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Cala Sa Nau – idyllische Felsbucht an Mallorcas Südostküste

Cala Sa Nau

Cala Sa Nau ist eine zauberhafte Badebucht an der Südostküste Mallorcas. Sie liegt am Ende eines 350 m langen Meereseinschnitts, der an einen Minifjord erinnert. Eingerahmt wird die Badebucht von niedrigen Felsen, auf denen Pinien und mediterrane Macchia wachsen. Das kristallklare Wasser in der Cala Sa Nau zieht nicht nur Badegäste an. Vor allem Schnorchler kommen an den Klippen links und rechts der Bucht auf ihre Kosten. Bedingt durch die geschützte Lage gibt es kaum Wellengang und bereits in einer Tiefe von einem Meter erstreckt sich eine artenreiche Unterwasserwelt.

 Cala Sa Nau groß

Lage der Cala Sa Nau
Die Cala Sa Nau liegt an einem zerklüfteten Küstenabschnitt auf halber Strecke zwischen den Ortschaften Portocolom und Cala d'Or an der mallorquinischen Südostküste. Die Bucht befindet sich an einem schwer zugänglichen Küstenabschnitt. Um an den Strand zu gelangen, folgen Sie mit dem Mietwagen der Beschilderung an der Hauptstraße. Von Portocolom fahren Sie etwa 15 Minuten, während Sie von Cala d'Or maximal 12 Minuten reine Fahrzeit einplanen müssen. Das Auto lassen Sie auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz unweit der Bucht zurück. Von hier sind es noch 500 m Fußweg bis zur Cala Sa Nau. Der Abstieg an den Strand erfolgt über eine Treppe.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Badebucht nicht bzw. nur umständlich zu erreichen. Allerdings transportieren auch keine Touristenbusse Menschenmassen an den kleinen Strand. Wanderwege führen über die Klippen am Meer entlang nach Portocolom und Cala D'Or. Meist handelt es sich um schmale Trampelpfade, die die einzelnen Buchten an diesem Küstenabschnitt miteinander verbinden. Zu Fuß gelangen Sie auf diese Weise in die reizvolle Nachbarbucht Cala Mitjada. Da der Strand in der Cala Sa Nau auch über einen Holzsteg zu erreichen ist, können auch Menschen mit körperlichen Behinderungen den Aufenthalt in der Felsbucht genießen.

Schwimmen, Schnorcheln und weitere Aktivitäten
Mit ihrem perlweißen Sand und dem azurblauen Wasser ist die Cala Sa Nau ein perfektes Ziel für einen Tagesausflug. Sonnenanbeter und Wasserratten kommen in der Felsbucht voll auf ihre Kosten. Der Strand ist ca. 50 lang und bis zu 70 m breit. Im Gegensatz zu vielen Stränden an der Südküste Mallorcas fällt dieser Strand vergleichsweise steil in das Wasser ab. Bereits nach wenigen Metern hat das Wasser Schwimmtiefe erreicht. Familien mit Kindern sollten vorsichtig sein und den Nachwuchs stets im Auge behalten. Dies gilt umso mehr, da der Strand auch während der Hauptsaison nicht von einem Rettungsschwimmer überwacht wird.

Felsen Cala Sa Nau

Die Felskanten zu beiden Seiten der Bucht sind ein ideales Revier für Schnorchler. Die Sicht unter Wasser ist hervorragend. Sie müssen lediglich ein kurzes Stück vom Strand wegschwimmen, um die farbenfrohe Unterwasserwelt durch die Taucherbrille bestaunen zu können. Wassersportangebote wie einen Tretbootverleih oder eine Surfschule gibt es an der Cala Sa Nau nicht. Aktivurlauber entscheiden sich häufig für eine kurze Wanderung über die Klippen in die Nachbarbucht Cala Mitjada. Auch die Karsthöhle Cova des Moro ist von der Cala Sa Nau im Rahmen einer Wanderung zu erreichen. Wer über Kondition und Ausdauer verfügt, nimmt den Wanderweg „Sa Ronda“, der an der Felsküste entlang bis nach Portocolom führt.

Infrastruktur an der Cala Sa Nau
Die Cala Sa Nau wird, wie eingangs erwähnt, nicht von einem Rettungsschwimmer überwacht. Ansonsten bietet die Bucht einen umfangreichen Service. Sonnenliegen und Schirme werden während der gesamten Saison vermietet. Im Schatten liegend lassen Sie den Blick über die fjordartige Bucht und die in einiger Entfernung auf dem Wasser schaukelnden Jachten schweifen. Vor Ort stehen den Badegästen eine Süßwasserdusche und sanitäre Anlagen für Damen und Herren zur Verfügung. Ein ebenerdiger Holzsteg führt neben der Treppe an den Strand. Diese Einrichtung ermöglicht einen barrierefreien Zugang zur Cala Sa Nau. Der kostenpflichtige Parkplatz am Ende der Zufahrtsstraße ist von 11:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Mit etwas Glück finden Sie bei zeitiger Anreise noch einen freien Parkplatz am Straßenrand, für den keine Gebühr anfällt.

Für die Cala Sa Nau als Tagesausflugsziel spricht das Fehlen von Hotels oder Campingplätzen in der Umgebung. Der übliche Touristenrummel entfällt dadurch und die Besucher können den Aufenthalt am azurblauen Wasser in vollen Zügen genießen. Hotels und Appartementanlagen finden Sie erst in den Ferienorten Portocolom und Cala d'Or. Während die Anlagen dort eher auf den Pauschaltourismus ausgelegt sind, finden Sie in der Kleinstadt Santanyi im Hinterland einige schmucke Boutique-Hotels mit landestypischem Flair.

Strandbar an der Felsbucht
Täglich um 9:00 Uhr öffnet die Strandbar an der Cala Sa Nau ihre Türen für die Strandbesucher. Sie liegt im hinteren Bereich der Bucht und sorgt für das leibliche Wohl der Gäste. Mit den Füßen im weichen Sand lassen Sie in bequemen Sitzen die Seele baumeln und genießen Ihren Cappuccino oder Cocktail. Auf der Speisekarte finden Sie einfache Gerichte und Snacks wie Salate, Paella und Sandwiches. Das Getränkeangebot reicht von Softdrinks über Bier und Cocktails bis hin zu Milkshakes, Kaffee und Longdrinks. Die Küche der Strandbar ist von 10:00 bis 23:00 Uhr geöffnet. Drinks werden noch länger serviert.

Zur Versorgung der Tagesbesucher reicht das Angebot aus. Wer mallorquinische Gerichte und eine größere Auswahl an Speisen und Getränken sucht, wird in den Küstenorten Cala d'Or und Portocolom fündig. Weitere Restaurants und Bars gibt es an der Cala Sa Nau nicht.

Ausflugsziele in der Umgebung
Die ganze Bandbreite touristischer Angebote finden Sie im Ferienort Cala d'Or, der rund 12 Autominuten von der Cala Sa Nau entfernt liegt. Sie haben die Möglichkeit, einen Segeltörn zu buchen, eine Paddeltour mit dem Kajak zu unternehmen, einen Surfkurs zu belegen oder eine Partie Golf zu spielen. Mehrere Badebuchten mit goldfarbenem Sand laden zum Schwimmen ein und in der Hauptstraße drängen sich Modeboutiquen, Souvenirläden, Lederwarengeschäfte und Restaurants aneinander.

Portocolom liegt nördlich der Cala Sa Nau und hat sich bis heute den Charme eines kleinen Fischerdorfes bewahrt. Hier befindet sich der größte Naturhafen Mallorcas, in dem bunte Fischerboote Seite an Seite mit teuren Segeljachten liegen. Die Ortschaft liegt auf einer Halbinsel, auf deren Spitze ein schwarz-weiß-gestreifter Leuchtturm steht. Im Hinterland der Küste ist das Kloster Santuari de Sant Salvador ein beliebtes Ausflugsziel. Die ehemalige Klosteranlage liegt auf der Spitze eines 500 m hohen Berges und ist über eine enge Serpentinenstraße zu erreichen.

Ein charmantes Städtchen im Hinterland ist Santanyi. Die Stadt wurde nahezu vollständig aus gelbem Sandstein gebaut, der unweit des Stadtzentrums abgebaut wird. Reste der mittelalterlichen Stadtmauer zeugen von der früheren Notwendigkeit, das Städtchen gegen Piratenüberfälle zu schützen. Lebhafter Mittelpunkt von Santanyi ist die Plaça Major. An dem Platz erheben sich die gotische Rosenkranzkapelle, die Kirche Sant Andreu und das Rathaus aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Die Cala Sa Nau ist ein versteckt liegendes Badeparadies an der Südostküste Mallorcas. Die Badebucht mit ihrem schneeweißen Sand und dem kristallklaren Wasser ist ein ideales Ziel für einen Tagesausflug.

Cala Anguila – zauberhafte Badebucht bei Porto Cristo

Cala Anguila

Rund 10 Autominuten vom Hafenstädtchen Porto Cristo entfernt liegt an der Ostküste Mallorcas die zauberhafte Badebucht Cala Anguila. Die Badebucht wird an beiden Seiten von niedrigen Felsklippen begrenzt, die mit mediterranen Gewächsen und Pinien bewachsen sind. Hell leuchtet der feine weiße Sand in der Cala Anguila im Sonnenschein. Der Strand ist zwar nur 50 m breit, erstreckt sich jedoch ca. 120 m weit in das Hinterland. Bedingt durch die Lage zwischen zwei felsigen Landzungen bilden Strand und Bucht einen abgeschlossenen Bereich, der sich hervorragend zum Schwimmen und Schnorcheln eignet.

Bucht Cala Anguila

Lage der Cala Anguila
Die Badebucht Cala Anguila ist Teil der gleichnamigen Siedlung an der mallorquinischen Ostküste. Sie liegt im Gemeindegebiet von Manacor. Die zweitgrößte Stadt Mallorcas ist das Zentrum der Perlenverarbeitung und wird von der Cala Anguila nach einer 20-minütigen Autofahrt erreicht. Zwei felsige Landzungen schließen die Bucht ein. Im Westen erstreckt sich das Kap Punta de Cala Anguila, während die östliche Landzunge den Namen Na Vermella trägt. Mit Porto Cristo liegt ein touristisches Zentrum an der Ostküste Mallorcas rund 10 Autominuten von der Cala Anguila entfernt.

Die Badebucht ist vergleichsweise einfach zu finden. Von der Hauptstraße, die Porto Cristo mit der Ortschaft Cales de Mallorca verbindet, zweigen zwei Nebenstraßen ab, die in Küstennähe enden. Die Cala Anguila liegt im Ferienort Cala Romantica, der an der Straße ausgeschildert ist. Oberhalb der Siedlungsbebauung können Sie den Mietwagen auf einem kleinen Parkplatz oder in einer Seitenstraße kostenlos abstellen. Darüber hinaus befindet sich eine Bushaltestelle in Strandnähe. Der Zugang zur Cala Anguila erfolgt über mehrere kleine Treppen. Die geschützte Lage der Bucht macht auch das Ankern mit dem Boot problemlos möglich.

Infrastruktur am Strand
Der 50 m lange Strand in der Cala Anguila bietet die für Mallorca typische Infrastruktur. In mehreren Reihen hintereinander stehen Sonnenliegen und -schirme, die tageweise vermietet werden. Am Strandabschnitt direkt an der Gewässerkante breiten Badegäste ihre Handtücher oder Decken aus. In der Hauptsaison wird das Treiben am Strand von einem Rettungsschwimmer überwacht, der bei Bedarf helfend eingreifen kann. Es gibt Süßwasserduschen und sanitäre Anlagen.

Im hinteren Bereich befindet sich ein Restaurant, in dem einfache Gerichte sowie verschiedene Getränke angeboten werden. Da Parkplätze in der nahe gelegenen Siedlung nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen, empfiehlt sich eine zeitige Anreise. Insbesondere in den Sommermonaten ist die Besucherfrequenz hoch und die Stellflächen für die Pkws schnell belegt. Da die Siedlung oberhalb der Cala Anguila hinter Pinienhainen liegt, entsteht am Strand kein erdrückendes Gefühl der Enge wie an anderen dicht bebauten Stränden Mallorcas.

cala anguila groß

Aktivitäten in der Cala Anguila
Wer ein Tretboot ausleihen oder einen Surfkurs belegen möchte, wird in der Cala Anguila leider enttäuscht. Vor Ort gibt es keine Wassersportangebote, was angesichts des nur begrenzten Platzangebotes durchaus sinnvoll ist. Die felsigen Landzungen zu beiden Seiten der Bucht sind ein attraktives Schnorchelrevier. Wellengang gibt es dank der geschützten Lage kaum und die Sicht unter der Wasseroberfläche ist hervorragend. Sie müssen lediglich ein Stück hinausschwimmen, um auf die Unterwasserbewohner des Mittelmeeres zu treffen. In unmittelbarer Strandnähe herrscht zu viel Betrieb und aufgewirbelter Sand trübt die Sicht.

Der Strand in der Cala Anguila ist kinderfreundlich. Obwohl es keine Angebote explizit für den Nachwuchs gibt, können die Kids gefahrlos im seichten Wasser spielen. Im Sommer klettern die Wassertemperaturen auf bis zu 25 Grad. Der weiße Sand und das türkisfarbene Wasser in der Bucht bilden einen faszinierenden Kontrast. Kurze Wanderungen entlang der zerklüfteten Küste führen Sie in die Nachbarbuchten der Cala Anguila. Die Cala Mandia und die Bucht S'Estany d'en Mas liegen in fußläufiger Entfernung und sind mit ihren Steilküsten und den weißen Sandstränden landschaftliche Schätze an der Ostküste Mallorcas.

Unterkünfte in Cala Anguila
Die Cala Anguila wird im Hinterland von einer urbanen Siedlung begrenzt, die zur Ortschaft Cala Romantica gehört. Die Bandbreite an Unterkünften besteht vorwiegend aus einer großen Anzahl an Ferienwohnungen und Ferienhäusern. Wer an der mallorquinischen Ostküste einen Individualurlaub als Selbstversorger verbringen möchte, ist mit diesen Urlaubsdomizilen bestens gerüstet. Die Ausstattung der meisten Appartements und Ferienhäuser ist äußerst komfortabel und auf dem neuesten Stand.

In Cala Romantica gibt es einige wenige Hotels, die vom Charakter her eher Appartementanlagen gleichen. Eine größere Auswahl an Hotels hat die Ortschaft Porto Cristo zu bieten, die rund 10 Autominuten von der Cala Anguila entfernt liegt. Der Hafenort ist ein touristisches Zentrum an der mallorquinischen Ostküste und die Hotelbetriebe sind mehrheitlich für den Pauschaltourismus ausgelegt.

Ausflugsziele in der Umgebung
Die Cala Anguila ist ein erstklassiger Standort, um den Attraktionen an Mallorcas Ostküste einen Besuch abzustatten. Nur einen Steinwurf von der Badebucht entfernt befindet sich die Drachenhöhle Cuevas del Drach. Die Tropfsteinhöhle zählt zu den Top-Sehenswürdigkeiten auf der Baleareninsel und beherbergt den größten unterirdischen See Europas. Der Rundgang durch das Felsgestein führt an spektakulären Tropfsteingebilden vorbei und endet mit einer Bootsfahrt über den unterirdischen Martellsee.

Den Ausflug in die Drachenhöhle verbinden Sie idealerweise mit einem Abstecher nach Poto Cristo. Der Hafenort verfügt über einen 300 m langen Sandstrand und ein geschäftiges Zentrum mit zahlreichen Boutiquen und Restaurants. Lassen Sie die romantische Stimmung am Jachthafen auf sich wirken und genießen Sie dabei einen Cappuccino in einem der zahlreichen Straßencafés. In Porto Cristo legen Glasbodenboote zu Exkursionen in die küstennahem Gewässer ab, und eine Tauchschule bietet Kurse und geführte Unterwasserausflüge an.

Rund 20 Autominuten von der Cala Anguila entfernt liegt im Landesinneren die Perlenhauptstadt Manacor. Die zweitgrößte Stadt Mallorcas ist ein Zentrum der Perlenverarbeitung. Schmuckstücke mit Majorica-Perlen sind ein Exportschlager der Baleareninsel. In der Majorica Perles Fabrik erfahren Sie Details zur Herstellung der Zuchtperlen und Sie können den Handwerkern bei der Verarbeitung über die Schulter schauen. Im angeschlossenen Shop können Sie die fertigen Schmuckstücke direkt erwerben. Die Ketten, Ringe, Armbänder und Broschen sind beliebte Souvenirs aus dem Mallorca-Urlaub.

Wir hoffen, mit diesem Beitrag Ihr Interesse an der zauberhaften Felsbucht Cala Anguila geweckt zu haben. Planen Sie in Ihrem nächsten Urlaub auf Mallorca einen Abstecher zu dem feinsandigen Badeparadies ein und lassen Sie sich vom mediterranen Ambiente verzaubern.

Shopping in Palma

Shopping in Palma

Eine Tasche von Louis Vuitton, spanische Trendmode von Massimo Dutti oder doch besser preiswerte Streetwear von H&M – Mallorcas Hauptstadt Palma ist ein Shopping-Paradies der Extraklasse. Luxusmode finden Sie auf der der „Designer-Meile“ Paseo del Borne, während Sie sich in der engen Einkaufsstraße San Miguel mit mallorquinischen Lederwaren und spanischer Mode eindecken können. Frische Produkte von der Avocado bis zum Tintenfisch werden auf dem Olivar Markt und auf dem überdachten Mercat de Santa Catalina angeboten.

Paseo del Borne
Von der Plaza de la Reina bis zum Schildkrötenbrunnen auf der Plaza Rei Joan Carles I. führt Mallorcas Edeleinkaufsstraße Paseo del Borne. Die breite Fußgängezone ist Flaniermeile und Shopping-Paradies zugleich. Unter dem schattigen Blätterdach alter Platanen lässt es sich hervorragend an den Schaufenstern vorbeibummeln. Es sind nicht nur die bekannten Namen renommierter Designer wie Mulberry, Louis Vuitton und Hugo Boss, die der Flaniermeile im Herzen von Palma Glanz verleihen.

Die Mischung aus alteingesessenen Händlern und glamourösen Luxuslabels macht den Charme der Paseo del Borne aus. Seit den 1960er Jahren existiert das Souvenirgeschäft „Bagatela“ in der Fußgängerzone und das älteste Tabakwarengeschäft wurde bereits im Jahr 1890 gegründet.

Ein Indiz dafür, dass sich zahlreiche zahlungskräftige Kunden auf Mallorca einen Zweitwohnsitz leisten, liefert der Lifestyle Store „Rialto Living“. Von trendiger Mode über Bücher, Dekoartikel, Wohnaccessoires bis hin zur komplett durchgestylten Wohnzimmereinrichtung bekommt die gut betuchte Kundschaft nahezu alles.

Luxuriöse Toilettenartikel von La Compagnie de Provence, Mode von Franco Ferrari und Seidenbettwäsche von „Society“ - der´Lifestyle Store befriedigt auch ausgefallene Wünsche, wenn man bereit ist, den entsprechenden Betrag zu investieren.

Avenida Jaime III
Sie ist die Einkaufsmeile schlechthin in Palma de Mallorca: Die Avenida Jaime III. Internationale Mode in sämtlichen Stilrichtungen und Preisklassen hat die bekannte Shopping-Meile zu bieten. Immer den Finger am Puls der Zeit hat das Modegeschäft Farinelli. Die Damen- und Herrenmode verkörpert besten italienischen Lifestyle. Wer seiner Angebeteten ein luxuriöses Geschenk machen möchte, wird bei Cartier fündig und echte Markenqualität im Bereich Lederschuhe und Lederaccessoires bietet der mallorquinische Schuhhersteller Lottusse, der ebenfalls mit einem Geschäft auf der Avenida Jaime III. vertreten ist. Schmuck aus Handarbeit und originelle Geschenkideen bietet der Opia Concept Store und zu den führenden Innenausstattern auf der Baleareninsel zählt das Möbelgeschäft „Trends Home“.

Wer das Shopping-Erlebnis in einem großen Kaufhaus bevorzugt, kommt an der Avenida Jaime III. ebenfalls auf seine Kosten. Die spanische Kette Corte Inglés betreibt eine gut sortierte Filiale auf der Einkaufsstraße. Das Haus ist das kleinere der beiden Kaufhäuser von Cortes Inglés in Palma. Deutlich mehr Verkaufsfläche hat die Filiale auf der Avenida de Alexandre Roselló zu bieten.

Calle Quint – Palmas Hotspot für jungen Lifestyle
Calle Quint ist die erste Adresse für jugendlichen Liftstyle in der mallorquinischen Hauptstadt. Die Shopping-Meile wird von den Einheimischen mit einem Augenzwinkern „Straße mit der dummen Treppe“ (las escaleras bobas) genannt. Warum das so ist, wird Besuchern schnell klar, wenn sie einen Fuß in die Gasse gesetzt haben.

Unzählige Stufen warten darauf, erklommen zu werden. Da die Abstände zwischen den Treppenstufen ständig wechseln und die Breite der Trittfläche variiert, muss man permanent den Blick auf den Boden richten, um nicht zu stürzen.

Einkaufen können Sie natürlich auch in der Gasse Calle Quint. Stylishe Streetwear zu moderaten Preisen bieten viele Boutiquen wie „Zapping“ und „Quintos dos Q2“ an. Mit einem hohen Coolness-Faktor überzeugt der Shop „Pasatiempos“. Auf kleiner Fläche präsentieren die Betreiber Mode angesagter Labels wie Fenchurch, Funkee und Carhartt. Vor einer beleuchteten Regalwand reihen sich stylishe Sneaker-Modelle aneinander. Der Store wurde im Vintage-Style der 80er Jahre eingerichtet und spiegelt das Lebensgefühl einer ganzen Generation wider. Bedingt durch die Stolperstufen am Boden der Calle Quint sind die Kunden gezwungen, im Schneckentempo an den Geschäften vorbeizuschlendern.

Calle San Miguel
An der arkadengesäumten Plaza Mayor beginnt die schmale Einkaufsgasse Calle San Miguel. Sie endet an der Plaza Cort. Vor dem Rathaus steht mit dem über 600 Jahre alten Olivenbaum ein beliebtes Fotomotiv. In der Hauptsaison kann es in der schmalen Gasse recht eng werden. Viele Besucher kommen hierher, um mallorquinische Originale zu kaufen. Es gibt eine Reihe von Schuhgeschäften, die mit mallorquinischer Markenqualität werben und einige Modeboutiquen mit ausgefallenen Einzelstücken. Unweit der Plaza Cort befindet sich in einem Eckgebäude eine weitere Filiale der Farinelli Boutique. Das Modegeschäft bietet auf zwei Etagen exklusive Freizeitbekleidung für Damen und Herren. Bei Farinelli bekommen Sie unter anderem Streetwear der Marken Max Mara, Capellini, Tagliatore und Circolo 1901.

Die Calle San Miguel tangiert in ihrem Verlauf die Plaza Olivar mit dem Mercat de l’Olivar. Der Frischemarkt ist nicht der größte seiner Art in der mallorquinischen Hauptstadt, aber er gehört zu den abwechslungsreichsten.

Der Schwerpunkt liegt auf frischen Erzeugnissen aus der Region. Der katalanische Slogan „Més a prop, més fresc“ erinnert die Kunden an zahlreichen Verkaufsständen daran, dass Regionalität mehr Frische bedeutet. Auf dem Olivar Markt mischen sich der Geruch exotischer Gewürze mit dem lieblichen Duft von Schnittblumen und frischem Obst. In der riesigen Fischhalle bekommen Sie nicht nur fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte. Viele Spezialitäten aus dem Meer werden in einigen Bars frisch zubereitet und heiß serviert.

Shopping-Malls in Palma de Mallorca
Dank der erstklassigen Erreichbarkeit, der zahlreichen Parkplätze und der unzähligen Geschäfte üben die Shopping-Malls in Palma de Mallorca eine große Anziehungskraft auf Touristen und Einheimische aus. Das älteste Einkaufszentrum der Baleareninsel trägt den Namen Porto Pi. Es befindet sich im Hafenviertel und vereint 140 Geschäfte unter einem Dach. Preiswerte Mode von H&M finden Sie in der Shopping-Mall ebenso wie die spanischen Modemarken Springfield und Zara. Die französische Supermarktkette Carrefour betreibt einen Supermarkt im Einkaufszentrum Porto Pi. Neben spanischen Tapas-Bars sorgen Fast-Food-Riesen wie McDonald's und Pizza Hut für das leibliche Wohl der Besucher.

Im Jahr 2016 eröffnete das neueste Einkaufszentrum in der Inselhauptstadt. Es trägt den Namen Fan Shopping Mallorca und bietet auf einer Verkaufsfläche von 66.000 m² mehr als 100 Ladengeschäfte.

Unter anderem betreibt der Mode-Discounter Primark einen Flagship-Store in der Shopping-Mall. Fan Shopping Mallorca geht hinsichtlich des Marketings neue Wege, weg vom bloßen Einkaufserlebnis hin zu einer Einrichtung mit Eventcharakter. Unter dem Dach des Shopping-Centers sind die Freizeitarena Dock 39 mit Kinderspielplätzen und Wellenbad sowie ein 4D-Kino untergebracht. Das kostenlose W-LAN im gesamten Gebäude gehört zu den Service-Angeboten der Shopping-Mall. Fan Shopping Mallorca liegt in der Nähe des internationalen Flughafens und nur wenige Autominuten vom Zentrum der mallorquinischen Hauptstadt entfernt.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Reportage einen Wegweiser durch das Shopping-Paradies Palma de Mallorca an die Hand gegeben zu haben. Begeben Sie sich auf eine Einkaufstour im historischen Stadtzentrum oder bummeln Sie durch die Ladenzeilen in den Shopping-Malls vor den Toren der Stadt.

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Arbeit auf Mallorca finden

Arbeit auf Mallorca finden

300 Sonnentage im Jahr, das Meer vor der Haustür und mediterranes Ambiente – Mallorca ist für Millionen Deutsche ein Traumziel. Viele träumen davon, sich dauerhaft auf der Baleareninsel niederzulassen und unter südlicher Sonne ein neues Leben zu beginnen. Doch der Lebensunterhalt muss finanziert werden. Aus diesem Grund steht die Suche nach einer passenden Arbeit an erster Stelle. Diese Suche nach einer bezahlten Anstellung kann sich als schwieriges Unterfangen herausstellen und erfordert eine große Portion Kompromissbereitschaft von den Arbeitsuchenden.

Jobsuche

Jobanzeigen in Internetbörsen und Tageszeitungen
Jobbörsen im Internet und die Anzeigenspalten diverser Tageszeitungen sind das Mittel erster Wahl, wenn Menschen Arbeit auf Mallorca suchen. Die Webseiten sind meistens in spanischer Sprache verfasst, seltener in Englisch. In der Regel muss die Region eingegeben werden, in der ein Job gesucht wird. Mallorca finden Sie bei den meisten spanischen Jobbörsen unter der Bezeichnung „Islas Baleares“.

Gute Spanischkenntnisse sind erforderlich, um seriöse von unseriösen Jobangeboten unterscheiden zu können. Ohne entsprechende Sprachkenntnisse ist eine Differenzierung kaum möglich.

Mehrheitlich werden auf Mallorca gering qualifizierte Arbeitskräfte für schlecht bezahlte Tätigkeiten gesucht. Haushaltshilfen, Gärtner, Promoter und Callcenter-Mitarbeiter sind gefragt. Gut bezahlte Jobs werden häufig ohne Jobbörse vermittelt und derartige Stellen werden nur selten frei. Auch einige Zeitarbeitsfirmen sind auf Mallorca aktiv. Sie betreiben eigene Internetportale, auf denen freie Stellen ausgeschrieben werden. Eine Alternative ist die Jobsuche vor Ort. Wer sich nicht scheut, Klinken zu putzen und persönlich bei ortsansässigen Unternehmen vorstellig wird, hat unter Umständen das Glück, einen besser bezahlten Job zu ergattern.

Voraussetzungen für deutsche Arbeitnehmer
Deutsche Arbeitnehmer müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen und bestimmte Qualifikationen mitbringen, um die Chancen auf dem mallorquinischen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Eine gute Qualifikation, idealerweise langjährige Berufserfahrung, großer Einsatzwille und Teamfähigkeit sollten Bewerber mitbringen. Natürlich sind exzellente Spanischkenntnisse in Wort und Schrift ein wichtiges Einstellungskriterium. Das gilt branchenübergreifend von der Hotellerie bis zum Bauhandwerk. Es gibt aber auch einzelne Branchen, in der die deutsche Sprache ein Vorteil ist. Dies betrifft unter anderem die Gastronomie und die Tourismusbranche.

Gute Aussichten in der Tourismusbranche
Wer eine Arbeit auf Mallorca sucht, muss sich über die wirtschaftlichen Strukturen auf der Baleareninsel im Klaren sein. Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig auf Mallorca. Viele Hotelbetreiber schätzen deutsches Personal, da die Mitarbeiter den erforderlichen Ehrgeiz und den Willen, Karriere zu machen mitbringen. Wer über eine solide Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe verfügt, erhöht seine Aussichten auf einen Job. Doch nicht nur Köche, Barkeeper oder Servicekräfte werden gesucht. Der Wellness- und Fitnesstrend hat auch die Baleareninsel erfasst und Arbeitskräfte wie Yogalehrer und Fitness-Coaches werden inzwischen auch auf Mallorca gesucht.

Da zahlreiche deutsche Reiseunternehmen das Personal für Mallorca bereits im Heimatland rekrutieren, bietet sich Ihnen die Gelegenheit, die Jobsuche von zu Hause aus zu organisieren. In diesem Fall sind Sie nicht auf Kontakte vor Ort angewiesen, ohne die auf der Baleareninsel wenig bis nichts geht. Wer beispielsweise als Reiseleiter bei TUI España tätig werden will, muss kommunikativ sein und einen langen Arbeitstag trotz Hitze und Hektik durchstehen. Der Vorteil dieser Tätigkeit: Sie unterhalten sich praktisch den ganzen Tag in Ihrer Muttersprache. Spanischkenntnisse sind kaum gefordert. Allerdings kommen nicht wenigen Arbeitnehmer große Zweifel bei dem Gedanken, den ganzen Tag mit den eigenen Landsleuten zu verbringen.

Saisonarbeit und befristete Verträge
Was Gewerkschaften in Deutschland immer wieder lautstark beklagen, entspricht auf Mallorca der Lebenswirklichkeit der Menschen: Saisonarbeit und befristete Arbeitsverträge. Branchenübergreifend werden Arbeitssuchende nur für einen befristeten Zeitraum eingestellt. In der Hotellerie, im Gastronomiebereich und in der Tourismusbranche herrscht von Ende April bis Ende Oktober Saison. Im Winterhalbjahr schließen die meisten Unterkunftsbetriebe und Restaurants. Gleiches gilt für zahlreiche Boutiquen in den tourstischen Zentren zwischen Alcúdia und El Arenal.

Finanzielle Unterstützung vom Arbeitgeber während der Wintermonate: Auf Mallorca Fehlanzeige. Saisonkräfte in der Gastronomie stehen aus diesem Grund unter großem Druck. Schließlich müssen die Einnahmen (Lohn+Trinkgeld) aus der Sommersaison den ganzen Winter hindurch reichen.

Geld

Wer außerhalb der Tourismusbranche und des Gaststättengewerbes einen Job ergattert, muss sich in der Regel damit abfinden, dass es sich um einen befristeten Vertrag handelt. Unbefristete Arbeitsverträge sind auf der Baleareninsel die absolute Ausnahme. Der Grund liegt in der starken Rückendeckung für Arbeitnehmer durch die gesetzlichen Vorgaben in Spanien. Da die Unternehmen fürchten, bei schlechter Konjunktur und ausbleibenden Aufträgen trotzdem für die Lohnzahlungen der Belegschaft aufkommen zu müssen, dominieren in der Praxis befristete Arbeitsverträge. Wer einen Saisonjob als Promoter anstrebt, hat gute Chancen, eingestellt zu werden.

Party-Promoter machen am Strand oder auf der Uferpromenade Werbung und verteilen Flyer. Ein gepflegtes Erscheinungsbild, ein Alter zwischen 18 und 35 Jahren sowie Spaß am Umgang mit Menschen – mehr Voraussetzungen müssen die Bewerber nicht erfüllen. Der Verdienst liegt zwischen 1.500 und 1.650 Euro im Monat.

Selbstständig auf Mallorca
Aus Mangel an lukrativen Jobangeboten entscheiden sich zahlreiche auswanderungswillige Deutsche, ein eigenes kleines Unternehmen auf Mallorca zu gründen. Mit durchaus unterschiedlichem Erfolg. Häufig erfüllt sich der Traum vom gut laufenden Café an der Promenade oder dem Steakhaus in der Fußgängerzone nicht. Viele Jungunternehmer treten Monate später frustriert und enttäuscht mit einem Berg von Schulden die Heimreise an. Der Grund liegt im erbittert geführten Konkurrenzkampf, den sich Gastwirte auf der Baleareninsel seit Jahrzehnten liefern.

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit dennoch wagen will, benötigt die sogenannte N.I.E. Nummer. Ohne diese Steuernummer erhalten Sie keine Arbeitsgenehmigung auf Mallorca. Sie wird vom Oficina de Extranjería in der Inselhauptstadt Palma de Mallorca gegen Entrichtung einer Gebühr zugeteilt. Als Selbstständiger sind Sie darüber hinaus verpflichtet, monatliche Zahlungen an die spanische Sozialversicherung zu leisten. Die Höhe des Betrages ist einkommensabhängig.

Unterstützung von der Agentur für Arbeit
Bezieher von Arbeitslosengeld I oder II haben die Möglichkeit, mit Unterstützung der Agentur für Arbeit auf Mallorca auf Jobsuche zu gehen. Das Geld kann auch auf der Baleareninsel bezogen werden, sofern sich die Betroffenen vor Ort auf die Suche nach Arbeit begeben. Der zuständige Sachbearbeiter stellt auf Nachfrage eine Bescheinigung aus, die beim spanischen Arbeitsamt vorgezeigt werden muss. In diesem Fall erfolgt die Registrierung als Arbeitssuchender auf Mallorca. Für die Jobsuche auf der Baleareninsel haben Sie drei Monate Zeit. Haben Sie nach Ablauf dieser Frist keine bezahlte Tätigkeit gefunden, muss die Rückreise nach Deutschland erfolgen. Anderenfalls verfällt der Anspruch auf Arbeitslosengeld. In der Vergangenheit kam es häufiger zu kurzfristigen Änderungen an dieser Vorgehensweise. Empfänger von ALG I oder II sollten bei Ihrem Ansprechpartner in der Agentur für Arbeit vorstellig werden, um genaue Informationen zu diesem Prozedere zu bekommen.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Reportage einen Einblick in die Arbeitsmarktsituation auf Mallorca gegeben zu haben. Die Informationen können Sie für eine effiziente Jobsuche auf der Baleareninsel nutzen.

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Puerto Portals – Mallorcas Glamour-Hotspot an der Südwestküste

Puerto Portals

Arabische Ölscheichs, Hollywood-Stars und russische Oligarchen: In Puerto Portals trifft sich alljährlich der internationale Geldadel. Der Jachthafen an der Südwestküste Mallorcas gehört zu den schillerndsten Orten auf der Baleareninsel. Millionenschwere Jachten schaukeln auf dem Wasser und ständig liegen Paparazzi auf der Lauer, immer auf der Suche nach dem ultimativen Schnappschuss. Wer in Puerto Portals vor Anker geht, gehört zur internationalen A-Prominenz. Das zieht zahlreiche Schaulustige an, die einmal einen Blick auf bekannte Filmgrößen oder milliardenschwere Ölmagnaten erhaschen wollen.

Hafen Puerto Portals

Puerto Portals liegt auf halbem Weg zwischen Palma de Mallorca und Andratx an der Südwestküste der Baleareninsel. Knapp 700 Liegeplätze bietet der mondäne Jachthafen. Reserviert werden muss der Platz für die Jacht im Sommer trotzdem. Zu groß ist die Nachfrage nach den begehrten Ankerplätzen im Hafen. Puerto Portals ist eigentlich „nur“ der Jachthafen des Küstenortes Portals Nous. Tatsächlich hat sich das touristische Treiben längst in die Hafenregion verlagert. Wenige Hundert Meter landeinwärts ähnelt Portals Nous mehr und mehr einem klassischen Ferienort. Edelboutiquen werden von Souvenirläden verdrängt und sündhaft teure Restaurants weichen traditionellen Tapas-Bars und Fischrestaurants.

Geschichte von Puerto Portals
Portals Nous mit dem Jachthafen Puerto Portals ist kein historisch gewachsener Küstenort. Die Planungen für den Bau begannen zu Beginn der 1980er Jahre. Anfangs bestanden große Zweifel, ob das Projekt zu einem Erfolg geführt werden kann. Kritiker wiesen auf die vergleichsweise große Entfernung zur Inselhauptstadt Palma de Mallorca und die abgeschiedene Lage hin. Allen Zweiflern zum Trotz fanden sich genügend Investoren, die an das Projekt glaubten und die erforderlichen finanziellen Mittel aufbrachten.

1986 wurde der Jachthafen Puerto Portals eröffnet. Obwohl der angestrebte wirtschaftliche Erfolg damals ungewiss war, hat sich der Jachthafen an Mallorcas Südwestküste über die Jahrzehnte hinweg zu einem Glamour-Hotspot entwickelt, der den Vergleich mit den Jachthäfen in Monte Carlo, Marbella und Cannes nicht zu scheuen braucht.

Im Jahr 2016 feierte der Nautik-, Shopping- und Freizeitkomplex Puerto Portals seinen 30-jährigen Geburtstag. Anwesend waren die Gründer - die Familie Graf - und deren Tochter, die heute Geschäftsführerin des prestigeträchtigen Jachthafens ist. Darüber hinaus fand sich viel Prominenz aus der Welt des Entertainments, der Regionalpolitik und der Wirtschaft ein. Der Hafen verfügt über knapp 700 Liegeplätze für Jachten mit einer Länge von 8 bis 60 Metern.

Shoppen und Flanieren in Puerto Portals
Um es vorwegzunehmen: Das Shoppen in Puerto Portals ist keine Schnäppchenjagd. In dem noblen Hafenviertel reihen sich die Boutiquen renommierter Designer aneinander. Bekannte Edelmarken präsentieren ihre Haut Couture in einem luxuriösen Ambiente. Zahlungskräftige Kundschaft gibt es in Puerto Portals zuhauf.

Wer mit einer 10-Millionen-Euro-Jacht in dem Jachthafen vor Anker geht und bei den sündhaft teueren Liegegebühren nicht mal mit der Wimper zuckt, kann beim Kauf eines 4.000 Euro teuren Brioni-Anzuges nur müde lächeln. Die Hafenpromenade wird hin und wieder zur Freilichtbühne für Autohersteller, die ihre ausgefallensten Modelle der zahlungskräftigen Klientel unter freiem Himmel präsentieren.

Die große Promi-Dichte lockt zahlreiche Schaulustige nach Puerto Portals. Obwohl es sich um einen Jachthafen handelt, können manche Tagesbesucher nicht einmal Steuerbord und Backbord voneinander unterscheiden. Wie die vielen Paparazzi warten sie nur darauf, Michael Douglas, Leonardo di Caprio, Claudia Schiffer oder Antonio Banderas in einem Lokal oder auf dem Deck einer Luxusjacht zu entdecken. Kein einfaches Unterfangen, denn die internationale A-Prominenz scheut das Rampenlicht in der Freizeit und versteckt das Gesicht gern hinter dunklen Sonnenbrillen.

Auch der ehemalige König von Spanien Juan Carlos war Stammgast in Puerto Portals und ein Meister der Tarnung. Nur die zahlreichen Bodyguards in ihren dunklen Anzügen und mit ihren noch dunkleren Sonnenbrillen ließen erahnen, dass sich eine wichtige Persönlichkeit in einem Restaurant am Hafenkai sein Frühstück schmecken lässt.

Strand Puerto Portals

Strände in Portals Nous
Anders als in anderen Ferienorten an der mallorquinischen Küste stehen die Strände in der Ortschaft Portals Nous nicht im Zentrum der Aktivitäten. Klein aber fein ist die Playa Punta Portals, die sich direkt neben dem Jachthafen erstreckt. Die Füße im warmen Sand vergraben und den Blick auf die türkisfarbene Wasseroberfläche schweifen lassen: Der Strand verspricht Entspannung pur. Eine kleine Strandbar versorgt die Besucher mit Cocktails und vegetarischen Gerichten. Trotz der Nähe zum Hafen hat das Wasser eine exzellente Qualität. Der Sandstrand ist rund 150 m lang und fällt flach ins Meer ab. An einer Seite erhebt sich ein Hotel, das vor allen von britischen und skandinavischen Urlaubern genutzt wird.

Etwas abseits vom Jachthafen liegt die idyllische Playa Oratorio. Der feinsandige Strand befindet sich in einer Bucht, die von Felsklippen eingerahmt wird. Zu den familienfreundlichen Angeboten gehören Stand up Paddling, Flyboard und ein Tretbootverleih. An einem Strandabschnitt erheben sich mehrstöckige Hotelbauten, die das malerische Ambiente allerdings nur unwesentlich beeinträchtigen. Eine fantastische Aussicht auf die zerklüftete Südwestküste haben Sie von einer Plattform auf den Felsen. In der Bucht gibt es drei Restaurants der gehobenen Preiskategorie.

Ausflugsziele in der Umgebung
Das populärste Ausflugsziel in der nähren Umgebung von Puerto Portals ist Palma de Mallorca. Nach wenigen Autominuten haben Sie das Zentrum der Inselhauptstadt erreicht. Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist die gotische Kathedrale Le Seu, die sich direkt am Meer erhebt. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass es in Ihrem Mallorca-Urlaub einen Regentag gibt, bietet sich das Palma Aquarium für einen Ausflug an. Der Komplex mit den 55 Meerwasserbecken und dem tropischen Dschungel auf dem Dach ist ein Touristenmagnet an der Playa de Palma.

Ebenfalls nur wenige Autominuten von Puerto Portals entfernt liegt das Marineland Costa d’en Blanes. Dabei handelt es sich um einen maritimen Erlebnispark mit Delfinarium, Tropenhaus und Meereszoo. Täglich gibt es Delfin- und Seelöwenshows und die Jüngsten können sich im Mini-Park auf einem Piratenschiff austoben. Kunstliebhaber sollten einen Besuch im CCA Andratx einplanen. Dabei handelt es sich um die größte Ausstellung zeitgenössischer Kunst auf den Balearen. Die Besonderheit ist, dass bestimmte Kunstwerke direkt vor Ort erworben werden können.

Restaurants in Puerto Portals
Entlang des Hafenkais reihen sich zahlreiche Restaurants und Cafés aneinander. Wer allerdings ein 6-Gänge-Menü mit Gamba-Ravioli, Seewolf und Rebhuhn im Kartoffelmantel genießen will, muss tief in die Tasche greifen. Eine Kombination aus Bar und Restaurant ist das „Wellies“, das seit 2016 zur spanischen Cappuccino-Gruppe gehört. Das Kultlokal verfügt über drei Terrassen im Außenbereich, von denen die Gäste einen traumhaften Blick auf den Jachthafen genießen.

Liebhaber der italienischen Küche kommen im „Ritzi“ auf ihre Kosten. Die innovative Küche schließt hausgemachte Pasta, fangfrischen Fisch und vegetarische Gerichte ein.

Restaurant Diablito

Seit 1987 verwöhnt das Restaurant „Flanigan“ am Jachthafen Puerto Portals den Gaumen der Gäste. Zu den Stars auf der Speisekarte zählen der Flanigan Hamburger und das Flanigan Steak Tatar. Beide Gerichte kosten über 20 Euro, was dem gängigen Preisniveau im noblen Jachthafen entspricht.

Eine günstige Alternative zu den Nobelrestaurants am Hafen ist das „Diablito“. Dabei handelt es sich um eine Filiale der gleichnamigen spanischen Restaurant-Kette. Dort lassen Sie sich in geselliger Atmosphäre Pizzen für bis zu vier Personen, Tex-Mex-Spezialitäten und mediterrane Salat-Kreationen schmecken.

Abgerundet wird das kulinarische Angebot in Puerto Portals durch chinesische, indische und Sushi-Restaurants.

Wir hoffen, mit diesem Beitrag Ihr Interesse am Nobel-Jachthafen Puerto Portals geweckt zu haben. Statten Sie dem Glamour-Hotspot an Mallorcas Südwestküste in Ihrem nächsten Urlaub einen Besuch ab und flanieren Sie wie der internationale Jetset am Hafenkai entlang.

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Porto Cristo – charmanter Ferienort an Mallorcas Südostküste

Porto Cristo

Porto Cristo ist ein charmanter Hafenort an der Südostküste Mallorcas. Die Lage an einer malerischen Bucht, die von niedrigen Felsklippen eingerahmt wird, hat den Aufstieg der Ortschaft zu einem bedeutenden Urlaubsziel auf der Baleareninsel begünstigt. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Ferienorten auf Mallorca hat sich Porto Cristo sein ursprüngliches Antlitz bis heute bewahrt. Ausufernde Hotelkomplexe und lärmende Diskotheken gibt es in dem zauberhaften Ort nicht.

porto cristo

Porto Cristo hat mit der Drachenhöhle Cuevas del Drach eine Attraktion der besonderen Art zu bieten. Das weitverzweigte Höhlensystem in Küstennähe ist ein Touristenmagnet und im Sommer oft sehr voll. Kein Wunder, beherbergt die Tropfsteinhöhle mit dem Martelsee den größten unterirdischen See Europas. Urlauber schätzen vor allem den gepflegten Strand von Porto Cristo, der sich auf einer Länge von rund 300 m zwischen Felsküste und Jachthafen erstreckt. Türkisblau leuchtet das kristallklare Wasser im hellen Sonnenschein und Segeljachten mit schneeweißen Rümpfen schaukeln auf den Wellen.

Geschichte von Porto Cristo
Obwohl die Gründung des heutigen Porto Cristo erst im Jahr 1888 erfolgte, blickt die Meeresbucht mit dem geschützten Naturhafen auf eine jahrtausendealte Besiedlungsgeschichte zurück. Bis zur Namensgebung am Ende des 19. Jahrhunderts war der Ort der Fischereihafen der im Landesinneren gelegenen Stadt  Manacor. Ausgrabungen im Gemeindegebiet förderten Belege zutage, die auf die Existenz einer römischen Siedlung an der Bucht hinweisen. Im Jahr 1909 fanden Archäologen die steinernen Grundmauern einer frühchristlichen Basilika, darunter ein Taufbecken, dessen Entstehung auf das 5. Jahrhundert datiert wird.

Wachturm porto cristo

Der Name des Hafenortes ist eng mit einer alten Legende verbunden. Überlieferungen zufolge soll im Jahr 1260 ein Seemann in den küstennahen Gewässern aus höchster Not gerettet worden sein. Als Dank errichtete der Seefahrer ein Kreuz in der Bucht, von dem heute freilich nichts mehr übrig ist. Aus dem späten 16. Jahrhundert stammt der Wachturm Torre del Serral dels Falcons. Er steht an der Einfahrt zur Bucht und wurde zu Verteidigungszwecken errichtet. Die Küsten Mallorcas waren bis zum 18. Jahrhundert immer wieder Ziel von Piratenüberfällen. Das restaurierte Bauwerk können Sie heute besichtigen. Im Spanischen Bürgerkrieg wurde Porto Cristo im Jahr 1936 von republikanischen Truppen besetzt und später von den Putschisten unter General Franco erobert.

Traumstrand vor türkisblauem Meer
Der ca. 300 m lange Strand zählt zu den Hauptattraktionen von Porto Cristo. Er besteht aus feinem Sand und erstreckt sich zwischen dem Jachthafen und einer steil ansteigenden Felswand an der Ostseite. Die Infrastruktur ist hervorragend. Es werden Strandliegen und Sonnenschirme vermietet und es gibt sanitäre Einrichtungen und Süßwasserduschen.

Der Strand liegt direkt unterhalb der Straße, an der Parkplätze in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen. In der Hauptsaison kann es hier recht voll werden und die Parkplatzsuche kann sich zu einer zeitraubenden Angelegenheit entwickeln.

porto cristo strand

An den Strand von Porto Cristo gelangen Sie über einige wenige Treppenstufen. Dahinter liegen die Straße und die Promenade, an der sich Souvenirgeschäfte, Cafés, Modeboutiquen und Restaurants aneinanderdrängen. Ein Bummel führt auf dem Kai des Jachthafens entlang an weißen Segeljachten und bunten Fischerbooten vorbei. Zahlreiche gastronomische Einrichtungen mit Sonnenterrassen zur Hafenseite laden zum Genuss regionaler Fischspezialitäten und mallorquinischer Lammgerichte ein. Da der Strand sehr flach in das Meer abfällt, ist er besonders gut für Familien mit Kindern geeignet. Sie wohnen mehrheitlich in Appartements in der Umgebung.

Aktivitäten in Porto Cristo
Porto Cristo ist ein typischer Badeort und die Freizeitaktivitäten sind mehrheitlich auf die Wünsche von Wassersportlern zugeschnitten. Das Tauchen spielt vor diesem Hintergrund eine wichtige Rolle in dem Hafenort. Der Anbieter Adventure Sports Skualo bietet geführte Tauchausflüge zu den schönsten Unterwasserrevieren vor der Küste an. Die zerklüftete und felsige Südostküste Mallorcas zählt zu den attraktivsten Tauchrevieren der Baleareninsel. Wer keine Taucherfahrung vorweisen kann, hat die Möglichkeit, an einem Schnupperkurs teilzunehmen oder das Tauchen unter professioneller Anleitung zu erlernen.

Neben den Tauchausflügen stehen weitere wassersportliche Aktivitäten in Porto Cristo auf dem Programm. Es gibt begleitete Schnorcheltouren und Sie können das Equipment zum Stand up Paddling oder Kajak fahren ausleihen. Beliebt sind Touren mit dem Glass Bottom Boat Illabalear. Die Schiffe verfügen über riesige Glasscheiben im Kiel, durch die Sie trocken und ohne nass zu werden die bunt schillernde Unterwasserwelt der Küstengewässer bestaunen können.

Ein Bummel durch die historische Altstadt führt Sie zur neuromanischen Pfarrkirche, die im Jahr 1922 eingeweiht wurde. Wenn Sie ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung als Urlaubsunterkunft gebucht haben und Selbstversorger sind, decken Sie sich auf dem immer sonntags stattfindenden Wochenmarkt auf der Passeig de la Sirena mit frischen Lebensmitteln ein.

Tropfsteinhohle Poro Cristo

Ausflüge in die Umgebung
Die Hauptattraktion in Porto Cristo sind die Tropfsteinhöhlen Cuevas del Drach. Obwohl der Andrang in den Sommermonaten groß ist, dürfen Sie sich eine Besichtigung des bizarren Höhlenlabyrinthes nicht entgehen lassen. In der Tropfsteinhöhle liegt mit dem Martellsee der größte unterirdische See Europas. Den krönenden Abschluss der Höhlenbesichtigung bildet ein Konzert, bei dem Live-Künstler in Booten über den See gefahren kommen und klassische Werke interpretieren. Der Martellsee ist 170 m lang und wer möchte, kann die letzten hundert Meter bis zum Ausgang mit dem Boot zurücklegen.

Ein Ausflugsziel in der Nähe von Porto Cristo ist der Jumaica Tropical Park. Der kleine Naturpark beherbergt eine Bananenplantage, einen kleinen Zoo und zahlreiche tropische Gewächse. Ein Bummel durch die Gartenanlage ist für viele Urlauber eine willkommene Abwechslung vom Strandalltag.Im Minizoo leben neben einigen exotischen Tierarten wie Papageien auch Vertreter der einheimischen Fauna wie Ponys, Enten, Ziegen und Pfaue.

Zu einer Shopping-Tour lädt die Stadt Manacor im Inselinneren ein. Sie ist ein Zentrum der mallorquinischen Perlenverarbeitung. Sie haben die Gelegenheit, eine Perlenmanufaktur zu besichtigen und vor Ort Schmuckstücke mit hochwertigen Majorica-Perlen zu kaufen.

Restaurants in Porto Cristo
In Porto Cristo haben Sie eine Riesenauswahl an gastronomischen Einrichtungen. Von außen eher unscheinbar überrascht das Restaurant Sa Sal mit einem romantischen Innenhof. Es liegt in einer ruhigen Seitenstraße und bietet neben zahlreichen mallorquinischen Spezialitäten hausgemachtes Brot und mediterrane Gerichte.

Direkt am Hafen befindet sich das Restaurant Quince. Mit Blick auf elegante Jachten und bunte Fischerboote lassen Sie sich ein Glas Hauswein und Köstlichkeiten der mediterranen Küche schmecken. Die Inneneinrichtung überzeugt mit zahlreichen Dekoelementen im Vintage-Style.

Das Restaurant Roland ist nach dem deutschen Chefkoch benannt und bietet internationale Gerichte von erstklassiger Qualität. Der Gastronomiebetrieb liegt nicht direkt am Hafen aber unweit des Club Nautico de Porto Cristo. Auf der Speisekarte finden Sie zahlreiche saisonale Fisch- und Fleischgerichte. Der Fisch stammt aus dem nahen Fischerhafen und wird täglich fangfrisch geliefert.

Mit einem liebevoll gestalteten Innenhof punktet das Café-Bistro La Magrana. Kleine Sitznischen, Steinfußboden und Korbsessel strahlen Gemütlichkeit aus. Die Speisekarte ist übersichtlich und die Gastgeber legen den Schwerpunkt auf leichte mediterrane Kost.

Mit dieser Reportage hoffen wir, Ihr Interesse für den kleinen Hafenort Porto Cristo geweckt zu haben. Statten Sie dem malerischen Küstenort in Ihrem Urlaub einen Besuch ab oder verbringen Sie gleich die schönste Zeit des Jahres in Porto Cristo.

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Can Picafort – Strandurlaub an der Bucht von Alcúdia

Can Picafort

Can Picafort ist ein stark touristisch geprägter Ferienort an der Nordküste Mallorcas. Er liegt rund zehn Kilometer südlich von Alcúdia im Zentrum der 25 km langen Meeresbucht. Zwischen beiden Urlaubsorten erstreckt sich mit dem Naturpark S’Albufera ein artenreiches Feuchtgebiet, das von einem weitverzweigten Netz an Wanderwegen durchzogen wird. Can Picafort ging aus einem kleinen Fischerdorf hervor und hat sich mit dem Ausbau des Fremdenverkehrs zu einem touristischen Zentrum auf Mallorca entwickelt.

Historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten sind in Can Picafort rar. Dafür überzeugt der Ort mit einer hervorragenden touristischen Infrastruktur. Die Auswahl an Hotels, Appartementanlagen und Ferienhäusern ist riesig. Im Zentrum des Geschehens steht der traumhafte Sandstrand an der Bucht von Alcúdia. Er fällt flach ins Meer ab und selbst kleinere Kinder können gefahrlos an der Gewässerkante spielen. Obwohl die Angebote in Can Picafort stark auf den Tourismus ausgerichtet sind, ist der Küstenort keine Partyhochburg wie El Arenal oder Magaluf. Der Schwerpunkt liegt auf einem Badeurlaub mit familienfreundlichen Angeboten.

can picafort

Geschichte von Can Picafort
Bis zum Aufkommen des Massentourismus war Can Picafort ein kleiner unbedeutender Fischerort an der Nordküste Mallorcas. Historische Dokumente belegen die Existenz des Ortes zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Dass die Besiedlungsgeschichte an diesem Küstenabschnitt viel weiter in die Vergangenheit zurückreicht, belegen Nekropolen aus der Talaiot-Zeit.

Gut erhalten ist die Nekropole von Son Real, die auf der kleinen Landzunge  Punta des Fenicis in der Nähe von Can Picafort liegt. Das prähistorische Gräberfeld stammt Untersuchungen zufolge aus dem 7. bis 4. Jahrhundert v. Chr., wie Wissenschaftler anhand von Knochenfunden herausfanden.

Das historische Zentrum des ehemaligen Fischerortes erstreckt sich an der Hafenmole, die heute Teil des Jachthafens ist. Noch in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts lebten nur rund 200 Einwohner in dem Küstenort. Einen Boom erlebte Can Picafort mit der Zunahme des Massentourismus ab den 1970er Jahren. Bereits zur Mitte der 1990er Jahre zählte der Ferienort mehr Einwohner als der Hauptort der Gemeinde Santa Margalida. Zahlreiche Hotelkomplexe und Appartementanlagen liegen an der Strandpromenade und in weiteren Reihen dahinter.

can picafort Strand

Traumstrände an der Bucht von Alcúdia
Der Sandstrand von Can Picafort steht in den Sommermonaten im Mittelpunkt des touristischen Treibens. Da er aufgrund der dichten Bebauung nicht sehr breit ist, kann es in der Hauptsaison schnell voll werden. Breitere Strandabschnitte liegen am Nordende des Ferienortes.

Südlich der Ortschaft erstreckt sich die Badebucht Son Baulo. An diesem Strandabschnitt herrscht nicht so starker Andrang wie am Hauptstrand. Richtung Playa de Muro wird der Strand immer leerer. Die Strandpromenade endet weiter vorn, doch kleine  Strandbars versorgen Sie auch an diesem Abschnitt mit gekühlten Getränken und kleinen Snacks.

Hell leuchtet der weiße Sand an den Stränden von Can Picafort im grellen Sonnenlicht. Das Türkisblau des Meeres und das Azurblau des wolkenlosen Himmels bilden einen atemberaubenden Kontrast dazu. Da sämtliche Strandabschnitte sehr flach ins Wasser abfallen, fühlen sich besonders Familien mit kleinen Kindern pudelwohl. Rettungsschwimmer wachen von Mai bis Oktober über das Geschehen. Sonnenschirme und Liegen werden von den örtlichen Anbietern vermietet. Das Nachsehen haben lediglich sportlich aktive Schwimmer. Sie müssen weit in die Bucht hinauswaten, bevor das Wasser tief genug ist für ein paar Schwimmstöße.

can picafort aktivitat

Aktivitäten in Can Picafort
Bedingt durch den Charakter von Can Picafort und die Lage an der Bucht von Alcúdia stehen wassersportliche Aktivitäten im Mittelpunkt. Direkt am Strand werden Tretboote stundenweise vermietet und es gibt Möglichkeiten zum Banana-Riding. Mehrere Beachvolleyball-Felder verteilen sich an den Stränden und das kristallklare Meerwasser lädt zum Schnorcheln ein.

Um einen ersten Eindruck von Ihrem Urlaubsziel zu gewinnen, empfiehlt sich ein Bummel über die Strandpromenade. Unzählige Bars, Restaurants und Cafés, teilweise mit Terrasse zur Meerseite, laden zum Genuss mallorquinischer und internationaler Spezialitäten ein. Obwohl Can Picafort kein typischer Party-Hotspot ist, gibt es einige Einrichtungen für Nachtschwärmer. Junge Leute treffen sich in der Diskothek „Skau“ oder in der Diskothek „La Pasion“.

Geschwindigkeitsfanatiker und Anhänger dröhnender Motoren dürfen nicht einen Besuch auf der größten Kartbahn Mallorcas verpassen, die sich im Industriegebiet von Can Picafort befindet. Sie ist 1.325 m lang, wobei sich Urlauber mit der 825 m langen Leihkartstrecke zufriedengeben müssen. Die restliche Strecke ist für den Kart-Profi-Rennsport reserviert. Wer in mediterraner Umgebung an der Verbesserung seines Handicaps arbeiten will, kann im Golfclub Alcanada eine Partie Golf spielen. Der 18-Loch-Kurs liegt eingebettet in eine grüne Hügellandschaft und bietet von vielen Abschlagpunkten einen herrlichen Blick auf die Bucht von Alcúdia.

Ausflugsziele in der Umgebung
Zu den meistbesuchten Attraktionen in der Umgebung von Can Picafort gehört der Naturpark S’Albufera. Dabei handelt es sich um ein ca. 1.600 Hektar großes Feuchtgebiet, das aus Bachläufen gespeist wird, die in der Serra de Tramuntana ihren Ursprung haben. Mehr als 250 Vogelarten, darunter Fischadler, Flamingos und Seidenreiher leben in dem geschützten Areal. Der Eingang in den Naturpark liegt an der Verbindungsstraße Alcúdia-Can Picafort. Neben dem Naturschutzgebiet ist die Nekropole Son Real ein populäres Ausflugsziel. Die prähistorische Begräbnisstätte liegt auf einer kleinen Landzunge und ist ein eindrucksvolles Zeugnis der frühen Besiedlung Mallorcas.

Can Picafort liegt im Norden der Baleareninsel und einen Ausflug zum Cap Formentor sollten Sie unbedingt einplanen. Bis zu 200 m hoch ragen die Felsklippen am nördlichsten Punkt Mallorcas aus dem Meer auf. Unterwegs bietet sich Ihnen von verschiedenen Aussichtspunkten eine atemberaubende Sicht auf die zerklüftete Küste. Kulturbegeisterte Urlauber sollten einen Abstecher in das kleine Städtchen Pollença einplanen. Die malerische Altstadt wird von einem Gassenlabyrinth durchzogen, das vom Kalvarienberg im Zentrum überragt wird. Wenn Sie dem Städtchen am Sonntag einen Besuch abstatten, können Sie sich auf dem Wochenmarkt mit regionalen Spezialitäten eindecken.

 

Restaurants in Can Picafort

Zahlreiche gastronomische Einrichtungen sorgen in Can Picafort für das leibliche Wohl der Urlauber. Es gibt Pubs mit Live-Musik, Karaoke-Bars, Spezialitätenrestaurants und Tapas-Bars. Mit drei Terrassen am Meer und einer exzellenten internationalen Küche empfängt Sie das Restaurant Royal Beach. Verwendet werden überwiegend regionale Produkte und Zutaten.

Mit einer geselligen Atmosphäre und einer fantastischen Lage auf einer Klippe überzeugt das Restaurant Mar y Paz. Das Spektrum an kulinarischen Köstlichkeiten reicht vom Seafood bis zum Burger.

Wenn Sie die Vielfalt der mallorquinischen Küche entdecken wollen, besuchen Sie das Restaurant Rapha's La Terracita. So unscheinbar der Gastronomiebetrieb auf den ersten Blick von außen wirkt, so gemütlich ist der Innenbereich gestaltet. Serviert werden Ihnen Gerichte der mallorquinischen Küche. In der Hauptsaison empfiehlt sich eine Reservierung, das das Lokal aufgrund der exzellenten Qualität der Speisen häufig ausgebucht ist.

Direkt neben dem Golfplatz liegt das Restaurant Alcanada. Von der großflächigen Terrasse haben Sie einen traumhaften Blick auf das Meer. Serviert werden mediterrane Gerichte mit dem Schwerpunkt auf frischem Fisch und Meeresfrüchten.

Wir hoffen, mit dieser Reportage Ihre Neugier auf den Ferienort Can Picafort geweckt zu haben. Vielleicht verbringen Sie schon Ihren nächsten Mallorca-Urlaub in dem lebhaften Küstenort an der Bucht von Alcúdia.

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Cala d’Or – mediterranes Schmuckkästchen an Mallorcas Südostküste

Cala d’Or

Badespaß, Sightseeing, Wassersport und Partynächte - Cala d’Or bietet den perfekten Mix für einen abwechslungsreichen Mallorca-Urlaub. Die 4.200 Einwohner zählende Gemeinde liegt an der zerklüfteten Südostküste Mallorcas, ca. 60 km südlich von Palma. Cala d’Or besteht aus einem Zusammenschluss einzelner Urbanisationen mit dem gleichnamigen Hauptort im Zentrum. Die „Goldene Bucht“ ist stark touristisch geprägt. Hotels, Appartementanlagen und Ferienhäuser gruppieren sich um feinsandige Buchten, die durch Felsklippen voneinander getrennt sind.

Cala d’Or hat eine Reihe von Badebuchten zu bieten. Es gibt ruhige Strandabschnitte und lebhafte Familienstrände. Cala Gran, Cala Serena und Cala Esmeralda sind die bekanntesten Buchten im Gemeindegebiet. Typisch für Cala d’Or sind die kubischen Häuser mit ihren blendend weiß getünchten Fassaden. Die Flachbauten entwarf der spanische Architekte Josep Costa Ferrer in den 1930er Jahren. Die Ähnlichkeit zum ibizenkischen Baustil ist kein Zufall, denn der Architekt wurde auf der Nachbarinsel Ibiza geboren.

cala dOr großes Bild 

Geschichte von Cala d’Or
Cala d’Or ist kein historisch gewachsener Ort, der aus einem Fischerdorf oder einer römischen Siedlung hervorging. Geplant und projektiert wurde der Hauptort in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts vom Architekten Josep Costa Ferrer. Ihm verdankt der Ferienort sein typisches Ambiente mit den kubischen Flachbauten. Er erkannte das Potenzial dieses Küstenabschnitts, der mit seinen versteckten Felsbuchten, den feinsandigen Badestränden und dem kristallklaren Wasser noch heute verzaubert. Die Gebäude enthalten Elemente des arabischen Architekturstils und die Ibiza-Bauart erinnert stark an die Heimat des Architekten.

Cala dOr Festung Es Forti

Ursprünglich geplant war Cala d’Or als Sommersiedlung. Der Aufschwung als Touristenort setzte mit dem aufkommenden Fremdenverkehr auf Mallorca ein. Das älteste Bauwerk im Gemeindegebiet von Cala d’Or ist die Festung Es Forti, die direkt an der Hafeneinfahrt auf den felsigen Klippen thront.

Sie wurde im frühen 18. Jahrhundert unter der Herrschaft des spanischen Königs Philipp V. errichtet. Er stammte aus dem Hause Bourbon und bestieg im Jahr 1700 den Thron. Das Verteidigungsbollwerk wurde aufwendig restauriert und instand gesetzt. Es Forti ist die berühmteste Sehenswürdigkeit von Cala d’Or und für den Besucherverkehr geöffnet.

Feinsandige Strände in malerischen Buchten
Die idyllischen Buchten mit ihren feinsandigen Stränden in Cala d’Or ziehen alljährlich Badeurlauber, Wasserratten und Sonnenanbeter an. Teilweise reichen Pinienwälder bis an das Wasser heran und in der Luft liegt der Duft von Mandelbäumen. Der Hauptstrand von Cala d’Or wird von Felsklippen eingerahmt und empfängt seine Besucher mit goldgelbem Sand. Liegestühle und Sonnenschirme können gemietet werden. Nördlich vom Hauptstrand liegt die Bucht Cala Gran, die bei Klippenspringern und Schnorchlern ausgesprochen beliebt ist. Zwar ist der Strand nur 50 m lang, doch der fjordartige Charakter der Bucht macht sie zu einem Naturjuwel an der mallorquinischen Südostküste.

Mit der Cala Ferrara, der Cala Esmeralda und der Cala Serena reihen sich zauberhafte Naturbadebuchten an der Küste aneinander, an denen es in den Sommermonaten ziemlich voll werden kann. Wer es ruhiger mag, fährt mit dem Mietwagen ein Stück in südlicher Richtung zum Strand S’Amarador. Er erstreckt sich in einer Bucht im Naturpark von Mondragó. Die malerische Bucht wird von Pinienwäldern eingerahmt. Wellengang gibt es aufgrund der geschützten Lage kaum, was besonders Familien mit kleinen Kindern zu schätzen wissen. Während das Wasser in den meisten Buchten von Cala d’Or türkisblau leuchtet, schimmert das Meer in der Cala Esmeralda smaragdgrün. Die Namensherkunft für die Bucht wäre damit geklärt, denn „Esmeralda“ heißt in der Übersetzung „Smaragd“.

Aktivitäten in Cala d’Or
In Cala d’Or erwarten Sie zahlreiche sportliche Aktivitäten und abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten. Beim Anbieter „Nemar Kayaks“ können Sie ein Paddelboot ausleihen und die zauberhafte Küste von der Wasserseite aus erkunden. Wer nicht selbst aktiv werden möchte, kann an einem Bootsausflug mit der Segeljacht „Vita Bel II“ teilnehmen, die abgelegene Buchten an der Südostküste Mallorcas ansteuert. Ein herrlicher Ort zum Flanieren ist der Jachthafen im Herzen von  Cala d’Or. Zahlreiche Restaurants, Bars und Cafés reihen sich an den Hafenkais aneinander. Mit dem Blick auf die weißen Rümpfe mondäner Jachten lassen Sie den Tag bei einer Paella und einem Glas Wein ausklingen.

An mehreren Stellen in Cala d’Or werden Surfboards und kleine Katamarane vermietet. In der Fußgängerzone reihen sich Boutiquen und Souvenirläden aneinander. Die Verbindung zwischen den einzelnen Buchten wird durch einen regelmäßig verkehrenden Minizug sichergestellt. Obwohl  Cala d’Or ruhiger ist als andere Touristenzentren auf Mallorca, gibt es einige Diskotheken, Nachtlokale und Karaoke-Bars. Zu einer Partie Golf inmitten einer mediterranen Traumkulisse lädt der 18-Loch-Golfplatz Vall d’Or ein. Er wurde im Jahr 1993 eröffnet und ist ganzjährig bespielbar.

Ausflugsziele in der Umgebung
In der Umgebung von Cala d’Or liegen attraktive Ausflugsziele, die in einem Mallorca-Urlaub auf ihre Entdeckung warten. Mit dem Mietwagen oder dem Fahrrad erkunden Sie die nähere Umgebung. Ein Mekka für Naturliebhaber ist der in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Naturpark „Parc natural de Mondragó“. Das Naturparadies schließt ein Feuchtgebiet ein, das aus Flüssen gespeist wird, die im Sommer teilweise trocken fallen. Neben der bereits erwähnten Bucht  S’Amarador gibt es eine Reihe weiterer idyllischer Badebuchten. Ein Netz an Wander- und Radwegen durchzieht den Naturpark. Jederzeit können Sie die Ausflüge für ein Bad im türkisblauen Meer unterbrechen oder unter schattigen Kiefern ein Picknick veranstalten.

Nur wenige Autominuten vom Naturpark entfernt liegt der kleine Hafenort Porto Petro, der sich den ursprünglichen Charme eines kleinen Fischerdorfes bis heute bewahrt hat. Unbedingt sehenswert ist die mallorquinische Kleinstadt Santanyi, die vier Kilometer von der Küste entfernt im Inselinneren liegt. Die Straßen werden von historischen Gebäuden aus goldgelbem Mares-Sandstein gesäumt und an der Plaça Major laden Restaurants und Cafés zu einer Rast ein. Eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art ist die Drachenhöhle Cuevas del Drach. Die Tropfsteinhöhle liegt bei Porto Cristo und beherbergt den größten unterirdischen See Europas. Zu den Highlights einer Besichtigungstour gehören ein Live-Konzert am Seeufer und eine Bootsfahrt auf dem See.

Restaurants in Cala d’Or
Ein kulinarisches Verwöhnprogramm auf höchstem Niveau erwartet Sie im Restaurant „Port Petit“. Die mediterrane Küche ist legendär und der Blick von der Terrasse auf den Jachthafen lässt augenblicklich Urlaubsstimmung aufkommen. Das Innendesign wird von maritimen Ausstattungsgegenständen und Dekoartikeln sowie von den Farben Weiß und Blau dominiert.

Mit dem Slogan „Aus Liebe zur Sonne, zum Wein, zur Kunst und zu gutem Essen“ wirbt das Restaurant Rúcula del Puerto. Es liegt am Hafen von Cala d’Or und bietet eine erstklassige mediterrane Küche. Fischsuppe, Tintenfisch und Meeresfrüchte finden Sie ebenso auf der Karte wie Tapas, Ente und Lamm.

Ebenfalls am Jachthafen befindet sich das Restaurant La Scala, das mit italienischer Küche überzeugt. Neben Pasta gibt es Fleischgerichte wie Rinderbacke in Rotweinsoße und Kalbsfleisch mit Pilzen. Außerdem wird fangfrischer Fisch des Tages nach Angebot zubereitet.

Cala d’Or hat sich zu einem angesagten und trendigen Ferienort gemausert, der mit abwechslungsreichen Freizeitmöglichkeiten, hervorragenden Restaurants und zauberhaften Badebuchten überzeugt. Machen Sie den Ferienort an der Südostküste Mallorcas zu Ihrem nächsten Urlaubsziel und verbringen Sie an diesem Ort erholsame Tage in einem mediterranen Ambiente.

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Colonia Sant Jordi – lebhafter Ferienort an der Südküste Mallorcas

Colonia Sant Jordi

Jung, modern und stylish präsentiert sich der Ferienort Colonia Sant Jordi an der Südküste Mallorcas seinen Gästen. Er liegt in der Gemeinde Ses Salines zwischen den Ortschaften Santanyi und Campos und ist ein lebhaftes touristisches Zentrum. Hervorgegangen ist Colonia Sant Jordi aus einem kleinen Fischerdorf. Dank der Nähe zu traumhaften Stränden wie Es Trenc, Es Dolç und Es Carbó hat der Küstenort den Aufstieg in die erste Liga der mallorquinischen Urlaubsorte geschafft. Grund dafür ist auch die malerische Küstenlandschaft mit ihren flachen Felsklippen, den kleinen Inseln und traumhaften Badebuchten.

Knapp 3.000 Einwohner zählt der Ferienort Colonia Sant Jordi. Damit ist er mittlerweile die bevölkerungsreichste Siedlung in der Gemeinde Ses Salines. Haupteinnahmequelle ist längst der Tourismus geworden. Hotels und Appartementanlagen in Strandnähe sind eher auf Massentourismus ausgelegt.

Colonia Sant Jordi großes Bild

Wenn Sie Ruhe suchen, entscheiden Sie sich für ein kleines Boutique-Hotel im Landesinneren oder für ein Ferienhaus am Rand der Ortschaft. Eine Besonderheit hat das Hotel Font Santa zu bieten. Das exklusive 5-Sterne-Haus verfügt über eine riesige Spa- und Wellnesslandschaft, deren Schwimmbecken von der einzigen Thermalquelle Mallorcas gespeist werden.

Geschichte von Colonia Sant Jordi
 Die Geschichte von Colonia Sant Jordi lässt sich bis in die Bronzezeit zurückverfolgen. Bauwerksruinen aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. sind die steinernen Zeugen der frühen Talayot-Kultur. In der Nähe von Ses Salines befinden sich die Ruinen der talaiotischen Siedlung Es Antigors. Bei den sogenannten Talaiots handelt sich um prähistorische Turmbauten. Der am besten erhaltene Bau trägt den Namen „Joana“. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. legten punische Händler die Salines de Sant Jordi an.

Die Anlagen wurden zur Salzgewinnung genutzt und waren später unter römischer Herrschaft weiter in Betrieb. Noch heute wird an der Küste Salz gewonnen.

Sant Jordi Salzgewinnung

Am Rand der Saline erheben sich die Überreste eines Festungsbollwerks aus dem 15. Jahrhundert. Die Festung S’Estany wurde zum Schutz vor Piratenüberfällen errichtet, die im ausgehenden Mittelalter an der Tagesordnung waren. In direkter Nachbarschaft steht mit dem Verteidigungsturm S´Acall aus dem 14. Jahrhundert ein weiteres Zeugnis aus dieser Epoche. Heute ist Colonia Sant Jordi ein quirliger Touristenort mit einem breit gefächerten Freizeit- und Unterhaltungsangebot.

Paradiesische Strände in Colonia Sant Jordi
Die traumhaften Sandstrände in der Umgebung von Colonia Sant Jordi tragen maßgeblich dazu bei, dass der Ferienort zu den populärsten Reisezielen an Mallorcas Südküste gehört. Der malerische Naturstrand Es Trenc nimmt in der Ortschaft seinen Anfang. Er zählt zu den schönsten Stränden auf der Baleareninsel und ist sieben Kilometer lang. Schneeweiß leuchtet der feinkörnige Sand im hellen Sonnenlicht. Das Türkisblau des Meeres bildet einen atemberaubenden Kontrast dazu. Am Strand Es Trenc dürfen keine Hotelbauten errichtet werden. Es gibt FKK-Abschnitte und an zahlreichen Stellen werden Sonnenschirme und Liegen vermietet.

Neben dem Strand Es Trenc laden weitere zauberhafte Badestrände zum Relaxen am Meer ein. Direkt am Hafen nimmt die 160 m lange Platja d'es Port ihren Anfang. Hier erwartet Sie ein umfangreiches Freizeitangebot. Sie können Tret- und Motorboote mieten und an der Küste schnorcheln.

Am östlichen Rand von Colonia Sant Jordi liegt die Bucht Es Dolç, die ebenfalls mit feinstem perlweißem Sand aufwarten kann. Ein Pinienhain schließt sich an der Landseite an und vor Ort gibt es einen Sonnenschirm- und Liegenverleih. Wenn Sie den Strandaufenthalt mit einer kleinen Wanderung kombinieren wollen, suchen Sie die 1,5 km lange Bucht Es Carbó auf. Vom Hafen laufen Sie ca. 30 Minuten bis zu dem zauberhaften Sandstrand mit seinem kristallklaren Wasser.

Aktivitäten und Ausflüge in Colonia Sant Jordi
Colonia Sant Jordi ist ein klassisches Reiseziel für wassersportbegeisterte Urlauber. Motorboote in verschiedenen Klassen werden im Hafen des Ferienortes verliehen. Insbesondere die nicht so heißen Frühlingsmonate März und April bieten sich für ausgedehnte Radtouren an. Mit dem Mountainbike radeln Sie über alte Feldwege und erkunden die von Felsbuchten und Sandstränden geprägte Küstenregion.

Um Colonia Sant Jordi kennenzulernen, bietet sich ein Spaziergang auf dem „Rundweg am Meer“ an. Rund 1,5 Stunden benötigen Sie für die Strecke vom Hafen bis zum Hotel Marques und den anschließenden Rückweg. Colonia Sant Jordi ist ein touristisch geprägter Ort, der allerdings kein ausgeprägtes Nachtleben zu bieten hat. Zahlreiche Bars und Diskotheken finden Sie im benachbarten Cala d’Or.

Ein attraktives Ausflugsziel ist der Cabrera-Archipel vor der Südküste Mallorcas. Die Inselwelt ist im Rahmen einer Ausflugsfahrt zu erreichen, die im Hafen von Colonia Sant Jordi angeboten wird. Ein Highlight in dem Archipel ist die sogenannte Blaue Grotte auf der Hauptinsel. Dabei handelt es sich um eine Meeresgrotte, die nur von der Wasserseite aus erreicht werden kann.

Die Ausflugsboote steuern das Naturparadies auf der Fahrt zum Archipel an. Bevor Sie an dem Ausflug teilnehmen, lohnt ein Besuch im Informationszentrum des Nationalparks Archipiélago de Cabrera. Dort erhalten Sie interessante Einblicke in die Flora und Fauna der Inselwelt. Wer die spektakuläre Unterwasserwelt vor Mallorcas Südküste erkunden will, kann sich einer geführten Tauchexpedition anschließen, die im Pacos Diving Center angeboten wird. Mehr als 20 Tauchplätze werden mit den leistungsstarken Motorbooten angesteuert.

Restaurants in Colonia Sant Jordi
Als touristisch geprägter Ferienort an der mallorquinischen Südküste verfügt Colonia Sant Jordi über eine beträchtliche Anzahl an Restaurants und Cafés. Zu den populärsten Adressen zählt das Restaurant „Sal de Cocó“, das direkt am Hafen liegt. Während Sie sich an rustikalen Holztischen mediterrane Köstlichkeiten schmecken lassen, genießen Sie den Blick auf das lebhafte Treiben an den Kais.

Von März bis Oktober hat das Restaurante Es Pinaret geöffnet. Das Finca-Restaurant mit dem reizvollen Garten wird von Deutschen geführt. Auf der Speisekarte stehen mediterrane Gerichte wie Lammschulter und Dorade mit Spinat gleichberechtigt neben Asia-Lachs und  Jacobsmuscheln mit Pilzen. Die Besonderheit: Gastgeberin Elvira ist begeisterte Malerin und präsentiert ihre eigenen Gemälde auf einer Staffelei im Garten.

 

Mit Live-Musik, Cocktails und einer entspannten Atmosphäre empfängt das Café Es Punt in der Avenida Primavera seine Gäste. Freitagnacht treten Live-Künstler auf. Es gibt eine überdachte Terrasse und ein Tresen mit Barhockern im Außenbereich.

Anhänger der mallorquinischen Küche dürfen sich nicht einen Besuch im Restaurant Sa Foganya entgehen lassen. Der Fokus liegt auf saftigen Grillspezialitäten und Tapas. Wer kein Rib Eye Steak mit Kräuterbutter mag, findet mit Putenbrustmedaillons oder gebratenen Black Tiger Gambas schmackhafte Alternativen auf der Speisekarte.

Zu den traditionsreichsten Restaurants in Colonia Sant Jordi gehört das  Port Blau. Seit 1965 verwöhnt es den Gaumen der Gäste mit katalanischen und mallorquinischen Köstlichkeiten. Fischgerichte und Meeresfrüchte wie Eintopf vom Hummer oder gegrillter Seeteufel bilden die kulinarischen Schwerpunkte.

Wir hoffen, mit diesem Artikel Ihr Interesse an dem lebhaften Ferienort Colonia Sant Jordi geweckt zu haben. Verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub in dem ehemaligen Fischerdorf und entdecken die zauberhaften Küstenregionen an der Südküste Mallorcas.

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Camp de Mar – exklusiver Badeort an traumhafter Bucht

Camp de Mar

Camp de Mar ist eine kleine Gemeinde an der Südwestküste Mallorcas, die nur wenige Autominuten vom Städtchen Andratx entfernt liegt. Der Badeort steht für einen Urlaub in einem exklusiven Ambiente und unterscheidet sich auf diese Weise von touristischen Hochburgen wie El Arenal, Alcúdia und Cala Millor. Camp de Mar ist kein historisch gewachsener Ort an Mallorcas Südwestküste. Vielmehr wurde er bewusst als Ferienort angelegt. Ausufernde Hotelkomplexe, quirlige Strandbars und lärmende Diskotheken gibt es trotzdem nicht. Es dominieren kleine, schmucke Hotels und exklusive Restaurants.

Ein Schmuckstück an der mallorquinischen Küste ist die Platja de Camp de Mar. Der Strand liegt zwischen zwei felsigen Landzungen und ist nicht so überlaufen wie andere Strände auf der Baleareninsel. Der Ort wirkt selbst in der Hauptsaison nie überfüllt. Camp de Mar ist optimal für einen beschaulichen Badeurlaub geeignet. Reisende schätzen die Ruhe an diesem Teil der mallorquinischen Küste, die auch auf das Fehlen von touristischen Unterhaltungsangeboten zurückzuführen ist.

camp de mar großes Bild

Geschichte von Camp de Mar
Die Geschichte von Camp de Mar ist vergleichsweise kurz, da es sich um einen eigens zu touristischen Zwecken angelegten Ferienort handelt. Der gesamte Küstenabschnitt zwischen Port d’Andratx und Peguera war im Mittelalter Ziel zahlreicher Piratenüberfälle. Die zerklüftete Küste mit ihren Buchten und Klippen bot den Schiffen nordafrikanischer Freibeuter genügend Schutz, um von hier aus Beutezüge in das Inselinnere zu unternehmen. Bis zum 16. Jahrhundert wurden aus diesem Grund zahlreiche Befestigungsanlagen und Wachtürme zum Schutz der Küsten errichtet. Allein auf dem Gemeindegebiet von Andratx und Calvia hat ein Dutzend Wachtürme die Jahrhunderte überdauert.

Mit dem Bau des ersten Hotels im Jahr 1932 begann die Geschichte von Camp de Mar als Ferienort. Zu den bekanntesten Einwohnern gehörte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges der britische Geheimagent Thomas Harris. Er kaufte im Jahr 1949 ein Haus an diesem Küstenabschnitt und widmete sich fortan der Malerei. Der Spion kam unter mysteriösen Umständen bei einem Autounfall ums Leben.

Später entwickelte sich Camp de Mar zu einem exklusiven Reiseziel. Es entstanden kleine, exklusive Hotels in Strandnähe, die vor allem von zahlungskräftigen Urlaubern gebucht wurden. Für den gehobenen Lebensstil in Camp de Mar sprechen auch die zahlreichen Villen auf den Klippen, die von Industriellen, Fernsehprominenz und Filmstars bewohnt werden. Auch Claudia Schiffer, deutsches Supermodel, besaß bis vor Kurzem eine Finca in dem Ferienort an der Südwestküste Mallorcas.


Platja de Camp de Mar – Traumstrand zwischen zwei Landzungen
Die Platja de Camp de Mar ist ein feinsandiger Traumstrand, der von zwei felsigen Landzungen begrenzt wird. Durch die geschützte Lage ist das türkisfarbene Wasser spiegelglatt. Der Duft von Pinien liegt in der Luft und Wellengang ist die absolute Ausnahme. Da der Strand flach ins Wasser abfällt, wird er bevorzugt von Familien mit kleinen Kindern aufgesucht.

Zahlreiche Urlauber begeben sich, ausgerüstet mit Schwimmflossen, Schnorchel und Taucherbrille, zum Schnorcheln an den Rand der Felsklippen. Die Platja de Camp de Mar ist rund 180 m lang und bis zu 60 m breit. Der Meeresboden ist teilweise felsig. Ausschließlich aus Felsen besteht die Platja de ses Dones. Die Bucht liegt direkt neben dem Strand und ist weit weniger stark frequentiert.

Sonnenliegen Camp de Mar
Die Platja de Camp de Mar verfügt über eine ausgezeichnete Infrastruktur. Vor Ort gibt es Duschen, sanitäre Einrichtungen und einen Tretbootverleih. In der Hauptsaison wacht von 10 bis 18 Uhr ein Rettungsschwimmer über das Geschehen. Es werden Sonnenschirme und Liegen vermietet. Sogar ein barrierefreier Zugang ist vorhanden, über den Rollstuhlfahrer an den Strand gelangen.

Eine Rarität an Mallorcas Küste ist die kleine vorgelagerte Felsinsel. Auf ihr befindet sich ein Restaurant, das mit dem Strand über eine Holzplankenbrücke verbunden ist. Vom Festland betrachtet, scheint das Restaurant auf dem Meer zu schwimmen.


Aktivitäten in Camp de Mar
Camp de Mar liegt an den Ausläufern des Tramuntana-Gebirges und ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Wanderungen in der Bergkette. Ein populäres Wanderziel ist das Bergdorf Es Capdella. Es liegt auf dem Berg Puig de sa in der Tramuntana. Eine Landzunge, die den Strand von Camp de Mar einrahmt, trägt den Namen Cap Andritxol. Auf der Spitze befinden sich die Überreste eines Wachturms aus dem 16. Jahrhundert, der einst zum Schutz der Küste errichtet wurde. Im Rahmen einer kurzen Wanderung ist das historische Gemäuer zu erreichen.

Tauch- oder Surfschulen gibt es nicht in dem kleinen Ferienort, dafür legen im Hafen Ausflugsschiffe zur Dracheninsel Sa Dragonera ab. Die unbewohnte Insel ist ein Naturreservat und die Heimat der endemischen Balearen-Eidechse. Auch Eleonoren-Falken, Balearen-Sturmtaucher und mehrere Möwenarten haben die Insel als Brutplatz auserkoren. In der Nähe von Camp de Mar liegt der Golfplatz Golf de Andratx. Die 18-Loch-Anlage ist ganzjährig bespielbar und hat sich zu einem Treffpunkt der ortsansässigen Prominenz entwickelt. Unter Umständen begegnen Sie beim Abschlag Hollywoodstar Michael Douglas oder seiner Ehefrau Catherine Zeta-Jones.

Restaurants in Camp de Mar
In Camp de Mar gibt es eine ganze Reihe feiner, exklusiver Restaurants. Im Jahr 2016 öffnete der Accana Summer Club am Strand von Camp de Mar seine Tore für den Besucherverkehr. Das Lokal ist saisonal geöffnet und empfängt seine Gäste mit dem Ambiente einer luxuriösen afrikanischen Safari Lodge. Serviert werden leichte mediterrane Gerichte und exotische Cocktails.

Bereits im Jahr 2012 eröffneten der italienische Küchenchef René Bernasconi und die Schweizerin Brigitte Zwygart das Restaurant La Tulipe in Camp de Mar. Die Gastronomen setzen auf mediterrane Küche, die von schweizerischen Einflüssen geprägt wird. Züricher Geschnetzeltes mit Rösti finden Sie ebenso auf der Speisekarte wie Lachs mit Pistazienkruste in Orangensoße.


Mit einer jungen avantgardistischen Küche und einer traumhaften Lage an der Bucht von Camp de Mar überzeugt das Restaurante Flor de Sal. Vorwiegend lokale Produkte werden zur Zubereitung der mediterranen Köstlichkeiten verwendet. Neben klassischen Tapas werden auch Gerichte der avantgardistischen Küche serviert.

Mit einer exklusiven Lage besticht auch das Restaurante Campino. Es bietet von der Terrasse einen fantastischen Überblick über den Golfplatz Golf de Andratx und verwöhnt den Gaumen mit italienischen Köstlichkeiten.

Ausflüge in die Umgebung
Der kleine Küstenort Sant Elm liegt nur einen Steinwurf von Camp de Mar entfernt und ist ein attraktives Ausflugsziel an der Südwestküste Mallorcas. Nur eine Handvoll kleiner Hotels gruppiert sich um den 200 m langen Strand. Den Ort erreichen Sie im Rahmen einer Wanderung oder einer Radtour.

Wenn Sie die Ruhe in dem kleinen Küstenort vorübergehend gegen touristischen Trubel eintauschen wollen, statten Sie dem Hafenort Port d´Andratx einen Besuch ab. Er gilt als Treffpunkt der Reichen und Schönen und bietet exzellente Shopping-Möglichkeiten.

Bei Andratx lädt das Kulturzentrum CCA Andratx zu einem Besuch ein. In den Ausstellungsräumen können Sie Kunstwerke internationaler und mallorquinischer Künstler bewundern. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass Sie bestimmte Kunstwerke direkt vor Ort erwerben können. Vielleicht machen Sie hier ein extravagantes Urlaubsmitbringsel ausfindig.

Wenn Sie eine Fahrt mit dem Glasbodenboot unternehmen möchten, planen Sie einen Abstecher in die Nachbargemeinde Peguera ein. Dort legt „Submarine Vision“ zweimal täglich zu einer Entdeckungsreise in die küstennahen Gewässer ab. An Bord gibt es eine kleine Bar und im Rahmen eines kurzen Stopps haben Sie die Gelegenheit zum Schwimmen und Schnorcheln.


Wir freuen uns, wenn wir mit dieser Reportage Ihr Interesse an dem kleinen Ferienort Camp de Mar an der Südwestküste Mallorcas geweckt haben. Statten Sie dem exklusiven Reiseziel in Ihrem nächsten Mallorca-Urlaub einen Besuch ab oder verbringen Sie gleich die Ferien an der bezaubernden Bucht in der Nähe von Port d'Andratx.

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Die 10 besten Beach Clubs Mallorcas

Die 10 besten Beach Clubs

Cocktails schlürfen, Chillen auf Lounge-Möbeln, Live-Musik genießen und bei einem Sundowner dem Plätschern der Wellen lauschen – Beach Clubs auf Mallorca stehen für Lifestyle auf höchstem Niveau und ziehen ein internationales Publikum an. Wir stellen Ihnen die besten und coolsten Beach Clubs der Baleareninsel vor, die mit einem extravaganten Ambiente und ausgefeilten Konzepten überzeugen.

Purobeach Club Palma de Mallorca

Purobeach Club Palma de Mallorca
Der mondäne Purobeach Club Palma de Mallorca wurde im Jahr 2015 einer Verjüngungskur unterzogen. Die Einrichtung erstrahlt seither in puristischem Weiß. Kernstück des Clubs ist der in das Meer hinausragende Swimmingpool, um den sich bequeme Relaxliegen mit Sonnenschirmen gruppieren. Die Lage auf einer kleinen Halbinsel in Can Pastilla ermöglicht einen 180°-Meerblick. Der Beach Club hat Tag und Nacht geöffnet und ist Treffpunkt für gut betuchte Angehörige des Jetsets. Hummer vom Grill ist ebenso erhältlich wie ein Ziegenkäse-Salat und Pur-Burger mit Pommes. Tagsüber sorgt leise Musik für eine Untermalung der Szene, während in den späten Abendstunden DJs auflegen.

Anima Beach Club Palma de Mallorca

Anima Beach Club Palma de Mallorca
Mit einem spektakulären Blick auf die Bucht von Palma empfängt der Anima Beach Club seine Gäste. Er befindet sich am Strand Ca’n Pere Antoni, nur rund 10 Gehminuten vom Stadtzentrum der Inselhauptstadt entfernt. Bis in das Meer hinaus reicht die Terrasse des Beach Clubs, der von Mai bis Oktober von 10.30 bis 01.00 Uhr geöffnet hat. Sonnenliegen und balinesische Betten mit Sonnenschutz laden zum Relaxen ein.

Beinahe Kultstatus haben die überdimensionalen Sonnenschirme mit weißen Fransen, die am Rand der Sonnenterrasse positioniert wurden. Auf der Speisekarte finden Sie leichte mediterrane Gerichte mit Schwerpunkt auf Fisch und Meeresfrüchten.

Ponderosa Beach Club Alcúdia
Die Füße im Sand vergraben und den unverbauten Blick auf das Meer genießen – der Beach Club Ponderosa bei Alcúdia ist die angesagte Location für Strandurlauber im Norden Mallorcas. Besucher können auf bequemen Lounge-Möbeln chillen und unter Schatten spendenden Reisigdächern mediterrane Köstlichkeiten und kühle Drinks genießen. Meeresfrüchte-Paella finden Sie ebenso auf der Speisekarte wie gegrillte Steaks und frischen Salat. Die Auswahl an Cocktails ist riesig und reicht von der Margarita bis zum Daiquiri. Wer sich nicht entscheiden kann, wählt einen „Shake the present“ und lässt sich einfach überraschen. Der Ponderosa Beach Club ist von November bis April geschlossen und in der restlichen Zeit von 12.00 bis 22.00 Uhr geöffnet.

Accana Summer Club in Camp de Mar

Accana Summer Club in Camp de Mar
Camp de Mar ist ein kleiner, exklusiver Ferienort an der Südwestküste Mallorcas. Im Jahr 2016 öffnete der Accana Summer Beach Club seine Tore für den Besucherverkehr, der auf Anhieb den Sprung in die Top 10 der angesagten Beach Clubs schaffte. Das außergewöhnliche Design der Bar erinnert an eine afrikanische Safari-Lodge.

Auf zwei großflächigen Terrassen lassen Sie bei einem eiskalten Cocktail die Seele baumeln und genießen den Panoramablick auf das Meer. Ein paar Schritte weiter liegt das zugehörige Restaurant, in dem Ihnen mediterrane Köstlichkeiten serviert werden. Neben gegrillten Calamari, einem Klassiker, gibt es exklusive Raritäten wie ein Portobello-Pilz-Carpaccio mit Parmesan und Trüffelöl.

Beach Club Gran Folies bei Port d'Andratx
Mit einer exklusiven Lage auf den Felsklippen, einem erstklassigen Service und einem Salzwasserpool empfängt der Beach Club Gran Folies an der Cala Llamp bei Port d'Andratx seine Gäste. Die erhöhte Position auf den Klippen ermöglicht einen traumhaften Panoramablick auf das Meer. Der Beach Club verwöhnt seit über 40 Jahren das anspruchsvolle Publikum und gehört damit zu den ältesten auf Mallorca. Wer will, kann sich bereits zum Frühstück ein Glas Moët Ice Rosé schmecken lassen. Alternativ können Sie den Tag natürlich auch mit einem Glas frisch gepressten Orangensaft beginnen. Im VIP-Bereich stehen Sonnenschirme, Liegen und Handtücher zur Verfügung und eine eigene Service-Kraft kümmert sich um das Wohlergehen der Gäste.

Mood Beach Club Restaurant bei Puerto Portals

Mood Beach Club & Restaurant bei Puerto Portals
Im Südwesten Mallorcas übt der Mood Beach Club & Restaurant bei Puerto Portals eine große Anziehungskraft aus. Seit zehn Jahren lädt der Club zum Chillen auf balinesischen Betten und Sonnenliegen ein. Die Lounge-Möbel gruppieren sich um einen großen Pool und müssen reserviert werden. Weiß und Beige dominieren im Außenbereich und unterstreichen das sonnige Flair.

Die Musik orientiert sich immer an einem bestimmten Motto. Am Freitag schwirren Live-Musik Klänge durch den Beach Club und ab 23.00 Uhr gehört das Parkett den Salsa-Tänzern. Auf dem „Oasis-Beach“, einem Holzdeck über dem Meer mit feinem Sand, werden Massagen angeboten.

Mhares Sea Club bei Palma
Nur 15 Minuten von Palma de Mallorca entfernt an der Cala Blava liegt der Mhares Beach Club. Ein Highlight ist der riesige Pool in zentraler Lage, der von balinesischen Betten und bequemen Liegen gesäumt wird. Der Beach Club überzeugt mit einem stylishen Design. Das helle Beige des Marès-Sandsteins und das Blau des Meeres dominieren die Szenerie. Zusätzlich zu den 200 Liegestühlen befinden sich weitere 30 im VIP-Bereich. Berühmt ist der Club für seinen Mojito, von dem Insider behaupten, er sei der beste in der Bucht von Palma. Das Wellness-Program reicht von der Fußreflexzonenmassage bis zur Aromatherapie.

Balneario Illetas Beach Club
Am Strand von Illetas, rund 15 Autominuten von der Inselhauptstadt Palma de Mallorca entfernt, liegt der Balneario Illetas Beach Club direkt am türkisblauen Mittelmeer. Der Club zieht vorrangig ein junges Publikum an, das nach einem Strandtag einen Sundowner in einer urigen Atmosphäre genießen will. Der traditionelle spanische Balneario präsentiert sich hier in einem schicken neuen Outfit. Auf Schickimicki-Kundschaft treffen Sie dennoch nicht. Das San Miguel wird aus der Flasche getrunken und aus den Lautsprechern erklingt chillige Lounge-Musik. Im Balneario Illetas Beach Club werden Pasta- und Fleischgerichte und Cocktails in sämtlichen Preiskategorien serviert.

Nassau Beach Club Palma

Nassau Beach Club Palma
Am Stadtstrand von Palma de Mallorca in Portixol liegt der Nassau Beach Club Palma. Die Liegen stehen direkt im Sand, und während die Gäste einen Cocktail schlürfen, rollen die Wellen sanft am Strand aus. Der Blick schweift über die Silhouette der Kathedrale La Seu über das offene Meer bis zum kleinen Hafen von Portixol.

Geöffnet ist der Beach Club täglich von 09.00 bis 01.00 Uhr. Die Küche ist jung, kreativ und mediterran mit asiatischen Einflüssen. Im Sommer trifft sich nach Einbruch der Dunkelheit gern die Schickimicki-Szene im Nassau Beach Club.

Zhero Beach Club Palma
Entspannte Lounge-Musik, ein eigener Pool, Cocktailbar und balinesische Betten – der Zhero Beach Club in Palma de Mallorca wird den Ansprüchen an eine moderne Chill-Area am Meer in vollem Umfang gerecht. Von den großflächigen Terrassen aus Teakholz genießen Sie den Blick auf das azurblaue Meer. Im Restaurant haben Sie die Wahl zwischen Sushi, Fleisch, Pasta und Fisch vom Grill. Wenn Ihnen der Sinn nach einer Entspannungsmassage steht, können Sie dieses Erlebnis im Beach Club buchen. Der Club liegt auf den Klippen über dem Meer und das Rauschen der Wellen, die unter Ihnen gegen die Felsen donnern, sorgt für ein maritimes Ambiente.

Playa de Muro – Strandparadies mit karibischem Flair

Playa de Muro

Türkisblau leuchtet das glasklare Wasser und schneeweiß erstrahlt der Puderzuckersand im hellen Sonnenschein – die Playa de Muro (Platja de Muro) ist ein knapp sechs Kilometer langer Strandabschnitt an Mallorcas Nordküste, der Urlaubsträume wahr werden lässt. Beinahe karibisch mutet das Ambiente in der Bucht von Alúdia an. Die Playa de Muro erstreckt sich zwischen den Ferienorten Puerto d'Alcúdia und Can Picafort. Unmittelbar in der Nähe befindet sich der Naturschutzpark S’Albufera, der unzähligen Wasservögeln eine Heimat bietet. Da der Strand auf der gesamten Länge flach ins Wasser abfällt, ist er ein bevorzugter Aufenthaltsort von Familien mit Kindern.

Playa De Muro

Sektor 1 Holzsteg an der Playa de Alcudia

Vier Sektoren an der Playa de Muro
Der gesamte Strand ist in vier Sektoren unterteilt.

Sektor 1 beginnt an der Playa de Alcúdia und erstreckt sich bis zum Holzsteg, an dessen Spitze sich ein Anlegeplatz für Ausflugsboote befindet.

Der zweite Sektor zieht sich von dem Holzsteg bis zu einem unbebauten Dünengebiet an der Küste entlang. Naturliebhaber und Individualtouristen schätzen diesen Bereich besonders.

Sektor 3 wird als Es Comu bezeichnet. Er gehört zu den naturbelassenen Strandabschnitten ohne nennenswerte Infrastruktur. Es werden keine Sonnenliegen vermietet und es gibt keine Strandbar. Sektor 3 ist nur nach einem längeren Fußmarsch zu erreichen, da sich keine Parkplätze in der Nähe befinden. An diesem Strandabschnitt treffen sich unter anderem FKK-Fans, die in den Dünen textilfrei baden und sonnen.

Der südlichste Teil der Playa de Muro erstreckt sich bis in den quirligen Ferienort Can Picafort, der vor allem bei deutschen Mallorca-Urlaubern sehr beliebt ist. Er trägt die Bezeichnung Es Capellans und wird von einer Urbanisation mit Ferienhäusern begrenzt.

Stark besucht werden in den Sommermonaten die Sektoren 1 und 2 sowie der vierte Sektor bei Can Picafort. Ein beliebter Treffpunkt ist die Chill-out-Bar & Restaurant „La Playa“. Hier können Sie sich mit Blick auf die tiefblaue Wasserfläche der Bucht von Alcúdia eine Paella schmecken lassen oder einen kühlen Drink genießen. In der Hauptsaison wird oft Live-Musik gespielt. Das Wellness-Mobiliar vor dem Restaurant sieht zwar etwas in die Jahre gekommen aus, doch zum Chillen im Sonnenschein reicht es allemal.

Cocktail am Playa de Muro

Weitere Strandbars sind das „Balenario 3“ und „4“. Die Ausstattung ist einfach, doch dank der erhöhten Lage genießen Sie eine fantastische Aussicht auf das Meer. Unvermeidlich sind im Sommer Ablagerungen von Posidonia-Strandgras. Der vergleichsweise hohe Wellengang in der Bucht von Alcúdia türmt das Gras oft zu kleinen Bergen auf.

Infrastruktur an der Playa de Muro
Bis auf den Sektor 3 wird die Playa de Muro auf der gesamten Länge bewirtschaftet. Am Strand verteilen sich mehrere barrierefreie Zugänge und es werden Sonnenschirme und Liegen vermietet. In der Hauptsaison wachen von 10.00 bis 18.00 Uhr Rettungsschwimmerüber das Geschehen am Strand. 

Dieser Service ist notwendig, denn selbst im August können sich hohe Wellen vor der Küste auftürmen, die das Baden zu gefährlich machen. In diesem Fall werden rote Flaggen an den acht Wachposten aufgezogen. Sie warnen außerdem vor unberechenbaren Meeresströmungen, die zu einer Gefahr für Schwimmer und Schnorchler werden können.

Am ganzen Strand verteilen sich sanitäre Einrichtungen, deren Benutzung kostenlos ist. Das größte Unterhaltungs- und Animationsprogramm für Kinder gibt es im Sektor 1. Hier, in unmittelbarer Nähe des Ferienortes Puerto d'Alcúdia, befinden sich Spielplätze am Strand und es werden Fahrten mit dem Banana-Boat angeboten. Wenn Sie die ruhigeren Strandbereiche in Es Comu bevorzugen, müssen Sie Getränke und Proviant mitbringen. An diesem Strandabschnitt gibt es keine Strandbars und Restaurants. Auch einen Sonnenschirm sollten Sie mitführen, denn einen Liegen- und Sonnenschirmverleih gibt es nicht.

Banana Riding

Wassersportmöglichkeiten
Die breite Flachwasserzone an der Playa de Muro eignet sich hervorragend zum Planschen und Relaxen im handwarmen Wasser. Wenn kein hoher Wellengang herrscht, können selbst Kleinkinder gefahrlos an der Gewässerkante spielen. Wer im kristallklaren Wasser schwimmen will, muss weit herauslaufen, um in die tieferen Wasserzonen zu gelangen.

Wassersportangebote finden Sie vorrangig in den Sektoren 1 und 2. An einigen Stellen werden Tretboote vermietet, mit denen Sie an der Wasserkante entlangschippern können. Banana-Riding steht vor allem bei Jugendlichen hoch im Kurs.

Zu den neuesten Trendsportarten an der Playa de Muro gehört das Stand-up-Paddling. Stehend auf einem breiten Surfboard paddeln Sie in der Flachwasserzone herum und erkunden den feinsandigen Strand von der Wasserseite aus. Jetski fahren, Kanutouren und Paragliding ergänzen das Wassersportangebot an diesem Küstenabschnitt. Im Sommer schaukeln weiter draußen Segel- und Motorjachten auf dem türkisblauen Wasser. Wegen der ausgedehnten Flachwasserzone müssen die Skipper einen respektablen Abstand zum Strand halten.

Entdeckungstouren im Naturpark S’Albufera
Der Naturpark S’Albufera grenzt unmittelbar an die Playa de Muro. Das Feuchtgebiet erstreckt sich auf einer Fläche von 1.600 Hektar und ist die Heimat von rund 270 Vogelarten. Ein Ausflug in das Naturschutzgebiet ist für viele Urlauber eine willkommene Abwechslung vom Strandalltag.

Typisch für das Sumpfgebiet sind großflächige Lagunen und Flachwasserzonen, in denen Flamingos und Watvögel auf Nahrungssuche sind. An den Wanderwegen hat die Naturschutzbehörde Vogelbeobachtungstürme installiert. Ein Fernglas sollten Sie nicht vergessen, wenn Sie in unmittelbarer Nähe der Playa de Muro auf die Pirsch gehen.

Der Eingang in den Naturpark  S’Albufera befindet sich an der Straße, die von Can Picafort nach Alcúdia führt. Hier führt eine Brücke über den Canal Gran de s’Albufera. Der Kanal bildet den Abfluss aus dem Sumpfgebiet. Er mündet wenig später an der Playa de Muro in das Meer. Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren durch das Naturparadies ist das Naturparkzentrum Sa Roca. Dort informieren Sie sich zur Flora und Fauna und orientieren sich anhand eines Wegeplanes. Wenn Sie das Feuchtgebiet nicht auf eigene Faust erkunden wollen, schließen Sie sich einer geführten Tour mit einem Naturpark-Ranger an. Die organisierten Ausflüge stehen immer samstags auf dem Veranstaltungsplan.

Für viele Besucher gehört die Playa de Muro mit ihrem schneeweißen Sand und dem kristallklaren Wasser zu den schönsten Stränden Mallorcas. Wenn Sie Ihren Urlaub im Norden der Baleareninsel verbringen, dürfen Sie sich einen Abstecher an den feinsandigen Traumstrand nicht entgehen lassen.

Peguera – quirliger Badeort im Südwesten Mallorcas

Peguera

Peguera (katalanisch Paguera) ist ein quirliger Urlaubsort im Südwesten Mallorcas. Knapp 4.000 Einwohner leben in dem touristisch geprägten Badeort in der Gemeinde Calvià. Peguera wird im Gegensatz zum benachbarten Port d' Andratx vom Massentourismus dominiert.

Peguera Strand

Drei feinsandige Strände bieten erstklassige Voraussetzungen zum Baden, Schnorcheln und für verschiedene Wassersportarten. Nur einen Steinwurf entfernt liegt das noble Camp de Mar, wo Super-Model Claudia Schiffer eine Finca mit Anwesen besitzt. Peguera ist besonders bei deutschen Urlaubern beliebt. Das Zentrum ist mit zahlreichen Geschäften und gastronomischen Einrichtungen sehr touristisch geprägt. Peguera profitiert nicht zuletzt von der guten Erreichbarkeit: Die Inselhauptstadt Palma de Mallorca liegt nur 30 Autominuten entfernt und der Ferienort verfügt über eine direkte Autobahnanbindung.

Geschichte von Peguera
Die Geschichte Pegueras ist jung und hat wenig Spektakuläres zu bieten. Das erste Gebäude an diesem Küstenabschnitt im Südwesten Mallorcas wurde in den 1920er Jahren erbaut. Damals war noch nicht abzusehen, dass sich die Ortschaft knapp 100 Jahre später zu einem touristisch geprägten Badeort entwickeln würde. Im Mittelalter nutzten Piraten die felsige Südwestküste Mallorcas als Versteck. Das Städtchen Andratx, unweit von Peguera, hatte zu dieser Zeit immer wieder mit Piratenüberfällen zu kämpfen. Die Überreste von Wachtürmen und Kleinkastellen auf den Klippen sind die steinernen Zeugen dieser Epoche.

Mit der Zunahme des Tourismus auf Mallorca in den späten 1950er Jahren wurde Peguera eine Urbanisation. Erste Hotels und Appartementanlagen entstanden. Viele der touristischen Bauten wurde im Lauf der Zeit durch Neubauten ersetzt. Heute ist das Zentrum des Ferienortes touristisch geprägt. Hotels sämtlicher Kategorien, Appartementanlagen und Ferienhäuser dominieren das Ortsbild. Während Peguera in der Hauptreisezeit zwischen Ende Juni und Anfang September vorrangig Familien mit Kindern aus dem deutschsprachigen Raum anzieht, verbringen in der Nebensaison hauptsächlich Pensionisten und kinderlose Paare in dem Ferienort ihren Urlaub.

Drei Traumstrände in Peguera
Die meisten Urlauber kommen im Sommer wegen der drei Traumstrände nach Peguera. Sie werden über eine durchgehende Strandpromenade miteinander verbunden. Während die Platja de Tora und die Platja de la Romana natürliche Sandstrände sind, entstand die Platja Palmira durch künstliche Sandaufschüttung.

Playa de Palmira 

Sie ist gleichzeitig der größte Strand im Ortsgebiet und wird wegen des geringen Wellengangs besonders von Familien mit Kindern geschätzt. Früher begünstigte die ausgedehnte Flachwasserzone und die damit verbundene schnelle Erwärmung des Wassers das Algenwachstum. Diesem Phänomen wirken die Stadtoberen mit einer für Touristen unsichtbaren Pumpenanlage entgegen.

Die Platja de Tora ist der Nachbarstrand und etwas kürzer als die Platja Palmira. Im Winterhalbjahr können sich hohe Wellen an diesem Strandabschnitt auftürmen, was optimale Voraussetzungen zum Surfen schafft.

Die Platja de la Romana liegt am weitesten vom Ortszentrum Pegueras entfernt und ist mit der Platja de Tora über einen Fußweg verbunden. Sämtliche Strände in Peguera zeichnen sich durch eine exzellente Wasserqualität aus. Es werden Sonnenschirme und Liegen vermietet und in der Hauptsaison wachen Rettungsschwimmer über das Geschehen. Trotz der geringen Größe zählt die Platja de la Romana zu den beliebtesten Stränden im Ortsgebiet von Peguera. Der Grund liegt in der guten Erreichbarkeit mit dem Pkw. Kostenlose Parkplätze befinden sich nur wenige Schritte vom Strand entfernt.

Aktivitäten in Peguera
Peguera bietet das für einen touristisch geprägten Ferienort typische Sport- und Unterhaltungsprogramm an. Banana-Riding gehört ebenso zu den Freizeitangeboten wie Ausflugsfahrten mit dem Glasbodenboot. Die Schiffe bieten Ihnen die Gelegenheit, Fische und andere Meeresbewohner trockenen Fußes durch einen gläsernen Boden zu betrachten.

Wer direkt mit der Unterwasserwelt vor Mallorcas Südwestküste auf Tuchfühlung gehen möchte, kann an einer Tauchexpedition teilnehmen. Das Diving-Center „El Buceo“, dessen Niederlassung sich am Jachthafen befindet, bietet Tauchkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an und hat mehrstündige Tauchausflüge im Programm.

Zu den sportlichen Aktivitäten in Peguera gehören Tennis und Golf spielen. Die 18-Loch-Anlage Golf de Andratx liegt nur einen Katzensprung von dem Ferienort entfernt und wird gern von prominenten Inselbewohnern wie Michael Douglas und Claudia Schiffer genutzt. Mehrere Tennisplätze können gegen eine Gebühr stundenweise gemietet werden. Peguera liegt am Rand der Serra de Tramuntana. Das Gebirge dominiert die gesamte Westküste Mallorcas und bietet ausgezeichnete Möglichkeiten zum Wandern. Hinter der Ortschaft erstrecken sich mit Pinien bewachsene Berghänge in Küstennähe.

Hugel Puig de sa im Tramuntana Gebirge

Ein attraktives Wanderziel ist das Bergdorf Es Capdella, das auf dem 115 m hohen Hügel Puig de sa im Tramuntana-Gebirge thront. Eine abwechslungsreiche Wanderroute ist darüber hinaus die Strecke zum Cap Andritxol, wo die Ruinen eines Wachturms aus dem 16. Jahrhundert auf den Klippen stehen.

Shopping und Restaurants in Peguera
Der Bulevar de Peguera ist die Shopping-Meile im Ferienort Peguera. Die Haupteinkaufsstraße verläuft parallel zu den Stränden und wird von zahlreichen Geschäften und Restaurants gesäumt.

In jüngerer Vergangenheit wurde viel unternommen, um den Autoverkehr aus der Straße fernzuhalten. So ist der Bulevar de Peguera mittlerweile als Einbahnstraße gekennzeichnet und kann nur noch in Richtung Santa Ponsa befahren werden. Nach 19.00 Uhr kommt in der Hauptsaison der Verkehr nahezu völlig zum Erliegen und der Boulevard wird zur Fußgängezone.

Zum Shoppen laden Modeboutiquen, Schmuckgeschäfte, Souvenirläden und Lederwaren-Shops ein. Dienstags findet auf der Einkaufsstraße ein Wochenmarkt statt, wo neben frischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen auch zahlreiche Billigimporte aus Fernost angeboten werden.

Vom Steakhaus bis zur Tapas-Bar reicht das Spektrum an gastronomischen Einrichtungen in Peguera. Mit mediterraner und spanischer Küche verwöhnt das Restaurante Casa Rustica den Gaumen seiner Gäste. Fangfrischer Fisch wie Dorade mit Wok-Gemüse und Fisch in Salzkruste zählen zu den kulinarischen Highlights. Erstklassige Steaks werden Ihnen im Restaurant „El Fogòn7“ serviert. Rinderfilet, Entenbrust oder ein 600-Gramm-T-Bone-Steak – das Restaurant hat für jeden Geschmack das passende Gericht zu bieten.

Wer Wert auf mediterrane Küche mit Schwerpunkt auf Fisch und Meeresfrüchten legt, sollte einen Besuch im Mar y Mar Restaurante & Beach Bar einplanen. Neben dem exzellenten Essen überzeugt das Restaurant mit einem urigen Ambiente.

Ausflüge in die Umgebung
Abseits des touristischen Trubels hat sich der Ortsteil Cala Fornells seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Die kleine Urbanisation liegt an einer malerischen Bucht mit kristallklarem Wasser, die von schroffen Felswänden eingerahmt wird.

Cala Fornells

Durch die begrenzte Anzahl an Hotels ist es in Cala Fornells ruhiger als im Hauptort Peguera. Der Ferienort liegt direkt an der Südwestküste Mallorcas und ein Bootsausflug gehört für jeden Urlauber beinahe zum Pflichtprogramm. Anlegestellen gibt es an der Platja Palmira und der Platja de Tora. Angesteuert werden unter anderem Santa Ponsa, die Islas Malgrats und die unbewohnte Insel Sa Dragonera. Darüber hinaus werden mehrstündige Rundfahrten angeboten.

Ein reizvolles Ausflugsziel, das nur einen Steinwurf von Peguera entfernt liegt, ist das kleine Dorf Camp de Mar. Golfspieler können auf dem 18-Loch-Platz Golf de Andratx den Abschlag vor einer Traumkulisse trainieren. Als Alternative genießen Sie den Sonnenschein in der kleinen Badebucht und lassen sich einen Cappuccino im Strandcafé schmecken. Ein Stück ursprüngliches Mallorca erwartet Sie im kleinen Küstenort Sant Elm. Statt ausufernder Appartmentkomplexe gibt es nur eine Handvoll schmucker Hotels mit wenigen Zimmern und einen 200 m langen Strand. Im Hafen legen die Fähren zur Insel Sa Dragonera ab.

Mit diesem Beitrag haben wir Ihnen einen Einblick in die touristische Infrastruktur und die Freizeitangebote des Ferienortes Peguera gegeben. Wenn Ihr Interesse geweckt wurde, entscheiden Sie sich in Ihrem nächsten Mallorca-Urlaub für den Badeort an der Südwestküste als Reiseziel.

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Port d‘Andratx - Mallorcas exklusiver Hafenort

Port d‘Andratx

An der Westküste Mallorcas liegt mit Port d‘Andratx ein exklusiver Hafenort vor einer malerischen Gebirgskulisse. Die schneeweißen Rümpfe sündhaft teurer Segel- und Motorjachten schaukeln auf dem türkisfarbenen Wasser. Der Yachtclub verfügt über 450 Liegeplätze und im Hochsommer sind sie bis auf den letzten Platz belegt.

Port d‘Andratx ist eine Nobeladresse auf Mallorca. Prominente aus der Welt des Films, des Fernsehens, der Politik und der Modebranche lassen sich regelmäßig in den Tapas-Bars und Cafés am Hafen blicken. Der Hafenort liegt an einer fjordähnlichen Meeresbucht, die für viele Mallorca-Kenner zu den schönsten der Baleareninsel zählt. Die Ausläufer des Tramuntana-Gebirges reichen bis an die Küste hinab und auf den felsigen Klippen thronen Villen und Fincas über dem Meer.

Hafen von Andratx

Geschichte von Port d‘Andratx
Die Geschichte des Hafenortes Port d‘Andratx ist jung. Bis zum aufkommenden Tourismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Port d‘Andratx nicht viel mehr als ein Fischerhafen. Die Einheimischen hatten jahrhundertelang mit Piratenüberfällen zu kämpfen und zogen es vor, in sicheren Regionen fernab von der Küste zu leben. Die Kleinstadt Andtrax liegt fünf Kilometer von der Küste entfernt im Hinterland. Im Gegensatz zum Fischereihafen wurde sie bereits im Jahr 1236 erstmalig urkundlich erwähnt.

Im Mittelalter landeten immer wieder Piraten aus Nordafrika in der Meeresbucht und starteten von hier ihre Raubzüge. Die Überreste zahlreicher Verteidigungsbauwerke und Wachtürme aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind die noch heute sichtbaren Zeichen der damals ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Das heutige Aussehen erhielt Port d‘Andratx erst mit dem Aufkommen des Tourismus ab den 1960er Jahren. Im Verlauf der Jahrzehnte entwickelte sich aus dem beschaulichen Fischerort ein Treffpunkt des internationalen Jetsets. Das Publikum besteht aus einer Mischung von wohlhabenden Residenten, Wirtschaftsbossen, Unternehmern, Medien-Stars und Politikern.

Auf den Felsen am Hafen ließen gut betuchte Prominente luxuriöse Villen auf gut gesicherten Anwesen erbauen, die heute das Antlitz des Küstenortes prägen. Zu den eindrucksvollsten Anwesen gehört das „Paradise Castle“, das auf einer weit in die Bucht hineinragenden Felsnadel thront. Es gehörte dem Unternehmer Carsten Maschmeyer und steht seit geraumer Zeit zum Verkauf.

Kustenstraße Andratx

Sehenswertes in Port d‘Andratx
Bedingt durch die kurze Geschichte hat Port d‘Andratx keine historischen Bauwerke von großem kulturhistorischen Wert zu bieten.

Die Stars sind an diesem Küstenabschnitt zweifellos die Landschaft und der Hafen. Bereits die Anfahrt über eine kurvige Straße von Camp de Mar ist ein Highlight.

Nach zahlreichen Kurven taucht hinter der letzten Biegung unvermittelt die fjordähnliche Meeresbucht mit dem tiefblauen Wasser auf. Unzählige Boote mit schneeweißen Rümpfen schaukeln auf den sanften Wellen und im Hinterland steigen die Berge der Tramuntana mit ihren bewaldeten Hängen an.

Fischernetze im Hafen von Antratx

Das Hafenbecken teilen sich Yachtbesitzer und einheimische Fischer. Zu beiden Seiten der u-förmigen Bucht ragen Molen in das Wasser hinaus, an denen Nobeljachten neben traditionellen Fischkuttern vor Anker liegen.

Nachmittags liegen die grünen und blauen Netze der Fischer ausgebreitet auf dem Pier. Einen Großteil des frischen Fangs verkaufen die Fischer an die umliegenden Restaurants.

Der Rest wird in der Fischhalle direkt am Hafen angeboten. Ferienhausurlauber, Schiffsköche und Einheimische aus Andratx versorgen sich hier mit Meeresfrüchten und fangfrischem Fisch. Kunst- und kulturbegeisterte Urlauber sollten einen Abstecher in das CCA Andratx einplanen. In der größten Ausstellung zeitgenössischer Kunst auf den Balearen werden Gemälde, Skulpturen, fotografische Kunst und Installationen gezeigt.

Aktivitäten in Port d‘Andratx
Port d‘Andratx ist im Gegensatz zu den meisten mallorquinischen Küstenorten kein Badeort. Strände gibt es nicht, dafür können Sie in dem Hafenort exklusiv Shoppen und in einem der zahlreichen Restaurants hervorragend speisen.

Aktivurlauber sollten sich nicht eine Wanderung in das unweit von Port d‘Andratx gelegene Sant Elm entgehen lassen. Rund drei Stunden dauert die Wanderung durch die karge Gebirgslandschaft – fantastische Aussichten auf die tiefblaue Wasserfläche des Mittelmeeres eingeschlossen. Am kleinen Strand von Sant Elm legen Sie einen Badestopp ein, bevor Sie mit dem Bus die Rückreise antreten.

Im Fischerdorf Sant Elm legen darüber hinaus Ausflugsboote zur unbewohnten Insel Sa Dragonera ab. Etwa 20 Minuten dauert die Überfahrt. In der sogenannten Räuberbucht liegt eine Rangerstation, wo Sie einen Überblick über die Tier- und Pflanzenwelt des unter Naturschutz stehenden Eilandes erhalten. Die Insel beherbergt eine große Brutkolonie mit Balearen-Sturmtauchern und eine mit Eleonoren-Falken.

Anhänger des Golfsports haben die Möglichkeit, auf dem 18-Loch-Platz Golf de Andratx an der Verbesserung ihres Handicaps zu arbeiten. Auf dem Kurs stehen die Chancen gut, Hollywood-Star Michael Douglas oder Model-Ikone Claudia Schiffer beim Abschlag zu begegnen. Als Alternative bietet sich eine Yachtcharter in Port d‘Andratx an. Verschiedene Anbieter haben Tages- und Mehrtagestouren im Programm, die zu den schönsten Buchten Mallorcas führen.

Shopping in Port d‘Andratx
In Port d‘Andratx tragen die Besucher legere Mode, die dennoch glamourös und luxuriös daherkommt. Zehensandalen mit Swarovski-Steinen, ergänzt um Mode im angesagten Marine-Look und Armbänder im Vintage-Luxus-Style sind charakteristisch für den Hafenort. Das komplette Outfit bekommen Sie in den Modeboutiquen in Hafennähe. Geschäfte bekannter Nobelmarken und Edeldesigner gibt es zwar nicht, doch zahlreiche exquisite Geschäfte mit Glamour-Mode reihen sich in den Straßen aneinander. Zwischendrin verstecken sich immer wieder kleine Läden mit Geschenkartikeln, Souvenirgeschäfte und Spezialitätenläden.

Bei K&K Art and Decor gibt es extravagante und ausgefallene Einrichtungsgegenstände, die sich erfrischend vom Dekostyle eines großen schwedischen Möbelhauses unterscheiden. Inspiration für die Einrichtung finden Sie auch im Beach House Store. In Port d‘Andratx eröffnete die Bio-Supermarktkette Veritas die erste Filiale auf de den Balearischen Inseln. Die Produkte stammen überwiegend von regionalen Produzenten und lokalen Lieferanten. Die meisten Geschäfte in Port d‘Andratx liegen in unmittelbarer Nähe des Jachthafens und sind bequem zu Fuß zu erreichen.

Sonnenuntergang am Hafen von Andratx

Restaurants in Port d‘Andratx
In Port d‘Andratx  erwartet Sie ein großes Gastronomieangebot. Auf der Flaniermeile Avenida Mateo Bosch an der südlichen Hafenseite reihen sich zahlreiche Cafés und Restaurants aneinander. Zu den ersten Adressen in dem Hafenort gehört das „Cappuccino“, in dem Ihnen Kaffeespezialitäten und kleine Snacks serviert werden. Auf der Terrasse haben Sie einen Logenplatz mit einem unverbauten Blick auf den Jachthafen.

Im Restaurant Can Pep an der Avenida Mateo Bosch treffen Residenten, Einheimische und Tagesgäste zusammen. Die Betreiber legen den Fokus auf leichte mediterrane Küche. Dort lassen Sie sich bei mit Blick auf die Bucht frische Meeresfrüchte mit eisgekühltem Weißwein schmecken.

Eine exklusive Adresse in Port d'Andratx ist das La Ronda Artcafé, wo Sie sich auf der Dachterrasse einen leckeren Cocktail schmecken lassen können. Für außergewöhnliche kulinarische Hochgenüsse steht das Sumailla Restaurant in Port d'Andratx.

Im minimalistisch eingerichteten Innenraum werden Ihnen Köstlichkeiten serviert, die aus einer Kombination von japanischer und peruanischer Küche bestehen. Der Küchenchef gehört zu den besten Sushi-Köchen Mallorcas.

Mit einer Mischung aus italienischer und asiatischer Küche verwöhnt das Restaurant Trespais den Gaumen seiner Gäste. Der Gastronomiebetrieb ist von Dienstag bis Sonntag jeweils ab 18.00 Uhr geöffnet und erfreut sich besonders bei deutschsprachigen Gästen großer Beliebtheit.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Reportage einen Einblick in das Lebensgefühl im Port d'Andratx und in die landschaftliche Schönheit an der Westküste Mallorcas gegeben zu haben. Wenn wir Ihr Interesse an dem noblen Hafenort geweckt haben, entscheiden Sie sich für Port d'Andratx als nächstes Reiseziel in einem Mallorca-Urlaub.

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Sóller - Charmantes Städtchen im Tramuntana-Gebirge

Sóller

Das 13.800 Einwohner zählende Städtchen Sóller liegt im Nordwesten Mallorcas im Tramuntana-Gebirge. Rund drei Kilometer von der Küste entfernt öffnet sich die Bergwelt zu einem flachen Talkessel, in dessen Zentrum das mallorquinische Städtchen liegt. Bewaldete Berghänge bilden die Kulisse und die fruchtbaren Böden erlauben den Anbau von Zitrusfrüchten, Mandelbäumchen und Feigen.

Ansicht von Soller in Mallorca

Sóller ist umgeben von Orangenplantagen, die um Mandelbaumplantagen und Olivenbäume ergänzt werden. Rot und weiß leuchten die Blüten der Mandelbäumchen im Februar, während im Spätsommer reife Orangen das gesamte Tal in einem sanften Orange-Ton erstrahlen lassen. Den Beinamen „Tal des Goldes“ verdankt das Tal allerdings nicht den leuchtenden Zitrusfrüchten, sondern dem Olivenöl – dem „flüssigen Gold“ der Mauren.

Die Geschichte Sóllers
Wenig ist bekannt über die Besiedlung der Region rund um Sóller, bevor die Römer im Jahr 123 v. Chr. auf der Baleareninsel landeten. Sie brachten Weinstöcke mit und pflanzten die ersten Olivenbäume im „Tal des Goldes“. Sóller liegt am Nordwestrand des Tramuntana-Gebirges und anders als im trockeneren Süden Mallorcas fallen in der Bergregion ganzjährig Niederschläge.

Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches im 6. Jahrhundert wechselten die Herrscher auf der Baleareninsel. Zu Beginn des 10. Jahrhunderts besetzten die Mauren Mallorca und bauten im Anschluss den Olivenanbau in dem fruchtbaren Tal aus. Alten Quellen zufolge soll sich der Begriff „Tal des Goldes“ vom flüssigen Gold der Mauren ableiten. Das gelbe Edelmetall selbst wurde auf Mallorca nie gefunden. Im Jahr 1229 wurden die muslimischen Mauren von den Truppen Königs Jaume I. vertrieben und Mallorca wurde Teil des Königreiches von Aragón.

Mit dem Ausbruch der Französischen Revolution im Jahr 1789 wurde für Sóller ein neues Kapitel der Zeitgeschichte aufgeschlagen. Die Wirren der Revolution veranlassten zahlreiche französische Winzer, Bauern und Händler zum Verlassen des Landes. Viele kamen in das fruchtbare Tal im Nordwesten der Tramuntana und begannen im großen Stil, Zitrusfrüchte anzubauen. Die Orangen verschiffte man über den Hafen von Port de Sóller nach Frankreich, was der Stadt zu Wohlstand verhalf.

Port De Soller

Im Jahr 1860 entzog eine Schädlingsplage, der die meisten Zitrusbäume zum Opfer fielen, den Bauern die Lebensgrundlage. Eine Auswanderungswelle setze ein, die die meisten Siedler nach Südamerika, Puerto Rico und Kuba spülte. Die späteren Heimkehrer hatten Pläne der Kolonialarchitektur im Gepäck und errichteten Stadtpaläste mit aufwendigen Verzierungen, schmiedeeisernen Balkonen und prunkvollen Fassaden.

Sehenswertes in der Innenstadt
Die Innenstadt von Sóller empfängt Sie mit einem aufregenden Architekturmix, der den Zeitgeist verschiedener Epochen widerspiegelt. Das Herz des Städtchens schlägt an der Plaza Constitución. Der zentrale Platz ist ein hervorragender Ausgangspunkt für einen Bummel durch die Altstadtgassen. Die meisten Bauwerke im karibischen Kolonialstil finden Sie in der Gran Via. In der Hauptstraße reihen sich schmucke Paläste mit aufwendig verzierten Fassaden und schmiedeeisernen Balkonbrüstungen aneinander. Siedler vom spanischen Festland, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Sóller niederließen, brachten den Architekturstil der katalanischen Modernisme, die spanische Variante des Jugendstils, auf die Insel. Zahlreiche Stadtvillen aus dieser Zeit stehen heute im Zentrum der mallorquinischen Kleinstadt. Das wohl eindrucksvollste Beispiel der katalanischen Modernisme ist die Fassade der Banco de Sóller, die im Jahr 1889 entworfen wurde. 

Kirche von Sant Bartomeu in Soller

Dominiert wird die Altstadt von der Kirche Sant Bartomeu, die sich direkt an der Plaza Constitución erhebt. Errichtet wurde das Gotteshaus im Jahr 1236 nach der Vertreibung der Mauren.

Zahlreiche Erweiterungs- und Veränderungsmaßnahmen folgten in den anschließenden Jahrhunderten, sodass in der Fassade heute romanische, gotische und barocke Gestaltungselemente zu finden sind.

In der Casal de Cultura, einem Gebäude aus dem Jahr 1740, ist das ethnologische Museum untergebracht. In den Ausstellungsräumen wird neben archäologischen Funden und historischen Kleidungsstücken auch ein Gemälde von Picasso gezeigt. Sehenswert ist auch der Botanische Garten im Süden der Stadt. Er wurde im Jahr 1992 eröffnet und ist die Heimat von mehr als 400 Pflanzenarten, die auf den Balearischen Inseln gedeihen.

Tren de Sóller und Roter Blitz: Die Hauptattraktionen der Stadt
Tren de Sóller ist die Hauptattraktion im „Tal des Goldes“. Die Schmalspurbahn verbindet die Inselhauptstadt Palma de Mallorca mit der Kleinstadt Sóller. Eröffnet wurde die Strecke im Jahr 1912. Ziel war ein zügiger Transport der Oliven und Orangen vom Tramuntana-Gebirge nach Palma. Heute ist die historische Eisenbahn eine Touristenattraktion.

Die Fahrt führt durch 13 Tunnel und über das spektakuläre Viadukt Cinc-Ponts. Bis zur Eröffnung der Bahnstrecke erfolgte der Transport der Ernte mit Eselkarren über alte Saumpfade, die seit Jahrhunderten als Händlerwege genutzt wurde. Eine weitere Attraktion ist die als „Roter Blitz“ bezeichnete Straßenbahn, die die Altstadt von Sóller mit dem Hafen Port de Sóller verbindet.

Wanderweg im Tramuntana Gebirge

 

Aktivitäten in Sóller
Bedingt durch die Lage im Tramuntana-Gebirge ist Sóller ein optimaler Ausgangspunkt für Wanderungen und Mountainbiketouren. Vier Berge mit einer Höhe von mehr als 1.000 m bilden die Kulisse im „Tal des Goldes“. Beliebte Wanderziele sind die Bergdörfer Bunyola und Deja. Durch das Gemeindegebiet von Sóller verläuft mit dem GR 221 der bekannteste Fernwanderweg Mallorcas.

Outdooraktivisten kennen die Route auch unter Bezeichnung Trockenmauerweg. Wanderungen auf dem GR 221 führen durch Steineichenwälder, Olivenhaine, verträumte Bergdörfer und felsige Gipfelregionen in der Tramuntana.

Ambitionierte Radfahrer stellen sich mit der Überquerung des Coll de Sóller einer ganz speziellen Herausforderung. Der Gebirgspass befindet sich zwischen den Felsmassiven Alfabia und Teix und der höchste Punkt liegt 497 m über dem Meeresspiegel.

Bis zur Eröffnung des Autotunnels in den 1990er Jahren war die alte Passstraße die einzige Verbindung in das „Tal des Goldes“. Der knackige Anstieg ist knapp sieben Kilometer lang und hat an einigen Stellen bis zu 17 % Steigung. 36 Kurven und Spitzkehren müssen auf der Serpentinenstraße überwunden werden, bevor Sie nach der Passhöhe in das Tal hinabrollen. Den Parkplatz auf der Passhöhe nutzen zahlreiche Aktivurlauber als Ausgangspunkt für Wanderungen.

Shopping in Sóller
Sóller ist nicht als Shopping-Metropole bekannt. Das Städtchen bezieht seinen Reiz aus den engen Gassen, in denen sich Gebäude der unterschiedlichsten Architekturstile aneinanderreihen. In der Umgebung der zentralen Plaza Constitución laden einige Modeboutiquen und Souvenirläden zu einem Einkaufsbummel ein. Angeboten werden neben aktuellen Modekollektionen aus Paris und preiswerter Vintage-Mode auch Lederwaren wie Schuhe, Taschen, Gürtel und Accessoires. Kunstbegeisterte Urlauber sollten dem Atelier Art Sóller in der Calle de la Lluna einen Besuch abstatten, wo der Künstler Miquel Angel Bernat Busquets seine Werke zum Verkauf anbietet.

Immer samstags ist Markttag in Sóller. Bauern aus der Umgebung, Kunstgewerbehersteller, Bäcker und Fischer bieten frische Produkte aus der Region an. Wer auf der Suche nach lokalen Spezialitäten ist, wird auf dem Markt fündig. Zu den Rennern gehört neben frisch gepresstem Orangensaft der Likör Angel d'Or, der auf der Grundlage von Zitrusfrüchten hergestellt wird. Auf dem Wochenmarkt und in einschlägigen Fachgeschäften bekommen Sie weitere lokale Erzeugnisse wie kalt gepresstes Olivenöl, Orangenmarmelade, Orangen-Balsamico-Essig aus der Ölmühle Ca'n Det und leckere Eiscreme aus der Eisfabrik Sa Fábrica. Während der Wochenmarkt nur einmal wöchentlich am Samstag stattfindet, hat die Markthalle von Sóller täglich außer Sonntag von 9.00 bis 13.00 Uhr geöffnet.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Beitrag einen kleinen Vorgeschmack auf das beschauliche Städtchen Sóller gegeben zu haben. Wenn Ihr Interesse geweckt ist, entscheiden Sie sich für die Stadt im „Tal des Goldes“ als Reiseziel in Ihrem nächsten Mallorca-Urlaub.

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Cala Mesquida - Malerische Sandbucht an Mallorcas Nordostküste

Cala Mesquida

Eingerahmt von sanft ansteigenden Hügeln liegt die malerische Bucht Cala Mesquida an der Nordostküste Mallorcas. Der 300 m lange Strand besteht aus feinstem weißen Sand und das Meer schimmert in Abhängigkeit von der Tageszeit türkisfarben, flaschengrün oder tiefblau. Die Cala Mesquida liegt in einem Naturschutzgebiet und wird im Hinterland von einer Dünenlandschaft begrenzt. Die natürliche Schönheit der Meeresbucht, an der sich keine ausufernden Hotelkomplexe und Appartementanlagen erheben, machen den Reiz des Ortes aus. Lediglich an einer Seite der Bucht befindet sich eine kleine Urbanisation mit einer Handvoll Restaurants, kleinen Hotels und einzelnen Ferienwohnungen.

Cala Mesquida in Mallorca

Lage der Cala Mesquida
Die Cala Mesquida liegt ca. sieben Kilometer von der Ortschaft Capdepera entfernt. Bis in die Kleinstadt Artá sind es 15 km. Die Bucht erreichen Sie mit dem Mietwagen, wenn Sie der Straße folgen, die beide Orte verbindet. In Küstennähe folgen Sie den Hinweisschildern mit der Aufschrift „Cala Mesquida“. Unweit des Strandes liegt ein kostenloser Parkplatz, auf dem Sie den Mietwagen zurücklassen. An den Strand gelangen Sie über einen Fußweg, der durch die Dünen führt. Teilweise verläuft der Pfad über einen Holzsteg, der sich durch die spärlich bewachsenen Dünenberge schlängelt.

Wenn Sie keinen Mietwagen gebucht haben, können Sie die Cala Mesquida in Ihrem Urlaub im Nordosten Mallorcas auch im Rahmen einer Wanderung erreichen. Startpunkt ist die kleine Kiesbucht Cala Moltó. Über die Cala Agulla gelangen Sie an die Cala Mesquida, wo Sie den Tag im weichen Sand verbringen. Die Badebucht wird an einer Seite von felsigen Hügeln begrenzt. Die Dünenlandschaft geht in einzelne Pinienhaine über. Gemeinsam mit der Nachbarbucht Cala Agulla ist die Cala Mesquida seit 1991 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dies hat den Bau von Hotelkomplexen verhindert. An der Bucht ist eine große Möwen- und Kormoranpopulation beheimatet. Sie gehört zu den größten dieser Art auf den Balearischen Inseln.

Fußbrucke in Cala Mesquida

Infrastruktur am Strand
Hell leuchtet der feine weiße Sand der Cala Mesquida im Sonnenlicht. In einem sanft geschwungenen Bogen zieht sich die Bucht auf einer Länge von rund 300 m an der Küste entlang. Der Strand ist bis zu 130 m breit. Auf einem Drittel der Fläche werden Sonnenschirme und Liegen vermietet. Der restliche Strand wird von Tagesgästen genutzt, die ihren eigenen Sonnenschirm dabeihaben und die Handtücher direkt im weichen Sand ausbreiten. In der Hauptsaison wacht ein Rettungsschwimmer über das Geschehen. Es gibt eine Erste-Hilfe-Station, in der kleinere Verletzungen ambulant versorgt werden können.

Zur touristischen Infrastruktur an der Cala Mesquida gehören Süßwasserduschen, unter denen Sie sich das Salz des Meerwassers von der Haut abspülen können. An einer Strandbar bekommen Sie kleine Snacks und gekühlte Getränke. Für den großen Hunger suchen Sie das einzige Restaurant am Strand auf. Das Essen ist einfach, aber gut. Sie haben die Wahl zwischen Klassikern der spanischen Küche wie Pa’amboli und Tortillas und Fast Food wie Hähnchenschenkel, Hamburger und Pommes Frites. Natürlich werden auch gekühlte Getränke und Eiscreme serviert. Ein paar kleinere Restaurants finden Sie im kleinen Ort Cala Mesquida, der sich an einer Seite der Bucht befindet.

Baden und Wassersport
Der feinsandige Strand an der Cala Mesquida fällt flach in das Wasser ab. Das bedeutet allerdings nicht, dass kleine Kinder gefahrlos im Wasser planschen können. Bedingt durch die Lage der Bucht im Nordosten Mallorcas weht häufig ein auflandiger Wind, der hohe Wellen auftürmen kann. Aus diesem Grund ankern auch nur selten Segel- oder Motorjachten in der Cala Mesquida. Eine weitere Besonderheit ist die teilweise starke Meeresströmung in der Region. Die Badebucht liegt direkt an der Meerenge, die Mallorca von der Nachbarinsel Menorca trennt. Achten Sie bei einem Badeaufenthalt an der Bucht stets auf die Flaggen am Strand. Weht eine gelbe oder rote Flagge, ist das Baden im Meer zu gefährlich. Unter der grünen Flagge ist das Schwimmen und Planschen im Wasser unbedenklich.

Die hohen Wellen nutzen in der Nebensaison vor allem Surfer aus. Im zeitigen Frühjahr und im Herbst, wenn sich die Anzahl der Badeurlauber in überschaubaren Grenzen hält, sieht man die Wassersportler oft auf den Wellenkämmen reiten. Die Wassersportmöglichkeiten an der Cala Mesquida sind ansonsten überschaubar. Es gibt eine Verleihstation für Tretboote, mit denen Sie in Ufernähe auf dem kristallklaren Meer umherschippern können. Zum Schnorcheln eignen sich die flachen Klippen, die sich unter der Wasseroberfläche fortsetzen. Allerdings sollten Sie die Aktivität nur in Erwägung ziehen, wenn am Strand die grüne Flagge weht.

Die Urbanisation Cala Mesquida
An einer Seite des Strandes liegt etwas oberhalb der Bucht die Urbanisation Cala Mesquida. Die kleine Siedlung zählt keine 100 Einwohner. Es gibt ein paar kleine Restaurants, einen Supermarkt, eine Handvoll Hotels und einige Ferienwohnungen. Ein zentraler Ort der Begegnung ist der Dorfplatz von Cala Mesquida. Wenn Sie im August Ihren Urlaub auf Mallorca verbringen, dürfen Sie sich das Fest zu Ehren des Schutzheiligen nicht entgehen lassen. Im Ortszentrum gibt es einige wenige Souvenirgschäfte. Ein attraktives Wanderziel ist der alte Wachturm Talaia de Son Jaumell, der sich auf einer rund 270 m hohen Anhöhe östlich der Siedlung erhebt. Er wurde im 16. Jahrhundert zum Schutz vor Piratenüberfällen errichtet und ist heute nur noch als Ruine erhalten. Am Fuß des Berges befinden sich die Überreste eines Bunkers, der zur Zeit der Franco-Regimes erbaut wurde.

Ausflugsziele in der Umgebung
Nur sieben Kilometer von der Cala Mesquida entfernt liegt das zauberhafte Städtchen Capdepera im Hinterland der Küste. Überragt wird die Ortschaft vom Castell de Capdepera, das auf einem Felsen über der Ansiedlung thront. Die Festungsanlage ist von mächtigen Mauern umgeben, die teilweise begehbar sind und einen traumhaften Ausblick auf die mallorquinische Küste ermöglichen. Von den über 100 Wohngebäuden sind nur noch die Grundmauern erhalten. Sehenswert sind jedoch der Gouverneurspalast und die Kapelle Nuestra Senyora de la Esperanza. Der Aufstieg zur Burg ist beschwerlich und zieht sich in die Länge. Einen Abstecher in die Kleinstadt Artá sollten Sie auf jeden Fall einplanen, wenn Sie Ihren Urlaub an der Cala Mesquida verbringen. Mit der Festungskirche Santuari de Sant Salvador und den Tropfsteinhöhlen Coves d'Arta und Coves del Drac hat das Städtchen gleich mehrere Attraktionen zu bieten.

Zu den schönsten Golfplätzen Mallorcas gehört die 18-Loch-Anlage Golf Capdepera. Allein sechs künstliche Seen verteilen sich an den Fairways. Von den Greens haben Sie herrliche Aussichten auf die Küste und die Bergregionen. Hunde dürfen in angeleintem Zustand ihre Besitzer begleiten, wenn diese zum Abschlag vor der mediterranen Traumkulisse ansetzen. An der Cala Mesquida kommen auch Aktivurlauber auf ihre Kosten. An der Bucht führt der mallorquinische Küstenwanderweg Cami dels Carabiners vorbei. Einen umfangreichen Eindruck von der Flora und Fauna der Balearen erhalten Sie auf Wanderungen im Naturschutzgebiet, das die Cala Mesquida und die Cala Agulla einschließt.

Die Cala Mesquida zählt für Kenner zu den schönsten Orten Mallorcas. Der schneeweiße Sand, das kristallklare Wasser und das mediterrane Ambiente bieten beste Voraussetzungen für erholsame Ferientage unter südlicher Sonne.

Santanyi - Kleinstadt mit mallorquinischem Charme

Santanyi

Santanyi ist ein kleines Städtchen im Südosten Mallorcas, das sich einen ursprünglichen mallorquinischen Charme bis heute erhalten hat. Die Mittelmeerstrände liegen vier Kilometer von der Innenstadt entfernt. Wie aus einem Guss erscheint Santanyi auf dem ersten Blick. Das Stadtbild wird geprägt von mittelalterlichen und neuzeitlichen Gebäuden aus goldgelbem Mares-Sandstein. Der Sandstein wird ausschließlich in Steinbrüchen in der Umgebung von Santanyi gewonnen und verleiht der Stadt ein unverwechselbares Antlitz. Stimmungsvolle Kontraste entstehen, wenn sich grüne Palmwedel an der Plaça Major vor den sandsteinfarbenen Häuserfassaden und dem azurblauen Himmel sanft im Wind wiegen.

Majorca Es Pontas in Santanyi

Geschichte von Santanyi
Obwohl archäologische Funde aus der Römerzeit darauf hindeuten, dass bereits in der Antike eine Siedlung am Standort des heutigen Santanyi existiert haben könnte, fehlt der abschließende Beweis, um diese These zu untermauern. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde die Ortschaft im Südosten Mallorcas im Jahr 1236 unter dem Namen Sancti Aini. Im Jahr 1300 erhielt Santanyi das Stadtrecht. Dass die Region bereits in der maurischen Epoche besiedelt war, belegen Ortsnamen wie s’Almunia, Albocora und Benilassar. Ab dem 14. Jahrhundert wurde Santanyi immer wieder von Piraten geplündert. Den Freibeutern diente die Insel Cabrera vor der mallorquinischen Südküste als Unterschlupf. Zum Schutz vor den Übergriffen wurden Stadtmauern und das Stadttor Porta Murdada erbaut. Bis in das 18. Jahrhundert fielen die Piraten immer wieder in Santanyi ein.

Im 18. Jahrhundert waren die Einwohner der dauerhaften Bedrohung überdrüssig und errichteten eine Festung bei Cala Llonga. Das Verteidigungsbollwerk ist vergleichsweise gut erhalten. Die Felsenburg war Teil eines ganzen Verteidigungsnetzwerkes aus steinernen Wachtürmen und kleineren Festungen, die die Baleareninsel vor Piratenüberfällen schützen sollte. Im späten 19. Jahrhundert lebten rund 5.500 Menschen in Santanyi. Die Bevölkerung war arm und erst mit dem aufkommenden Tourismus ab den 1960er Jahren änderte sich die Situation. Zahlreiche wohlhabende Spanier vom Festland ließen in der Umgebung der Kleinstadt Sommerresidenzen erbauen und auch die ersten Europäer siedelten auf die sonnenverwöhnte Baleareninsel über.

Kirche Sant Andreu

Sehenswertes in Santanyis Altstadt
Die Altstadt von Santanyi wird teilweise noch heute von den Überresten der mittelalterlichen Stadtmauer umschlossen. Ein steinerner Zeuge aus dieser Zeit ist das Stadttor Porta Murada mit seinem Turm aus dem 16. Jahrhundert. Zentraler Treffpunkt der Einheimischen und Ausgangspunkt für einen Stadtbummel ist die Plaça Major. Die sandsteinfarbenen Fassaden dreistöckiger Steinhäuser rahmen den Platz ein. In den Erdgeschossen der Gebäude sind Cafés und Restaurants untergebracht und natürlich spielt sich im Sommer das Leben draußen unter Sonnenschirmen ab. Die lang gezogenen, olivgrün getünchten Fensterläden bleiben meistens geschlossen, um die Hitze aus den Wohnräumen fernzuhalten.

Das dominierende Bauwerk an der Plaça Major ist das Rathaus aus dem Jahr 1902. Wie die meisten anderen Gebäude wurde die Casa de la Villa auch aus goldgelbem Mares-Sandstein erbaut. Ebenfalls am zentralen Platz erhebt sich die Kirche Sant Andreu. Das Gotteshaus wurde im 18. Jahrhundert errichtet und mit einer Barockorgel ausgestattet. Das kostbare Instrument stammt aus der Werkstatt des königlichen Orgelbauers Jordi Bosch. Direkt daneben ist im gleichen Bauwerkskomplex die Rosenkranzkapelle Capella del Roser untergebracht. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und der Innenraum wird von einem kunstvoll gearbeiteten Kreuzrippengewölbe überspannt.

Gaststatte im Dorf von Santanyi

Einkaufen und Restaurants
In Santanyi treffen Sie an beinahe jeder Ecke auf eine Kunstgalerie oder ein Atelier. Wer auf der Suche nach extravaganten Dekoartikeln ist, wird in den kleinen Geschäften mit Sicherheit fündig. Direkt an der Hauptstraße liegt die Galeria Sailer in einem komplett renovierten Stadthaus aus dem 17. Jahrhundert. Neben handgewebten Kalim-Teppichen, Gemälden, Glaskunst und Skulpturen werden auch Textilien mit südamerikanischen Motiven angeboten. In der Casa de Arte hat die niederländische Künstlerin Gemma Leys ihr Atelier eingerichtet. Sie leitet regelmäßig Workshops, bei denen sich angehende Maler und Grafiker mit den erforderlichen Techniken vertraut machen können.

Modeboutiquen mit Waren für unterschiedliche Altersgruppen reihen sich an der Hauptstraße in Richtung Plaça Major aneinander. Wenn Sie auf der Suche nach einer neuen Designer-Jeans, einem neuen Freizeitoutfit oder eleganter Abendgarderobe sind, werden Sie hier fündig. Eine mallorquinische Spezialität, die Sie im offiziellen Flor de Sal Geschäft in Santanyi bekommen, sind die Flor de Sal d´Es Trenc Produkte. Dabei handelt es sich um absolut reines Salz, das in den Salinen am Strand Es Trenc gewonnen wird und mit pikanten Kräutern und anderen Zutaten verfeinert wird. Das Naturprodukt wird zum Würzen verschiedener Speisen eingesetzt.

Im Herzen von Santanyi befinden sich zahlreiche Restaurants, in denen Ihnen Gerichte der typisch mallorquinischen und internationale Gerichte serviert werden. Nur wenige Schritte von der Plaça Major entfernt liegt in einer engen Gasse das Restaurant Sa Botiga. Wegen des akuten Platzmangels in der schmalen Kopfsteinpflastergasse können die Vierertische im Außenbereich nur hintereinander angeordnet werden. An der Plaça Constitució liegt das Hotel Santanyi mit einer Restaurantterrasse an der Vorderseite und einem kleinen Hinterhof an der Rückseite. Wenn Sie leckere Tapas probieren wollen, sollten Sie dem Es Molí de Santanyi einen Besuch abstatten und Klassiker der mallorquinischen Küche werden Ihnen im Es Coc serviert.

Cala Mondrago Parque Natural de Mondrago Santanyi Malorca spanien

Ausflugsziele in der Umgebung
Fünf Kilometern vom Stadtzentrum Santanyis entfernt liegt mit dem Parc natural de Mondragó ein artenreiches Naturschutzgebiet. In dem geschützten Areal sind mehr als 70 Vogelarten und zahlreiche seltene Orchideenarten beheimatet. Auch die Mittelmeerschildkröte konnte in dem Naturpark erfolgreich wieder angesiedelt werden. Mit dem Cap de ses Salines liegt der südlichste Punkt der Baleareninsel im Gemeindegebiet von Santanyi. Der gleichnamige Leuchtturm auf der Landspitze schickt seit 1863 sein Leuchtfeuer hinaus auf das Mittelmeer. Für eine Weinprobe in einem urgemütlichen Ambiente suchen Sie das Weingut Son Alegre auf. Wein wird in der Bodega unter Einhaltung strenger ökologischer Bedingungen produziert.

Nur wenige Kilometer von Santanyi entfernt erstreckt sich die Südostküste Mallorcas. Mit einem mediterranen Ambiente empfängt Sie der Hafen Cala Figuera. Er bezieht seinen Charme aus der nahezu vollständigen Abwesenheit des Massentourismus. Die anschließende Badebucht lädt zu einem Bad im klaren Wasser des Mittelmeeres ein. Ein Badeparadies für Familien mit Kindern ist die Cala Santanyi. Der Sandstrand in der etwa 70 m langen Bucht fällt sehr flach in das Meer ab und gefährliche Strömungen gibt es nicht. Ein Nachteil: In der Hochsaison kann es am Strand schnell voll werden. Zu einem Abschlag vor einer maritimen Traumkulisse lädt der Golfplatz Vall d'Or ein. Er liegt 10 Autominuten von Santanyi entfernt auf einem ehemaligen Finca-Grundstück.  

Santanyi ist hervorragend als Urlaubsort geeignet, wenn Sie mallorquinischen Lebensstil schätzen und die Ferien in einem unverfälschten Ambiente abseits des Massentourismus verbringen wollen.

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Alcudia - Badeort mit mittelalterlichem Altstadtkern

Alcudia

Alcudia in MallorcaAlcúdia ist eine Stadt im Norden Mallorcas, die auf einzigartige Weise Geschichte, Kultur und Urlaubsflair miteinander verbindet. Eine mittelalterliche Stadtmauer umklammert den Altstadtkern, der etwa einen Kilometer landeinwärts vom populären Touristenort Port d’Alcúdia entfernt liegt.

Rund 19.000 Einwohner zählt Alcúdia. Die Kleinstadt liegt in unmittelbarer Nähe der gleichnamigen Meeresbucht, die für ihre traumhaften Strände berühmt ist. Die Bucht von Alcúdia ist bei Seglern äußerst beliebt und der Jachthafen dient vielen Freizeitkapitänen als erste Anlaufstelle nach dem Übersetzen mit dem Segelboot vom spanischen oder französischen Festland.

Geschichte von Alcúdia
Alcúdia sah in seiner wechselvollen Geschichte viele Herrscher kommen und gehen. Die ältesten steinernen Ruinen im Stadtgebiet stammen aus der prähistorischen Talayot-Kultur und sind ca. 3.000 Jahre alt. Nach der Eroberung Mallorcas durch römische Truppen im Jahr 123 v. Chr. wurde südlich des heutigen Alcúdia die Siedlung Pollentia gegründet. Die römische Stadt gehört zu den bedeutendsten archäologischen Ausgrabungsstätten auf der Baleareninsel. Bis zur Plünderung durch die Vandalen im Jahr 426 n. Chr. war Pollentia die Hauptstadt der römischen Provinz Balearica. Danach versank die blühende Stadt in der Bedeutungslosigkeit.

Eine Wiederbelebung erfolgt im Jahr 1298 durch den mallorquinischen König Jaume II. Im gleichen Jahr wurde mit der Errichtung einer Stadtmauer begonnen, die noch heute den Altstadtkern umschließt. Ein zweiter Mauerring kam 17. Jahrhundert hinzu, nachdem Alcúdia mehrfach von Piratenüberfällen heimgesucht wurde. Am Ende des 18. Jahrhunderts verlor Alcúdia als Handelsstandort und Hafenstadt an Bedeutung und erst in den 1950er Jahren setzte mit dem aufkommenden Tourismus ein erneuter wirtschaftlicher Aufschwung ein. Heute machen die liebevoll restaurierte Altstadt und die teilweise begehbare Stadtmauer Alcúdia zu einem romantischen Ort an der Nordküste Mallorcas.

Sehenswertes in der Innenstadt
alcudia altstadtEinst als unüberwindliches Bollwerk gegen Eindringlinge gebaut, beherrscht die wuchtige Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert das Stadtbild von Alcúdia noch heute. 26 Türme wurden in die steinerne Befestigungsanlage eingelassen und teilweise ist die Mauerkrone begehbar. Am Placa Constitucio nimmt die Fußgängerzone in der Altstadt ihren Anfang. In den engen Gassen laden Cafés, Tapas-Bars, Kunstgalerien und Modeboutiquen zu einem Besuch ein. Im Nordosten des historischen Stadtzentrums liegt die Stierkampfarena Alcúdia, in der jedoch keine Stierkämpfe mehr veranstaltet werden. Sie bietet Platz für rund 3.500 Personen und wird als Veranstaltungsort für Open-Air-Konzerte und Freilichtaufführungen genutzt.

Die neugotische Pfarrkirche Sant Jaume wurde im Jahr 1893 eingeweiht, nachdem der Vorgängerbau aus dem frühen 14. Jahrhundert im Jahr 1870 eingestürzt war. Das älteste Gotteshaus in Alcúdia ist die Kapelle der Heiligen Anna. Das gotische Kirchlein stammt aus dem 13. Jahrhundert und besteht aus einem Kirchenschiff, das von drei Bögen getragen wird. Als Casas Señorales werden die Adelspaläste in der Innenstadt Alcúdias bezeichnet. Sie dienten einst der wohlhabenden Oberschicht als Wohnhäuser und erstrahlen noch heute im Glanz ruhmreicher Zeiten.

Sehenswerte Bauwerke in der Altstadt sind die Stadttore Porta de Mallorca und Porta del Moll. Das prunkvolle Rathaus Casa Consistorial an Plaça Espanya wurde im Renaissance-Stil errichtet. Teilweise erkennen Sie an den Häuserfassaden maurische Einflüsse. Die Mauren eroberten die Balearen und die Iberische Halbinsel im 9. Jahrhundert und wurden erst im 13. Jahrhundert wieder vertrieben. Ebenfalls aus der Renaissance stammt das Kirchlein Sant Crist. Das Gotteshaus wurde im 17. Jahrhundert erbaut und eingeweiht.

Zauberhafte Sandstrände an der Bucht von Alcúdia
strand alcudiaDen zauberhaften Sandstränden an der Bucht von Alcúdia verdankt die Stadt den Aufstieg zu einem touristischen Zentrum an der Nordküste Mallorcas. Hauptstrand ist die 3,4 km lange Playa de Alcúdia.

Der familienfreundliche Sandstrand ist bis zu 80 m breit und verfügt über einen barrierefreien Zugang. Zu den einsamsten Strände Mallorcas gehört wegen der schweren Erreichbarkeit die Playa Coll Baix. Der Kiesstrand liegt in einer isolierten Bucht und empfängt die Besucher mit türkisblauem Meer und Karibikfeeling.

Etwas abseits von Alcúdia liegt auf der Halbinsel Victoria die Playa S'Illot. Der Kiesstrand ist rund 500 m lang und bietet einen erstklassigen Blick über die Bucht von Pollensa. Vergleichsweise wenig stark frequentiert wird der Sandstrand der Playa Can Cap Bou. Er ist ein Mekka der Kitesurfer und Windsurfer und besitzt eine Länge von 2.400 m.

Aktivitäten in Alcúdia
Der lebhafte Touristenort Port d’Alcúdia ist ein Zentrum des Wassersports an der Nordküste Mallorcas. Das Spektrum reicht vom Surfen über das Segeln bis hin zum Tauchen und Schnorcheln. Rund 15 Minuten Fahrzeit müssen Sie von Alcúdia einplanen, wenn Sie auf dem 18-Loch-Golfplatz Alcanada Golf Club einen Abschlag vor einer mediterranen Traumkulisse ausführen wollen. Der anspruchsvolle Course war in der Vergangenheit häufig Austragungsort internationaler Golfturniere. Touristische Einrichtungen in der Umgebung von Alcúdia sind eine Go-Kart-Bahn und der Wasserpark Alcúdia Waterpark. Letzterer ist von Mai bis Oktober geöffnet und verfügt über zahlreiche Wasserrutschen und Schwimmbecken.

Restaurants in Alcúdia
Restaurant La Terraza, AlcudiaMehrere Spezialitätenrestaurants liegen hinter den mittelalterlichen Stadtmauern im Herzen der Altstadt. Traditionelle spanische Tapas werden Ihnen in der Tapasbar Can Punyetes serviert.

Wenn Ihnen der Sinn nach italienischen Spezialitäten steht, statten Sie der Osteria El Patio einen Besuch ab. In einem freundlichen Ambiente lassen Sie sich italienische Cuisine schmecken. Der kulinarische Schwerpunkt liegt auf Fisch- und Fleischkreationen der italienischen Küche.

In der Altstadt Alcúdias reihen sich zahlreiche romantische Innenhöfe aneinander. In einem von ihnen befindet sich das Restaurant Sa Portassas, in dem eine erstklassische mallorquinische Brotzeit serviert wird. Sie besteht aus frischem Bauernbrot, Oliven, Tomaten und verschiedenen frischen Produkten aus der Region. Außerhalb der Stadtmauern liegt das Restaurant La Terraza an einer idyllischen Meeresbucht. Auf der Terrasse lassen Sie sich im Schein der untergehenden Sonne ein romantisches Candle-Light-Dinner schmecken, während die Wellen leise gegen die Steinmauer plätschern.

Ausflugsziele in der Umgebung
Alcúdia eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Unternehmungen. Südlich der Altstadt liegt die archäologische Ausgrabungsstätte der römischen Stadt Pollentia. Die antike Siedlung wurde im Jahr 70 v. Chr. gegründet und war für mehr als vier Jahrhunderte die wichtigste Stadt auf Mallorca. Im Rahmen der Grabungsarbeiten legten die Forscher die Überreste eines römischen Forums, Säulenfragmente, Mauern von Wohngebäuden und ein römisches Amphitheater frei. Zahlreiche Fundstücke aus Pollentia werden im Monografischen Museum gezeigt. Dort können Sie Münzen, Mosaike, Marmorsteine mit Gravuren und antike Amphoren bewundern.

Ein Naturparadies vor den Toren der Stadt ist der Naturpark S’Albufera. Das artenreiche Feuchtgebiet liegt an der Verbindungsstraße Can Picafort-Alcúdia und ist von einem Netz an Wander- und Radwegen durchzogen. Startpunkt der meisten Rundwanderungen ist das Naturparkzentrum Sa Roca. Ein Ausflug mit dem Mietwagen führt Sie an das windumtoste Cap Formentor an der Nordspitze Mallorcas. Das Felsenkap erreichen Sie über eine schmale Zufahrtsstraße, die im Sommer allerdings häufig überlastet ist.

Wir hoffen, Sie haben mit dieser Reportage einen umfassenden Einblick in die Kultur, die Stadtgeschichte und die Attraktionen von Alcúdia erhalten. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, entscheiden Sie sich in Ihrem nächsten Mallorca-Urlaub für die Stadt an der Nordküste als Reiseziel.

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El Arenal - Partyhochburg und Badeparadies an Mallorcas Südküste

El Arenal

Schinkenstraße, Bierkönig, Ballermann 6 – die Begriffe sind eng mit dem Ferienort El Arenal an der Südküste Mallorcas verbunden. El Arenal ist eine Partyhochburg an der Playa de Palma und ein Ferienort, der vom Massentourismus geprägt ist. Vor allem feierwillige Reisende aus Deutschland verbringen in El Arenal ihren Urlaub. Vorwiegend handelt es sich um ein junges Publikum. Der Ferienort liegt nur fünf Kilometer vom internationalen Flughafen Son Sant Joan und rund zehn Kilometer von der Inselhauptstadt Palma de Mallorca entfernt. Die verkehrsgünstige Lage hat maßgeblich zum Aufstieg von El Arenal zum Partyhotspot auf der Baleareninsel beigetragen.

Geschichte von El Arenal
El Arenal (katalanisch S’Arenal) wurde im Jahr 1887 erstmalig urkundlich erwähnt. Kaum zwei Dutzend Fischer lebten damals in dem kleinen Dorf. Zu einem Bevölkerungswachstum kam es erst durch den Bau der Eisenbahnstrecke von Palma de Mallorca nach Llucmajor im Jahr 1914. Bedingt durch die Lage auf halber Strecke zwischen den beiden Ortschaften wurde El Arenal eine Wohnkolonie der Streckenarbeiter. Trotzdem gab es keine Bevölkerungsexplosion in dem kleinen Küstenort. Gerade einmal 380 Einwohner wurden am Ende der 1930er Jahre gezählt.

Mit dem aufkommenden Tourismus in den 1950er Jahren entstanden erste Hotels und Pensionen. Knapp vierzig Jahre später, zu Beginn der 80er Jahre, war El Arenal zum Inbegriff für den Massentourismus geworden. Negativer Schlagzeilen machte der Ort durch ungehemmte Trinkgelage am Strand der Playa de Palma. Insbesondere die Strandbar Balenario 6, besser bekannt als „Ballermann 6“, zog Urlauber an, die Sangria mit Strohhalmen aus riesigen Eimern tranken. Die mallorquinische Regionalregierung bereitete den ungezügelten Saufgelagen durch eine Verschärfung der Bestimmungen ein Ende. Laut geht es in El Arenal trotzdem noch immer zu. Die unzähligen Kneipen, Diskotheken, Nachtbars und Partyarenen locken vor allem ein junges Publikum an.

Strandleben in El Arenal
El Arenal liegt am breiten Sandstrand der Palya de Palma, der von einer kilometerlangen Strandpromenade begrenzt wird. Liegen und Sonnenschirme werden am gesamten Strand vermietet. Der Strand fällt flach in das Mittelmeer ab, doch Familien mit Kindern werden angesichts der zahlreichen feierfreudigen Jugendlichen, Kegelclubs und Vereine schnell das Weite suchen. Zur Orientierung dienen die 15 Strandbars an der Playa de Palma, die als Balenario bezeichnet werden und mit dieser Aufschrift gekennzeichnet sind. In der Hochsaison ist der Strand häufig überfüllt, erst in der Nachsaison am Oktober wird es etwas ruhiger.

Auf der Strandpromenade vor El Arenal herrscht von Mai bis September reges Treiben. Sie verläuft durchgängig bis in die Inselhauptstadt Palma de Mallorca und wird nicht nur von Spaziergängern genutzt. Auch Radfahrer und Skater nutzen die breite autofreie Fläche, um am Meer unter Palmen entlangzufahren. Bereits aus der Ferne ist die mächtige gotische Kathedrale zu erkennen, die als Wahrzeichen der mallorquinischen Hauptstadt gilt. In der Hauptsaison dient darüber hinaus ein Touristen-Minizug als Verkehrsmittel in El Arenal.

Restaurants und Nachtleben
Urlauber haben in El Arenal die Auswahl aus einer Vielzahl an gastronomischen Einrichtungen. Leckere Tapas bekommen Sie in der „Cafeteria Europa“, während im Restaurant „Las Sirenas“ am Hafen fangfrischer Fisch serviert wird. Liebhaber der italienischen Küche sollten einen Besuch im Restaurant „Del Sol“„Del Sol“ oder im „Bella Italia“ einplanen. Gehobene Küche erwartet Sie im Marea Restaurant, das im 5-Sterne-Hotel Iberostar Playa de Palma außerhalb von El Arenal untergebracht ist. Auf der Speisekarte finden Sie neben galizischem Rind hausgemachte Garnelen-Kroketten und Orangen-Minze-Eis, für das Orangen aus dem „Tal des Goldes“ bei Soller verwendet werden.

Feierwillige Urlauber haben in El Arenal die größte Auswahl an Tanzpalästen, Dance-Floors, Diskotheken und Nachtbars auf ganz Mallorca. Legendäre Party-Locations sind der „Bierkönig“ an der Schinkenstraße, der MEGAPARK, das „Oberbayern“ und die „ShowArena“. Letztere ist ein 3.500 m² großer Partykeller, in dem in der Hauptsaison Ballermann-Stars wie Jürgen Drews und Mickie Krause auftreten. Direkt neben dem Hotel Niagara liegt mit dem „Bamboleo“ der älteste Biergarten an der Schinkenstraße. Wer statt Schlager und Partyhits lieber zu House und Techno das Tanzbein schwingt, sucht nach Einbruch der Dunkelheit die Diskothek „The Club“ am Balenario 6 auf.

Aktivitäten in El Arenal
Neben zahlreichen wassersportlichen Aktivitäten, die an der Playa de Palma angeboten werden, zählt das Radfahren zu den beliebten Freizeitbeschäftigungen in El Arenal. Mehrere Verleihstationen an der Strandpromenade vermieten Tourenräder, Tandems und Viersitzer mit Sonnendach. Zwischen El Arenal und Palma de Mallorca sind keine Steigungen zu überwinden, was den Ausflug im Fahrradsattel auch in den heißen Sommermonaten möglich macht. Mit dem Aqualand El Arenal befindet sich der größte Wasserpark Mallorcas in dem Ferienort an der Südküste. 16 verschiedene Becken, ein Wellenbad und die längste Wasserrutsche der Insel sorgen einen ganzen Tag lang für Spaß und Unterhaltung. Zum Wettrutschen lädt die Doppelrutsche „Harakiri“ ein und für das leibliche Wohl sorgen das Parkrestaurant und mehrere Eisverkaufsstände.

Ausflugsziele in der Umgebung
Der Ferienort El Arenal liegt nur zehn Kilometer von der Inselhauptstadt Palma de Mallorca entfernt an der Playa de Palma. Wer nicht mit dem Fahrrad oder dem Mietwagen der größten Stadt auf den Balearen einen Besuch abstatten will, nimmt den Bus oder ein Taxi. Linienbusse verkehren tagsüber in einen 15-minütigen Rhythmus. Palma de Mallorca hat nicht nur erstklassige Shopping-Meilen zu bieten. Das Viertel La Lonja ist bekannt für das lebhafte Nachtleben. Die wichtigste Einkaufsstraße auf Mallorca ist die Paseo del Borne. In der von alten Bäumen gesäumten Fußgängerzone reihen sich zahlreiche Modeboutiquen aneinander. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in der Inselhauptstadt zählen die Kathedrale La Seu, das Castell Bellver und das Museum Es Baluard für zeitgenössische Kunst.

Eine Attraktion an der Playa de Palma ist das Palma Aquarium, das Sie bequem mit dem Fahrrad erreichen. 55 Meerwasserbecken dienen mehr als 8.000 Fisch- und Korallenarten als Lebensraum. Der Dachgarten ist im Stile eines tropischen Regenwaldes gestaltet und im Außenbereich liegt eine mediterrane Gartenanlage mit Teichen, Wasserstraßen und Abenteuerspielplätzen. Wenn Sie abseits des Massentourismus im kristallklaren Meer baden wollen, fahren Sie an der Felsenküste entlang in Richtung Llucmajor. Kleine Badebuchten wie die Calonet d’es Fornàs und die Caló de Sant Antoni sind auch in der Hauptsaison nur schwach besucht. Ebenfalls im Gemeindegebiet von Llucmajor liegt die malerische Bucht Cala Pi. Sie wird von hellen, mit Pinien bewachsenen Felsen eingerahmt und erinnert an einen Fjord. Das türkisfarbene Wasser ist kristallklar und an den Felsen lädt eine artenreiche Unterwasserflora und -fauna zum Schnorcheln ein.

El Arenal ist ein Hotspot des Partytourismus auf Mallorca, der vorrangig feierfreudige Urlauber im Alter zwischen 18 und 30 Jahren anlockt. Zahlreiche preiswerte Hotels der 2- bis 4-Sterne-Kategorie bieten sich in dem Ferienort als Unterkunft an.

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Cala Ratjada - Quirliger Urlaubsort an der Nordostküste Mallorcas

Cala Ratjada

Cala Ratjada ist ein lebhafter Urlaubsort an der Nordostküste Mallorcas. Er gehört zur Gemeinde Capdepera und erfreut sich besonders bei deutschen Urlaubern großer Beliebtheit. Hinter Cala Ratjada steigen pinienbewachsene Hügel an, die an einigen Stellen als Felsküste in das Meer abfallen.

Der Badeort verfügt über einen wichtigen Hafen, der von einer Betonmauer vor der Brandung geschützt wird und im Südosten liegt. In den historischen Langustenhäusern östlich des Hafenbeckens werden Langusten lebendig in Meerwasserbecken gehalten, bis sich ein Käufer gefunden hat. Cala Ratjada wird dank der zahlreichen Strände in der Umgebung des Ortes besonders häufig von Familien mit Kindern besucht.

Geschichte von Cala Ratjada
Der Küstenort Cala Ratjada wurde nicht am Reißbrett entworfen und ist aus historischer Sicht kein klassischer Touristenort, obwohl sich das Image in den zurückliegenden 40 Jahren gewandelt hat. Gegründet wurde der Ort im 17. Jahrhundert als kleine Fischersiedlung von den Einwohnern der Ortschaft Capdepera. In den fischreichen Küstengewässern stellten die Fischer vorrangig Rochen und Langusten nach. Die Langustenfischerei ist noch heute ein einträgliches Geschäft und die Position als zweitwichtigster Fischereihafen Mallorcas verteidigt Cala Ratjada bis in die Gegenwart. Das erste Hotel in dem Badeort wurde im Jahr 1885 eröffnet. Es trägt den Namen „Hostal Ca's Bombu“ und wird seit Generationen von der Familie Esteva geführt.

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts setzte mit der Zunahme des Fremdenverkehrs ein Bauboom in Cala Ratjada ein. Allerdings blieb der historische Ortskern von Hotelburgen weitestgehend verschont. Noch immer versprüht das Ortszentrum den Charme eines kleinen Fischerdorfes. Es erstreckt sich rund um den von einer Mauer geschützten Hafen, in dem Ausflugsschiffe nach Cala Millor und Porto Cristo ablegen und bunte Fischerboote auf den Wellen schaukeln. Außerhalb des Ortskernes ziehen sich Hotelbauten und Appartementanlagen an den Stränden entlang.

Traumstrände in Cala Ratjada
Die traumhaften Strände an der mallorquinischen Nordostküste sind ein Schatz, der Cala Ratjada zu einem der beliebtesten Ferienorte auf der Baleareninsel macht. Der Stadtstrand des Badeortes trägt den Namen Playa Son Moll. Im Sommer wird es an den bis zu 55 m breiten Strandabschnitt recht voll.

Nordwestlich von Cala Ratjada liegt die Cala Agulla am türkisblauen Mittelmeer. Der feinsandige Strand ist mehr als 500 m lang und besitzt eine mittlere Breite von 50 m. Da die Cala Agulla in einem Naturschutzgebiet liegt, hält sich die Bebauung in Grenzen. Nur an der Südostseite des Strandes stehen einige Hotels und Wohnhäuser mit Geschäften. Wie ein Gegenentwurf zum langen Sandstrand der Cala Agulla wirkt die kleine Badebucht Cala Gat südöstlich von Cala Ratjada. In der Bucht gibt es kaum Wellengang und hinter dem 40 m langen Sandstrand erhebt sich ein mit Pinien bewachsener Hügel.

Neben den Hauptstränden verteilen sich an der Küstenregion rund um den Badeort mehrere kleine Badebuchten, die teilweise über Strände mit Sand-/Kiesgemisch verfügen. Selbst in der Hochsaison geht es an der Playa Sa Pedruscada, der Playa N'Aladern und der Cala Rotja ruhig und beschaulich zu. Schuld daran ist die abgelegene Lage der Buchten, die erst nach einer längeren Wanderung zu erreichen sind. Vergleichsweise stark frequentiert wird die Playa S'Arenal de sa Mesquida. Der feinsandige Strand schließt sich an die Cala Agulla an und liegt begrenzt von felsigen Klippen vor einem Dünengebiet.

Aktivitäten in Cala Ratjada
Als klassischer Ferienort am Meer bietet Cala Ratjada während der Hauptsaison die gesamte Bandbreite mallorquinischer Wassersportarten. Sie haben die Gelegenheit, an Tauch- und Surfkursen teilzunehmen oder im Rahmen eines halbtägigen Segelturns die Küstengewässer an der Nordostküste zu erkunden. Ein Ausflug mit dem Mietwagen führt Sie in die Coves d’Artà. Die Tropfsteinhöhlen zählen zu den touristischen Attraktionen auf Mallorca und können im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Zwischen dem mittelalterlichen Capdepera und der Kleinstadt Artà liegt der Golfplatz Capdepera, der ganzjährig zu einem Abschlag vor einer maritimen Traumkulisse einlädt. Die 18-Loch-Anlage wurde im Jahr 1989 eröffnet und bietet einen zauberhaften Blick auf die felsigen Hügel des Llevant. Naturliebhabern bietet sich die Möglichkeit für Vogelbeobachtungen. An der in einem Naturschutzgebiet liegenden Cala Mesquida ist eine der größten Kormoran- und Möwenkolonien der Balearischen Inseln beheimatet.

Restaurants in CALA RATJADA

Restaurants und Nachtleben
Cala Ratjada ist ein touristisch geprägter Küstenort und entsprechend breit gefächert ist das gastronomische Angebot. Zahlreiche erstklassige Restaurants liegen an der Strandpromenade und etwas versteckt in den Gassen des historischen Ortszentrums.

Anhänger der französischen Küche sollten dem Restaurant „Ses Rotges“ einen Besuch abstatten, das in einem 200 Jahre alten Herrenhaus untergebracht ist. Ein Sternekoch verwöhnt im „Son Jaumell Andreu Genestra“ den Gaumen der Gäste, während im Steakhaus „La Casita“ deftige Rindersteaks und Spezialitäten der mallorquinischen Küche serviert werden.

In Cala Ratjada kommen nicht nur Sonnenanbeter und Feinschmecker auf ihre Kosten. Auch Nachtschwärmer und Partyurlauber müssen nicht auf Unterhaltung verzichten. Die Musikauswahl in den Diskotheken, Bars und Nachtclubs orientiert sich am Geschmack des überwiegend deutschen Publikums. Deutsche Stimmungsmusik und Schlager werden im „Chevy“ gespielt, während in der „Physical-Bar“ und im „Neon Club“ vorrangig House- und Technorhythmen erklingen. In Hafennähe lädt das Café Tres zu einem Drink zu nächtlicher Stunde ein. Hier treten in der Hauptsaison häufig Live-Künstler auf.

Einkaufen in Cala Ratjada
Cala Ratjada bietet das für einen Ferienort typische Einkaufsfeeling. In der Shopping-Meile Carrer L’Agulla Elinor Servera reihen sich Modeboutiquen, Souvenirläden, Technikgeschäfte, Restaurants und kleine Supermärkte aneinander. Auf der zentral gelegenen Plaça dels Pins findet immer samstags ein bunter Wochenmarkt statt, auf dem die Bauern aus der Umgebung ihre selbst gemachten Produkte anbieten.

Insbesondere Selbstversorger, die den Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung verbringen, können den Wochenmarkt nutzen, um frisches Obst, Gemüse, Fisch und Backwaren einzukaufen. Reisende, die am Samstag ab- bzw. anreisen, haben die Möglichkeit auf die Wochenmärkte in Capdepera oder Artà auszuweichen. Sie finden jeweils mittwochs bzw. dienstags statt.

Sehenswertes in und um Cala Ratjada
Zu den Sehenswürdigkeiten in Cala Ratjada gehören die historischen Langustenhäuser am Hafen. Dabei handelt es sich um flache, direkt auf den Felsklippen stehende Steinhäuser mit einem halbrunden Dach, die teilweise vom Meerwasser überflutet werden. Zwischen den Steinen leben Langusten, die allerdings nicht allein zurück ins Meer gelangen können. Östlich des Ferienortes steht die Villa March auf einer Anhöhe. Das Haupthaus ist von einem 60.000 m² großen englischen Landschaftsgarten umgeben, der mit zeitgenössischen Skulpturen ausgestattet ist. Im Sommer finden hier gelegentlich Konzerte statt.

An der kleinen Bucht Punta de Capdepera erhebt sich ein Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert direkt neben den Ruinen eines Wachturms. Der Torre Esbucada wurde vermutlich um das Jahr 1700 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Nur fünf Kilometer vom Ortszentrum des Ferienortes entfernt liegt die zauberhafte Kleinstadt Capdepera mit ihren mittelalterlichen Gassen und den hübschen Natursteinhäusern. Über dem Ort thront das Castell de Capdepera, eine mittelalterliche Festungsanlage aus dem 13. Jahrhundert, die zum Schutz vor Piratenangriffen errichtet wurde.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Reportage einen der schönsten Orte Mallorcas näher gebracht und Ihr Interesse an einem Urlaub an der mallorquinischen Nordostküste geweckt zu haben.

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