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Palmas Bürgermeister: Rathaus bleibt für Vox tabu

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Die Bürgermeisterwahl in Palma soll für Jaime Martínez keine Verhandlungsmasse werden. Der amtierende Bürgermeister und PP-Kandidat will bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr sein Ergebnis verbessern. Vox dürfe die Alcaldía, das Bürgermeisteramt, dabei „in keinem Fall“ als Tauschobjekt beanspruchen, sagte Martínez am 29. August 2026.

El alcalde de Palma, Jaime Martínez, durante la entrevista.
Europa Press

Der PP erhielt bei der letzten Wahl etwas mehr als 51.000 Stimmen und 11 Stadträte. Vox hat derzeit sechs Stadträte und hofft ebenfalls auf Zugewinne. Dessen Sprecher im Rathaus, Fulgencio Coll, hatte sich für ein mögliches Bündnis offen gezeigt, das Vox im Gegenzug für die Unterstützung des PP in anderen Institutionen den Bürgermeisterposten bringen könnte.

„Das Bürgermeisteramt von Palma wird nicht verhandelt“, sagte Martínez. Die Stimmen der Einwohner seien zu wichtig, um sie zur Verhandlungsmasse zu machen.

Martínez setzt auf Fortsetzung des PP-Kurses

Der Bürgermeister bewertet die Zusammenarbeit mit Vox in den vergangenen drei Jahren als normal und beispielhaft. Drei Haushalte seien verabschiedet worden, ein vierter kommunaler Haushalt sei mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls möglich.

Für die kommende Wahl greift Martínez zugleich die Opposition an. Podemos werde seiner Einschätzung nach aus den Institutionen ausscheiden. Bei Vox kritisierte er, dass bislang nicht feststehe, wer die Liste für Palma anführen werde.

Plaza Mayor und mehr Polizei im Blick

Als große Vorhaben nennt Martínez unter anderem Gesa, den geplanten Botanischen Garten, das Umfeld des Lluís Sitjar und das Messegelände. Besonders im Fokus steht die Umgestaltung der Plaza Mayor in Palma. Die Arbeiten sollen nach seiner Planung im ersten Quartal des nächsten Jahres beginnen und abschnittsweise laufen, damit Geschäfte in den betroffenen Bereichen nicht geschädigt werden.

Offen ist noch die Zukunft der Casetas an der Costa del Teatre. Das Siegerprojekt sieht ihre Entfernung vor, doch Martínez betont, dass darüber noch nicht entschieden sei. Erst müsse geklärt werden, wie sich die Bauten gegebenenfalls wiederherstellen ließen.

Bei Sicherheit und Sauberkeit verweist der Bürgermeister darauf, dass jeder vierte Euro des städtischen Haushalts in die Sicherheit fließe. Bis zum Ende der Legislatur sollen nach seinen Angaben 350 zusätzliche Polizisten zur Policía Local kommen. Zudem seien von mehr als 30.000 vorgefundenen Graffiti mehr als die Hälfte entfernt worden.

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Quelle: Europa Press / Mallorca.com