Can Ribes bei Ruberts – historische Finca in Mallorcas Inselmitte
Can Ribes liegt nicht an einer belebten Promenade und empfängt seine Besucher auch nicht mit Museumskasse oder beschildertem Rundgang. Die historische Hofstelle bei Ruberts gehört zu jenem ländlichen Mallorca, das sich erst erschließt, wenn die großen Straßen hinter einem liegen: ein ehemaliges Bauernhaus, umgeben von landwirtschaftlich geprägtem Gelände mit Mandel-, Johannisbrot- und Olivenbäumen.
Heute wird das Gebäude als Ferienfinca genutzt. Das ist für die Einordnung entscheidend, denn Can Ribes ist kein klassisches Denkmal mit frei zugänglichen Ausstellungsräumen. Der Reiz liegt vielmehr im Fortleben einer mallorquinischen Hofstelle: Wohnen, Garten und Kulturland bilden weiterhin eine Einheit, auch wenn aus dem früheren landwirtschaftlichen Alltag inzwischen ein privater Aufenthaltsort geworden ist.
Interessant ist Can Ribes deshalb vor allem für Reisende, die historische Häuser nicht isoliert betrachten möchten. Hier lässt sich nachvollziehen, wie eng die traditionelle Architektur der Inselmitte mit dem Land verbunden war. Das Haus steht neben Can Castell und ist Teil eines größeren ländlichen Ensembles, hinter dem sich bewirtschaftete Flächen erstrecken. Ein Abstecher passt daher besonders gut zu einer ruhigen Erkundung von Ruberts. Wer eigens wegen des Gebäudes anreist, sollte allerdings vorab klären, in welcher Form eine Besichtigung möglich ist, denn Can Ribes dient als Unterkunft und nicht als regulär geöffnetes Museum.
Geschichte und Bedeutung
Bevor Can Ribes ein Ferienhaus wurde, war es ein Bauernhaus. Mehr als diese schlichte Feststellung braucht es zunächst nicht, um seine Stellung in der Landschaft zu verstehen, denn dieser Ursprung ist noch heute in der Verbindung von Haus, Garten und Nutzflächen ablesbar.
Das frühere Bauernhaus
Belegt ist seine frühere Nutzung als landwirtschaftliches Wohngebäude. Das Haus war damit Teil einer Kulturlandschaft, in der die Gebäude nicht unabhängig vom Boden gedacht wurden. Hinter der Finca erstrecken sich Flächen mit Mandel-, Johannisbrot- und Olivenbäumen. Diese Bäume sind nicht bloß eine mediterrane Kulisse, sondern verweisen auf die langfristige Nutzung des Landes.
Die Lage bei Ruberts passt zu diesem Ursprung. Der kleine Ort in der Gemeinde Sencelles ist von Feldern und ländlichen Wegen umgeben; traditionelle Steinhäuser bestimmen sein Erscheinungsbild stärker als moderne Ferienanlagen. Can Ribes gehört zu diesem zurückhaltenden Charakter der Inselmitte. Seine historische Aussage entsteht weniger durch ein einzelnes prachtvolles Bauteil als durch das Zusammenspiel von Haus und bewirtschafteter Umgebung.
Der Wandel zur Ferienfinca
Heute gehört Can Ribes zu Ses Cases d’Alaiar und liegt neben dem Hauptgebäude Can Castell. Das ehemalige Bauernhaus wurde für eine zeitgemäße Wohnnutzung eingerichtet, ohne seinen ländlichen Bezug aufzugeben. Wohnräume, offene Küche, Garten und Terrasse übernehmen nun andere Aufgaben als in der früheren Hofwirtschaft; die grundlegende Beziehung zwischen Gebäude und Gelände bleibt jedoch sichtbar.
Gerade dieser Nutzungswandel macht Can Ribes bemerkenswert. Das Haus wurde nicht zu einem Schaumuseum erstarrt, sondern wird weiterhin bewohnt. Historische Substanz und moderner Ferienalltag treffen unmittelbar aufeinander. Eine solche Umnutzung verändert zwangsläufig den Charakter eines Ortes, kann aber zugleich dazu beitragen, ein älteres ländliches Gebäude dauerhaft zu erhalten.
Landwirtschaft als lebendiger Rahmen
Zum Anwesen gehören 34 Hektar Land. Auf diesen Flächen wachsen Mandel-, Johannisbrot- und Olivenbäume; Schafe halten einen Teil des Bewuchses kurz. Die Landwirtschaft bildet damit weiterhin den räumlichen Rahmen von Can Ribes. Sie erklärt, weshalb das Haus abseits dichter Bebauung steht und warum Wege, Garten und Aussicht nicht von der Umgebung getrennt betrachtet werden können.
Can Ribes erzählt deshalb keine Geschichte von Herrschaft, Verteidigung oder repräsentativer Stadtarchitektur. Seine Bedeutung liegt im Alltag des mallorquinischen Landes: Es war ein Bauernhaus und ist von landwirtschaftlich geprägten Flächen umgeben.
Was es zu sehen gibt
Der erste Eindruck entsteht nicht durch eine monumentale Fassade, sondern durch die Einbettung des Hauses in das Gelände. Can Ribes erscheint als Bestandteil eines gewachsenen Ensembles: Nebenan steht Can Castell, dahinter öffnen sich die landwirtschaftlichen Flächen. Garten, Bäume und Gebäude gehen ineinander über und machen verständlich, warum eine ländliche Finca mehr ist als nur ein einzelnes Haus.
Das ehemalige Hofgebäude
Can Ribes besitzt den Charakter eines traditionellen mallorquinischen Landhauses. Seine heutige Nutzung hat aus dem früheren Bauernhaus einen komfortablen Wohnort gemacht, doch der Maßstab bleibt häuslich und zurückhaltend. Wer eine herrschaftliche Residenz mit Prunksälen, Sammlung oder inszenierten historischen Zimmern erwartet, findet hier etwas anderes: ein Gebäude, dessen Geschichte aus der früheren Alltagsnutzung hervorgeht.
Im Inneren gruppieren sich die Wohnbereiche um eine offene Küche und einen großen Aufenthaltsraum. Ein Ofen beziehungsweise eine Feuerstelle prägt den Wohnraum in der kühleren Jahreszeit. Solche Elemente machen den Wandel besonders anschaulich: Wo das Haus einst zum landwirtschaftlichen Betrieb gehörte, dient derselbe bauliche Rahmen heute dem gemeinsamen Kochen, Essen und Wohnen.
Die Terrasse
Von einem der oberen Räume führt eine Terrasse nach draußen. Dort öffnet sich der Blick über das ländliche Umfeld. Es ist kein dramatischer Gipfelblick, sondern ein Panorama der Inselmitte: Kulturland, Baumreihen und die weite, wenig dicht bebaute Umgebung von Ruberts. Gerade diese Perspektive hilft, das Gebäude richtig zu lesen, denn Can Ribes wurde nicht als isoliertes Architekturstück geschaffen; das Land gehörte zu seiner Funktion.
Die Terrasse markiert zugleich den Übergang zwischen privatem Innenraum und Landschaft. Licht, Wetter und Jahreszeit bestimmen hier den Eindruck stärker als eine museale Inszenierung. In der Mandelblüte wirkt das Gelände anders als im trockenen Hochsommer, während Oliven- und Johannisbrotbäume die landwirtschaftliche Kontinuität des Anwesens sichtbar halten.
Der Garten
Zum Haus gehört ein großer Garten mit Rasenflächen und schattenspendenden Bäumen. Heute stehen hier auch Hängematten und ein Pool, also Elemente der aktuellen Feriennutzung. Sie sind nicht historisch, zeigen aber, wie der frühere Hof in einen privaten Erholungsort verwandelt wurde. Alte Baumkultur und moderne Ausstattung liegen unmittelbar nebeneinander.
Für die Wahrnehmung des Hauses ist der Garten dennoch wichtig. Er schafft Abstand, lässt den Baukörper im Zusammenhang erscheinen und führt den Blick weiter zu den Nutzflächen. Wer Can Ribes nur als Unterkunft betrachtet, übersieht leicht diese räumliche Staffelung: Wohnhaus, Garten und Kulturland bilden drei aufeinander bezogene Bereiche.
Die Kulturlandschaft
Hinter Can Ribes liegen 34 Hektar Land. Mandelbäume prägen einen großen Teil der Flächen; hinzu kommen Oliven und Johannisbrotbäume. Schafe werden eingesetzt, um das Gras kurz zu halten. Dadurch bleibt das Gelände nicht bloß dekorative Außenanlage, sondern erkennbar landwirtschaftlich geprägt.
Dieses Umfeld ist das wichtigste „Exponat“ von Can Ribes. Es erklärt den Standort und den historischen Ursprung besser, als eine Informationstafel es könnte. Baumreihen, offene Flächen und Wirtschaftswege zeigen, dass das Haus einst Teil eines größeren Arbeitszusammenhangs war. Die Finca lässt sich deshalb am besten aus etwas Abstand betrachten, wenn sowohl das Gebäude als auch sein landschaftlicher Rahmen ins Blickfeld kommen.
Can Castell und das Ensemble
Can Ribes steht neben Can Castell, dem Hauptgebäude von Ses Cases d’Alaiar. Die Nachbarschaft macht deutlich, dass es sich nicht um ein alleinstehendes Monument handelt, sondern um einen Teil einer aus mehreren Gebäuden bestehenden Anlage. Can Ribes ist dabei das kleinere Haus und bewahrt den Charakter der ehemaligen Hofstelle.
Für die Orientierung vor Ort ist diese Unterscheidung hilfreich. Ähnlich klingende Namen führen auf Mallorca schnell zu Verwechslungen, zumal es weitere Häuser, Betriebe und Fincas namens Can Ribas oder Can Ribes gibt. Gemeint ist hier ausschließlich die ehemalige Bauernfinca bei Ruberts, nicht das Weingut in Consell, kein Gebäude in Palma und kein Restaurant in Port de Sóller.
Der Besuch
Ein Besuch beginnt bei Can Ribes nicht mit einem festgelegten Eingang, einer Kasse oder einer ausgeschilderten Folge von Räumen. Das Gebäude wird als Ferienunterkunft genutzt. Entsprechend sollte der Aufenthalt nicht wie der Besuch eines frei zugänglichen Museums geplant werden, sondern nur auf Grundlage einer zuvor geklärten Zugangsberechtigung beziehungsweise im Rahmen eines Aufenthalts auf dem Anwesen.
Ankommen und orientieren
Vor Ort lohnt es sich zunächst, das Ensemble als Ganzes wahrzunehmen. Can Ribes liegt neben Can Castell; Garten und landwirtschaftliche Flächen schließen unmittelbar an. Der aufschlussreichste Blick richtet sich daher nicht allein auf die Hausfront. Erst wenn Gebäude, Bäume und offenes Land gemeinsam sichtbar werden, erschließt sich der frühere Charakter als Bauernhaus.
Das Innere ist heute auf das Wohnen ausgerichtet. Eine offene Küche, der große Wohnraum und die Schlafräume sind keine Ausstellungsbereiche, sondern Bestandteile der Unterkunft. Wer dort übernachtet, erlebt die Architektur aus einer anderen Perspektive als bei einer kurzen Außenbesichtigung: durch die Wege zwischen Haus, Terrasse und Garten und durch den täglichen Blick auf die umgebenden Felder.
Dauer und Besuchsform
Für Can Ribes gibt es keine festgelegte Rundgangsdauer. Eine kurze Betrachtung des äußeren Ensembles lässt sich mit einem Aufenthalt in Ruberts verbinden; die umfassendere Erfahrung ergibt sich aus der Nutzung als Ferienfinca. Diese Unterscheidung sollte bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Eine längere Anfahrt allein in der Erwartung einer umfangreichen Innenbesichtigung wäre ohne vorherige Absprache nicht sinnvoll.
Öffnungszeiten und Eintritt sind nicht als reguläre Besuchsdaten erfasst. Da sich Nutzung und Zugang ändern können, empfiehlt es sich, den aktuellen Stand vor der Fahrt zu prüfen. Die Ruhe des Ortes darf nicht mit jederzeitiger öffentlicher Zugänglichkeit verwechselt werden.
Ruhe statt Besucherprogramm
Can Ribes richtet sich nicht an große Besuchergruppen. Es gibt keine bekannte Ausstellung, keine Führung mit historischem Inventar und kein touristisches Unterhaltungsprogramm. Der Ort gewinnt vielmehr durch genaue Beobachtung: Wie steht das Haus im Gelände? Welche Bäume prägen die Nutzflächen? Wie unterscheidet sich die private Feriennutzung vom ursprünglichen Bauernhof?
Wer diese Fragen mitbringt, findet in Can Ribes einen anschaulichen Zugang zur ländlichen Architektur der Inselmitte. Wer hingegen ein klassisches Ausflugsziel mit mehreren öffentlich zugänglichen Räumen und umfangreicher Beschilderung sucht, sollte den Schwerpunkt auf den historischen Ortskern von Ruberts legen und Can Ribes nur als ergänzenden, zuvor abgestimmten Halt verstehen.
Anfahrt und Parken
Die angegebenen Routen führen bis Ruberts, nicht unmittelbar bis vor Can Ribes. Ab dort beginnt das letzte Stück zur Finca, für das eine aktuelle Navigation oder eine genaue Wegbeschreibung des Anwesens sinnvoll ist. Gerade bei ländlichen Adressen reicht der Ortsname allein nicht immer aus, um ohne Umweg am richtigen Gebäude anzukommen.
Vom Flughafen Palma
Vom Flughafen Palma sind es auf der Straße 26 Kilometer bis Ruberts. Die Fahrt dauert rund 24 Minuten und führt zunächst über die Ma-30, anschließend über die Ma-13. Nach dem Verlassen der großen Verkehrsachsen ändert sich der Charakter der Strecke: Die letzten Abschnitte führen in die ländlich geprägte Inselmitte und schließlich in den kleinen Ort.
Für die Weiterfahrt von Ruberts zu Can Ribes sollte das konkrete Ziel bereits vor dem Start im Navigationsgerät gespeichert sein. Die Bezeichnung ist auf Mallorca nicht eindeutig; ähnlich benannte Fincas und Betriebe liegen in anderen Teilen der Insel. Als Ziel muss deshalb ausdrücklich Can Ribes bei Ruberts beziehungsweise das Anwesen Ses Cases d’Alaiar gewählt werden.
Von Palma Zentrum
Vom Zentrum Palmas führt die Straßenroute über die Ma-13 nach Ruberts. Sie ist 23 Kilometer lang, die Fahrt dauert rund 29 Minuten. Auch diese Angaben gelten bis Ruberts. Für das letzte Stück zur Finca folgt man der aktuellen lokalen Routenführung beziehungsweise den Hinweisen des Anwesens.
Die relativ kurze Fahrzeit darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Can Ribes eine andere Seite Mallorcas zeigt als die Hauptstadt. Nach der Autobahn bestimmen Felder, kleinere Straßen und verstreute Hofstellen das Bild. Wer den Besuch mit einem Rundgang durch Ruberts verbindet, sollte das Auto nicht nur als Transportmittel betrachten, sondern Zeit für den Wechsel von der städtischen zur ländlichen Umgebung einplanen.
Parken und Bus
Zum als Ferienfinca genutzten Can Ribes gehört eine Parkmöglichkeit. Ob sie im konkreten Fall genutzt werden kann, hängt jedoch vom vereinbarten Zugang zum Anwesen ab. Für einen Rundgang durch Ruberts ist es sinnvoll, im Ort rücksichtsvoll zu parken und Einfahrten sowie schmale Durchfahrten freizuhalten.
Ruberts wird außerdem über Haltestellen an Carrer Alcúdia und Carrer Palma erschlossen. Fahrpläne und die Verbindung am Besuchstag sollten aktuell geprüft werden. Da die Haltestellen den Ort bedienen und nicht automatisch direkt an Can Ribes liegen, muss auch hier das letzte Stück zur Finca gesondert geplant werden.
Buslinien nach Can Ribes im Überblick
| Linie | Strecke | Fahrten/Tag | Erste Fahrt | Letzte Fahrt |
|---|---|---|---|---|
| 342 | Alaró - Estació - Consell | 252 | 06:25 | 22:55 |
| T3 | Palma - Manacor | 77 | 06:31 | 23:14 |
| T2 | Palma - sa Pobla | 73 | 06:11 | 22:38 |
| T1 | Palma - Inca | 64 | 06:15 | 22:21 |
| 331 | Alaró - Orient | 6 | 09:43 | 18:00 |
Aus den offiziellen GTFS-Fahrplandaten (TIB/SFM), ohne Echtzeit. Die Zahlen fassen alle Halte im Ort zusammen; Fahrten an Wochenenden und Feiertagen weichen ab — vor der Fahrt beim Betreiber prüfen.
Anfahrt mit dem Bus
Carrer Alcúdia 1 (16006) · 0,2 km Luftlinie
- 342Alaró - Estació - Consell · Täglich
Carrer Alcúdia 2 (16005) · 0,2 km Luftlinie
- 342Alaró - Estació - Consell · Täglich
Carrer Palma 2 (16003) · 0,4 km Luftlinie
- 342Alaró - Estació - Consell · Täglich
Carrer Palma 1 (16010) · 0,5 km Luftlinie
- 342Alaró - Estació - Consell · Täglich
Polígon de Consell (16001) · 0,9 km Luftlinie
- 342Alaró - Estació - Consell · Täglich
Consell - Alaró Estació (212) · 1,2 km Luftlinie
- T1Palma - Inca · Mo-Fr
- T2Palma - sa Pobla · Täglich
- T3Palma - Manacor · Täglich
Estació Alaró/Consell (16008) · 1,2 km Luftlinie
- 331Alaró - Orient · Wochenende
- 342Alaró - Estació - Consell · Täglich
Fahrplandaten: offizielle GTFS-Daten (TIB/EMT), ohne Echtzeit — Zeiten vor Fahrtantritt beim Betreiber prüfen.
In der Umgebung
Ruberts ist klein genug, um nicht zwischen Sehenswürdigkeiten hin- und herzueilen. Der Ort erschließt sich am besten zu Fuß, ausgehend von der Plaça de Ruberts. Häuser aus Stein, kurze Straßen und der Übergang zu den umliegenden Feldern prägen den Rundgang. Das passt zu Can Ribes, denn auch dort steht nicht ein einzelnes Schaustück, sondern das Verhältnis zwischen Architektur und ländlicher Umgebung im Mittelpunkt.
Plaça de Ruberts
Der Dorfplatz bildet das Zentrum des Ortes. Er ist auf drei Seiten gefasst und dient bei Festen sowie kulturellen und gesellschaftlichen Anlässen als gemeinsamer Raum. Für einen Besuch von Can Ribes ist die Plaça ein sinnvoller Ausgangs- oder Endpunkt: Hier zeigt sich die öffentliche Seite des Dorflebens, während die Finca für die private und landwirtschaftliche Sphäre steht.
Zwischen Platz und Ortsrand lässt sich gut beobachten, wie rasch die kompakte Bebauung in offenes Land übergeht. Dieser kurze Wechsel ist charakteristisch für Ruberts und hilft, die Lage von Can Ribes einzuordnen.
Kirche Mare de Déu del Carme
Am Platz steht die Kirche Mare de Déu del Carme. Das ursprüngliche Oratorium wurde in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts auf einem von Son Jordà überlassenen Grundstück errichtet und 1770 geweiht; später wurde es erweitert. Die Kirche ist der markanteste historische Bau im Ortskern und lässt sich gut mit einem Spaziergang durch Ruberts verbinden.
Can Ribes und die Kirche erzählen unterschiedliche Seiten derselben kleinen Siedlung. Die Kirche steht für den gemeinschaftlichen und religiösen Mittelpunkt, die ehemalige Bauernfinca für das Leben und Arbeiten auf dem Land. Mehr als eine knappe Verbindung beider Stationen braucht es nicht, um einen schlüssigen Eindruck des Ortes zu gewinnen.
Wege durch die Inselmitte
Rund um Ruberts führen ländliche Wege durch eine vergleichsweise flache Landschaft. Die Gegend eignet sich deshalb für ruhige Spaziergänge und Radtouren; auch Routen zu Weingütern und kleinen Brauereien werden vom Anwesen aus beschrieben. Can Ribes kann dabei als Teil eines langsameren Tages in der Inselmitte verstanden werden, nicht als alleiniger Programmpunkt.
Auch Sineu liegt als weiterer Ort der Inselmitte nahe genug für eine Verbindung im Rahmen einer Rundfahrt. Sinnvoll bleibt jedoch, Ruberts nicht bloß als kurzen Fotostopp zu behandeln. Der Dorfplatz, die Kirche, die kleinen Straßen und die Felder vermitteln gemeinsam den Maßstab, in dem auch Can Ribes entstanden ist.
Der Ort dazu
Ruberts im OrtsporträtWissenswertes für den Besuch
Can Ribes verlangt eine andere Vorbereitung als ein Museum oder eine Burg. Der wichtigste praktische Hinweis lautet, Nutzung und Zugang vorab zu klären. Ein ruhiges, historisch wirkendes Gebäude auf dem Land ist nicht automatisch öffentlich. Da die Finca als Unterkunft betrieben wird, haben Privatsphäre und der laufende Aufenthalt der Gäste Vorrang.
Kleidung und Schuhwerk
Für Ruberts und die Wege im ländlichen Umfeld empfiehlt sich bequeme Kleidung mit festen, angenehm zu tragenden Schuhen. Der offizielle Ortsrundgang durch Ruberts ist als leicht beschrieben, doch auch auf kurzen Strecken wechseln gepflasterte Bereiche, Straßen und ländliche Wege. Wer den Besuch mit einem Spaziergang außerhalb des Ortskerns verbindet, sollte nicht nur für die Besichtigung eines Hauses gekleidet sein.
In der Inselmitte spielt die Sonne auf offenen Flächen eine größere Rolle als in dicht bebauten Straßen. Gartenbäume können Schatten geben, die angrenzende Kulturlandschaft bleibt jedoch teilweise ungeschützt. Sonnenschutz und ausreichend Wasser sind deshalb für einen längeren Spaziergang sinnvoll, ohne dass Can Ribes selbst als öffentlicher Rastplatz vorausgesetzt werden sollte.
Mit Kindern
Das Anwesen wird ausdrücklich auch für Familien genutzt. Der Pool kann mit einem Tor gesichert werden, was für Gäste mit kleinen Kindern relevant ist. Diese Ausstattung ersetzt dennoch keine Aufsicht. Auf einem landwirtschaftlich geprägten Gelände kommen außerdem Wege, Arbeitsflächen und Tiere hinzu; Kinder sollten sich dort nur in den dafür vorgesehenen Bereichen bewegen.
Für einen kurzen Ortsrundgang eignet sich Ruberts besser als ein eng getaktetes Besichtigungsprogramm. Die Distanzen im Dorf sind überschaubar, und der Wechsel zwischen Platz, Kirche und Ortsrand schafft Abwechslung. Bei Can Ribes selbst richtet sich das mögliche Erlebnis danach, ob ein Aufenthalt gebucht oder ein anderer Zugang ausdrücklich vereinbart wurde.
Was nicht zu erwarten ist
Can Ribes besitzt keine belegte Dauerausstellung und keinen regulären musealen Rundgang. Auch historische Möbel, eine Sammlung oder rekonstruierte Wirtschaftsräume sind nicht als Besuchsangebot dokumentiert. Der Wert des Ortes liegt in der erhaltenen Identität als ehemalige Hofstelle und in der Verbindung mit Garten und Kulturland.
Ebenso sollte Can Ribes nicht mit anderen gleichnamigen Zielen verwechselt werden. Das traditionsreiche Weingut Can Ribas befindet sich in Consell, ein bekanntes Industrieareal gleichen Namens in Palma. Auch Ferienhäuser in anderen Inselregionen tragen ähnliche Bezeichnungen. Für diesen Besuch zählt allein Can Ribes bei Ruberts, das frühere Bauernhaus innerhalb von Ses Cases d’Alaiar.
Insider-Tipps von Einheimischen
Haus und Land zusammen ansehen
Der aufschlussreichste Eindruck entsteht nicht direkt an der Fassade. Can Ribes lässt sich besser verstehen, wenn zugleich Garten, Baumflächen und offenes Kulturland sichtbar sind – erst dieser Zusammenhang verrät den Ursprung als Bauernhaus.
Ruberts zu Fuß ergänzen
Can Ribes eignet sich nicht als isolierter Programmpunkt. Ein kurzer Rundgang von der Plaça de Ruberts zur Kirche und weiter in Richtung Ortsrand zeigt, wie eng Dorf, Felder und frühere Hofstellen in der Inselmitte beieinanderliegen.
Den richtigen Namen speichern
Auf Mallorca gibt es mehrere ähnlich benannte Häuser und Betriebe. Für die Navigation sollte ausdrücklich Can Ribes bei Ruberts beziehungsweise Ses Cases d’Alaiar gewählt werden – nicht das Weingut in Consell oder ein Ziel in Palma.
Auf die Baumarten achten
Mandelbäume fallen zuerst auf, doch auch Oliven und Johannisbrotbäume gehören zum Gelände. Zusammen erzählen sie mehr über die landwirtschaftliche Vergangenheit von Can Ribes als die moderne Ausstattung des Ferienhauses.
Nicht nur bis zur Haustür
Die ruhigen Wege rund um Ruberts gehören zur Besuchserfahrung. Bequeme Schuhe lohnen sich, um nach dem Ort noch ein Stück durch die flache, landwirtschaftlich geprägte Umgebung zu gehen, statt Can Ribes nur als Fotohalt anzusteuern.