1,15 Millionen: Miete auf Zeit oder nur ein Zimmer
In Spanien leben nach Regierungsangaben 1,15 Millionen Menschen in einer Miete auf Zeit oder zur Zimmermiete. Mehr als ein Drittel von ihnen, rund 422.000 Menschen, hätte lieber einen regulären Mietvertrag für den Hauptwohnsitz abgeschlossen. Die Zahlen nannte Spaniens Sozialminister Pablo Bustinduy am 7. September in Madrid.
Viele Betroffene hätten lieber dauerhaft gemietet
Bustinduy zufolge fehlte den 422.000 Menschen die Möglichkeit, eine gewöhnliche Wohnung als Hauptwohnsitz zu mieten. Stattdessen leben sie in befristeten Mietverhältnissen oder mieten nur ein Zimmer.
Der Minister besuchte in Madrid die Escuela Infantil Retiro. Die Einrichtung muss nach 20 Jahren schließen, weil ein Fonds das Lokal für andere Zwecke gekauft hat. Das Ministerium bezeichnete den Vorgang als „spekulativ“.
Minister fordert schnelles Gesetzesdekret
Bustinduy drängt auf ein Gesetzesdekret zur Wohnungspolitik. Es soll unter anderem Mietvertragsverlängerungen ermöglichen, gegen Spekulation und Ferienwohnungen vorgehen sowie die Miete auf Zeit und Zimmermieten regeln.
Der Minister fordert, dass der Ministerrat das Gesetzesdekret noch im September beschließt. Die Gespräche mit den Parlamentsgruppen liefen fortlaufend, sagte er.
Den Preis für Wohnraum bezeichnete Bustinduy als wichtigste Quelle der Ungleichheit in Spanien und als größtes Hindernis für viele Menschen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com