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MIR-Verband unterstützt unbefristeten Streik ab Oktober

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Der MIR-Verband unterstützt einen möglichen unbefristeten Streik ab Oktober. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest. In Madrid kritisiert die Vereinigung den am Dienstag von der Regierung gebilligten Entwurf zum Estatuto Marco als unzureichend für junge Ärzte im staatlichen Gesundheitssystem.

Archivo - Médicos y facultativos durante una concentración frente al Hospital de Móstoles, a 19 de mayo de 2026, en Móstoles, Madrid (España).
Europa Press

Jesús Arzúa, Präsident der Asociación MIR España, sieht zwar einzelne Fortschritte. Die geplante Reform reiche aus seiner Sicht aber nicht aus, um junge Mediziner langfristig in der öffentlichen Gesundheitsversorgung zu halten.

Kritik an Ausnahmen bei Arbeitszeiten

Die MIR, also Ärzte in der Facharztausbildung, fallen derzeit nicht direkt unter das Estatuto Marco. Nach ihrer Ausbildung würden sie jedoch über Jahrzehnte im staatlichen Gesundheitssystem arbeiten, erklärte Arzúa.

Besonders kritisch sieht der Verband die angekündigten Grenzen bei den Arbeitszeiten. Das Gesundheitsministerium hatte unter anderem das Ende von 24-Stunden-Diensten und eine maximale Wochenarbeitszeit von 45 Stunden in Aussicht gestellt. Nach Darstellung von Arzúa enthält der Entwurf jedoch Mechanismen, mit denen diese Grenzen überschritten werden können.

Der Verband warnt davor, individuelles Einverständnis als dauerhafte Lösung für Personalmangel zu nutzen. Freiwilligkeit dürfe nicht dazu führen, dass sich an den bisherigen Belastungen faktisch nichts ändere.

Konflikt mit dem Ministerium geht weiter

Die Asociación MIR gehört zur Agrupación Profesional por un Estatuto Médico y Facultativo, kurz APEMYF. Das Bündnis prüft einen unbefristeten Streik ab Oktober und hatte sich bereits gegen frühere Entwürfe des Estatuto Marco gestellt.

Arzúa wirft Gesundheitsministerin Mónica García mangelndes Verständnis vor. Sollte das Ministerium die Forderungen nicht aufgreifen, wolle die Vereinigung die Maßnahmen im Konflikt verschärfen. Mit der Vorlage im Ministerrat beginne aus Sicht des Verbands eine neue Phase des Streits.

Themen: Streiks · Gesundheit · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com