162.840 Beitragszahler weniger: USO warnt vor Jobknick
Im August verlor die spanische Sozialversicherung 162.840 Beitragszahler im Monatsdurchschnitt. Die Gewerkschaft Unión Sindical Obrera (USO) sieht darin am Mittwoch eine Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt in Spanien.
Nach Angaben der USO ging die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr zwar um 70.593 Personen zurück. Das liege jedoch zu großen Teilen an einem außerordentlichen Verfahren zur Regularisierung von Migranten. Es habe die negativen Folgen des Endes der Sommersaison abgefedert.
Regularisierung stützt die Zahlen
Trotz des Rückgangs bei den Beitragszahlern schloss die Sozialversicherung den Monat mit 22,34 Millionen Versicherten ab. Besonders das Auslaufen von Verträgen im Bildungsbereich habe zu den Verlusten beigetragen.
USO-Generalsekretär Joaquín Pérez betonte, der Effekt der Regularisierung löse die grundlegenden Probleme nicht. Er nannte verdeckte Befristungen, unfreiwillige Teilzeit und eine ständige Personalfluktuation.
Kritik an instabilen Verträgen
Die Gewerkschaft hält die neu geschaffene Beschäftigung weiter für instabil, befristet und von geringer Qualität. Das gelte besonders für Branchen, in denen häufige Wechsel strukturell seien.
USO fordert deshalb Maßnahmen für stabilere Arbeitsverhältnisse, Kontrolle der Fluktuation und Schutz vor unfreiwilliger Teilzeit. Die Entwicklung dürfe nicht allein an der Zahl der Beitragszahler gemessen werden, erklärte Pérez.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com