mallorca-news

Palmas Bürgermeister: 4.000 könnten in Son Busquets wohnen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

In Son Busquets auf Mallorca könnten nach Ansicht von Palmas Bürgermeister Jaime Martínez 4.000 Menschen eine Wohnung bekommen. Der Politiker kritisiert, dass das Wohnprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne zu langsam vorankomme. Das sagte Martínez am 30. August in einem Interview.

El alcalde de Palma, Jaime Martínez.
Europa Press

Nach seinen Angaben könnten dort fast 900 Wohnungen entstehen. Er spricht von 890 Wohnungen zu gedeckelten Preisen oder Sozialwohnungen. In drei Jahren könnten sie fertig sein, behauptet der Bürgermeister.

Streit um Tempo und Wohnungsbau

Martínez bezweifelt das Engagement der Zentralregierung für Son Busquets. Casa 47 unternehme zwar Schritte, höre aber nicht auf die Nachbarschaft und handle zu langsam, so sein Vorwurf. Deshalb zweifle er daran, dass das Projekt tatsächlich entwickelt werde.

Der Bürgermeister will weiter auf das Vorhaben drängen. Neben Wohnungen sieht der Plan laut Martínez eine große Grünfläche und notwendige Einrichtungen für die angrenzenden Viertel vor.

Für ganz Palma nennt Martínez acht strategische Wohnbauprojekte, die derzeit über ein besonderes Verfahren laufen. In den 15 bebaubaren Gebieten der Stadt könnten nach seiner Darstellung zwischen 10.000 und 12.000 Wohnungen entstehen, etwa die Hälfte davon zu gedeckelten oder begrenzten Preisen.

Martínez verteidigt Kurs beim Tourismus

Beim Thema Tourismus weist Martínez Kritik an der Politik des PP zurück. Die Partei habe die Sperre für neue Ferienvermietungsplätze in Palma auf alle Formen ausgeweitet und gemeinsam mit dem Consell de Mallorca die Kontrollen verstärkt, sagt er.

Zugleich räumt der Bürgermeister ein, dass Plattformen weiterhin illegale Angebote inserieren. Er setzt auf Kontrollen und Sanktionen, will Eigentümern aber auch Anreize geben, Wohnungen dauerhaft statt touristisch zu vermieten.

Martínez wirft der früheren linken Regierung vor, mit ihren Entscheidungen den Ausbau von mehr als 115.000 Touristenplätzen in acht Jahren ermöglicht zu haben. Eine Reduzierung des Tourismus dürfe aus seiner Sicht nicht „auf irgendeine Weise“ erfolgen, weil sie Arbeitsplätze, Einnahmen, Steuern und Lebensqualität betreffe.

Themen: Demonstrationen · Wohnen & Immobilien · Tourismus · Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com