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Autismus-Verband fordert Rechte im neuen Regelwerk

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Der neue Rechtsrahmen für kognitive Barrierefreiheit soll Menschen mit Autismus den Zugang zu Informationen, Bildung, Gesundheitsversorgung und öffentlichem Verkehr erleichtern. Doch der Verband Autismo España fordert klare und einklagbare Vorgaben, damit das Regelwerk ihre Rechte tatsächlich schützt. Der Ministerrat billigte die Verordnung am Dienstag in Madrid.

Kognitive Barrierefreiheit bezeichnet laut Gesetz die Eigenschaft von Angeboten, Informationen und Umgebungen, die leichtes Verstehen und Kommunikation ermöglicht. Autismo España betont jedoch: Für Menschen im Autismus-Spektrum reicht es nicht, Texte zu vereinfachen oder Piktogramme einzusetzen.

Nicht jedes Piktogramm hilft

Schwierigkeiten beim Verstehen von Nachrichten, beim Einschätzen von Situationen oder in komplexen Umgebungen können laut Verband zu Hürden im Alltag werden. Betroffen sind etwa Bildung, medizinische Versorgung, öffentliche Verkehrsmittel, Behördengänge und die Teilnahme am sozialen Leben.

Piktogramme dürften deshalb nicht wahllos verwendet werden, fordert die Organisation. Die Verordnung müsse auch sensorische Barrierefreiheit berücksichtigen, das Spanische Zentrum für Autismus einbeziehen und auf standardisierte, wissenschaftlich fundierte Methoden setzen.

Verband will verbindliche Pflichten

Was verständlich ist, sei von Mensch zu Mensch verschieden, erklärt Autismo España. Alter, Fähigkeiten, soziokultureller Hintergrund, Sprachkenntnisse sowie kognitive und sensorische Merkmale beeinflussten, wie Informationen aufgenommen werden.

Der Verband verlangt deshalb technisch fundierte und verbindliche Pflichten statt bloßer Grundsatzerklärungen. Er will nun den endgültigen Text prüfen und weiter daran arbeiten, Barrieren für Menschen mit Autismus abzubauen.

Themen: Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com