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Menorca plant Obergrenze für Autos auf der Insel

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Auf Menorca könnte künftig eine Obergrenze für Autos gelten, die auf die Insel kommen und dort bleiben. Der Consell Insular de Menorca berät am Montag eine Änderung des Gesetzes über Menorca als Biosphärenreservat. Damit soll die Rechtsgrundlage entstehen, um die Zufahrt von Fahrzeugen zu begrenzen.

Archivo - Puerto de Ciutadella.
Europa Press

Der Inselrat könnte dann jährlich oder alle zwei Jahre festlegen, wie viele Fahrzeuge betroffen sind und in welchen Zeiträumen die Regelung gilt. Grundlage muss eine Studie zur Belastungsgrenze durch Kraftfahrzeuge sein. Die Entscheidung soll besonders mit der Umwelt- und Flächenbelastung begründet werden.

Ausnahmen für Einwohner und wichtige Dienste

Fahrzeuge von auf Menorca gemeldeten Privatpersonen sollen von der Begrenzung ausgenommen bleiben. Nicht auf der Insel gemeldete Eigentümer einer Wohnung auf Menorca dürften ein Fahrzeug je Wohnung haben.

Ebenfalls ausgenommen wären unter anderem Fahrzeuge für beruflich notwendige Fahrten, Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Notdienste, öffentlicher und Schülerverkehr, Taxis sowie Waren- und Lieferverkehr. Auch Maschinen und Fahrzeuge für Industrie, Viehzucht und Landwirtschaft sollen nicht unter die Begrenzung fallen.

Mietwagen, Fähren und mögliche Gebühr

Für Mietwagen ohne Fahrer könnte der Inselrat eine bestimmte Zahl von Genehmigungen festlegen und sie auf die Unternehmen verteilen. Dabei kann das System Quoten nach Fahrzeugtyp und technischen Merkmalen setzen. Elektrische oder schadstofffreie Fahrzeuge könnten bevorzugt werden, auch das Alter der Autos darf eine Rolle spielen.

Fährunternehmen und Vermittler sollen beim Kontrollsystem mitarbeiten. Sie müssten regelmäßig Kennzeichen sowie Daten zur Ein- und Ausreise der Fahrzeuge melden. Die Gesetzesänderung schafft außerdem die Möglichkeit, eine Gebühr für die Genehmigung zur Einfahrt oder zum Aufenthalt auf Menorca einzuführen.

Nach dem Gesetz soll eine Verordnung des Consell Insular die Abläufe regeln. Anschließend entscheidet das Plenum über Zeiträume, Obergrenzen und Kontingente. Präsident Adolfo Vilafranca begründet den Schritt mit möglichen Auswirkungen auf Straßen, das Gebiet und die Lebensqualität der Einwohner Menorcas.

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Quelle: Europa Press / Mallorca.com