Baleares nennt Ende der 24-Stunden-Dienste unmöglich
Auf den Balearen hält die Regionalregierung das Ende der 24-Stunden-Dienste für unmöglich. Gesundheitsministerin Mónica García widerspricht: Das sei nicht unmöglich, das System müsse neu organisiert werden. Die Debatte läuft, während Ärztegewerkschaften mit einem unbefristeten Streik drohen.
García verteidigte am Mittwoch in Madrid den Entwurf für ein neues Rahmengesetz für das Gesundheitspersonal. Die Weiterleitung an den Kongress sei keine Kampfansage an die Ärztegewerkschaften, sondern solle bessere Arbeitsbedingungen ermöglichen.
Gesetz soll Weg für eigenen Ärzte-Status öffnen
Der Gesetzentwurf soll die geltende Regelung aus dem Jahr 2003 reformieren und im Parlament beraten werden. García betonte, ein eigener Status für Ärzte könne nur auf Grundlage eines gemeinsamen Basisstatus für alle Gesundheitsberufe entstehen.
Nach ihren Angaben führte ihr Ministerium 30 Gespräche mit Ärztegewerkschaften und weitere 60 Treffen mit anderen Organisationen. Der Text enthalte alle Forderungen, die in die Zuständigkeit des Gesundheitsministeriums fallen.
Balearen bei Dienstzeiten in der Pflicht
Für Gehälter und die konkrete Umsetzung vieler Verbesserungen seien jedoch die autonomen Gemeinschaften zuständig, sagte García. Einige Regionalregierungen hätten im Laufe des Jahres Vereinbarungen mit Gewerkschaften geschlossen. Andere, darunter die Balearen und die Gemeinschaft Madrid, hielten die Abschaffung der 24-Stunden-Dienste dagegen für unmöglich.
Das Ministerium bereitet zudem eine Reform des Dekrets für Assistenzärzte vor. Sie soll laut García Ende dieses Jahres kommen, Dienste reduzieren und die Arbeitsbedingungen verbessern. Nach Abschluss der Facharztausbildung müssten diese Bedingungen aus ihrer Sicht auch über das Rahmengesetz gesichert werden können.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com