PP lehnt Verteilung unbegleiteter Minderjähriger nach Mallorca ab
Mallorca soll nach dem Willen der PP keine unbegleiteten minderjährigen Migranten aus anderen Gebieten Spaniens aufnehmen. Die Partei bringt am 2. September im Consell de Mallorca einen entsprechenden Antrag ein. Zugleich fordert sie von der spanischen Regierung eine „sofortige“ Antwort auf den zunehmenden Migrationsdruck.
Die PP verlangt mehr Kontrolle an den Grenzen, Maßnahmen gegen Schleusernetzwerke und den Einsatz der EU-Grenzschutzagentur Frontex an der Küste der Balearen. Frontex soll dort nach Angaben der Partei bereits seit Februar 2025 eingesetzt werden, die Forderung sei bislang aber nicht umgesetzt.
PP verweist auf mehr Boote und Ankünfte
In ihrem Antrag verweist die PP auf 401 Boote und 7.321 Migranten, die 2025 auf den Balearen angekommen seien. Zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 24. Juli 2026 seien nach diesen Angaben 11.055 Menschen in 606 Booten angekommen.
Besonders müsse die Route aus Algerien überwacht werden, fordert die Partei. Außerdem verlangt sie mehr Mittel gegen Menschenhändler sowie rechtliche Verfahren für Rückkehr und Familienzusammenführung in Abstimmung mit den Herkunftsländern.
Kritik an Verteilung von Minderjährigen
Die PP will außerdem die Verteilung unbegleiteter Minderjähriger aus Ceuta in andere Regionen Spaniens ablehnen – einschließlich auf die Balearen. Sie begründet dies mit einer Überlastung der eigenen Aufnahmeangebote auf Mallorca.
Magdalena García, Inselrätin und Vizepräsidentin des Sozialinstituts IMAS, erklärte, Plätze, Ressourcen und Fachkräfte seien nicht unbegrenzt. Der Schutz eines Minderjährigen bedeute mehr als einen Transfer in ein anderes Gebiet: Seine Lage müsse geprüft, seine Familie gesucht und eine Zusammenführung ermöglicht werden, wenn dies rechtlich möglich sei.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com