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Sencelles
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Sencelles
ist der Ort der hundert Namen, die Ortsbezeichnung, die den meisten
Anlaß zur Spekulationen über ihren Ursprung gegeben hat. So
vertreten manche die Ansicht, daß Sencelles "cent selles"
(hundert Krüge) bedeutet, andere meinen, es bedeutet "cent cel•les"
(hundert Zeilen), wiederum andere leiten den Namen von "Centelles"
(Funkeln, Glitzern) ab... Die
Gemeinde gehört zu den größten des Pla und ist gleichzeitig auch
eine der flachsten, gibt es hier doch keinerlei Erhebungen über 160
Meter. Durchzogen wird sie durch die Sturzbäche Torrent de Solleric,
der durch Biniali verläuft, dort den Namen in Torrent d´Almedra
ändert, im Norden bekannter als Torrent S´Ostorell und den Torrent
de Pina oder auch Montuiri.

Es
handelt sich hier um ein Dorf der Dörfer, denn zur Gemeinde
gehören außer Biniali auch die Flecken Ruberts, Jornets, Judí,
Cascanar und Laià. Diese Flecken stellen obwohl sie winzig und fast
unbewohnt sind eine der Hauptattraktionen von Sencelles dar. Heute
sind sie letzte Stätten der ländlichen und traditionellen
Architektur Mallorcas, in vergangenen Zeiten jedoch waren sie
wohlhabend, in erster Linie durch den Weinanbau, die
landwirtschaftliche Hauptaktivität der Gemeinde und ihrer Umgebung.
Andere Produkte des Trockenfeldanbaus wie Feigen, Mandeln und
Getreide waren zusammen mit der Viehzucht, fast bis zum heutigen Tag
der Haupterwerb in der Gemeinde.
Die Feigenproduktion war, wie die folgende Glosse belegt, von
größter Bedeutung:
Feigen rorges, cucarelles
paretjals und albacors
all dieses wirst Du speisen
vermählst Du Dich in Sencelles Die
humane und religiöse Facette der Ortschaft wird durch die Figur der
Schwester Francinaina Cirer (1781 -1855), der im Volksmund als
"sa tia Xiroia" bekannte Tochter des Ortes. Sie wurde von
Papst Johannes Paul II am 1.10.1989 selig gesprochen und wird nicht
nur in Sencelles, sondern in ganz Mallorca für die zahlreichern ihr
zugeschriebenen Heilungen verehrt.

Pfarrkirche
von Sant Pere
Die heutige Kirche wurde zwischen 1705 und 1766 erbaut. Wegkreuze
Es finden sich drei Wegkreuze in der Gemeinde. Mehlmühlen
In Sencelles existieren neun Mühlen. Rektorei
von Sencelles
Neben der Pfarrkirche gelegen, ist sie das Resultat der Verbindung
mehrerer Häuser mit dem ursprünglichen Gebäude. Wird bereits 1650
erwähnt. Convent
de les Germanes de la Caritat
Der heutige Konvent befindet sich in dem von Francinaina Cirer im
Jahr 1851 gestiftete Haus. Besuchszeit: vormittags und nachmittags. Talayot
von Son Fred
Ein kreisförmiger Talayot gebildet aus mehreren Reihen von bis zu 4
Meter hohen Steinblöcken. Pou
Major
Ungefähr einen Kilometer vom Ortskern entfernt. Es handelt sich um
zwei ca. 10 Meter auseinanderliegenden Brunnen. Jahrmarkt:
Dritter Sonntag im Mai. Wochenmarkt:
Mittwochs
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