Palma: PP und Vox lehnen Anhörungen zu Can Arabí ab
Nach der Aufhebung der Konzession von Can Arabí für den Mensabetrieb an mehr als 40 Schulen auf den Balearen verlangt der PSIB Antworten. PP und Vox lehnten am Donnerstag im Parlament die vom PSIB beantragten dringlichen Anhörungen mehrerer Regierungsmitglieder ab. Die Sozialisten werfen dem PP deshalb vor, die Verantwortlichen wegen ihrer aus Sicht des PSIB schlechten Amtsführung zu verstecken.
Streit um Can Arabí und Schulessen
Der PSIB wollte unter anderem Gesundheitsministerin Manuela García sowie den Minister für Bildung und Universitäten, Antoni Vera, anhören lassen. Beide sollten zur Lage nach der Aufhebung der Can-Arabí-Konzession Stellung nehmen.
Die PSIB-Abgeordnete Patricia Gómez sprach von Unmut bei betroffenen Familien. Nach ihrer Darstellung gibt es keine Garantie, dass der Mensabetrieb zum Schulstart mit vollständiger gesundheitlicher Sicherheit beginnen kann. Ihre Fraktionskollegin Malena Riudavets verlangte von Vera zudem eine Erklärung dazu, warum technische Berichte nach ihrer Ansicht nicht von Anfang an berücksichtigt worden seien.
Vorwürfe auch gegen weitere Ressorts
Der PSIB hatte außerdem eine Anhörung von Juan Manuel Lafuente, dem Minister für Meer und Wasserkreislauf, gefordert. Anlass ist die Absetzung der früheren Generaldirektorin für Küste, Maria Joaquina Ferrer, die der PSIB mit dem Verfahren zur Aufstellung von Liegen an den Stränden Formenteras in Verbindung bringt.
Der Abgeordnete Marc Pons erklärte, Ferrer habe sich seiner Darstellung nach geweigert, ein Verfahren zu unterschreiben, das eine mögliche Rechtsbeugung darstellen könne. Zudem verwies er auf einen Brief von 21 Beschäftigten des Ministeriums, die Ferrers Arbeitsweise als sorgfältig, verantwortungsvoll und dem Allgemeininteresse verpflichtet beschrieben.
Gómez kritisierte auch Garcías allgemeine Amtsführung im Gesundheitsressort. Sie verwies dabei auf aus ihrer Sicht extreme Situationen in den Notaufnahmen von Son Espases und Can Misses sowie auf fehlende Fachkräfte für onkologische Untersuchungen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com