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Mallorcas neue Uni plant Medizin auf drei Inseln

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Die neue Universitat de Mallorca will künftige Medizinstudierende auch auf Eivissa und Menorca ausbilden. Am 28. August stellten Vertreter der UMAC-Adema Präsidentin Marga Prohens in Palma ihren Strategieplan vor. Neue Studiengänge sollen ab dem Studienjahr 2027-2028 schrittweise starten – wenn Bewertung, Prüfung und Genehmigung abgeschlossen sind.

La presidenta del Govern, Marga Prohens, recibe al rector de la Universitat de Mallorca (UMAC-Adema), Pere Riutord, y al presidente del Consejo de Gobierno del centro, Diego González.
Europa Press

Die Universität hat dafür bei der Balearischen Agentur für Universitätsqualität 19 Unterlagen für neue Bachelor- und Masterstudiengänge eingereicht. Die erste Ausbauphase kostet nach Angaben der Einrichtung knapp 73 Millionen Euro. Etwa die Hälfte davon sei bereits vor allem in Aufbau, Umbau und Ausstattung der Universitätsinfrastruktur geflossen.

Medizin soll auch auf Eivissa und Menorca stattfinden

Für Eivissa plant die UMAC strategische Vereinbarungen im Bereich Gesundheitswissenschaften. Sie sollen Studierenden mehr Möglichkeiten für praktische Ausbildung eröffnen und die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitswesen der Insel stärken. Die Universität will damit auch dazu beitragen, den Mangel an Gesundheitsfachkräften zu lindern.

Dieses Modell soll später auf Menorca ausgeweitet werden. Der geplante Studiengang Medizin soll nach dem Willen der Hochschulleitung eine „wirklich balearische“ Dimension bekommen: Teile der klinischen und praktischen Ausbildung könnten auf Eivissa und Menorca stattfinden. Studierende sollen dabei die Gesundheitsversorgung auf den Inseln kennenlernen und Kontakte zu Einrichtungen sowie Fachkräften knüpfen.

Start mit Medizin, Biomedizin und Architektur

Zum anfänglichen Studienangebot sollen unter anderem Biomedizin, Gesundheitstechnik, Medizin, Logopädie, Humanernährung und Diätetik sowie Zahnmedizin gehören. Auch Architektur, Bildende Kunst, Politikwissenschaft, Design, Videospieldesign, Dateningenieurwesen und Soziologie sind vorgesehen. Einige Angebote, darunter Zahnmedizin und Bildende Kunst, sollen auch auf Englisch angeboten werden.

Die UMAC will zudem Masterstudiengänge und eine eigene Doktorandenschule aufbauen. Geplant sind zunächst Doktorate in Gesundheitswissenschaften sowie in Kunst, Architektur und sozialen Transformationen. Als Infrastruktur nennt die Einrichtung die bereits betriebsbereiten Standorte Coll d'en Rabassa, Palma-Son Rossinyol, Inca und Jaume III.

In den kommenden zehn Jahren will die Universität nach eigenen Angaben mehr als neun Millionen Euro für Stipendien bereitstellen. Besonders profitieren sollen Studierende mit geringem Einkommen und hoher akademischer Leistung.

Themen: Bildung · Gesundheit · Politik · Palma · Inca

Quelle: Europa Press / Mallorca.com