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Santanyi
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Santanyi
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Fläche
der Gemeinde: 124,27km²
durchschnittliche Höhe über NN: 65m
Einwohner: ca. 2766
Entfernung bis Palma: 56km
Markttag: Mittwoch und Samstag |
Santanyi (die römische Ortsbezeichnung für heiliges Lamm-Santi Annini), ein kleiner Ort im Landesinneren, mit ca. 7.600 Einwohnern, feiert im Jahr 2000 seinen 700sten Geburtstag. Die Port Murada, die mächtige Befestigungsanlage erinnert nur noch wenig an die bewegte Vergangenheit. Santanyis. Als Verkehrsknotenpunkt diente der Ort als Zentrum der Öl- und Mandelbaumkultur für den südlichen Teil der Insel. Das zyklopische Mauerwerk, das beim Hausbau Verwendung fand, lässt an die Siedlungsgeschichte bis in die Talayot-Zeit reichend erinnern. Leider sind nur noch wenige Spuren der Vergangenheit zu erkennen. Im Jahr 1531 wurde der Ort von Piraten niedergebrannt. Dabei wurde ein Großteil der Bevölkerung in die Sklaverei verschleppt. Erst mit den Mauren wurde Santanyi neu zum Leben erweckt. Doch schon bald, 1546 und 1571, wurde Santanyi erneut Opfer der Piraten und wieder wurden die Anwohner in die Gefangenschaft entführt.
Doch keine Angst, heute fallen keine Piraten mehr in den Ort ein. Nur Mittwochs und Sonntags wird der Ort bevölkert von Touristen und Anwohnern, um an dem Trubel des Marktes teilzunehmen. Anschließend lohnt es sich durch die engen Gassen zu wandern und in den Ort hinein zu schnuppern. Vorbei an den Innenhöfen oder an die Plaza Major. Hier befindet sich die große Pfarrkirche Sant Andreu Apòstol aus dem 16 Jh. Im Innern befindet sich eine bemerkenswerte alte Orgel, gebaut von Jorid Bosch. Den Zugang zu der hinter der Kirche gelegene Capella del Roser aus dem 13. Jh. erfragen Sie bitte im Pfarramt.
Nur einige Kilometer entfernt liegt die Cala
Santanyi. Hier finden Sie eine Bucht mit feinsandigen Strand mit türkisblauen Wasser, zum Tauchen gut geeignet. Die Tauschschule finden Sie unmittelbar am Strand. Die Bucht ist umsäumt von steilen Felsen und bietet eine romantische Atmosphäre. Hier findet man nur wenige Hotels, aber diese mit einem phantastischen Ausblick. Vor der Küste liegt der Felsen Es Pontas, den die Brandung zu einem natürlichen Bogen aus Kalkstein geformt hat.
Santanyí, über 700 Jahre alt, ist eine der reichsten Gemeinden Europas. Dies verdankt es dem Aufschwung im Immobilien- und Baugewerbesektor sowie in allen Unternehmensbereichen, die sich mit Instandhaltung oder Dienstleistungen rund um die Landhäuser, der Haupteinnahmequelle der Gemeinde, beschäftigen. Santanyí ist gleichzeitig eine der Gemeinde, die ihre Umwelt am besten konserviert hat, u.a. im Landesinneren. Dies ist hauptsächlich dem Menschenschlag zu verdanken, der sich bis in die achtziger Jahre hier niedergelassen hat. Hoffen wir, daß sich der
Prozess hin zum Massentourismus aufhalten läßt, der bereits einen beträchtlichen Teil der Insel zerstört hat, und man schließlich auf einen qualitativ hochwertigeren Tourismus setzen wird. Im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen bietet Santanyí eine Bücherei, ein Altersheim, eine Sportanlage, in der im Sommer Aktivitäten für Kinder organisiert werden, ein Freibad und ein Hallenbad für den Winter, ein medizinisches Zentrum, Orts- und Landespolizei, Post- und Telegrafenamt, ein Kulturzentrum, das den Anwohnern zur Verfügung steht, und ein Kino, dessen Eignung für das Projekt des Gemeindetheaters gerade durchdacht wird. Zum Thema Kultur können wir hervorheben, dass die Gemeindeverwaltung einen sehr positiven Wechsel vollzogen hat indem sie mit Privatinitiativen, die das kulturelle Leben Santanyís abwechslungsreich gestalten, zusammenarbeitet. Zum Beispiel die Veröffentlichung eines Plakates mit dem gesamten sowohl von der Gemeindeverwaltung als auch von privaten Initiativen organisierten Kulturprogramm, welches ausserdem alle im Gemeindebezirk lebenden und arbeitenden Künstler vorstellt. Falls jemand das kulturelle Programm erweitern mit Informationen möchte, so wende er sich bitte an La Estrella del Sur; das Plakat wird halbjährlich ausgehängt. Ausserdem unterstützt die Gemeindeverwaltung die Organisation der ersten internationalen Musikmesse am 22. und 23. Juni in Santanyí. An all diesen Events ist
selbstverständlich die Musikschule Santanyís beteiligt, die dieses Jahr auf das Liceu de Barcelona als Bürgen zählen darf.
Die Auflösung von S'Hort als wichtiges Kulturzentrum der Insel ist sehr zu bedauern. Kurzfristig sollte das Thema Kultur für die Institutionen vorrangiges Ziel sein, u.a. im Hinblick auf die Heranwachsenden und jüngeren Leute, denen in den Bereichen Freizeit, Kultur und Ausbildung keine Alternativen geboten werden. Mittelpunkt des sozialen Leben par excellence ist mittwochs und samstags der Marktplatz. Dort bieten die Bars um den Platz ein vielfältiges Angebot an Ambiente, Menschen und Service. Man kann wählen: die Bar "Bennassar", mit hervorragenden Tapas und Mittagsmenüs, "Sa Plaza" einer den Markt beherrschenden Terrasse und hervorragenden Pa' amb Oli, "Sa Cova" mit Live-Musik Mittwoch und Samstag abends und
"Ca´n Mosson" mit angenehmem mallorquinischen Ambiente und jungen Leuten. Santanyí vereint möglicherweise die unterschiedlichsten und internationalsten Gruppierungen in sich: Künstler, Geschäftsleute, Berühmtheiten, Millionäre, Musiker und viele mehr. Santanyí bietet uns ein großes Spektrum an Unternehmen, einige mit jahrelanger Erfahrung im Bereich des Bauwesens und der Dienstleistungen. Es gibt hochinteressante Geschäfte für Dekoration und Handwerk, spezialisiert auf Stein, Stahl und Keramik. Leider fehlt ein Feuerwehrpark.
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