Nach Raub-Serie: Polizei listet Spaniens Gold-Museen
Nach einer Serie von Einbrüchen in spanischen Museen sollen Häuser mit wertvollen Gold-, Silber- und Edelsteinstücken stärker geschützt werden. In Madrid berieten am Donnerstag das Kulturministerium, die autonomen Gemeinschaften, die Policía Nacional und die Guardia Civil über eine gemeinsame Strategie. Die Polizei will dafür erfassen, welche Museen besonders viele kostbare Stücke ausstellen oder lagern.
Auslöser ist ein Anstieg von Überfällen auf Museen in diesem Jahr. Zu den jüngsten Fällen zählen der Diebstahl des Schatzes von Villena in Alicante und ein Einbruch im Museum von Albacete Ende Juli.
Polizei warnt vor neuen Methoden
Das Ministerium für Kultur hatte die Verantwortlichen der autonomen Gemeinschaften und die Brigade für Historisches Kulturerbe zu dem Treffen eingeladen. Sie tauschten Informationen über „neue Vorgehensweisen“ der Täter aus und berieten gemeinsame Schutzmaßnahmen.
Die Policía Nacional hatte von der Generaldirektion für Kulturerbe und Schöne Künste ein Verzeichnis staatlicher und regionaler Museen mit besonders wertvollen Metallen und Edelsteinen verlangt. Erfasst werden sollen Stücke in Ausstellungen ebenso wie Objekte in Depots. Damit soll die Alarmbereitschaft steigen und der Schutz besser abgestimmt werden.
Ministerium verstärkt Schutz in eigenen Museen
Polizeiführungen gaben den Teilnehmern konkrete Hinweise zur Vorbeugung gegen solche Diebstähle. Sie warnen laut Ministerium vor einem veränderten Täterprofil und Methoden, die sich europaweit ausbreiten.
Das Kulturministerium hat nach eigenen Angaben die Sicherheit in den Museen, die es direkt verwaltet, bereits verstärkt. Für ihre jeweiligen Häuser sind jedoch die autonomen Gemeinschaften zuständig. Das Treffen soll deshalb einen dauerhaften Kommunikationskanal sichern, damit alle Verwaltungen die Empfehlungen der Sicherheitskräfte einheitlich umsetzen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com