60-Euro-Ticket: Staat fängt Mehrkosten der Kommunen auf
Kommunen und Verkehrsverbünde sollen beim Beitritt zum einheitlichen 60-Euro-Ticket finanzielle Ausfälle und Mehrkosten ausgeglichen bekommen. Das Verkehrsministerium in Madrid veröffentlichte den Rahmen dafür am Dienstag im Staatsanzeiger. Die Teilnahme der regionalen und lokalen Verkehrsbehörden bleibt freiwillig.
Das sogenannte Abono Único, ein einheitliches Ticket, soll die gegenseitige Anerkennung von Fahrscheinen im ganzen Land ermöglichen. Der Staat will damit auch Einnahmeverluste durch vereinheitlichte Tarife auffangen. Zudem sieht die Regelung Ausgleich vor, falls die lokalen Netze wegen einer stark steigenden Nachfrage höhere Kosten haben.
Keine festen Summen vorgesehen
Wie viel Geld einzelne Kommunen oder Betreiber erhalten, steht noch nicht fest. Die Verordnung nennt keine vorgegebenen Beträge. Die Abrechnung soll später in Beitrittsvereinbarungen oder weiteren Vorschriften geregelt werden.
Dabei sollen unter anderem Einnahmen aus dem Verkauf der Tickets sowie die zusätzliche Nutzung der einbezogenen Verkehrsmittel berücksichtigt werden. Das Ministerium übernimmt außerdem die Aufgabe, den Finanzierungsrahmen festzulegen.
Plattform soll Tickets prüfen
Neben dem finanziellen Ausgleich plant das Ministerium eine technische Plattform. Sie soll Daten zentral erfassen und prüfen, ob Tickets von Renfe, staatlichen Buslinien und lokalen Betreibern miteinander kompatibel sind.
Derzeit kostet das Ticket 60 Euro im Monat, für junge Menschen 30 Euro. Es gilt bislang nur in staatlichen Überlandbussen sowie in den Cercanías-, Rodalies- und Media-Distancia-Zügen von Renfe.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com