PP Mallorca warnt: Plätze für Minderjährige reichen nicht
Mallorca soll nach Ansicht der PP keine unbegleiteten minderjährigen Ausländer aus anderen autonomen Gemeinschaften aufnehmen. Die Insel stehe wegen zunehmender Ankünfte von Migranten an den Küsten der Balearen bereits unter Druck, erklärte Núria Riera, Sprecherin der Volkspartei im Inselrat von Mallorca, am Freitag in Palma.
Mallorca erfülle weiter seine Pflicht, alle ankommenden Minderjährigen zu schützen, sagte Riera. Ressourcen und Plätze seien jedoch nicht unbegrenzt. Die PP fordert deshalb vom spanischen Staat mehr Maßnahmen auf der Migrationsroute.
PP fordert mehr Mittel an der Seegrenze
Riera kritisierte die spanische Regierung und den Regierungsdelegierten auf den Balearen, Alfonso Rodríguez. Grenzen, Einwanderung und Ausländerrecht seien Zuständigkeiten des Staates, sagte sie.
Die PP der Balearen verlangt einen besonderen Plan für die Seegrenze der Inseln. Die Guardia Civil und die Nationalpolizei sollten dafür mehr Personal sowie maritime, luftgestützte und technische Mittel erhalten. Zudem fordert die Partei eine stärkere Überwachung der Routen irregulärer Migration und mehr Ressourcen gegen Schleusernetzwerke.
Riera sprach sich außerdem für bessere Verfahren zur Identifizierung der Minderjährigen und zur Suche nach ihren Familien aus. Wenn es rechtlich möglich sei und dem Wohl des Kindes entspreche, solle eine Familienzusammenführung in den Herkunftsländern gefördert werden.
Kundgebung am 2. September in Palma
Die PP-Sprecherin unterstützt eine Initiative der Spanischen Föderation der Gemeinden und Provinzen zur Lage in Ceuta. Sie rief die Menschen auf Mallorca dazu auf, am 2. September um 20.00 Uhr an einer Kundgebung vor dem Rathaus von Palma teilzunehmen.
Auch in weiteren Gemeinden der Insel können Kundgebungen stattfinden. Riera erklärte, Mallorca sei solidarisch mit Ceuta, verlange aber zugleich, dass der Staat auf den Balearen handle, bevor die Lage nach Darstellung der PP weiter eskaliere.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com