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EINE EHE OHNE FILTER

EINE EHE OHNE FILTER

MARGA und JAIME werden sich nach 15 Jahren Ehe trennen. Unter Tränen und Vorwürfen trösten sie sich damit, dass sie ohne Kinder, ohne Haustiere und nicht einmal ohne gemeinsames Auto einfach gehen können, mit einem klassischen: „Ich will nichts mehr von dir.“ Doch es gibt ein kleines Detail, an das sie nicht gedacht haben. Diesen Knall muss man durch eine Tür machen. Und diese Tür gehört zu einem Haus. Und dieses Haus … ist ihr gemeinsames Haus!!! Marga und Jaime sind entschlossen, ihr Leben getrennt neu aufzubauen, aber beide sind der Meinung, DASS DAS HAUS ihnen gehört. Keiner von beiden will die Wohnung verlassen, die einmal ihr Zuhause war. Und diese gegenseitige Uneinigkeit sieht ganz und gar nicht nach einer freundschaftlichen Trennung aus. Sie beginnen, schmutzige Wäsche zu waschen und sich gegenseitig das Scheitern ihrer Beziehung vorzuwerfen. Beide kommen zu dem Schluss: Das Haus sollte derjenige verlassen, der die größere Schuld an der Scheidung trägt. Und jetzt beginnt der echte Krieg. Beide werden die Katze aus dem Sack lassen und all den Dreck hervorholen, den sie unter dem Teppich versteckt hatten. Hier gibt es kein Schamgefühl mehr, und es ist egal, was die Leute sagen … Ein Paar, offen bis auf die Knochen, mit allen Peinlichkeiten in der Luft. Eine Ehe vor den Augen eines riesigen, unbarmherzigen Schaufensters. Die Theaterbesucher werden live all die miserablen Seiten zu sehen bekommen, die Paare normalerweise nur hinter verschlossenen Türen zeigen. Keiner von beiden wird dem anderen erlauben, etwas für sich zu behalten. Hier gibt es keine Geheimnisse mehr, keine Halbwahrheiten, keine unaussprechlichen Gedanken, weder Fremd- noch Eigen-Scham … Sollen sie doch alles sehen! Denn jetzt sind Marga und Jaime Eine Ehe ohne Filter. Eine Ehe ohne Filter, die die Zuschauer durch eine Glasscheibe (oder einen Spiegel) betrachten können …