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Sa Bassa Blanca (Fundació Yannick y Ben Jakober): Kunstmuseum bei Alcúdia

Sa Bassa Blanca (Fundació Yannick y Ben Jakober), Mallorca
Kufoleto, Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (Zuschnitt/Skalierung via mallorca.com)

Sa Bassa Blanca (Fundació Yannick y Ben Jakober) liegt abseits der Ferienkulisse von Port d’Alcúdia in einem geschützten Naturraum. Schon die Ankunft macht deutlich, dass dies kein gewöhnliches Museum ist: Hinter einem Tor im Wald verteilen sich Architektur, unterirdische Ausstellungssäle, Gärten und monumentale Skulpturen über ein weitläufiges Gelände.

Das Museum geht auf die Künstler und Sammler Yannick Vu und Ben Jakober zurück. Ihre persönliche Sicht auf Kunst verbindet Kinderporträts aus mehreren Jahrhunderten mit zeitgenössischen Werken, ethnografischen Objekten und Tierfiguren, deren Vorbilder aus alten Kulturen stammen. Die Sammlung folgt dabei weniger einem kunsthistorischen Lehrbuch als der Lust am Gegenüberstellen.

Besonders lohnt sich Sa Bassa Blanca für Besucher, die Kunst nicht nur in neutralen Sälen sehen möchten. Ein ehemaliger Wasserspeicher, ein hispano-maurisches Wohnhaus, eine zeitgenössische Wunderkammer und ein mediterraner Skulpturenpark erzeugen jeweils eine andere Stimmung. Auch Familien finden mit den Tierfiguren und den historischen Kinderbildnissen ungewöhnlich unmittelbare Zugänge.

Geschichte und Bedeutung

Am Anfang stand ein unterirdischer Wasserspeicher. Als Yannick Vu und Ben Jakober gemeinsam mit dem Philanthropen Georges Coulon Karlweis die Stiftung 1993 gründeten, ließen sie die alte Zisterne der Finca Sa Bassa Blanca für eine ungewöhnliche Sammlung herrichten: Porträts von Kindern aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Aus einem Zweckbau für Wasser wurde so der erste museale Kern des heutigen Ensembles.

Von der privaten Sammlung zum Museum

Ab 1995 empfing die Stiftung zunächst Gruppen aus Kunst und Kultur, bevor sie im Januar 2001 dauerhaft für die Allgemeinheit öffnete. In den folgenden Jahren kamen weitere Bereiche hinzu: Außenanlagen und Skulpturenpark, ein Teil des Hauptgebäudes sowie 2007 die unterirdische Sala SoKrates. Diese Entwicklung lässt sich vor Ort noch immer ablesen, denn die Ausstellungen liegen nicht in einem einzigen Neubau. Jeder Bereich besitzt seine eigene Vorgeschichte und architektonische Sprache.

Yannick Vu, Ben Jakober und Hassan Fathy

Das Hauptgebäude war ursprünglich kein Museum, sondern ein Wohnhaus. Der ägyptische Architekt Hassan Fathy entwarf es 1978 für Yannick Vu und Ben Jakober und übertrug dabei arabische und hispano-maurische Bauformen in eine mediterrane Landschaft Europas. 2006 wurde ein Teil des Hauses als Museum zugänglich; 2012 erhielt das Gebäude den Status eines katalogisierten Kulturguts.

Neben dem Ausstellen von Kunst verfolgt die Stiftung auch die Bewahrung historischen Erbes. Besonders sichtbar wird das an der Sammlung Nins, die als katalogisiertes Gut des historischen Erbes der Balearen anerkannt wurde, und an einer kostbaren Mudéjar-Holzdecke, die als Kulturgut geschützt ist. Eine besondere Anerkennung erhielt das Gesamtprojekt 2009 durch eine Europa-Nostra-Auszeichnung für seinen Beitrag zur Landschaftspflege und für den Übergang zwischen Gärten, Museumsbau und Umgebung.

Was es zu sehen gibt

Der stärkste Eindruck entsteht aus den Kontrasten: Auf historische Kinderporträts folgt eine dunklere Wunderkammer, auf unterirdische Räume ein offener Park mit mächtigen Tierkörpern. Dazwischen steht Hassan Fathys weißes Gebäude, das selbst zu den wichtigsten Exponaten des Museums gehört.

Das Hassan-Fathy-Gebäude

Weiße, mit Zinnen bekrönte Mauern verbergen einen Innenhof, in dem Bögen und zwei einander entsprechende Brunnen die strenge Geometrie beleben. Wasser, Höfe und durchbrochene Holzgitter gehören ebenso zur Architektur wie Gewölbe und klar gegliederte Fassaden. Im Inneren trifft diese Architektur auf ethnografische, moderne und zeitgenössische Kunst. Genannt werden unter anderem Arbeiten von Domenico Gnoli, Rebecca Horn, Meret Oppenheim, Miralda, Takis und Alan Rath sowie Werke des vietnamesischen Künstlers Vu Cao Dam. Teile des Hauses dienen wechselnden Ausstellungen, sodass sich der konkrete Rundgang verändern kann.

Ein Detail verdient den Blick nach oben: die polychrome Mudéjar-Kassettendecke aus dem Jahr 1498. Sie ist als Kulturgut des balearischen Erbes geschützt. Zwischen der Architektur Hassan Fathys und dieser historischen Holzarbeit entsteht eine zeitliche Spannung, die typisch für Sa Bassa Blanca ist.

Die Sala Nins

Mehr als 150 Kinder blicken aus den Gemälden der Sammlung Nins. Die Porträts entstanden zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert und zeigen vor allem Kinder aus der europäischen Aristokratie. Der Ausstellungsort verstärkt ihre Wirkung: Die Bilder hängen in der umgebauten unterirdischen Zisterne der Finca, deren frühere Funktion noch in der abgeschlossenen, konzentrierten Raumwirkung spürbar bleibt. Die Sammlung wurde nicht als vollständiges Panorama europäischer Porträtkunst aufgebaut, sondern aus der persönlichen ästhetischen Auswahl der Gründer. Gerade deshalb wirken die Bilder weniger wie eine genealogische Galerie als wie eine lange Folge individueller Begegnungen.

Die Sala SoKrates

Die ebenfalls unterirdische Sala SoKrates versteht sich als zeitgenössische Wunderkammer. Kunstwerke und Objekte aus verschiedenen Kontinenten und Epochen stehen nicht streng nach Herkunft oder Datum sortiert nebeneinander; entscheidend sind visuelle Beziehungen, überraschende Ähnlichkeiten und bewusste Brüche.

Wer ein klassisches Museumssystem mit lückenlosen Erläuterungen erwartet, muss den Blick umstellen. SoKrates will keine lineare Kunstgeschichte erzählen, sondern Kulturen miteinander ins Gespräch bringen. Werke moderner Künstler treffen auf Objekte aus Afrika, Nepal oder Papua-Neuguinea; ein großer Kristallvorhang bildet eine markante Kulisse. Der Raum belohnt langsames Sehen, weil manche Verbindungen erst nach mehreren Blickwechseln erkennbar werden.

Skulpturenpark und OlivArt

Im Freien wachsen monumentale Tierfiguren aus Granit und anderen Materialien aus der Landschaft. Ihre Formen greifen archäologische Vorbilder, Mythen und Legenden alter Kulturen auf, ohne sie einfach zu kopieren. Was in einer Vitrine klein und fern wirken könnte, erhält hier Gewicht und körperliche Präsenz.

Der Weg zwischen den Skulpturen gehört zur Ausstellung: Blickwinkel, Vegetation und wechselnde Abstände verändern die Figuren. Manche erscheinen zunächst als Teil des Geländes und werden erst beim Näherkommen eindeutig lesbar. Die Außenbereiche entwickelten sich aus dem früheren Rosengarten und dem Skulpturenpark weiter. Heute gehört auch OlivArt zum musealen Landschaftskonzept.

Observatorium und Camera obscura

An einem ehemaligen militärisch genutzten Ort verbindet das Observatorium Spiegelinstallationen mit dem Prinzip der Camera obscura. Das einfallende Licht macht die Außenwelt zum Bild und lenkt den Blick zugleich auf die Bucht von Alcúdia. Dieser Bereich führt besonders anschaulich vor, wie Sa Bassa Blanca Landschaft nicht nur als Hintergrund verwendet, sondern selbst zum Bestandteil der Kunst macht.

Der Besuch

Der Rundgang wechselt mehrfach das Tempo. In der Sala Nins stehen einzelne Gesichter und Details der Kleidung im Mittelpunkt; in SoKrates wandert der Blick zwischen weit auseinanderliegenden Kulturen. Draußen werden Wege, Vegetation und Abstände wichtig. Sa Bassa Blanca lässt sich deshalb kaum sinnvoll als kurzer Saalbesuch behandeln.

Rundgang und Zeitplanung

Für die frei zugänglichen Sammlungsbereiche, den Skulpturenpark und OlivArt sollte genügend Spielraum eingeplant werden. Wer zusätzlich das Hassan-Fathy-Gebäude besichtigen möchte, sollte beachten, dass das Haus im Rahmen einer geführten Besichtigung erschlossen wird; diese Führung dauert eine Stunde. Da sich Zugangsmodelle und Ausstellungen ändern können, empfiehlt sich vorab eine Prüfung, welche Bereiche am gewünschten Besuchstag geöffnet beziehungsweise in der gewählten Besuchsform enthalten sind.

Zwischen den Innenräumen und dem Außengelände entstehen natürliche Pausen. Es lohnt sich, die Sala Nins nicht unmittelbar abzuhaken und im Skulpturenpark genügend Zeit für wechselnde Perspektiven zu lassen. Das Museum ist eher eine Folge eigenständiger Erlebnisse als ein kompakter Rundgang mit festem Anfang und Ende.

Planung vor der Fahrt

Aktuelle Öffnungstage, Einlassbedingungen und Eintrittsvarianten sollten vor der Abfahrt direkt beim Museum geprüft werden. Das ist besonders wichtig, wenn das Hassan-Fathy-Gebäude auf dem Programm steht oder eine Führung gewünscht ist. Auch bei der Dauer sollte zwischen dem allgemeinen Museumsbesuch und der geführten Hausbesichtigung unterschieden werden.

Eine verlässlich belegte Tageszeit mit grundsätzlich geringstem Andrang gibt es nicht. Wer einen ruhigen Rundgang bevorzugt, sollte deshalb die aktuelle Besuchs- und Führungssituation prüfen und nicht allein auf spontane Anreise setzen. Gerade wegen der abgelegenen Lage ist eine gute Vorbereitung sinnvoller als ein Versuch auf gut Glück.

Anfahrt und Parken

Die letzten Kilometer sind Teil des Ortswechsels: Hinter Alcúdia führen die Hinweise in Richtung Mal Pas und anschließend zum Camí del Coll Baix, auch Camí de Muntanya genannt. Zunächst verläuft die Zufahrt asphaltiert, später als festgestampfter Weg durch den Wald. Magentafarbene Schilder mit der Aufschrift „Fundació · Museu Sa Bassa Blanca“ markieren die Abzweigungen.

Ab Palma und dem Flughafen

Vom Flughafen Palma bis Port d’Alcúdia sind es auf der Straße 60 Kilometer; die Fahrt dauert rund 47 Minuten über Ma-30, Ma-13 und Ma-3460. Vom Zentrum Palmas führt die 57 Kilometer lange Strecke über Ma-13 und Ma-3460 und dauert rund 51 Minuten. Beide Werte gelten ausdrücklich nur bis Port d’Alcúdia. Für das anschließende Stück zum Museum müssen die Fahrt durch den Raum Alcúdia, die Abzweigung in Richtung Mal Pas und die Zufahrt über den Waldweg zusätzlich berücksichtigt werden.

Die letzten Abzweigungen

Nach den Angaben des Museums führt die beschilderte Route am Restaurant La Bodega del Sol vorbei. Danach wird rechts abgebogen und den magentafarbenen Hinweisen weiter gefolgt. Am Eingang hält das Fahrzeug auf der weißen Linie vor dem grünen Tor; das Tor öffnet automatisch. Für Fußgänger befindet sich links daneben eine separate Zugangstür.

Auf dem Museumsgelände gibt es kostenlose Besucherparkplätze. Als Haltestellen im weiteren Bereich sind Platja d’Alcanada sowie Cala en Poncet 1 und Cala en Poncet 2 erfasst. Von dort führt jedoch keine unmittelbar vor dem Museum endende Stadtpassage weiter: Das letzte Stück liegt außerhalb des dichten Siedlungsraums und folgt der Zufahrt in Richtung Camí del Coll Baix. Für eine Anreise mit Bus und anschließendem Fußweg sollte die konkrete Weiterverbindung deshalb vorab sorgfältig geplant werden.

Buslinien nach Sa Bassa Blanca (Fundació Yannick y Ben Jakober) im Überblick

LinieStreckeFahrten/TagErste FahrtLetzte Fahrt
323Alcanada - Es Mal Pas5608:0021:50

Aus den offiziellen GTFS-Fahrplandaten (TIB/SFM), ohne Echtzeit. Die Zahlen fassen alle Halte im Ort zusammen; Fahrten an Wochenenden und Feiertagen weichen ab — vor der Fahrt beim Betreiber prüfen.

Anfahrt mit dem Bus

  • Platja d'Alcanada (3066) · 1,2 km Luftlinie

    • 323Alcanada - Es Mal Pas · Täglich
  • Cala en Poncet 1 (3024) · 1,8 km Luftlinie

    • 323Alcanada - Es Mal Pas · Täglich
  • Cala en Poncet 2 (3067) · 1,8 km Luftlinie

    • 323Alcanada - Es Mal Pas · Täglich

Fahrplandaten: offizielle GTFS-Daten (TIB/EMT), ohne Echtzeit — Zeiten vor Fahrtantritt beim Betreiber prüfen.

Wissenswertes für den Besuch

Sa Bassa Blanca verlangt eine andere Vorbereitung als ein Museum in der Altstadt. Die Sammlungen verteilen sich auf unterirdische Räume, ein historisch geprägtes Wohnhaus und Außenanlagen. Wer nur mit klimatisierten Galerien rechnet, verpasst einen wesentlichen Teil des Konzepts.

Kleidung und Wege

Bequeme, trittsichere Schuhe sind für den Skulpturenpark und die Wege zwischen den Museumsbereichen sinnvoll. Die Zufahrt endet zwar auf dem Gelände, doch der eigentliche Besuch führt wiederholt nach draußen. Sonnenschutz gehört deshalb ebenso in die Planung wie Kleidung, die den Wechsel zwischen Außenraum und kühler wirkenden unterirdischen Sälen angenehm macht.

Das Gelände sollte nicht mit einem kompakten Kunsthaus verwechselt werden, in dem alle Werke auf einer Etage liegen. Gerade der räumliche Abstand zwischen Zisterne, Park, SoKrates und Hassan-Fathy-Gebäude prägt das Erlebnis. Wer in der Gruppe unterwegs ist, sollte einen gemeinsamen Treffpunkt vereinbaren und für die Übergänge ausreichend Ruhe lassen.

Besuch mit Kindern

Die monumentalen Tiere des Skulpturenparks bieten Kindern einen besonders direkten Einstieg. Auch die Sammlung Nins kann funktionieren, weil ihnen dort keine abstrakten Themen, sondern Kinder aus früheren Jahrhunderten gegenüberstehen. Kleidung, Haltung und Gesichtsausdruck lassen sich vergleichen, ohne bereits kunsthistorisches Vorwissen mitzubringen.

Die Sala SoKrates ist dagegen dichter und assoziativer. Hier hilft es, einzelne auffällige Objekte auszuwählen, statt den gesamten Raum erklären zu wollen. Da der Besuch Innen- und Außenbereiche verbindet, eignet sich Sa Bassa Blanca eher für Familien, die gemeinsam entdecken möchten, als für einen möglichst schnellen Museumsstopp.

Was nicht zu erwarten ist

Sa Bassa Blanca ist weder ein Heimatmuseum über Alcúdia noch eine ausschließlich zeitgenössische Galerie. Auch eine chronologisch geordnete Kunstgeschichte bietet es nicht. Die Stärke liegt in persönlichen Gegenüberstellungen: aristokratische Kinderporträts in einer Zisterne, Kunst aus verschiedenen Kontinenten in einer Wunderkammer, archaisch anmutende Tiere im Freien und ein von Hassan Fathy entworfenes Haus über der Bucht. Wer sich auf diese Sprünge einlässt, versteht den Ort am besten.

Insider-Tipps von Einheimischen

  • In der Casa nach oben sehen

    Zwischen Kunst und hispano-maurischen Formen wird die polychrome Mudéjar-Kassettendecke leicht übersehen. Sie stammt aus dem Jahr 1498 und ist selbst ein geschütztes Kulturgut.

  • Nins nicht nur frontal ansehen

    In der ehemaligen Zisterne lohnt es sich, die porträtierten Kinder aufmerksam anzusehen. Die mehr als 150 Bilder entstanden zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert.

  • Landschaft als Exponat lesen

    Beim Observatorium richtet die Camera obscura den Blick neu auf die Bucht von Alcúdia. Der Ort verbindet militärische Vergangenheit, Spiegelinstallationen und Panorama – die Umgebung ist hier Teil des Kunstwerks.

  • Auf Magenta achten

    Die entscheidenden Abzweigungen Richtung Mal Pas und Camí del Coll Baix sind mit magentafarbenen Museumsschildern markiert. Am grünen Eingangstor auf der weißen Linie halten; dort wird die automatische Öffnung ausgelöst.

  • Tierfiguren mit Abstand suchen

    Die monumentalen Tiere im Skulpturenpark wirken aus der Ferne oft wie Bestandteile des Geländes. Erst beim Wechsel des Standpunkts werden ihre archäologischen Vorbilder und die bewusste Beziehung zur Landschaft deutlich.

27°C Port d'Alcúdia
Was ist Sa Bassa Blanca und warum lohnt sich der Besuch?
Sa Bassa Blanca ist das Museum der von Yannick Vu, Ben Jakober und Georges Coulon Karlweis gegründeten Stiftung bei Alcúdia. Es verbindet mehr als 150 historische Kinderporträts, moderne und zeitgenössische Kunst, eine Wunderkammer, monumentale Tierskulpturen und das von Hassan Fathy entworfene Hauptgebäude. Der Besuch lohnt sich vor allem, weil die Werke nicht in einem neutralen Museumsbau versammelt sind: Eine alte Zisterne, unterirdische Räume, Gärten und die geschützte Landschaft geben jeder Sammlung eine eigene Atmosphäre.
Welche Öffnungszeiten und Eintrittspreise gelten für Sa Bassa Blanca?
Verbindliche Öffnungszeiten und Eintrittspreise sollten unmittelbar vor dem Besuch anhand der aktuellen Angaben des Museums geprüft werden, da sie sich ändern können und unterschiedliche Besuchsformen angeboten werden. Wichtig für die Planung ist die Unterscheidung zwischen den allgemeinen Sammlungsbereichen und dem Hassan-Fathy-Gebäude, das im Rahmen einer geführten Besichtigung erschlossen wird. Vor der Fahrt sollte daher geklärt werden, welche Räume am gewünschten Tag zugänglich und welche Leistungen in der gewählten Eintrittsform enthalten sind.
Wie gelangt man von Palma oder vom Flughafen nach Sa Bassa Blanca?
Vom Flughafen Palma führt die Fahrt zunächst 60 Straßenkilometer bis Port d’Alcúdia und dauert rund 47 Minuten über Ma-30, Ma-13 und Ma-3460. Vom Zentrum Palmas sind es 57 Straßenkilometer bis Port d’Alcúdia; die Fahrt dauert rund 51 Minuten über Ma-13 und Ma-3460. Diese Angaben enden ausdrücklich in Port d’Alcúdia. Anschließend folgt die Zufahrt über den Raum Alcúdia in Richtung Mal Pas und Camí del Coll Baix. Magentafarbene Museumsschilder weisen den Weg; der letzte Abschnitt verläuft auf einem festgestampften Weg durch den Wald.
Wie viel Zeit sollte man für Sa Bassa Blanca einplanen?
Für das gesamte Museum sollte deutlich mehr Zeit als für einen einzelnen Ausstellungssaal vorgesehen werden, denn Sala Nins, Sala SoKrates, Skulpturenpark, OlivArt und das Hassan-Fathy-Gebäude bilden getrennte Besuchserlebnisse. Die geführte Besichtigung des Hassan-Fathy-Hauses dauert eine Stunde. Hinzu kommen die übrigen Innenräume, die Wege über das Gelände und der Skulpturenpark. Wer Porträts und Wunderkammer aufmerksam betrachten und die Außenkunst aus mehreren Perspektiven sehen möchte, sollte den Besuch nicht zwischen zwei knapp getaktete Programmpunkte legen.
Wann ist die beste Tageszeit für einen ruhigen Besuch?
Eine dauerhaft verlässlich ruhige Tageszeit ist nicht belegt, zumal der Zugang zu einzelnen Bereichen und die Termine für Führungen die Verteilung der Besucher beeinflussen können. Sinnvoller als eine pauschale Empfehlung ist es, vorab die aktuelle Besuchssituation und die verfügbaren Führungen zu prüfen. Das gilt besonders für das Hassan-Fathy-Gebäude, dessen Besichtigung geführt erfolgt. Wer Ruhe sucht, sollte genügend Zeitreserven lassen und den Rundgang nicht auf einen kurzen spontanen Zwischenstopp reduzieren.
Eignet sich Sa Bassa Blanca für einen Besuch mit Kindern?
Ja, sofern die Familie Freude an Kunst und Wegen im Freien hat. Besonders zugänglich sind die monumentalen Tierfiguren im Skulpturenpark, deren Formen auf Tiere, Mythen und archäologische Vorbilder alter Kulturen verweisen. In der Sammlung Nins begegnen Kinder mehr als 150 Porträts Gleichaltriger aus dem 16. bis 19. Jahrhundert; Kleidung, Haltung und Gesichtsausdruck bieten einfache Gesprächsanlässe. Die Sala SoKrates ist komplexer und funktioniert mit jüngeren Besuchern am besten, wenn einzelne auffällige Objekte statt des gesamten Konzepts betrachtet werden.
Kann man Sa Bassa Blanca mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen?
Als Bushaltestellen im weiteren Bereich sind Platja d’Alcanada, Cala en Poncet 1 und Cala en Poncet 2 erfasst. Das Museum selbst liegt jedoch außerhalb der geschlossenen Bebauung an der Zufahrt zum Camí del Coll Baix. Das letzte Stück führt in Richtung Mal Pas und anschließend über einen festgestampften Weg durch den Wald; eine unmittelbar am Museum endende reguläre Bushaltestelle ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Wer öffentlich anreist, sollte deshalb die Weiterverbindung beziehungsweise den Fußweg vorab genau planen und nicht erst an der Haltestelle improvisieren.
Was sollte man im Museum auf keinen Fall übersehen?
Neben der Sammlung Nins und dem Skulpturenpark verdient das Hassan-Fathy-Gebäude besondere Aufmerksamkeit. Hinter seinen weißen Zinnenmauern liegen ein hispano-maurischer Hof, Bögen und zwei Brunnen; im Inneren befindet sich zudem eine polychrome Mudéjar-Kassettendecke aus dem Jahr 1498. Ebenfalls leicht zu unterschätzen ist das Observatorium mit Camera obscura, Spiegelinstallationen und Blick über die Bucht von Alcúdia. In der Sala SoKrates lohnt es sich, nach visuellen Beziehungen zwischen Objekten verschiedener Kontinente und Epochen zu suchen.