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CAR-T bei Myelom: Manche Patienten reisen zur Therapie

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Für eine CAR-T-Therapie gegen multiples Myelom müssen manche Patienten weit reisen und die Kosten dafür teils selbst tragen. Das kritisierte Begoña Barragán, Präsidentin der Patientenvereinigung AEAL, am 3. September in Madrid. Nicht alle Kliniken können diese Behandlungen wohnortnah anbieten.

Therapie gibt es nicht in jeder Region

Patienten müssen teils in spezialisierte Zentren außerhalb ihrer autonomen Gemeinschaft reisen, sagte Barragán. Nach Angaben des Hämatologen Rafael Alonso vom Universitätskrankenhaus 12 de Octubre in Madrid gibt es etwa in Extremadura kein Zentrum, das CAR-T-Therapien verabreichen kann.

Alonso fordert mehr Investitionen in weitere Zentren. Wo Reisen nötig bleiben, sollen Patienten möglichst bequem dorthin gelangen. Auch die Überweisung könne den Zugang verzögern: Kontrollen und Ausschüsse verlängerten das Verfahren, auch wenn die Abläufe in den vergangenen Jahren schneller geworden seien.

Kampagne zum Welt-Myelom-Tag

Zum Welt-Myelom-Tag am 5. September hat AEAL die Kampagne „Juntos creando conciencia“ gestartet. Sie soll über die Krankheit aufklären und helfen, Symptome früher zu erkennen.

Knochenschmerzen, Müdigkeit, Anämie, wiederkehrende Infektionen oder Nierenprobleme könnten auf das multiple Myelom hinweisen, sagte Barragán. Vor zwei Jahrzehnten lag die geschätzte Überlebenszeit nach der Diagnose laut Alonso bei drei bis fünf Jahren. Heute seien mittlere Überlebenszeiten von mehr als 15 Jahren möglich; bei einigen Patienten werde inzwischen sogar eine Heilung in Betracht gezogen.

Themen: Gesundheit · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com