Mallorcas von Piratenüberfällen heimgesucht; die gönnten den Mallorquinern keine Atempause. Die Wach- und Signaltürme (talaias) von S'Estelella, Cap Blanc, Cap Enderrocat und Cala Pi künden noch heute von diesem Kampf zur Verteidigung der Küste. 

Am 3. Oktober 1916 verlieh König Alfonso XIII Llucmajor das Stadtrecht. Im selben Monat wurden die Markthalle und die Eisenbahnlinie Palma-Santanyí, mit Halt in Llucmajor, eröffnet. Einen Monat später, am 25. November 1916, nahm das erste Elektrizitätswerk "El Porvenir" (Zukunft) seinen Betrieb auf und speiste die öffentliche Straßenbeleuchtung der Stadt. 

Bis Anfang des XX Jahrhunderts waren die Land- und Viehwirtschaft die führenden Wirtschaftszweige in Llucmajor. Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung, der mit einem starken Bevölkerungszuwachs einherging. Später profitierte Llucmajor als Standort der Schuhherstellung, die heutzutage durch den Tourismus, die Herstellung von Wurstwaren und Likör sowie die Fertigung kunsthandwerklicher Produkte aus Stein, Eisen und Holz ersetzt worden ist. 

"S'Espigolera"
Die Bronze-Statue "S'Espigolera" (die Ährenleserin), die sich vor dem Kloster Sant Bonaventura befindet und 1965 von Horacio de Eguía geschaffen wurde, stellt ein Mädchen mit geflochtenen Zöpfen in typisch mallorquinischer Tracht mit einem Ährenbündel dar. Das Denkmal ist der Dichterin Maria Antonia Salvá gewidmet, deren Gedichte vor allem das Landleben auf Mallorca beschreiben. 

Konvent und Kirche Sant Bonaventura
Im Jahre 1608 ließen sich die Franziskaner hier nieder. Die Kirche wurde zwischen 1620 und 1656 errichtet, während der Konvent erst in der zweiten Hälfte des XVII Jahrhunderts erbaut wurde. Das Kloster, im Renaissance-Stil mit nüchterner eleganter Linienführung gehalten, war das vorletzte, das von den Franziskanern auf Mallorca gegründet wurde. 

Pfarrkirche Nuestra Señora de la Lactancia
Zwischen 1896 und 1902 wurde die neugotische Pfarrkirche "Nuestra Señora de la Lactancia" in S'Arenal errichtet. 
Aufgrund des enormen Bevölkerungswachstums wurde 1969 ein grösseres Gotteshaus gebaut, dabei jedoch Teile des vorherigen erhalten. Die neue Kirche öffnete ihre Türen im Jahr 1971. 

Die Märkte von Llucmajor gehören zu den wichtigsten und ältesten, die auf Mallorca abgehalten werden. Sie finden zur gleichen Zeit statt wie die Feier zu Ehren des Heiligen Michaels, einem der Schutzpatrone der Stadt, am 29. September. Von diesem Tag an werden an drei aufeinander folgenden Sonntagen Orten verschiedene Märkte veranstaltet, die auf traditionelle Erzeugnisse spezialisiert sind. Dazu wird ein umfangreiches Kultur- und Unterhaltungs-Programm geboten. Am letzten Sonntag wird die so genannte Darrera Fira (Letzter Markt) abgehalten, die eine Vielzahl von Ausstellern und Besuchern anzieht. Die Zeit der Märkte endet mit dem "Firó"- Markt am Tag darauf, dem Montag.

Der historische Ursprung der Märkte datiert auf das Jahr 1543, als Karl der V. Llucmajor das königliche Sonderrecht verlieh, vom 29. September bis zum 18. Oktober (dem Fest des Heiligen Lukas) Märkte abzuhalten, dazu Wochenmärkte am Mittwoch und Freitag. Die Märkte haben eine Dauer von ungefähr 20 Tagen. Sie begannen an demselben Tag wie das Landwirtschaftsjahr, an dem die Bauern die Erneuerung der Pachtverträge, die Zahlung von Pachtzinsen und andere Geschäfte erledigten.

Eins der begehrtesten Rechte der Städte war es, Märkte abhalten zu dürfen und dass diese in anderen Orten außerhalb des Gemeindegebiets bekannt wurden. Man muss sich die Bedeutung der Märkte vor Augen führen, zu einer Zeit, als die Transportmittel knapp waren, ein Umstand, der den Verkehr erschwerte, und die Gefahr von Überfällen durch Straßenräuber die Sicherheit auf den öffentlichen Wegen beeinträchtigte.

Nach einigen gescheiterten Versuchen hat sich der Stadtrat schließlich geeinigt. In der Sitzung vom 16. Juli 1542 beschlossen die Ratsmitglieder unter dem Vorsitz des königlichen Bürgermeisters Antoni Puigserver, vom Hof die Erteilung des königlichen Sonderrechts zu beantragen, Wochenmärkte und Jahrmärkte abhalten zu dürfen ein Sonderrecht, das die Ortschaften Inca und Sineu bereits innehatten.

Per Erlass, datiert vom 1. Mai 1543 in Barcelona, verlieh Kaiser Karl V. der Stadt Llucmajor das Sonderrecht, Jahrmärkte und Wochenmärkte abzuhalten (am Anfang Mittwochs, wobei man später dazu überging, sie Mittwochs und Freitags zu veranstalten).

Obwohl der Erlass auf das Jahr 1543 datiert, konnten erst drei Jahre später Märkte abgehalten werden. Nach der Erteilung des Sonderrechts fühlte sich die Stadt Inca benachteiligt und beschloss dessen Ausführung anzufechten. Es entstand ein Rechtsstreit, der am 8. Juni 1543 begann, und am 31. Juli 1546 beigelegt wurde. Er kostete fast 200 Pfund. Das Urteil erging zugunsten von Llucmajor.

Die Märkte haben sich in Übereinstimmung mit den Zeiten verändert. Ursprünglich waren es Vieh- und Bauernmärkte, wie sie für Wirtschaftssysteme üblich sind, deren Hauptaktivität dem Lebensunterhalt dient. Mittlerweile ist der Markt zu einer großen Schau aller Art von Produkten geworden (Ausrüstungsgüter, Autos, Kunstwerke, Kunsthandwerk, traditionell hergestellte Lebensmittel, Zubehör, verschiedene Kuriositäten usw.). Doch obwohl sich das Angebot erweitert hat, bewahren die Märkte noch unverfälschte Elemente aus vergangenen Zeiten, wie die traditionelle Tierschau.


Wochenmark: Sonntags, Mittwochs und Freitag (mit Flohmarkt)
















Lastminute Hotel




 

© MCMXCIX - MMIXwww.mallorca.com

http://www.weltinfo.com