Sehenswürdigkeiten

Es Canal Gran: Aussichtspunkt zwischen Feuchtgebiet und Meer

Es Canal Gran, Mallorca
Ryan Hodnett, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (Zuschnitt/Skalierung via mallorca.com)Bearbeitungen dieses Bildes stehen unter derselben Lizenz.

Es Canal Gran zeigt eine Seite von Platja de Muro, die zwischen Strandtagen leicht übersehen wird. Am Aussichtspunkt richtet sich der Blick nicht nur auf Meer und Sand, sondern auf den breiten Entwässerungskanal, der das Feuchtgebiet von s’Albufera durchquert und hier die Bucht von Alcúdia erreicht. Wasserbau, Küstenlandschaft und Naturschutzgebiet treffen unmittelbar aufeinander.

Der Ort lebt weniger von einem einzelnen Bauwerk als von seiner ungewöhnlichen Perspektive. Der Kanal kommt aus dem Hinterland, passiert die letzte Brücke und öffnet sich schließlich zum Mittelmeer. An seiner Mündung, S’Oberta genannt, werden zwei Strandabschnitte voneinander getrennt. Wer hier stehen bleibt, erkennt, dass die Küste von Platja de Muro nicht allein aus Hotels, Dünen und Badebetrieb besteht.

Interessant ist Es Canal Gran besonders für Spaziergänger, Landschaftsfotografen und Besucher des nahen Naturparks s’Albufera. Auch als kurzer Zwischenhalt während eines Strandspaziergangs funktioniert der Aussichtspunkt gut. Im Mittelpunkt steht die Landschaft selbst und die Frage, wie der Mensch versucht hat, sie zu verändern. Die Mündung markiert dabei einen gut lesbaren Übergang: Auf der einen Seite liegt die große Bucht, auf der anderen zieht der Kanal den Blick landeinwärts in das Feuchtgebiet. Gerade dieser Gegensatz macht Es Canal Gran zu einem stillen, aber aufschlussreichen Ort an Mallorcas Nordküste.

Geschichte und Bedeutung

Hinter dem breiten Wasserlauf steht ein ehrgeiziger, letztlich aber nur teilweise erfolgreicher Eingriff in die Landschaft. Der Canal Gran de s’Albufera entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er gehörte zu den Bemühungen, das ausgedehnte Feuchtgebiet hinter der Küste zu entwässern und trockenzulegen. Das gewonnene Land sollte landwirtschaftlich genutzt werden – ein Ziel, das sich in der vorgesehenen Form nicht erreichen ließ.

Der Grund lag ausgerechnet am anderen Ende des Kanals. Während Wasser aus dem Feuchtgebiet in Richtung Bucht geführt wurde, drang vom Meer Salzwasser landeinwärts. Die Versalzung erschwerte die geplante landwirtschaftliche Nutzung erheblich. Es Canal Gran erzählt deshalb keine einfache Erfolgsgeschichte technischer Beherrschung, sondern von den Grenzen eines solchen Vorhabens in einer empfindlichen Küstenlandschaft.

Beim Bau wurde der Kanal mit einer Aushubtiefe von einem Meter angelegt. Sein Verlauf beginnt am Zusammenfluss des Torrent de San Miguel und des Torrent de Muro. Von dort zieht er sich von Westen nach Osten durch das Gebiet von s’Albufera, bevor er bei Platja de Muro die Bucht von Alcúdia erreicht. Der größte Teil des Wasserlaufs führt heute durch den Parc natural de s’Albufera de Mallorca.

Seine heutige Bedeutung unterscheidet sich daher deutlich von der ursprünglichen Absicht. Das Feuchtgebiet wurde nicht einfach in Agrarland verwandelt, sondern ist als Naturraum erhalten und geschützt. Der Kanal blieb als sichtbare technische Achse in dieser Landschaft bestehen. Am Aussichtspunkt lässt sich dieser Wandel besonders anschaulich erfassen: Was einst zur Trockenlegung dienen sollte, gehört heute zum Bild eines Naturparks, der gerade wegen seines Wassers, seiner Feuchtflächen und seiner Vogelwelt besucht wird.

Auch für die Orientierung an der Küste ist die Mündung wichtig. Sie liegt an einem zentralen Abschnitt der Platja de Muro und trennt die westlich gelegene Platja de Ses Fotges von der östlich anschließenden Platja Braç. Es Canal Gran ist somit historische Infrastruktur, landschaftliche Grenze und Verbindung zwischen Binnenland und Meer zugleich.

Was es zu sehen gibt

Canal Gran de s’Albufera

Der Kanal bestimmt das gesamte Bild. Mit einer Länge von 2,7 Kilometern und einer Breite von ungefähr 50 Metern ist er kein schmaler Graben, sondern eine markante Schneise in der flachen Landschaft. Sein Verlauf lenkt den Blick tief in das Hinterland. Vom Küstenbereich aus erscheint das Wasser wie eine offene Sichtachse, an deren Ende nicht ein Gebäude, sondern das Feuchtgebiet von s’Albufera steht.

Gerade die Breite macht verständlich, welchen Umfang das Entwässerungsprojekt hatte. Die Ufer fassen eine Wasserfläche ein, die sich deutlich von den kleinen Torrents unterscheidet, aus deren Zusammenfluss der Kanal hervorgeht. Der Reiz liegt in der horizontalen Perspektive: Kanal, Ufer, Brücke, Strand und Bucht lassen sich als zusammengehörige Landschaft lesen.

S’Oberta

An der Mündung trägt der Durchlass zum Meer den Namen S’Oberta. Hier endet der Kanal und geht in die offene Bucht von Alcúdia über. Zugleich teilt die Mündung den Strand: Westlich liegt der Abschnitt Ses Fotges, östlich beginnt Platja Braç. Dieser Einschnitt ist so prägend, dass er innerhalb des langen Küstenstreifens als natürlicher Orientierungspunkt dient.

Der Blick kann in zwei Richtungen gelesen werden. Seewärts öffnet sich die weite Bucht; landeinwärts folgt das Auge dem Canal Gran bis in die geschützte Ebene. Wer sich einige Minuten Zeit nimmt, erkennt den Gegensatz zwischen dem bewegteren Küstenraum und der streng geführten Wasserstraße. Auch die Nähe von Sandstrand und Entwässerungskanal wird hier unmittelbar sichtbar – ein ungewöhnliches Motiv an einem ansonsten vor allem als Badeziel bekannten Küstenabschnitt.

Pont dels Anglesos

Etwa 300 Meter vor der Mündung überspannt der Pont dels Anglesos den Canal Gran. Die Brücke setzt einen klaren Querstrich über die lange Wasserachse und gehört zu den markantesten Orientierungspunkten am unteren Verlauf. Sie ist nicht die einzige Querung: Weiter landeinwärts überbrückt auch der Pont de Sa Roca den Kanal.

Für das Verständnis des Aussichtspunkts ist besonders der Pont dels Anglesos wichtig, weil zwischen Brücke und Meer der letzte Abschnitt des Kanals überschaubar wird. Von hier lässt sich verfolgen, wie die technisch angelegte Wasserstraße auf die Küste zuläuft, denn die Brücke liegt am unteren Kanalabschnitt.

Feuchtgebiet und Küstenlinie

Sehenswert ist die räumliche Ordnung der Landschaft. Hinter der Küste breitet sich s’Albufera aus, vor der Mündung liegt die Bucht, und dazwischen führt der Kanal das Wasser durch den schmalen Übergang bei Platja de Muro. Dünen, Strandbebauung und Naturpark liegen nahe beieinander, ohne dass ihre Unterschiede verschwinden.

Diese Perspektive erklärt den Ort besser als jede isolierte Detailaufnahme. Der Aussichtspunkt zeigt, warum das Wasser für die Geschichte der Gegend entscheidend war und weiterhin ist. Wer anschließend den Naturpark besucht, nimmt den Canal Gran nicht mehr bloß als Wasserlauf wahr, sondern als sichtbare Spur des Versuchs, das Feuchtgebiet grundlegend umzugestalten.

Der Besuch

Am besten beginnt die Erkundung an der Küstenseite. Dort lässt sich zuerst die Mündung S’Oberta betrachten: auf der einen Seite der Kanal, auf der anderen die offene Bucht. Danach lohnt es sich, den Blick landeinwärts zum Pont dels Anglesos wandern zu lassen. Schon diese einfache Abfolge macht den Verlauf verständlich.

Es Canal Gran ist eher ein Ort zum bewussten Innehalten als ein Ziel für einen langen, abgeschlossenen Besichtigungsblock. Wer lediglich die Mündung und die Sichtachse sehen möchte, kann den Aussichtspunkt als kurzen Halt in einen Strandspaziergang einbauen. Mehr Zeit lohnt sich, wenn auch der untere Kanalabschnitt und die Umgebung der Brücke betrachtet oder der Besuch mit s’Albufera verbunden werden sollen.

Die Wahrnehmung verändert sich je nach Blickrichtung. Von der Küste aus dominiert die Verbindung zum Meer; näher am Pont dels Anglesos tritt die technische Form des Kanals stärker hervor. Für Fotografien sind deshalb nicht nur Aufnahmen in Richtung Bucht interessant: Der Blick ins Hinterland zeigt deutlicher, wie der Wasserlauf die flache Ebene durchzieht. Eine konkret festgelegte beste Besuchszeit lässt sich nicht ableiten; Licht, Wetter und Jahreszeit verändern den Eindruck des offenen Geländes erheblich.

Feste Öffnungszeiten und ein Eintrittspreis sind für den Aussichtspunkt nicht erfasst. Da sich Zugänge oder örtliche Regelungen ändern können, empfiehlt sich vor der Anfahrt eine aktuelle Prüfung. Der Besuch besteht aus dem Betrachten der Mündung, des Kanals und seiner Einordnung in die Küsten- und Feuchtgebietslandschaft.

Anfahrt und Parken

Von Palma und vom Flughafen führt die überregionale Anfahrt zunächst nach Platja de Muro. Ab dem Flughafen Palma beträgt die Straßenstrecke bis zum Ort 62 Kilometer; die Fahrt dauert rund 53 Minuten. Die Route verläuft über die Ma-30, anschließend über die Ma-13 und zuletzt über die Ma-3470. Aus dem Zentrum von Palma sind es auf der Straße 59 Kilometer, für die rund 56 Minuten einzuplanen sind. Hier führt der Weg über die Ma-13 und die Ma-3470.

Diese Entfernungen und Fahrzeiten enden ausdrücklich in Platja de Muro, nicht unmittelbar am Aussichtspunkt. Für das letzte Stück dient die Mündung des Canal Gran de s’Albufera als Orientierung. Sie liegt an der Küste zwischen den Strandabschnitten Ses Fotges und Platja Braç. Wer aus dem Ort kommt, steuert daher nicht das weitläufige Innere des Naturparks an, sondern den Punkt, an dem der breite Kanal das Mittelmeer erreicht.

Die konkrete Parkplatzwahl richtet sich nach der örtlichen Beschilderung und der aktuellen Verkehrssituation in Platja de Muro. Das Fahrzeug sollte nur auf regulär ausgewiesenen Flächen abgestellt werden.

Auch eine Anreise mit dem Linienbus ist möglich. In der Umgebung liegen die Haltestellen S’Albufera 1 und S’Albufera 2 sowie Los Troncos 1 und Los Troncos 2. Welche davon für die jeweilige Verbindung am günstigsten ist, hängt von Fahrtrichtung und Linie ab. Für die Orientierung bleibt der Canal Gran selbst hilfreich: Seine breite Wasserfläche und die Querung durch den Pont dels Anglesos sind deutlichere Bezugspunkte als ein einzelnes kleines Aussichtsbauwerk.

Wer Es Canal Gran mit dem Naturpark verbinden möchte, sollte bei der Routenplanung zwischen der Küstenmündung und den Zugängen zum Park unterscheiden. Der Kanal durchquert zwar s’Albufera, doch ein Blick an seiner Mündung ersetzt keinen Rundgang durch das Schutzgebiet. Beide Orte zeigen denselben Landschaftsraum aus verschiedenen Perspektiven.

Buslinien nach Es Canal Gran im Überblick

LinieStreckeFahrten/TagErste FahrtLetzte Fahrt
324Can Picafort - Alcúdia45600:0123:56
302Can Picafort - Palma27300:1023:53
315Sa Pobla - Badia d'Alcúdia12606:4123:39
325Alcúdia - Cala Rajada7808:3522:30
A32Can Picafort - Aeroport6700:1521:35

Aus den offiziellen GTFS-Fahrplandaten (TIB/SFM), ohne Echtzeit. Die Zahlen fassen alle Halte im Ort zusammen; Fahrten an Wochenenden und Feiertagen weichen ab — vor der Fahrt beim Betreiber prüfen.

Anfahrt mit dem Bus

  • S'Albufera 2 (39007) · 0,4 km Luftlinie

    • 302Can Picafort - Palma · Täglich
    • 315Sa Pobla - Badia d'Alcúdia · Täglich
    • 324Can Picafort - Alcúdia · Täglich
    • 325Alcúdia - Cala Rajada · Täglich
    • A32Can Picafort - Aeroport · Täglich
  • S'Albufera 1 (39006) · 0,4 km Luftlinie

    • 302Can Picafort - Palma · Täglich
    • 315Sa Pobla - Badia d'Alcúdia · Täglich
    • 324Can Picafort - Alcúdia · Täglich
    • 325Alcúdia - Cala Rajada · Täglich
    • A32Can Picafort - Aeroport · Täglich
  • Els Pins 1 (39005) · 1,4 km Luftlinie

    • 302Can Picafort - Palma · Täglich
    • 315Sa Pobla - Badia d'Alcúdia · Täglich
    • 324Can Picafort - Alcúdia · Täglich
    • 325Alcúdia - Cala Rajada · Täglich
    • A32Can Picafort - Aeroport · Täglich
  • Els Pins 2 (39004) · 1,5 km Luftlinie

    • 302Can Picafort - Palma · Täglich
    • 315Sa Pobla - Badia d'Alcúdia · Täglich
    • 324Can Picafort - Alcúdia · Täglich
    • 325Alcúdia - Cala Rajada · Täglich
    • A32Can Picafort - Aeroport · Täglich
  • Las Gaviotas 1 (39013) · 1,5 km Luftlinie

    • 302Can Picafort - Palma · Täglich
    • 315Sa Pobla - Badia d'Alcúdia · Täglich
    • 324Can Picafort - Alcúdia · Täglich
    • 325Alcúdia - Cala Rajada · Täglich
    • A32Can Picafort - Aeroport · Täglich
  • Las Gaviotas 2 (39012) · 1,5 km Luftlinie

    • 302Can Picafort - Palma · Täglich
    • 315Sa Pobla - Badia d'Alcúdia · Täglich
    • 324Can Picafort - Alcúdia · Täglich
    • 325Alcúdia - Cala Rajada · Täglich
    • A32Can Picafort - Aeroport · Täglich

Fahrplandaten: offizielle GTFS-Daten (TIB/EMT), ohne Echtzeit — Zeiten vor Fahrtantritt beim Betreiber prüfen.

In der Umgebung

Platja de Muro zieht sich zwischen Port d’Alcúdia und Can Picafort an der großen Bucht von Alcúdia entlang. Der Ort ist vor allem für seinen feinen Sand und das klare, flach abfallende Wasser bekannt. Hinter Teilen des Strandes stehen Hotels und Ferienanlagen, während andere Abschnitte stärker von Dünen und unbebauter Küste geprägt sind. Die Mündung des Canal Gran bildet innerhalb dieses langen Bandes einen besonders markanten Einschnitt.

Platja de Muro

Ein Besuch von Es Canal Gran lässt sich am einfachsten mit einem Spaziergang an der Platja de Muro verbinden. Die Mündung trennt Ses Fotges im Westen von Platja Braç im Osten und macht dadurch zugleich die Gliederung des Strandes sichtbar. Statt nur parallel zur Wasserkante zu gehen, lohnt sich an dieser Stelle der kurze Perspektivwechsel: Der Blick folgt plötzlich nicht mehr der Küste, sondern führt quer dazu in Richtung Feuchtgebiet. Diese Verbindung mit dem Strand zeigt anschaulich, wie Meer, Bäche, Kanal und Feuchtgebiet zusammenhängen.

Parc natural de s’Albufera

Der Naturpark ist die inhaltlich naheliegendste Ergänzung. Der Canal Gran verläuft größtenteils durch dieses Schutzgebiet, das aus jenem Feuchtgebiet hervorgegangen ist, dessen Trockenlegung im 19. Jahrhundert angestrebt wurde. Wer zuerst die Mündung betrachtet und anschließend s’Albufera besucht, kann die historische Funktion des Kanals leichter in der Landschaft wiedererkennen.

Der Park ist besonders für Naturbeobachtung und Vogelwelt bekannt. Am Canal Gran steht dagegen die große räumliche Linie zwischen Feuchtgebiet und Bucht im Mittelpunkt. Beide Eindrücke ergänzen sich nicht bloß, sondern erklären einander: Im Park wird die Vielfalt des nassen Lebensraums sichtbar, an der Küste sein künstlich geschaffener Abfluss zum Meer.

Port d’Alcúdia und Can Picafort

Port d’Alcúdia und Can Picafort rahmen den Küstenabschnitt von Platja de Muro ein. Beide Orte eignen sich als weitere Stationen eines Tages an der Bucht, ohne dass Es Canal Gran deshalb zu einem bloßen Zwischenpunkt werden muss. Gerade nach lebhafteren Promenaden oder Strandbereichen wirkt der Blick entlang des Kanals nüchterner und landschaftlicher. Wer nur wenig Zeit hat, konzentriert sich jedoch besser auf die Kombination aus Mündung, Strand und s’Albufera – sie erzählt die Geschichte dieses Ortes am klarsten.

Wissenswertes für den Besuch

Der Ort erschließt sich durch Beobachtung: Woher kommt das Wasser, wohin fließt es, wie schneidet der Kanal durch die Ebene, und warum blieb das Feuchtgebiet trotz der Entwässerungsversuche bestehen? Wer sich auf diese Fragen einlässt, erlebt hier mehr als eine namenlose Unterbrechung des Strandes.

Für einen vertieften Besuch empfiehlt sich die Verbindung mit s’Albufera. Am Aussichtspunkt allein ist nur der untere Verlauf des Systems zu sehen; im Naturpark wird der größere Landschaftsraum verständlich. Umgekehrt liefert die Mündung den Abschluss, der bei einer reinen Parkwanderung fehlen kann: Hier erreicht der im Binnenland beginnende Canal Gran tatsächlich die Bucht von Alcúdia.

Insider-Tipps von Einheimischen

  • In beide Richtungen schauen

    An der Mündung nicht nur zur Bucht fotografieren. Der Blick landeinwärts zeigt die geradlinige Wasserachse, den Pont dels Anglesos und den Übergang von der Küste zum Feuchtgebiet wesentlich deutlicher.

  • S’Oberta als Trennlinie

    Die Mündung trennt Ses Fotges von Platja Braç. Etwa 300 Meter vor der Mündung überspannt der Pont dels Anglesos den Canal Gran.

  • Mit s’Albufera verbinden

    Zuerst die Mündung betrachten, danach den Naturpark besuchen: So wird sichtbar, wohin der Canal Gran landeinwärts führt und warum der frühere Entwässerungsversuch die Landschaft bis heute prägt.

  • Die Brücke als Bildabschluss

    Vom Küstenbereich aus bildet der Pont dels Anglesos einen klaren Abschluss der Sichtachse. Rund 300 Meter vor der Mündung überspannt er den Kanal und macht dessen Breite im Bild gut erkennbar.

26°C Platja de Muro
Was ist Es Canal Gran bei Platja de Muro und warum lohnt sich der Besuch?
Es Canal Gran ist ein Aussichtspunkt am Canal Gran de s’Albufera, einem breiten Entwässerungskanal bei Platja de Muro. Der Kanal durchquert das Feuchtgebiet von s’Albufera und mündet bei S’Oberta in die Bucht von Alcúdia. Sehenswert ist weniger ein einzelnes Bauwerk als die Verbindung zwischen Naturpark und Meer. Die Mündung trennt zudem die Strandabschnitte Ses Fotges und Platja Braç. Der Halt lohnt sich für Spaziergänger, Fotografen und alle, die verstehen möchten, wie eng Küste, Wasserbau und Feuchtgebiet an dieser Stelle zusammengehören.
Welche Öffnungszeiten gelten und kostet Es Canal Gran Eintritt?
Für Es Canal Gran sind weder feste Öffnungszeiten noch ein Eintrittspreis erfasst. Da sich örtliche Zugangsregeln oder Wegeführungen ändern können, sollten aktuelle Hinweise vor dem Besuch geprüft werden. Der Besuch konzentriert sich auf die Mündung des Kanals, die Sicht zum Pont dels Anglesos und den Übergang zwischen Platja de Muro, der Bucht von Alcúdia und dem Feuchtgebiet von s’Albufera. Der Aussichtspunkt dient dabei vor allem dazu, die Landschaftsachse des Entwässerungskanals und seine Verbindung zwischen dem geschützten Feuchtgebiet und dem Meer zu betrachten.
Wie gelangt man von Palma oder vom Flughafen zu Es Canal Gran?
Die Fahrt vom Flughafen Palma bis Platja de Muro führt über Ma-30, Ma-13 und Ma-3470. Die Straßenstrecke beträgt 62 Kilometer, die Fahrt dauert rund 53 Minuten. Aus dem Zentrum von Palma sind es über Ma-13 und Ma-3470 insgesamt 59 Kilometer; dafür sind rund 56 Minuten einzuplanen. Beide Angaben gelten bis Platja de Muro, nicht bis zum exakten Standpunkt an der Mündung. Für das letzte Stück orientiert man sich am Canal Gran zwischen Ses Fotges und Platja Braç. In der Umgebung halten Busse an S’Albufera 1, S’Albufera 2, Los Troncos 1 und Los Troncos 2.
Wie viel Zeit sollte man für Es Canal Gran einplanen?
Es Canal Gran eignet sich als kurzer Landschaftshalt, kann aber auch Teil eines längeren Spaziergangs werden. Wer nur die Mündung S’Oberta, den Kanal und den Blick zur Bucht betrachten möchte, braucht keinen umfangreichen Besichtigungsblock. Mehr Zeit lohnt sich für den Weg in Richtung Pont dels Anglesos oder für die Verbindung mit dem Strand und dem Naturpark s’Albufera. Dabei lassen sich der untere Kanalabschnitt, der Übergang zum Mittelmeer und die Lage zwischen Ses Fotges und Platja Braç aus unterschiedlichen Blickrichtungen erfassen. Im Naturpark wird anschließend der größere Landschaftsraum verständlich, den der Canal Gran durchquert.
Kann man Es Canal Gran gut mit Kindern besuchen?
Bei einem Besuch lässt sich anschaulich sehen, wie ein breiter Kanal aus dem Feuchtgebiet das Meer erreicht und dabei zwei Strandabschnitte voneinander trennt. Die benachbarte Platja de Muro ist für klares, flach abfallendes Wasser bekannt. Es Canal Gran zeigt dabei, wie Meer, Bäche, Kanal und Feuchtgebiet an diesem Abschnitt der Küste zusammenhängen. Für Familien kann der Aussichtspunkt deshalb als kurzer Landschaftshalt während eines Strandspaziergangs dienen. Statt eines einzelnen Bauwerks stehen die Mündung S’Oberta, der Blick auf die Bucht von Alcúdia und der Pont dels Anglesos im Mittelpunkt. Wer mehr Zeit einplant, kann den Besuch mit der Platja de Muro oder dem Naturpark s’Albufera verbinden und dort den größeren Landschaftsraum kennenlernen.
Was lässt sich mit dem Besuch von Es Canal Gran verbinden?
Die naheliegendste Kombination ist ein Spaziergang an der Platja de Muro. Die Mündung trennt die Strandabschnitte Ses Fotges und Platja Braç und ermöglicht zugleich einen Blick in Richtung s’Albufera. Besonders sinnvoll ist anschließend ein Besuch des Naturparks, weil der Canal Gran größtenteils durch dieses Schutzgebiet verläuft. Port d’Alcúdia und Can Picafort liegen an den beiden Seiten des Küstenraums und eignen sich als weitere Tagesstationen. Inhaltlich am stärksten ist jedoch die Verbindung aus Kanal, Strand und Feuchtgebiet.
Was sieht man am Pont dels Anglesos?
Der Pont dels Anglesos überspannt den Canal Gran etwa 300 Meter vor dessen Mündung in die Bucht von Alcúdia. Die Brücke quert den unteren Kanalabschnitt. In ihrer Umgebung wird die technische Form des Wasserlaufs besonders deutlich: Der Kanal durchzieht die Landschaft, während die Brücke seine breite Wasserfläche quert. Weiter landeinwärts liegt mit dem Pont de Sa Roca eine zweite Brücke über den Canal Gran.