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Sie sind hier:

Pollença

 

 
Fläche der Gemeinde: 151,44km²
durchschnittliche Höhe über NN: 60m
Einwohner der Gemeinde: ca. 15.800 
Entfernung bis Palma: 57 km

 

Der Ort Pollença entstand 1229 mit der katalanischen Eroberung Mallorcas, doch der Name bildete sich wahrscheinlich viele Jahre vorher. Während der islamischen Herrschaft war dieses Gebiet unter dem Namen Al- Bulansa und bei den Römern mit dem Namen Pollentia bekannt, obwohl sich die römische Stadt Pollentia tatsächlich in der Gemeinde Alcudia befindet.
In einem vom Puig de María und dem Kalvarienberg eingeschlossenen Tal gelegen, ist Pollença mit mehr als 8.000 Einwohnern der Hauptort der Gemeinde. Ein obligatorischer Besuch ist die historische Altstadt. Sie hat sich im 18. Jh. gebildet und umfasst viele, kleine Gassen, den Kalvarienberg, die Pfarrkirche, das Kloster Santo Domingo und das Jesuitenkolleg.

Das Gemeindegebiet von Pollenca, eines der privilegiertesten Mallorcas, vereint mit Meer, Felder und Gebirgen - kulturellem und landschaftlichen Reichtum. Zur Gemeinde Pollenca gehört die gleichnamige Stadt Pollenca, das Hafenstädtchen Puerto Pollensa, die Urbanisation "Sa Font" und natürlich Formentor, am Tramuntanagebirge gelegen. Die ca. 35 km lange Küste fällst steil ab aber es finden sich hier auch herrliche Sandstände.

Freunde des Sports und der Natur finden hier ein ergiebiges Betätigungsfeld. 

Eine Gemeinde reich an Traditionen, welche den Lauf der Zeiten überdauert hat.

Strände
Port de Pollença: Dieser Sandstrand hat eine ungefähre Länge von 6 km. Es gibt hier jede Art von Dienstleistungen wie Erste Hilfe, Tretboote, Sonnenschirme, Liegen, Sportbereiche, Surfschule, etc.

Cala Sant Vicenç: Die 175 m Strandlänge verteilen sich auf vier Strände: Cala Barques, Cala Clara, Cala Molins und Cala Carbó. Alle bestehen aus feinem Sand und bieten u.a. Erste Hilfe, Tretboote, Liegen und Sonnenschirme.

Formentor: Der Strand mit einem schmalen Streifen von feinem Sand und kristallklarem Wasser ist ca. 1 km lang. Hier sind ein Barservice, ein Restaurant, Liegestühle, Sonnenschirme, Tretboote, Duschen, Umkleidekabinen, Reitsportmöglichkeiten und ein großer Parkplatz. 

Cala Bóquer: Es gibt einen kleinen Steinstrand, den man in ungefähr einer Stunde auf einem Wanderweg durch das gleichnamige Tal erreicht. Der Weg geht durch Privatgebiet.

Cala Murta: Dies ist ein 30 m langer Strand mit vom Wasser glatt geschliffenen Steinen. Außerordentlich sind die landschaftliche Schönheit und das kristallklare Wasser. Man geht ca. 20 Minuten zu Fuß ab der Straße, die vom Strand Formentor zum Leuchtturm führt.

Cala Figuera: Es ist ein kleiner, nach Norden geöffneter, unberührter Strand mit tiefem, sauberen Wasser in rauher Umgebung.

Andere kleine, vom Land her schwer zugängliche Strände sind Cala en Feliu, Cala en Gossalba, Cala Castell, El Caló, etc.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Cap Formentor
Ein beliebtes Ausflugsziel, mit fantastischen Blick, jedoch muss man eine kurvenreiche Strasse in Kauf nehmen. Aber der Blick lohnt sich. 
Mit dem Beginn des Tourismus entstanden verschiedene Urbanisationen, von denen die von Formentor durch sein Hotel mit dem selben Namen, das 1929 in Cala Pi von Adán Diehl gebaut wurde, die herausragende ist. El Colomer, eine kleine Insel an der Küste und sichtbar von der Straße nach Formentor, ist zu einem der Symbole der Gemeinde geworden. Diese Felseninsel wurde in zahllosen Bildern und Fotografien reproduziert.

Die Pfarrkirche Nuestra Senora de los Ángeles
Die Pfarrkirche Nuestra Senora de los Ángeles ist ein Gebäude, um das herum Pollença ab dem 13. Jh. mit der katalanischen Eroberung Mallorcas gewachsen ist. Sie wurde 1236 errichtet und 1240 vom Bischof dem Orden der Tempelritter übergeben. Nach der Abschaffung dieses Ordens ging die Pfarrkirche bis zum 19. Jh an einen anderen militärischen Orden, nämlich die Hospitaliter von San Juan de Jerusalén. In jenem Jahrhundert wurden viele religiöse Besitztümer aufgelöst und sehr viele religiöse Orden versteckten sich. Das gegenwärtige Pfarrgebäude wurde im 18. Jh. (1714 - 1790) errichtet. Es ist eine einschiffige Basilika mit Seitenkapellen und einem Tonnengewölbe. Der Hauptaltar ist der Jungfrau María gewidmet, die Patronin der Stadt.

Das Kloster Santo Domingo
Die Kirche ist eine einschiffige Basilika mit Seitenkapellen und einem Chor über dem Eingang. Der Bau wurde 1558 von den Dominikanern begonnen. Hervorzuheben ist der klösterliche Bereich, ein Barockkloster von regelmäßigem Entwurf und einem Kreuzgang mit Rundbögen auf ionischen Säulen. Die Kirche hat zehn Seitenkapellen, von denen jede mit einem der Zeit entsprechenden Retabel dekoriert ist. Vorherrschend in der Kirche ist der von Joan Antoni Oms errichtete Hauptaltar Nuestra Senora del Rosario (1651 - 62) mit dem Madonnenbild des Roser-Vell aus dem 15. Jh. 

Die Gärten Joan March
Im Stadtzentrum neben dem Kloster Santo Domingo befinden sich diese Gärten mit hervorragenden endemischen Pflanzen. Es hat sich noch ein mittelalterlicher Turm erhalten, der zu einem alten Herrenhaus gehörte, das an diesem Platz stand.

Monti-sion. Das Kolleg San Ignacio
Am Fuße des Kalvarienberges erhebt sich dieses eindrucksvolle Gebäude des Kollegs San Ignacio, das zwischen 1698 und 1738 gebaut wurde. Montision, wie der gesamte Gebäudekomplex allgemein genannt wird, wird von eine Kirche und einem Kloster gebildet. Gegenwärtig befinden sich hier die Räumlichkeiten des Rathauses von Pollença und eine Schule. Die Kirche ist eine einschiffige Basilika mit Seitenkapellen. Obwohl man den Schöpfer dieses Gebäudeentwurfs nicht kennt, weiß man doch, dass der Architekt Joan d’Aragó seit dem Jahre 1723 für die Arbeiten verantwortlich war. Auch ist er der Autor der barocken Innendekoration.

Roser Vell
Die Kapelle Roser Vell hat ihren Ursprung im 14. Jh. Hier wurde die Virgen del Rosario verehrt. Die Kapelle besteht aus einer einschiffigen Basilika mit Seitenkapellen. Zwischen 1500 und 1525 wurden die ersten beiden Seitenkapellen errichtet, die der Virgen del Remedio und der Virgen de los Dolores gewidmet sind. 1541 baute man die anderen beiden Seitenkapellen. Ende des 19. Jh. ist Roser Vell in seinem jetzigen Zustand restauriert worden. Neben der Kirche befindet sich das Haus des Laienbruders. Dort kann man ein rundes Portal sehen, das mit Glaserdiamant aus einem Stadthaus geschmückt ist.

Sant Jordi
Die Kapelle Sant Jordi wurde während des 16. Jh. außerhalb des Ortes in Richtung zum Meer erbaut. Man wählte diesen Platz nicht willkürlich, sondern er war für die Pollenciner der Ausgangspunkt zu den Küsten, als man von weitem die Piraten sichtete. Die gegenwärtige Kirche ist eine einschiffige Basilika und hat eine Seitenkapelle, die man zu Ehren von Sant Marcial errichtete. Das rechteckige Presbyterium wurde 1653 von dem Bildhauer Rafel Torres mit einem Barockaltar geschmückt. Hervorragend ist der Altar mit der Virgen de la Mar, die man im 17. Jh. zufällig an der Cala d’Ariant gefunden hat.

El Calvari
Auf der Spitze dieses gleichnamigen Berges erbaute man 1795 - 99 in leicht elliptischer Form mit einer halbrunden Apsis die Kapelle El Calvari. Um hierher zu gelangen, muss man eine Treppe mit mehr als 365 Stufen hinaufsteigen. Oben angelangt, hat man eine herrliche Panoramasicht auf Pollença. Im Innern der Kapelle gibt es aus dem 14. Jh. eine Skulpturengruppe des gekreuzigten Christus mit der Jungfrau zu seinen Füßen. 

Die Römische Brücke
Diese sehr alte Brücke, die unter dem Namen "Römische Brücke" bekannt ist, benutzte man zum Überqueren des Flusses Sant Jordi.

Puig de María
Das Sanktuarium liegt am Fuße von Pollença in 330 m Höhe. Die Kapelle, das Refektorium, der Turm und die Mauern wurden hauptsächlich im gotischen Stil Ende des 14. / Anfang des 15. Jh. erbaut. Das Refektorium ist eines der bemerkenswertesten Bauten Mallorcas. In der einschiffigen Kirche befindet sich die sehr verehrte Statue der Jungfrau, wahrscheinlich aus dem 14. Jh. Dieses wichtige Kloster war eine lange Zeit verlassen. Hier lebten Nonnen, Einsiedler und Laienbrüder. Ein Pilgerpfad aus Feldsteinen des 17. Jh. hat sich erhalten. Es wird geraten, den Weg zu Fuß hinauf zu gehen.

Die Höhlen von l’Alzineret (Sant Vicenç)
Von diesem Höhlenkomplex sind als Hauptgruppe sieben Begräbnishöhlen erhalten, die ca. 1600 v. Chr. in den Sandstein geschlagen wurden. Sie gehören zu einer Zeit, die in Mallorca unter dem Namen Prätalayot-Kultur bekannt ist. Jetzt ist dieser Höhlenhügel geschützt, kann aber frei besucht werden.

Atalaya d’Albercuix
Dieser aus dem 16. Jh. stammende Verteidigungsturm liegt auf der Spitze eines Berges von 380 m Höhe. Er war Teil eines Verteidigungssystems in Mallorca, um sich vor einfallenden Piraten zu schützen. Von hier oben hat man eine wunderbare Panoramasicht über die Bucht von Pollença und die Halbinsel Formentor.

Das Museum von Pollença
Das Museum von Pollença befindet sich in dem alten Dominikanerkloster. Es wurde zwischen 1588 und 1616 erbaut. Die Dominikaner lebten dort bis zum Jahre 1836.
Mit dem Namen von Pollença verbindet sich seit Beginn des 20. Jh., als aus Paris Künstler wie Anglada Camarasa, Tito Cittadini und andere kamen, die Malerei, und sein internationaler Ruf ließ weitere Künstler folgen, wie u.a. Mir und De Creft.
Der Einfluss dieser Künstler konkretisierte sich in den Sechziger Jahren durch die Gründung des Wettbewerbs El Salón Estival de Pintura, heute Certamen Internacional de Artes Plásticas, der mit seiner 34jährigen Geschichte die Grundlage des Museums von Pollença bildet. 
Offiziell entstand das Museum von Pollença im Jahre 1975. In seinen Räumen befinden sich die mit dem ersten Preis gekrönten Werke jenes Salons und eine Sammlung gotischer Altargemälde. Im Laufe der Zeit ist die Gemäldesammlung gewachsen und der Bestand wurde um archäologische Stücke, ein buddhistisches Mandala und die Sammlung Atilio Boveri erweitert. 
Öffnungszeiten
Winter: Dienstag - Sonntag: 11 - 13 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen

Sommer: Dienstag - Samstag: 11 - 13 Uhr und 17.30 - 20.30 Uhr
Sonntags: 10 - 13 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen

Festival von Pollença 
Unter den kulturellen Einrichtungen Pollenças ist besonders das Festival klassischer Musik hervorzuheben. Seit 1961 findet es jedes Jahr im Juli und August unter freiem Himmel im Klosterinnenhof von Santo Domingo statt. In seiner ununterbrochenen, über 40jährigen Geschichte und in steter Weiterentwicklung konnte man u.a. Mstislav Rostropovich, Jessye Norman, das Alban Berg Quartett und das Französische Nationalorchester unter Lorin Maazel hören und kam so auf eine Zahl von über 700 Solisten, Ensembles und Orchestern. Den Ehrenvorsitz des Festivals hat Ihre Majestät die Königin von Spanien, Dona Sofía. Das Festival von Pollença ist seit Jahren Mitglied der Europäischen Festivalvereinigung. 

Das Haus und Museum Dionís Bennàssar
Die Stiftung Dionís Bennàssar hat den klaren Willen, für die mallorquinische Gesellschaft und für alle an ihrem kulturellen Erbe Interessierten das Werk des Malers Dionís Bennàssar zu sammeln, zu bewahren und zu verbreiten. Das Museum ist in einem Wohnhaus des 17. Jh. und möchte zeigen, wie sich das tägliche Leben in einem typisch mallorquinischen Haus abspielte. Hier wird ein großer Teil der persönlichen Erinnerungsstücke bewahrt, die der Maler in seinem Leben gesammelt hat.

Öffnungszeiten
Winter: Dienstag - Sonntag: 11 -13 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen
Sommer: Dienstag - Samstag: 11 - 13 Uhr und 18 - 20.30 Uhr
Sonntag: 11 - 13 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen

Das Museum Martí Vicenç
Wir haben es hier sozusagen mit einem intimen Museum zu tun, das die Entwicklung des Menschen, des Kunsthandwerkers und des Künslers Martí Vicenç zeigen möchte. Diese Initiative wäre nicht möglich gewesen ohne den adäquaten architektonischen Rahmen, den man an diesem Platze findet. Das über 300 Jahre alte Haus liegt direkt an der sehr sehenswerten, langen Treppe, die den Kalvarienberg hinaufführt. Darin finden wir auch eine kleine ethnologische Ausstellung und Textildesigns.

KULTURZENTRUM GUILLEM CIFRE DE COLONYA
Das Kulturzentrum Guillem Cifre de Colonya wurde am 24. April 1994 in dem Gebäude des alten Gymnasiums von Pollença eingeweiht. Es gehört der Sparkasse Colonya, doch wird es vom Rathaus Pollença verwaltet. Seit 1994 ist das Zentrum der Sitz von verschiedenen erzieherischen und kulturellen Einrichtungen des Rathauses von Pollença: die Bibliothek, das historische Gemeindearchiv, die Musikschule, die Blaskapelle und das universitäre Zentrum, das mit der Universität der Balearen assoziiert ist. In den Räumen des Kulturzentrums gibt es eine breite Palette von Lehr- und Kulturangeboten wie verschiedene Kurse, Vorträge, Ausstellungen und Theateraufführungen. 

Club Pollença
Der Club Pollença ist in dem aus dem 19. Jh. stammenden Herrenhaus Can Aulí in der Carrer del Mercat. Als charakteristischer Duktus dieser Epoche ragt im Eingangsbereich die Treppe im imperialen Stil hervor. Während des 20. Jh. wurden einige Umgestaltungen vorgenommen, wie die Eröffnung einer Bar und der Versammlungssaal, der 1964 eingeweiht wurde. 
Einige Jahre später wurden im Club, wie er von den Pollençinern genannt wird, kulturelle und sportliche Abteilungen eingerichtet. Er wurde der Sitz von "Art i Joventut" und der örtlichen Theatergruppe. Im Jahre 1961 fand eine Ausstellung von Malerei statt, die der direkte Vorläufer des Certamen Internacional d’Arts Plàstiques war. 1960 organisierte die pollençinische Delegation "Joventuts Musicals" eine Aufführung klassischer Musik, die die Aufmerksamkeit des berühmten Geigers Philip Newman auf sich zog. Er begründete daraufhin im Jahr 1962 das Festival de Pollença de música clásica.

Wochenmarkt: 
Pollenca - Sonntags 
Puerto Pollensa - Mittwochs

 

 
















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