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Flughafen-Veto: Més spricht von Staatskolonialismus

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Die geplante gemeinsame Verwaltung der Flughäfen auf den Balearen kommt im Kongress vorerst nicht weiter. Die spanische Regierung lehnt die weitere Behandlung des Gesetzes ab. Josep Castells, Sprecher von Més per Menorca, nennt das Flughafen-Veto am Freitag in Palma auf Mallorca eine „Form von Staatskolonialismus“.

Castells sprach darüber mit Regierungschefin Marga Prohens beim Auftakt des neuen politischen Jahres. Die Regierung begründet ihre Haltung damit, dass Aena durch das Gesetz Einnahmen verlieren würde. Diese müssten nach ihrer Darstellung durch Mittel des Staatssekretariats für Verkehr und nachhaltige Mobilität ausgeglichen werden.

Castells wirft Madrid vor, den Balearen keine Entscheidungsmacht über ihre Flughäfen geben zu wollen, weil der Staat damit viel Geld verdiene.

Més fordert höhere Tourismussteuer

Weitere Themen des Treffens waren die Folgen der touristischen Überlastung. Castells bezeichnete sie als Ursache vieler Probleme auf den Balearen, darunter Schäden an der Natur, Wasserknappheit, Wohnungsprobleme und Druck auf öffentliche Dienstleistungen.

Més per Menorca will die Steuer für nachhaltigen Tourismus auf 11 Prozent der Rechnung von Urlaubern anheben. Nach Berechnung der Partei könnten dadurch 800 Millionen Euro für die autonomen Kassen zusammenkommen.

Formentera verlangt Geld für minderjährige Migranten

Llorenç Córdoba von Sa Unió de Formentera forderte wirtschaftliche Hilfe des Staates für die Versorgung der zahlreichen minderjährigen Migranten, für die die Inselverwaltung zuständig ist. Er verwies darauf, dass auf Formentera ein Minderjähriger auf 47 Einwohner komme, in Ceuta dagegen einer auf 56 Einwohner.

Córdoba verlangte zudem, dass die Regierung alle Unterlagen zum Kurswechsel bei den Genehmigungen für Liegen, Sonnenschirme und Strandkioske auf Formentera veröffentlicht. Der Wechsel erfolgte laut Quelle nach der Entlassung der zuständigen Generaldirektorin.

Themen: Migration · Meer & Küste · Soziales · Tourismus · Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com