MÉS will 130.000 Touristenplätze auf Mallorca abbauen
MÉS per Mallorca will auf Mallorca mittelfristig 130.000 Touristenplätze streichen. Die Partei stellte ihre Pläne am 1. September in Palma vor – neben weniger Tourismusplätzen fordert sie auch schärfere Regeln beim Wohnen.
Miquel Oliver, Kandidat der Partei für den Inselrat, will die Regel 2x1 beim privaten Austausch von Touristenplätzen wieder einführen. Außerdem soll die öffentliche Hand nach dem Vorschlag wieder veraltete Plätze kaufen und stilllegen.
Wohnungen sollen für Ansässige bleiben
David Pujol, Kandidat von MÉS für das Rathaus von Palma, sieht den Zugang zu Wohnraum als wichtigste Priorität. Die Partei will nach seinen Worten nicht mehr Wohnungen bauen, sondern die bereits vorhandenen für die Bevölkerung verfügbar machen.
Konkret schlägt MÉS vor, Nichtansässigen den Kauf von Wohnungen unmöglich zu machen. Pujol wandte sich damit gegen die Position der PP, die für steigende Immobilienpreise, touristische Überlastung und Probleme bei der Mobilität keine Lösung sehe.
Höherer Mindestlohn und mehr Tourismussteuer
Generalkoordinator Lluís Apesteguia kündigte für den politischen Kurs vor den Wahlen 2027 weitere Schwerpunkte an: einen Mindestlohn für die Balearen, eine differenzierte Mehrwertsteuer und höhere Einnahmen durch den Impuesto de Turismo Sostenible (ITS).
MÉS fordert die Regionalregierung auf, den ITS zu verdoppeln. Zudem will die Partei mehr Mittel für Landwirtschaft, Kultur, Innovation und Forschung einsetzen und die Wirtschaft breiter aufstellen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com