Palma: MÉS kritisiert Stadtmusik bei Ceuta-Kundgebung
Bei einer Kundgebung zur Unterstützung Ceutas auf der Plaça de Cort in Palma spielte am Mittwochabend die Stadtmusik. MÉS per Palma wirft dem Rathauschef Jaime Martínez vor, die Musiker für eine parteipolitische Inszenierung von PP und Vox eingesetzt zu haben.
Die Partei kritisiert den Auftritt als „parteipolitische Nutzung“ kommunaler Mittel. Die Einladung zu der Kundgebung sei zwar vom Spanischen Städte- und Gemeindebund ausgegangen. PP und Vox hätten die Veranstaltung nach Darstellung von MÉS aber in eine klar parteipolitische Mobilisierung verwandelt.
Vorwurf gegen Rathauschef Martínez
Stadtrat Miquel Àngel Contreras erklärte, MÉS solidarisiere sich mit den Menschen in Ceuta und mit dem „Drama der Migranten“. Kritik richte sich dagegen, dass Martínez die Situation für Parteipolitik nutze und dabei Institutionen sowie Ressourcen einsetze, die allen gehörten.
Die Stadtmusik sei „Palma“ und nicht die Begleitmusik der PP oder der extremen Rechten, sagte Contreras. Die Musiker seien öffentliche Fachkräfte. MÉS hält es für besonders schwerwiegend, dass das Rathaus kommunale Mittel bereitstelle und der Bürgermeister an der Spitze der Einberufung stehe.
MÉS verweist auf 141 Tote
Hinter den Ereignissen in Ceuta stehe vor allem ein humanitäres Drama, erklärte MÉS. Die Organisation Caminando Fronteras habe während der am 30. Juli begonnenen Krise 141 Todesfälle dokumentiert.
Contreras warf der Rechten und der extremen Rechten vor, diese Opfer aus der Debatte auszublenden und menschliches Leid für politische Konfrontation zu nutzen. Ceuta brauche nach Ansicht von MÉS öffentliche Mittel, Verantwortung und eine humanitäre Antwort – keine Konkurrenz zwischen PP und Vox.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com