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Energydrink-Verbot auf Balearen: Schutz für Minderjährige

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Auf den Balearen greift seit einigen Wochen ein Verbot für den Verkauf und Konsum von Energydrinks durch Minderjährige. Der spanische Generalrat der Pflege, Consejo General de Enfermería (CGE), fordert nun dieselbe Regel für ganz Spanien. Am 31. August erklärte der Verband in Madrid, dass die Getränke Gesundheitsrisiken bergen.

Archivo - Un joven mira la sección de bebidas energéticas en el supermercado.
Europa Press

Kampagnen sollen Jugendliche schützen

CGE-Präsident Florentino Pérez Raya bewertet die Maßnahme der Regierung positiv. Zugleich verweist er darauf, dass es zwar Belege für die Risiken der Energydrinks gibt, aber bislang wenig direkte Forschung dazu, ob ein Verkaufsverbot allein den Konsum senkt oder die Gesundheit von Jugendlichen langfristig verbessert.

Pérez Raya fordert deshalb breite Informationskampagnen und weitere Forschung zu den Risiken dieser Produkte. Héctor Nafría vom CGE warnt vor allem vor dem Koffeingehalt: Eine Dose mit einem halben Liter kann rund 160 Milligramm Koffein enthalten. Für einen Jugendlichen mit 50 Kilo liegt das leicht über dem täglichen Referenzwert der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Die Regeln sollen junge Menschen schützen, nicht sie alarmieren oder kriminalisieren.

Streit um Koffein-Grenzen und Dosengröße

Das Verbraucherministerium schlägt vor, Energydrinks für Minderjährige unter 16 Jahren zu verbieten. Getränke mit mehr als 32 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter sollen auch für Minderjährige unter 18 Jahren tabu sein.

Marilourdes de Torres von der Vereinigung der Pflegekräfte für Ernährung und Diätetik fordert strengere Grenzen. Nach ihrer Forderung sollen Getränke ab 15 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter für Minderjährige unter 18 Jahren verboten werden. Außerdem sollen die Verkaufsbehälter höchstens 250 Milliliter fassen. De Torres verlangt zudem ein Verkaufsverbot in Automaten, sichtbare Warnhinweise für Minderjährige und Schwangere sowie eine Platzierung im Handel bei alkoholischen statt bei Erfrischungsgetränken.

Themen: Gesundheit · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com