EU-Fonds: 1.500 Millionen Euro fließen auf die Balearen
Mehr als 48.000 Empfänger auf den Balearen profitieren von EU-Fonds. Bis August 2026 summiert sich die Umsetzung des staatlichen Wiederaufbauplans auf dem Archipel auf mehr als 1.500 Millionen Euro. Das Geld geht unter anderem an Privathaushalte, Selbstständige, Kleinstunternehmen und kleine sowie mittlere Firmen.
Nach Angaben der Regierungsdelegation auf den Balearen haben die autonome Gemeinschaft und die Kommunen 1.431 Millionen Euro für Ausschreibungen bereitgestellt, die sich an den privaten Sektor und Haushalte richten. 1.000 Millionen Euro davon, 70 Prozent, sind bereits entschieden. Hinzu kommen 536 Millionen Euro, die die Zentralregierung direkt verwaltet.
Seit dem Start der Hilfen im Jahr 2021 hat sich die Investition für Privatpersonen und Unternehmen nach Angaben der Delegation verachtfacht.
Metro, Busse und Ladepunkte
In Palma fließen knapp 29 Millionen Euro in die Erweiterung der Metro. Neue Haltestellen für Überlandbusse auf Mallorca, Menorca und Eivissa erhalten 1,7 Millionen Euro.
Für das Programm Moves III, das Elektrofahrzeuge und Ladepunkte unterstützt, stehen 40 Millionen Euro bereit. Die Balearen haben davon laut Regierungsdelegation 76 Prozent umgesetzt. Weitere 43 Millionen Euro gehen in Eigenverbrauch und Batteriespeicher in Wohngebäuden, 2,9 Millionen Euro in erneuerbare Energien für Industrie und Dienstleistungen.
Auch Palma erhält direkt verwaltete Mittel: 19,6 Millionen Euro fließen in nachhaltige Mobilität in der Umweltzone. Dort wurden unter anderem die Busflotte elektrifiziert und das Radwegenetz ausgebaut.
Geld für Firmen, Tourismus und soziale Angebote
3.770 kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige auf den Balearen erhielten Bürgschaften über 197,8 Millionen Euro. Das Programm Kit Digital verteilte 90,9 Millionen Euro an 22.500 Empfänger. Über Kit Consulting gingen 7,2 Millionen Euro an 542 Begünstigte.
Für 30 Tourismuspläne stehen 153 Millionen Euro zur Verfügung. Eivissa erhält zusätzlich 3 Millionen Euro aus dem Programm für Städte des Weltkulturerbes. Die Strategie zur Stärkung des Tourismus in außerhalbinselförmigen Gebieten umfasst seit 2021 weitere 100 Millionen Euro.
In Wohngebäude fließen rund 20 Millionen Euro für energetische Sanierungen. Für medizinische Hochtechnologie im nationalen Gesundheitssystem sind 22 Millionen Euro vorgesehen. Weitere 62 Millionen Euro gehen in Sozialwirtschaft und Pflege, darunter öffentliche Ausstattung, modernisierte Sozialdienste sowie Ausrüstung für die häusliche Versorgung.
Der Regierungsdelegierte auf den Inseln, Alfonso Rodríguez, wertet die Summe als Beleg für die Investitionen des Staates in Wohnen, Gesundheit und Pflege sowie in Modernisierung, nachhaltige Mobilität und Energiewende.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com