Plaça Cort – Palmas historischer Rathausplatz
Mitten im Gassengeflecht der Altstadt öffnet sich die Plaça Cort wie eine kleine städtische Bühne. Vor der reich gegliederten Fassade des Rathauses steht ein uralter Olivenbaum, an den Rändern sitzen Menschen auf Terrassen, und dazwischen kreuzen sich die Wege von Einheimischen, Stadtführungen und Altstadtbesuchern. Der Platz ist nicht groß, doch gerade deshalb lassen sich seine Einzelheiten gut erfassen.
Die Plaça Cort lohnt sich weniger als isoliertes Ziel für einen langen Aufenthalt denn als Schlüssel zum Verständnis Palmas. Seit dem Mittelalter schlägt hier das politische Herz der Stadt. Gericht, Rathaus, öffentliche Feiern und alltägliche Begegnungen haben den Ort geprägt. Wer genauer hinsieht, entdeckt in der Fassade des Ajuntament, im knorrigen Stamm der Olivera de Cort und selbst in einer unscheinbaren Steinbank Geschichten, die weit über einen hübschen Fotostopp hinausreichen.
Besonders interessant ist der Platz für Menschen, die Architektur und Stadtgeschichte gern am konkreten Ort lesen. Auch Familien finden mit der Suche nach Formen im Olivenstamm einen einfachen Zugang, während Fotografierende zwischen Baumkrone, Rathausfassade und den engen Zuführungsstraßen mehrere starke Motive finden. Zugleich ist die Plaça Cort ein guter Ruhe- und Orientierungspunkt auf einem Spaziergang zwischen Kathedrale, Plaça Major und Passeig des Born. Der Platz selbst erschließt sich ohne komplizierte Wege, für seine Geschichte sollte jedoch etwas Aufmerksamkeit mitgebracht werden: Viele der besten Details liegen über Augenhöhe, verstecken sich im Holzwerk oder wirken erst dann, wenn der Zusammenhang zwischen mittelalterlichem Gerichtsort und heutigem Rathaus klar wird.
Geschichte und Bedeutung
Der Name führt direkt in das mittelalterliche Palma. „Cort“ bezeichnete den Hof beziehungsweise den Ort, an dem die feudale oder königliche Gerichtsbarkeit zusammenkam. Die Plaça Cort war damit nicht bloß eine freie Fläche zwischen Häusern, sondern ein Schauplatz von Rechtsprechung und Herrschaft. Aus dieser Funktion entwickelte sich ihre bis heute erkennbare Rolle als politisches Zentrum der Stadt.
Der mittelalterliche Gerichtsort
An der Plaça Cort wurden Entscheidungen getroffen, die das öffentliche Leben Palmas berührten. Die Überlieferung zum Namen ist in den Quellen ungewöhnlich eindeutig: Der Platz erinnert an den früheren Gerichtshof. Diese historische Schicht ist vor Ort nicht durch Mauern eines abgeschlossenen Gerichtsbezirks ablesbar; sie lebt vielmehr in der fortdauernden Nutzung des Ortes weiter. Wo einst Gericht gehalten wurde, befindet sich heute der Sitz der Stadtverwaltung.
Gerade diese Kontinuität macht die Plaça Cort besonders. Viele historische Plätze werden im Laufe der Zeit zu reinen Kulissen. Hier bleibt das Verhältnis zwischen Architektur und öffentlicher Macht sichtbar: Vor dem Rathaus finden Zusammenkünfte und offizielle Veranstaltungen statt, während der normale Alltag gleichzeitig weiterläuft. Die politische Mitte ist also kein abgesperrter Bezirk, sondern Teil der Altstadtwege.
Das Rathaus im Wandel
Das Ajuntament prägt die Platzseite mit seiner repräsentativen Fassade. Das heutige Erscheinungsbild entstand zwischen 1649 und 1680 unter den mallorquinischen Baumeistern Pere Bauçá, Miquel Oliver und Bartomeu Calafat. Manneristische Ordnung und barocke Schmuckfreude treffen hier auf ältere und später hinzugekommene Elemente. Die Stadt selbst beschreibt das Gebäude als Verbindung gotischer, barocker und modernistischer Spuren.
Ursprünglich diente der Bau als Sitz der Gerichte; heute ist er das Rathaus von Palma. Der Funktionswechsel veränderte die Institution, nicht aber die Bedeutung des Ortes als Zentrum öffentlicher Entscheidungen. Seit 1931 steht das Gebäude als Kulturgut unter besonderem Schutz. Wer vor der Fassade steht, blickt daher nicht nur auf ein historisches Amtshaus, sondern auf ein sichtbares Archiv städtischer Selbstrepräsentation.
Feste und öffentliches Leben
Die Plaça Cort wird bis heute für gemeinschaftliche Anlässe genutzt. Zu den genannten Traditionen gehören Weihnachtsfeiern, die Festtage zu Ehren von Sant Sebastià und die Festa de l’Estendard am 31. Dezember. Letztere erinnert an die christliche Eroberung der Stadt und gilt als eine der ältesten bürgerlichen Festtraditionen Europas.
An solchen Tagen zeigt sich die ursprüngliche Kraft des Platzes besonders deutlich: Er wird vom Durchgangsort zum Versammlungsraum. Das Rathaus bildet die Bühne, die angrenzenden Straßen führen Menschen in den kleinen Platz, und der Olivenbaum bleibt als ruhender Mittelpunkt stehen. Außerhalb der Feste ist die Atmosphäre alltäglicher, doch dieselbe Grundstruktur bleibt erkennbar.
Was es zu sehen gibt
Zunächst zieht meist der Olivenbaum die Aufmerksamkeit auf sich. Dann wandert der Blick zur Rathausfassade, hinauf zum auskragenden Holzwerk und wieder zurück auf die Höhe der Steinbank. Die Plaça Cort erschließt sich am besten in dieser Bewegung zwischen großem Gesamtbild und kleinen, leicht übersehenen Einzelheiten.
Olivera de Cort
Die knorrige Olivera de Cort steht als grüner Mittelpunkt vor dem Rathaus. Der Baum wird auf ein Alter von mehr als 600 Jahren geschätzt. Er wuchs ursprünglich auf dem Landgut Pedruixella Petit bei Pollença und wurde 1989 nach Palma versetzt. Seitdem gilt er als Sinnbild für Frieden und Beständigkeit.
Sein Stamm ist kein glatter, gerader Zylinder, sondern ein Geflecht aus Wülsten, Falten, Öffnungen und verwachsenen Partien. Daraus entstand ein kleines lokales Suchspiel: In der Rinde werden Gesichter und andere Formen erkannt. Am bekanntesten ist die „Orella de Mallorca“, das „Ohr Mallorcas“, eine ohrenähnliche Struktur im Holz. Wer den Baum nur aus einiger Entfernung fotografiert, übersieht dieses Detail leicht.
Die Wirkung der Olive beruht auch auf ihrem Kontrast zur gebauten Umgebung. Ihr unregelmäßiger Stamm steht vor der geordneten Rathausfassade; die Krone setzt einen lebendigen Akzent zwischen Stein, Holz und den Fassaden der Altstadt. Der Baum ist deshalb nicht nur botanische Kuriosität, sondern das Motiv, das den Platz unverwechselbar macht.
Fassade des Ajuntament
Die Rathausfassade verbindet manieristische und barocke Gestaltung. Ihre Wirkung ist repräsentativ, ohne dass vor ihr ein weitläufiger Paradeplatz läge. Weil die Plaça Cort vergleichsweise kompakt ist, steht man dem Bau unmittelbar gegenüber. Das erschwert zwar eine völlig freie Frontalansicht, bringt aber Gesimse, Öffnungen und den langen Balkon ungewöhnlich nah.
Der Balkon zieht sich markant über die Fassade und verweist auf die öffentliche Rolle des Hauses. Von dort aus kann sich das Rathaus zu den Menschen auf dem Platz hin öffnen; Architektur und Versammlungsraum sind aufeinander bezogen. Beim Betrachten lohnt es sich daher, nicht nur die symmetrische Ordnung zu erfassen, sondern auch nach den unterschiedlichen historischen Stilspuren zu suchen, die dem Gebäude sein vielschichtiges Gesicht geben.
Hölzerner Dachüberstand
Weit oben sitzt eines der schönsten, aber häufig übersehenen Details: der mächtige hölzerne Dachüberstand. Seine Schnitzereien und Reliefs entfalten sich erst beim bewussten Blick nach oben. Von der Platzmitte aus lässt sich das Verhältnis zwischen der schweren Holzkonstruktion und der steinernen Fassade gut erkennen.
Für Fotografierende ist ein näherer Bildausschnitt hier oft aufschlussreicher als das übliche Gesamtfoto. Das Holzwerk erzählt von einer Zeit, in der selbst konstruktive Bauteile als repräsentative Schauseite behandelt wurden. Bei wechselndem Licht treten Vorsprünge und Vertiefungen unterschiedlich stark hervor; deshalb lohnt ein zweiter Blick aus leicht verändertem Winkel.
Rellotge d’en Figuera
Zur charakteristischen Ausstattung des Rathauses gehört der Rellotge d’en Figuera. Die historische Uhr ist Teil jener Fassadendetails, durch die das Gebäude im Alltag der Stadt präsent bleibt. Sie verbindet die monumentale Schauseite mit einer sehr praktischen Aufgabe: Zeit sichtbar zu machen.
Auf dem belebten Platz wird die Uhr leicht vom Olivenbaum und dem Balkon überstrahlt. Wer die Fassade systematisch von unten nach oben betrachtet, nimmt sie bewusster wahr. Zusammen mit dem Holzwerk und der Steinbank bildet sie eines der Elemente, die in lokalen Beschreibungen immer wieder als unverwechselbare Kennzeichen des Ajuntament genannt werden.
Banc del si no fos
Auf Höhe der Passanten wartet eine der sympathischsten Anekdoten des Platzes. Die steinerne Bank an der Rathausfassade heißt im Volksmund „banc del si no fos“, sinngemäß die Bank des „Wenn da nicht … wäre“. Nach der lokalen Erklärung saßen hier Palmesaner in der Sonne, statt zur Arbeit zu gehen, und begannen ihre Rechtfertigungen mit der mallorquinischen Wendung „Si no fós per …“.
Die Bank wird deshalb auch als „Bank der Faulen“ bezeichnet. Gerade weil sie architektonisch weit weniger auffällig ist als Balkon oder Dachüberstand, lässt sie sich leicht übersehen. Ihre Geschichte bringt jedoch eine menschliche Note in die strenge Rathausfassade: Neben Gerichtsbarkeit, Stadtpolitik und offiziellen Festen hat auf der Plaça Cort immer auch die Kunst der guten Ausrede ihren Platz.
Der Besuch
Am angenehmsten beginnt die Entdeckung nicht mit der Kamera, sondern mit einer kurzen Runde um den Olivenbaum. Aus jedem Winkel verschiebt sich das Verhältnis zwischen Stamm, Krone und Rathaus. Anschließend bietet sich ein Standort nahe der gegenüberliegenden Platzseite an, um die Fassade von der Steinbank bis zum Dachüberstand abzulesen.
Vom Überblick zum Detail
Die Plaça Cort ist ein kompakter Stadtraum. Wer lediglich auf dem Weg zur Kathedrale hindurchgeht, braucht nur einen kurzen Halt. Für die Olive, das „Ohr Mallorcas“, die Rathausfassade, die historische Uhr und die Bankanekdote sollte mehr Ruhe eingeplant werden. Mit einer Pause auf einer der angrenzenden Terrassen kann aus dem Besichtigungsstopp ein längerer Einblick in den Alltag der Altstadt werden.
Der Platz ist kein Museum mit vorgegebener Laufrichtung. Seine eigentliche Qualität liegt im Beobachten: Menschen kommen aus mehreren Gassen, bleiben unter der Baumkrone stehen, fotografieren die Fassade oder setzen ihren Weg durch Palma fort. Wer nach einer Stadtführung hierherkommt, erkennt häufig mehr als beim ersten zufälligen Vorbeigehen, weil die Funktion des ehemaligen Gerichtsortes dann lesbar wird.
Ruhige und lebhafte Momente
Tagsüber gehört die Plaça Cort zu den bekannten Stationen in Palmas Altstadt. Stadtführungen, Spaziergänger und die Terrassen sorgen für Bewegung. Am Abend wird der Platz in der Regel ruhiger; die Beleuchtung hebt Rathaus und Baum anders hervor als das Tageslicht. Wer vor allem fotografieren und Fassadendetails betrachten möchte, profitiert von einem Zeitpunkt mit weniger Durchgangsverkehr.
Bei offiziellen Feiern verändert sich der Charakter grundlegend. Weihnachten, Sant Sebastià und die Festa de l’Estendard machen aus dem Platz einen Veranstaltungsort. Das kann kulturell besonders reizvoll sein, ist aber nicht der passende Moment für eine stille Architekturbesichtigung. Vor einem gezielt geplanten Besuch sollten deshalb aktuelle Veranstaltungen geprüft werden.
Platz und Rathaus unterscheiden
Für die Plaça Cort selbst wurden keine festen Besuchszeiten oder Eintrittspreise erfasst. Die Olive, die vollständige Schaufassade, der Balkon, das Holzwerk, die Uhr und die bekannte Steinbank lassen sich vom Platz aus betrachten. Das macht die Plaça Cort zu einem unkomplizierten Bestandteil eines Altstadtrundgangs.
Anfahrt und Parken
Vom Flughafen Palma führt die Fahrt über die Ma-19 nach Palma. Bis in die Stadt sind es 11 Straßenkilometer, die Fahrt dauert rund 20 Minuten. Diese Angaben gelten ausdrücklich bis Palma; Verkehr, Zufahrtsbeschränkungen und die Parkplatzsuche im Zentrum können das letzte Stück verlängern.
Das letzte Stück durch Palma
Die Plaça Cort liegt im historischen Kern, wo schmale Straßen und stark frequentierte Altstadtachsen aufeinandertreffen. Das Auto ist für die unmittelbare Annäherung daher weniger geeignet als für die Fahrt bis zu einem Parkhaus am Rand beziehungsweise innerhalb des Zentrums. Das letzte Stück lässt sich zu Fuß zurücklegen; dabei wird der Übergang von den größeren Verkehrsachsen zu den engeren Gassen der Altstadt unmittelbar erlebbar.
Wer aus Richtung Flughafen kommt, erreicht Palma über die Ma-19. Bei der Navigation sollte das Ziel nicht gedankenlos bis direkt vor das Rathaus gesetzt werden, denn in der Altstadt gelten Zufahrtsbeschränkungen. Besonders auf die Beschilderung für Anwohnerbereiche ist zu achten. Ein zentral gelegenes Parkhaus erspart unnötige Schleifen durch enge Straßen.
Parkhäuser für den Altstadtbesuch
Als praktische Ausgangspunkte werden das Parkhaus unter der Plaça Major und das Parkhaus am Parc de la Mar genannt. Von der Plaça Major führt ein Altstadtspaziergang zum Rathausplatz; vom Parc de la Mar lässt sich der Besuch mit Kathedrale und Königspalast verbinden. Beide Varianten machen die Plaça Cort zu einer Station innerhalb einer Fußrunde statt zum Endpunkt einer Autofahrt.
Das Parkhaus an der Plaça Major ist sehr zentral, kann aber ab dem Mittag stark nachgefragt sein. Auch am Parc de la Mar wird es ab dem Mittag häufig voll. Wer unnötigen Innenstadtverkehr vermeiden möchte, kann ein weiter außen gelegenes Parkhaus an den größeren Straßen wählen und den Weg zur Plaça Cort als Teil der Stadtbesichtigung verstehen.
Anreise mit dem Bus
Mehrere Bushaltestellen liegen im Bereich der Plaça de Joan Carles I beziehungsweise an der Verbindung in Richtung Kathedrale. Von dort führt der weitere Weg durch das Zentrum zur Plaça Cort. Weil Haltestellen, Linienführungen und Fahrpläne geändert werden können, empfiehlt sich für die konkrete Verbindung eine aktuelle Fahrplanauskunft.
Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat einen entscheidenden Vorteil: Parkplatzsuche und Altstadtzufahrt entfallen. Auf dem anschließenden Fußweg lässt sich die Plaça Cort leicht mit dem Passeig des Born, dem Umfeld der Kathedrale oder der Plaça Major verbinden.
Buslinien nach Plaça Cort im Überblick
| Linie | Strecke | Fahrten/Tag | Erste Fahrt | Letzte Fahrt |
|---|---|---|---|---|
| 35 | Aquàrium - Pl. Reina | Catedral | 8 | 07:10 | 15:20 |
| 3 | Pont d'Inca / Joan Carles I | 6 | 07:37 | 10:06 |
| 20 | Portopí - Son Espases | 6 | 07:17 | 08:51 |
| 25 | s'Arenal - Pl. Reina | Catedral | 6 | 09:45 | 12:41 |
Aus den offiziellen GTFS-Fahrplandaten (TIB/SFM), ohne Echtzeit. Die Zahlen fassen alle Halte im Ort zusammen; Fahrten an Wochenenden und Feiertagen weichen ab — vor der Fahrt beim Betreiber prüfen.
Anfahrt mit dem Bus
1048-pl. de Joan Carles I · 0,1 km Luftlinie
- 25s'Arenal - Pl. Reina | Catedral · 06:36–21:01 · Täglich
- 35Aquàrium - Pl. Reina | Catedral · 06:21–22:41 · Täglich
985-pl. de Joan Carles I · 0,1 km Luftlinie
- CCCircular Centre Ciutat · 08:00–08:00 · Täglich
105-pl. de Joan Carles I - Catedral · 0,1 km Luftlinie
- 3Pont d'Inca / Joan Carles I · 08:00–08:00 · Täglich
- 4Ses Illetes - Pl. Columnes · 08:00–08:00 · Täglich
- 7Son Gotleu - Son Serra - Sa Vileta / Son Vida · 08:00–08:00 · Täglich
- 20Portopí - Son Espases · 06:06–22:40 · Täglich
53-pl. de Joan Carles I - Catedral · 0,1 km Luftlinie
- 4Ses Illetes - Pl. Columnes · 08:00–08:00 · Täglich
- 7Son Gotleu - Son Serra - Sa Vileta / Son Vida · 08:00–08:00 · Täglich
- 20Portopí - Son Espases · 06:06–22:40 · Täglich
986-pl. de la Reina - Catedral · 0,1 km Luftlinie
- 35Aquàrium - Pl. Reina | Catedral · 06:21–22:41 · Täglich
- CCCircular Centre Ciutat · 08:00–08:00 · Täglich
453-pl. de la Reina - Catedral · 0,2 km Luftlinie
- 25s'Arenal - Pl. Reina | Catedral · 06:36–21:01 · Täglich
52-pl. del Mercat · 0,2 km Luftlinie
- 4Ses Illetes - Pl. Columnes · 08:00–08:00 · Täglich
- 7Son Gotleu - Son Serra - Sa Vileta / Son Vida · 08:00–08:00 · Täglich
- 20Portopí - Son Espases · 06:06–22:40 · Täglich
- 35Aquàrium - Pl. Reina | Catedral · 06:21–22:41 · Täglich
7-pl. de la Reina - Catedral · 0,2 km Luftlinie
- 35Aquàrium - Pl. Reina | Catedral · 06:21–22:41 · Täglich
106-pl. del Mercat · 0,2 km Luftlinie
- 3Pont d'Inca / Joan Carles I · 08:00–08:00 · Täglich
- 4Ses Illetes - Pl. Columnes · 08:00–08:00 · Täglich
- 7Son Gotleu - Son Serra - Sa Vileta / Son Vida · 08:00–08:00 · Täglich
- 20Portopí - Son Espases · 06:06–22:40 · Täglich
662-pl. de Cort · 0,3 km Luftlinie
- CCCircular Centre Ciutat · 08:00–08:00 · Täglich
54-Jaume III · 0,4 km Luftlinie
- 4Ses Illetes - Pl. Columnes · 08:00–08:00 · Täglich
- 7Son Gotleu - Son Serra - Sa Vileta / Son Vida · 08:00–08:00 · Täglich
- 20Portopí - Son Espases · 06:06–22:40 · Täglich
104-Jaume III · 0,4 km Luftlinie
- 3Pont d'Inca / Joan Carles I · 08:00–08:00 · Täglich
- 4Ses Illetes - Pl. Columnes · 08:00–08:00 · Täglich
- 7Son Gotleu - Son Serra - Sa Vileta / Son Vida · 08:00–08:00 · Täglich
- 20Portopí - Son Espases · 06:06–22:40 · Täglich
- CCCircular Centre Ciutat · 08:00–08:00 · Täglich
Fahrplandaten: offizielle GTFS-Daten (TIB/EMT), ohne Echtzeit — Zeiten vor Fahrtantritt beim Betreiber prüfen.
In der Umgebung
Von der Plaça Cort führen die Wege in mehrere charakteristische Teile der Altstadt. Der Platz eignet sich daher besonders als Orientierungspunkt: In der einen Richtung liegen Kathedrale und Königspalast, in einer anderen die Plaça Major, während der Passeig des Born den Übergang zu Palmas eleganteren Einkaufs- und Flanierbereichen markiert.
Kathedrale und Almudaina
Die Kathedrale La Seu und der Königspalast La Almudaina lassen sich gut mit der Plaça Cort zu einem historischen Stadtrundgang verbinden. Dabei entsteht eine verständliche Abfolge unterschiedlicher Machtzentren: Rathaus und bürgerliche Stadt auf der Plaça Cort, königliche Repräsentation in der Almudaina und religiöse Monumentalarchitektur in der Kathedrale.
Für diese Kombination sollte die Plaça Cort nicht nur als Durchgang behandelt werden. Gerade nach den monumentalen Dimensionen der Kathedrale wirkt der kleine Rathausplatz intim und alltagsnah. Die alte Olive und die Terrassen holen die Stadtgeschichte auf menschlichen Maßstab zurück.
Plaça Major und Altstadtgassen
In Richtung Plaça Major verdichtet sich das Netz aus Einkaufsstraßen und Altstadtgassen. Beide Plätze erfüllen unterschiedliche Rollen: Die Plaça Cort ist politisch und historisch auf das Rathaus konzentriert, während die Plaça Major stärker als weitläufiger öffentlicher Stadtplatz wahrgenommen wird. Der kurze Wechsel zwischen ihnen zeigt, wie verschieden Palmas zentrale Plätze gestaltet sind.
Unterwegs lohnt es sich, den Blick nicht nur auf Schaufenster zu richten. Fassaden, Portale und Einblicke in historische Innenhöfe gehören zu den prägenden Erfahrungen der Altstadt. Die Plaça Cort liefert dafür einen guten Auftakt, weil ihr Rathaus selbst mehrere Baustile vereint.
Passeig des Born und La Llotja
Der Passeig des Born bietet sich als nächste Station an, wenn der Besuch mit einem Bummel verbunden werden soll. Weiter in Richtung Hafen liegt La Llotja. Die Ziele liegen so, dass keine komplizierte Anfahrt zwischen ihnen nötig ist; die Altstadt wird zu Fuß zur zusammenhängenden Erzählung.
Wer den Tag großzügiger plant, kann außerdem Es Baluard oder den Bereich am Parc de la Mar einbeziehen. Die Plaça Cort bleibt dabei ein sinnvoller Mittelpunkt für eine Pause, nicht zuletzt wegen der Cafés und Terrassen an ihren Rändern.
Wissenswertes für den Besuch
Die Plaça Cort verlangt keine besondere Ausrüstung, wohl aber Aufmerksamkeit für die Bedingungen einer historischen Innenstadt. Der Boden und die anschließenden Gassen machen bequeme Schuhe sinnvoll, besonders wenn der Platz mit Kathedrale, Plaça Major oder La Llotja kombiniert wird.
Fotografieren auf kleinem Raum
Für ein Gesamtbild des Rathauses ist die gegenüberliegende Platzseite meist hilfreicher als ein Standort direkt an der Fassade. Der Olivenbaum kann bewusst in die Komposition einbezogen werden; aus anderen Winkeln verdeckt seine Krone jedoch Teile des Gebäudes. Detailaufnahmen lohnen sich vor allem am geschnitzten Dachüberstand, an der Uhr und am verwundenen Stamm.
Wer das „Ohr Mallorcas“ sucht, sollte den Baum umrunden und die Rinde aus der Nähe betrachten. Der Reiz besteht gerade darin, die Form selbst zu entdecken. Im Abendlicht tritt die beleuchtete Architektur stärker hervor, während tagsüber mehr Einzelheiten der Fassade erkennbar sind.
Mit Kindern
Für Kinder funktioniert der Platz am besten als kurze Entdeckungsetappe. Die Suche nach Gesichtern und nach der „Orella de Mallorca“ im Olivenstamm ist greifbarer als eine lange Erklärung zur Stadtverwaltung. Auch die Geschichte der Bank, auf der angeblich Ausreden statt Arbeit gepflegt wurden, lässt sich leicht erzählen.
Zu bedenken ist, dass es sich um einen lebendigen Innenstadtplatz handelt und nicht um einen Spielplatz. Durchgangsverkehr von Fußgängern, gut besuchte Terrassen und Veranstaltungen können die Bewegungsfläche einschränken. Eine längere Pause lässt sich besser mit einem Altstadtrundgang verbinden, als ausschließlich für den Platz anzureisen.
Was nicht zu erwarten ist
Die Plaça Cort ist weder eine weitläufige Parkanlage noch eine abgeschlossene Sehenswürdigkeit mit festem Rundgang. Ihr Wert liegt in der Verbindung aus Rathausarchitektur, Olivenbaum und fortdauerndem öffentlichem Leben. Wer lediglich ein großes Monument erwartet, kann den Ort vorschnell abhaken; wer Details liest, findet mehrere Ebenen der Stadtgeschichte auf engem Raum.
Vom Platz aus lassen sich bereits die wichtigsten Merkmale betrachten. Bei Festen und offiziellen Veranstaltungen ist mit mehr Andrang zu rechnen, während ein ruhiger Abendbesuch den Platz von seiner zurückhaltenderen Seite zeigt.
Insider-Tipps von Einheimischen
Das Ohr im Olivenstamm
Die „Orella de Mallorca“ ist eine ohrenähnliche Form in der Rinde der Olivera de Cort. Den Stamm langsam umrunden und nicht nur frontal betrachten – zwischen Wülsten und Falten erscheinen noch weitere gesichtsähnliche Formen.
Unbedingt nach oben sehen
Viele Blicke bleiben an Olive und Balkon hängen. Besonders sehenswert ist jedoch der weit auskragende hölzerne Dachüberstand des Rathauses mit seinen geschnitzten Details. Ein enger Bildausschnitt zeigt oft mehr als das klassische Fassadenfoto.
Die Bank der Ausreden
An der Rathausfassade liegt der „banc del si no fos“. Der Spitzname erinnert an Palmesaner, die hier angeblich in der Sonne saßen und ihre Ausreden mit „Wenn da nicht … wäre“ begannen.
Cort nach Einbruch des Abends
Am Abend wird die Plaça Cort gewöhnlich ruhiger, und die Beleuchtung verändert den Eindruck von Rathaus und Olivenbaum. Das ist eine gute Alternative zum lebhaften Tagesbesuch, besonders für stimmungsvolle Außenaufnahmen.
Drei Machtzentren verbinden
Plaça Cort, Königspalast La Almudaina und Kathedrale La Seu lassen sich zu einer schlüssigen Altstadtrunde verbinden: städtische, königliche und kirchliche Repräsentation werden dabei unmittelbar vergleichbar.