La Seu – die Kathedrale von Palma de Mallorca

Kathedrale von Palma

La Seu – die Kathedrale von Palma de Mallorca. Die gotische Kathedrale La Seu ist das Wahrzeichen der mallorquinischen Hauptstadt Palma de Mallorca. Das Gotteshaus gehört zu den größten Sakralbauten in Spanien.

Kathedrale

Kathedrale von Palma – Monumentalbau am Meer
Die wuchtige Kathedrale La Seu ist ein Monumentalbau am Meer, dessen Errichtung sich über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten erstreckte. Mit dem Bau wurde um das Jahr 1230 auf Anordnung des mallorquinischen Königs Jaume I. begonnen, nachdem die jahrhundertelange Vorherrschaft der Araber auf der Mittelmeerinsel beendet war. Das mächtige Gotteshaus steht auf den Grundmauern einer Moschee. Bis zur endgültigen Fertigstellung des Kirchenschiffs und des Hauptportals vergingen mehr als 350 Jahre. Im Jahr 1601 konnten die Arbeiten abgeschlossen werden.

Rosettenfenster

Beim Anblick der Kathedrale La Seu werden die gewaltigen Dimensionen des Kirchenbaus sichtbar. Das Bauwerk ist knapp 110 m lang und besitzt eine Breite von 33 m. Mit einer Höhe von 44m gehört das Hauptschiff zu den größten seiner Art in Europa. Ein markantes Merkmal des Gotteshauses ist das gotische Rosettenfenster an der Ostfront des Gebäudes. Es besitzt einen Durchmesser von 12,55 m und wurde aus mehr als 1.200 bunten Glasfragmenten zusammengesetzt. Ein faszinierender Anblick bietet sich Ihnen, wenn die Sonne durch das Fenster scheint und bunte Farbreflexe in den Innenbereich zaubert.

Spezielle Lichtphänomene in Palmas Kathedrale
Das Lichtspiel des gotischen Rosettenfensters ist beeindruckend, doch an zweit Tagen im Jahr erwartet die Besucher ein außergewöhnliches Lichtphänomen. Es wird das „Lichtspiel der Acht“ genannt und tritt am 2. Tag des Monats Februar und am 11. November auf. Die Sonnenstrahlen fallen ab 8:00 Uhr durch die große Rosette an der Ostfront und projizieren das exakte Abbild des Rundfensters auf die gegenüberliegende Wand unterhalb der Hauptfassadenrosette. Für die Betrachter scheinen zwei Fensterrosetten genau übereinanderzuliegen. Dieser magische Moment zieht alljährlich Tausende Besucher an.

Ein weiteres Lichtphänomen tritt an rund 20 Tagen um die Wintersonnenwende auf. Der Sonnenaufgang kann durch die beiden großen Rosetten beobachtet werden. Die Sonnenstrahlen erzeugen eine Art Kaleidoskop, das in unwirklichen Farben erstrahlt und sich permanent verändert. Ein erstklassiger Beobachtungspunkt für dieses Lichtphänomen sind die Terrassen des Baluard-Museums.  

Kathedrale Hintere Teil

Baustile verschiedener Epochen
Deutlich erkennbar sind die Baustile verschiedener Epochen in der Kathedrale von Palma. Die gotischen Elemente im Seitenportal an der dem Meer zugewandten Seite stammen aus dem 13. Jahrhundert. Das Almosen-Portal an der gegenüberliegenden Seite trägt Stilelemente der Spätgotik. Im 16. Jahrhundert wurde die gotische Bauweise zunehmend vom Baustil der Renaissance verdrängt. Barocke Gestaltungselemente sind unter anderem in den Kapellen „Hl. Sebastian“, „Unbefleckte Empfängnis“ und „Corpus Christi“ zu erkennen. Die Taufkapelle hingegen entstand zur Zeit des Klassizismus.

Die Handschrift Gaudís
Der katalanische Stararchitekt Antoni Gaudí leitete auf Geheiß des Bischofs Campins zu Beginn des 20. Jahrhunderts Restaurierungs- und Dekorationsarbeiten in der Kathedrale La Seu. Zwischen 1904 und 1914 wurde der Chorraum in die Königskapelle integriert und der Stuhl des Bischofs erneuert. Die auffälligste sichtbare Veränderung ist der monumentale Baldachin über dem Altar. Er hat die Form einer Dornenkrone und kann beleuchtet werden. Auf Antoni Gaudí geht auch der Hohlraum unter der Chorbestuhlung zurück, der als natürlicher Resonanzraum den Gesang in der ganzen Kathedrale erschallen lässt. Der Hohlraum geriet in Vergessenheit und wurde erst 100 Jahre später bei Renovierungsarbeiten wiederentdeckt.

Ruhestätte zweier Könige
In der Kathedrale La Seu fanden zwei mallorquinische Könige ihre letzte Ruhestätte. Jaume II. und Jaume III. wurden in der Capella Trinidad beigesetzt. Die Kapelle ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Im Glockenturm ist ein Museum untergebracht, in dem sakrale Kunstschätze aus verschiedenen Epochen ausgestellt werden. Die neun Glocken im Hauptturm stammen aus fünf Jahrhunderten. Vier Glocken wurden im Jahr 1312 gegossen. Mit einem Superlativ kann die Glocke  N'Aloi aufwarten. Sie ist mit einem Gewicht von 4,6 Tonnen und einem Durchmesser von zwei Metern die größte beweglich geläutete Glocke Spaniens.

Nach der Entrichtung einer Eintrittsgebühr können Sie den Innenbereich der Kathedrale von Palma besichtigen. Sie öffnet um 10 Uhr ihre Pforten für den Besucherverkehr. Die Schließung erfolgt jahreszeitenabhängig zwischen 15 und 18 Uhr. Externe Besucher müssen eine geringe Eintrittsgebühr entrichten. Für Residenten ist der Zutritt frei, sofern sie einen Wohnsitz auf Mallorca nachweisen können. Die Kathedrale La Seu verfügt über einen barrierefreien Zugang und bei der Besichtigung versorgen Audio-Guides die Besucher mit Informationen zur Geschichte, zur Architektur und zur religiösen Bedeutung des Gotteshauses.


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