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Correos-Mitarbeiter protestieren gegen Personalmangel

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Vor den Hauptpostämtern jeder spanischen Provinz sollen Correos-Beschäftigte am Donnerstag, 3. September, protestieren. Die Gewerkschaft CSIF ruft zu den Kundgebungen auf und beklagt Personalmangel sowie prekäre Arbeitsbedingungen. Anlass ist laut CSIF, dass der öffentliche Postdienst zugesagte Maßnahmen für die Belegschaft nicht umgesetzt habe.

Archivo - Oficina de Correos
Europa Press

CSIF fordert mehr Personal und 35-Stunden-Woche

Nach Angaben der Gewerkschaft gehören dazu die Verstärkung der Belegschaft, die Einführung der 35-Stunden-Woche und die Umwandlung von Teilzeitstellen in Vollzeitjobs. Außerdem sei ein Plan zur Verjüngung der Belegschaft zugesagt worden.

CSIF erklärt, fehlende Neueinstellungen hätten bei Correos in den vergangenen zehn Jahren mehr als 22.000 Arbeitsplätze gekostet. Die Zahl der Beschäftigten sei von 66.000 auf aktuell 44.000 gesunken. Mehr als 4.000 von ihnen arbeiteten in Teilzeit und verdienten zwischen 800 und 900 Euro.

Weitere Proteste bis Ende September

Die Kundgebungen am 3. September bilden laut CSIF den Auftakt eines größeren Mobilisierungsplans. Am Donnerstag, 17. September, sollen in ganz Spanien weitere Aktionen folgen. Den Abschluss soll am Mittwoch, 30. September, eine Kundgebung in Madrid bilden, bei der die Gewerkschaft einen sofortigen Kurswechsel fordert.

Nach Darstellung von CSIF führte die im Juli angekündigte Mobilisierung bereits zu einem Wechsel an der Spitze der Personalabteilung von Correos. Fernando Ramírez sei durch Jaime Pérez de la Cruz ersetzt worden. Bei der letzten Stellenausschreibung mit 7.757 Plätzen im Jahr 2023 seien mehr als 2.000 Teilzeitstellen vergeben worden, erklärt die Gewerkschaft. Fast drei Jahre später seien die meisten Betroffenen weiterhin in derselben Lage, weil Versetzungsverfahren nicht vorankämen.

Themen: Arbeitsmarkt

Quelle: Europa Press / Mallorca.com