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30 Senioren ohne Schutz: Fälle auf Mallorca steigen um 43 Prozent

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

30 ältere Menschen in einer Situation ohne ausreichenden Schutz hat der Inselrat von Mallorca 2025 unterstützt. Das waren neun mehr als im Vorjahr – ein Anstieg um 43 Prozent. Für akute Fälle schuf der Sozialdienst zudem zehn befristete Heimplätze bei den Hermanitas.

El presidente del Consell de Mallorca, Llorenç Galmés, en la visita a una residencia.
Europa Press

Dort erhalten Betroffene Unterkunft, Verpflegung und umfassende Betreuung, wenn sie wegen einer schweren Lage nicht sicher in ihrer Wohnung bleiben können. Der Aufenthalt kann höchstens neun Monate dauern. In dieser Zeit sollen Fachkräfte die Lage stabilisieren und für jeden Fall eine passende Lösung finden.

Mehr Anträge aus Mallorcas Gemeinden

Der Dienst erhielt 2025 insgesamt 33 Anträge. 22 davon kamen aus der Part Forana, also aus Gemeinden außerhalb von Palma, 11 aus Palma. Damit stammten zwei von drei Anfragen aus Orten außerhalb der Inselhauptstadt.

Auch die kommunalen Sozialdienste meldeten mehr Fälle an das Institut Mallorquín de Asuntos Sociales (IMAS): 14 im Jahr 2025 nach neun im Vorjahr. Laut Sozialdezernent Guillermo Sánchez kann der Dienst Risiken nun schneller erkennen und passender reagieren.

Hilfe bei Gewalt, Vernachlässigung und Geldmissbrauch

Das Angebot richtet sich an Menschen mit Wohnsitz auf Mallorca ab 65 Jahren. Auch Menschen über 55 mit einer anerkannten Behinderung von mindestens 65 Prozent können Hilfe erhalten, sofern zuvor ein professioneller Bericht vorliegt.

Das IMAS wird unter anderem bei schwerer Vernachlässigung in der Pflege, bei Medikamenten oder Grundbedürfnissen tätig. Weitere Gründe sind familiäre Gewalt, schwere körperliche oder psychische Misshandlung, problematische Abhängigkeiten zwischen pflegender und betreuter Person sowie schwerer finanzieller Missbrauch. Die Fachkräfte bewerten das Risiko, beraten kommunale Sozialdienste und koordinieren soziale und pflegerische Hilfen.

Themen: Soziales · Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com