Journalisten in Ceuta attackiert: Amnesty warnt vor Gewalt
Fernsehteams haben am Mittwoch in Ceuta und Madrid bei Live-Schalten Gewalt, Beschimpfungen und Einschüchterungen erlebt. Betroffen waren Einsätze nahe dem Grenzübergang von Ceuta, an der Plaza de Cibeles in Madrid und rund um den Kongress der Abgeordneten. Amnesty International warnt nach den Protesten vor Gewalt gegen Journalisten und macht dafür auch öffentliche Angriffe von Vox auf Medien und Reporter mitverantwortlich.
Die Organisation berichtet von körperlicher und verbaler Gewalt gegen die Teams. Betroffene hätten zudem erklärt, Sicherheitskräfte seien teils nicht oder zu spät eingeschritten. Einige hätten ihre Berichterstattung deshalb unterbrechen müssen.
Forderung nach Schutz für Reporter
Amnesty International fordert die Behörden auf, die Unversehrtheit von Journalisten zu garantieren und ihnen sichere Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Daniel Canales, zuständig für die Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen bei der Organisation, betont: Die Sicherheit von Journalisten sei entscheidend für pluralistische und unabhängige Informationen.
Amnesty kritisiert Vox
Die Organisation wirft Vox vor, ein Klima zu befördern, das das Risiko von Angriffen auf Medienschaffende erhöhe. Die Partei beschuldige seit Jahren einzelne Medien der Manipulation und habe Journalisten von RTVE zuletzt als „Terroristen“ bezeichnet, so Amnesty International.
Die Menschenrechtsorganisation fordert alle Parteien und Behörden auf, Gewalt gegen Journalisten öffentlich zu verurteilen. Auch rassistische und fremdenfeindliche Handlungen sowie solche Äußerungen müssten verurteilt werden, weil sie Hass und soziale Spannungen verstärkten.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com