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Allergie-Notfall: Medikamente vor Schulstart prüfen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Bei einer schweren allergischen Reaktion zählt jede Minute. Deshalb sollen Familien vor dem Schulstart den Allergie-Notfall ihrer Kinder vorbereiten und die Schule über Behandlung und Risiken informieren. Die Spanische Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie empfiehlt dies am 4. September in Madrid.

Archivo - Imagen de recurso de una prueba de alergia a niño.
Europa Press

Der aktuelle Arztbericht soll aufführen, welche Allergene das Kind meiden muss, welche Warnsymptome auftreten können und welche Behandlung vorgesehen ist. Auch Medikamente müssen noch gültig und richtig eingestellt sein. Das gilt besonders für Adrenalin-Autoinjektoren und Inhalatoren.

Schule soll Notfallplan kennen

Familien sollen der Schule die festgelegten Schritte für einen Notfall mitteilen. In einigen autonomen Gemeinschaften müssen Schulen, die Kinder mit Allergien unterrichten, selbst ausreichend Adrenalin-Autoinjektoren vorrätig halten, korrekt lagern und deren Ablaufdaten prüfen.

Kinder sollen ihre Allergie je nach Alter und Reife ebenfalls kennen. Sie sollen Symptome erkennen und wissen, wann sie einen Erwachsenen um Hilfe bitten müssen. Der behandelnde Allergologe passt die Therapie laut Fachgesellschaft an die Entwicklung des Kindes an.

Asthma und Anaphylaxie brauchen schnelle Hilfe

Eine Asthma-Krise kann unter anderem durch Sport in kalter oder trockener Umgebung, Infektionen, Allergene und Reizstoffe ausgelöst werden. Auch Hausstaubmilben, Pollen, Schimmel und bestimmte Reinigungsmittel nennt die Fachgesellschaft als mögliche Auslöser. Für Schulen gibt es ein Protokoll, das Lehrkräfte bei Husten, pfeifenden Atemgeräuschen oder Müdigkeit unterstützen soll.

Bei Kindern mit Lebensmittelallergien oder anderen Allergien mit Risiko einer Anaphylaxie, also einer schweren allergischen Reaktion, muss die Schule Diagnose, mögliche Allergene und den individuellen Notfallplan kennen. Die App AllergApp kann hinterlegte klinische Daten und Behandlungspläne nutzen, ersetzt aber keine ärztliche Beratung.

Themen: Bildung · Kultur · Gesundheit · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com