PP verteidigt Ceuta-Demo: „Sie gehört allen“
Für Ceuta sollen sich am Mittwoch Menschen vor Rathäusern in ganz Spanien versammeln. Der Partido Popular (PP) verteidigt die geplanten Kundgebungen als Zeichen der Solidarität mit der autonomen Stadt.
Juan Bravo, Vizesekretär des PP für Finanzen, Infrastruktur und Wohnen, sagte am Dienstag in Sevilla, die Demonstration sei „von allen“. Es sei bedauerlich, dass versucht werde, sie zu politisieren.
Nach Angaben Bravos hatten Bürger aus Ceuta in sozialen Netzwerken zu den Kundgebungen aufgerufen. Sie wollten erreichen, dass die Stadt nicht in Vergessenheit gerate. Viele Menschen in Ceuta fürchteten laut Bravo, dass die große Aufmerksamkeit nach 15 Tagen wieder anderen Themen weichen könne.
Streit mit der PSOE
Die Sozialistische Partei PSOE hatte dem PP einen parteipolitischen Gebrauch der Demonstration vorgeworfen und dazu aufgerufen, nicht an den Kundgebungen teilzunehmen. Bravo wies diese Kritik zurück und betonte, Spanien müsse mit Ceuta solidarisch sein.
Zugleich griff der PP-Politiker Regierungschef Pedro Sánchez an. Bravo warf ihm vor, sich nicht ausreichend um Ceuta gekümmert zu haben. Das sind Vorwürfe des PP-Vertreters.
Debatte über einen Besuch des Königs
Auch die Aussagen von Sánchez über einen möglichen Besuch von König Felipe VI. in Ceuta kritisierte Bravo. Der König habe mit Ceutas Präsident Juan Jesús Vivas gesprochen und ihn in einer Audienz empfangen, sagte Bravo.
Felipe VI. habe dabei einen Besuch der autonomen Stadt zugesagt. Nach Bravos Worten müsse der König jedoch alle seine Amtshandlungen gegenzeichnen lassen.
Themen: Demonstrationen · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com