Einzelne Kitas starten Eingewöhnung bis zu neun Tage früher
Einige Kinderkrippen auf den Balearen ziehen ihre Eingewöhnungsphasen bis zu neun Tage vor dem offiziellen Termin vor. Die Xarxa 0-3 und zahlreiche Gewerkschaften fordern deshalb ein sofortiges Eingreifen des Ministeriums für Bildung und Universitäten. Der reguläre Kursbeginn ist nach Angaben der Beschäftigten für den 10. September vorgesehen.
Forderung an das Bildungsministerium
Die Beschäftigten werfen einzelnen Zentren vor, beim Schuljahresbeginn unterschiedliche Regeln anzuwenden. Sie folgten dabei Vorgaben einiger Arbeitgeberverbände. Die Generaldirektion für frühkindliche Bildung müsse sofort dafür sorgen, dass alle Einrichtungen die offiziellen Vorgaben einheitlich einhalten.
Nach Darstellung der Xarxa 0-3 respektieren Kinderkrippen unter Verantwortung der Gemeinden und des Bildungsministeriums den festgelegten Kalender. Diese Einrichtungen hätten Familien bereits über den Start am 10. September und die Eingewöhnung informiert.
Sorge um Kinder und Familien
Die vorgezogenen Eingewöhnungsphasen sorgten für Ungleichheit, kritisieren die Beschäftigten. Gerade diese Zeit sei für Kinder und Familien emotional besonders sensibel und brauche eine sorgfältige pädagogische Vorbereitung.
Das Bildungsministerium finanziert laut den Beschäftigten für alle Familien vier Stunden pädagogische Betreuung kostenlos und zahlt 45.000 Euro pro Gruppe. Deshalb dürfe es keine Kinderkrippen erster und zweiter Klasse geben, heißt es in der Erklärung.
Die gemeldeten Verstöße liegen dem Ministerium nach Angaben der Beschäftigten bereits vor. Sie verlangen, dass die Bildungsinspektion von sich aus alle ganz oder teilweise öffentlich finanzierten Zentren kontrolliert. Bisher habe die Verwaltung nichts unternommen, um die Situation zu korrigieren.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com