Deutsche Konsulin: OCB wirbt für Katalanisch auf Mallorca
Die Obra Cultural Balear (OCB) lädt die neue deutsche Konsulin auf Mallorca, Angelika Saake, zum Gespräch über Integration ein. Die Organisation will, dass deutsche Einwohner auf Mallorca auch durch das Lernen von Katalanisch stärker Teil der Inselgesellschaft werden.
Die OCB reagiert damit auf ein Interview Saakes mit der „Mallorca Zeitung“. Darin habe die Diplomatin für Sensibilität gegenüber den Folgen von Mobilität und dem Zuzug neuer Einwohner für das Gebiet geworben.
Integration soll mehr als Wohnen und Arbeiten sein
Nach Ansicht der OCB muss diese Sensibilität auch Respekt vor der mallorquinischen Sprache und Kultur einschließen. Integration und Zusammenleben dürften sich nicht auf wirtschaftliche oder wohnliche Eingliederung beschränken, sondern müssten eine aktive Teilnahme an der aufnehmenden Gesellschaft umfassen.
Die Organisation betont zugleich, dass Integration nicht bedeute, die eigene Sprache, Kultur oder Identität aufzugeben. Wer auf Mallorca lebe, solle auch die Elemente der Gesellschaft aufnehmen, zu der er gehöre.
Katalanisch als gemeinsame Sprache
Katalanisch zu lernen sei eine der wichtigsten Möglichkeiten, der mallorquinischen Gesellschaft näherzukommen, am Alltag teilzunehmen und Kontakte zur gesamten Bevölkerung aufzubauen, erklärt die OCB. Ohne ausreichende Integration könnten parallele Gemeinschaften mit eigenen sozialen und sprachlichen Räumen entstehen, die zu wenig Verbindungen zur mallorquinischen Gesellschaft hätten.
Die OCB verweist darauf, dass viele deutsche Einwohner auf Mallorca durch das Lernen von Katalanisch eine vollständige Integration erreicht hätten. Zudem gebe es zwischen deutscher und katalanischer Kultur enge historische Verbindungen.
Themen: Gerichtsprozesse · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com