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Son Servera: Suche nach Bürgerkriegsopfern geht weiter

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

In Son Servera auf Mallorca beginnen am Dienstag erneut Ausgrabungen nach Menschen, die während des Bürgerkriegs verschwunden sind. Spezialteams arbeiten auf dem Gemeindefriedhof und erstmals auch auf mehreren privaten Grundstücken. Die Suche läuft im Rahmen des V. Plan de Fosas der Balearen.

Archivo - Trabajos en la fosa de Comellar Fondo de Son Servera
Europa Press

Ziel ist es, die Vermissten zu finden, ihre sterblichen Überreste zu exhumieren und zu identifizieren. Falls die Teams menschliche Überreste entdecken, folgen sie den vorgeschriebenen Verfahren für Bergung, Untersuchung und Identifizierung.

Friedhof und Privatgrundstücke im Fokus

Die neue Phase setzt die Arbeiten fort, die im April auf dem Friedhof von Son Servera begonnen hatten. Damals untersuchten die Fachleute mehrere Bereiche des Geländes. Grundlage waren historische Recherchen und zuvor gesammelte Zeugenaussagen.

Jetzt prüfen die Teams weitere Stellen auf dem Friedhof und beginnen zugleich mit Grabungen auf privaten Grundstücken im Gemeindegebiet. Die Arbeiten führen die Sociedad de Ciencias Aranzadi und Atics als Arbeitsgemeinschaft durch.

Keine Massengrab-Spuren im Comellar Fondo

Im Juli hatten Archäologen bereits im Comellar Fondo von Son Servera gesucht. Dort schlossen die Untersuchungen das Vorhandensein eines Massengrabs in dem überprüften Gebiet aus.

Nach Einsätzen auf Ibiza und Formentera führt die balearische Regierung die Suche nun in Son Servera fort. Sie will die Opfer identifizieren, sie ihren Familien zurückgeben und ihnen eine würdige Bestattung ermöglichen.

Themen: Kultur · Son Servera

Quelle: Europa Press / Mallorca.com