Palma: Mann wirft kranke Hündin in Müllcontainer
Eine kranke English-Setter-Hündin liegt in Palma in einem Müllcontainer, als Mitarbeiter der Müllabfuhr sie am folgenden Tag finden. Ein Mann hatte das Tier am 12. März 2021 trotz seines Zustands dort zurückgelassen. Die Audiencia Provincial de Baleares bestätigt jetzt eine Haftstrafe von sechs Monaten wegen Tiermisshandlung.
Haft bleibt, Tierhalteverbot wird kürzer
Das Strafgericht Nummer 3 in Palma hatte den Mann Ende September 2025 zusätzlich wegen Aussetzung verurteilt. Dafür verhängte es eine Geldstrafe von 1.800 Euro sowie ein weiteres Jahr Verbot, Tiere zu halten oder mit ihnen Umgang zu haben.
Die Audiencia gibt der Berufung teilweise statt und spricht den Mann vom Vorwurf der Aussetzung frei. Nach Ansicht des Gerichts geht dieser Tatbestand bereits in der Tiermisshandlung auf. Das Verbot, Tiere zu halten, verkürzt sich von drei auf zwei Jahre. Der Verurteilte hatte erklärt, er habe die Hündin für tot gehalten, als er sie loswurde, und Geld für ihre Versorgung gegeben.
Ohne Behandlung und mit schweren Verletzungen
Nach den festgestellten Tatsachen wusste der Mann im Jahr 2021, dass die Hündin an Leishmaniose litt und tierärztliche Behandlung brauchte. Trotzdem stellte er die Behandlung ein. Das Tier war verschmutzt und mangelernährt, Rippen waren sichtbar und fühlbar.
Die Hündin hatte zudem Muskelschwund, schuppige Haut und zahlreiche Wunden an Beinen, Rücken, Ohren, Maul und Augen. Das rechte Auge war vollständig geschwürig verändert, wodurch sie dort ihr Sehvermögen verlor. Nach dem Fund verständigten die Mitarbeiter die Ortspolizei. Die Stiftung Natura Parc behandelte die Hündin anschließend tierärztlich.
Themen: Gerichtsprozesse · Polizei · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com