58.390 Euro: Neue Verfahren gegen Lokale in Can Picafort
Sechs Betriebe in Can Picafort auf Mallorca stehen nach Angaben des GOB Mallorca inzwischen wegen unerlaubter Nutzung des öffentlichen Küstenraums im Visier. Zwei neue Verfahren vom 3. September erhöhen den vorläufigen Gesamtbetrag der bekannten Akten auf 58.390 Euro.
Die Umweltorganisation fordert deshalb politische Konsequenzen vom Rathaus von Santa Margalida. Die neuen Beschlüsse beträfen die Küstendisziplin, also die Kontrolle über die Nutzung von Flächen an der Küste.
Zwei neue Akten, sechs betroffene Betriebe
Die Verfahren richten sich jeweils gegen die Betreiber der Lokale und gegen die Gemeinde Santa Margalida. Sie ist Eigentümerin der betroffenen Grundstücke. Laut GOB geht es um Nutzungen ohne erforderliche Genehmigung.
Die Organisation sieht darin keine Einzelfälle, sondern ein Problem, das mehrere Geschäfte und Restaurants am Küstenbereich von Can Picafort betrifft. Drei der sechs bekannten Verfahren treffen demnach dieselbe Gesellschaft. Für sie summieren sich vorgeschlagene Sanktionen und vom Inselrat bezifferte wirtschaftliche Vorteile vorläufig auf mehr als 29.500 Euro.
GOB verlangt Konsequenzen im Rathaus
Besonders schwer wiegt die Sache nach Darstellung des GOB, weil die Gesellschaft mit Eugenio Garrido verbunden sei. Garrido ist Stadtrat für Bau, Dienstleistungen und Infrastruktur und hat Zuständigkeiten für Organisation und Bewirtschaftung der Strände.
Der GOB verlangt seine Abberufung von kommunalen Aufgaben in diesem Bereich. Außerdem fordert die Organisation vom Rathaus Erklärungen und vollständige Transparenz über kommunale Genehmigungen, erhobene oder nicht erhobene Beträge sowie sämtliche Akten aus den Kontrollen.
Themen: Meer & Küste · Santa Margalida
Quelle: Europa Press / Mallorca.com