Streit um 0-3-Kitas: PSIB wirft Regierung Bevorzugung vor
In der Kita Flor de Murta in Algaida wächst der Streit um die 0-3-Kitas: Die Sozialisten werfen der Balearen-Regierung vor, konzertierte Einrichtungen auf Kosten der kommunalen Kitas zu bevorzugen.
Amanda Fernández, Generalsekretärin der Sozialistischen Föderation Mallorcas, kritisierte am Montag, das Dekret der Regierung sichere ab September die Gehälter der Erzieherinnen in konzertierten Kitas. Für die kommunalen Einrichtungen gebe es keine vergleichbare Regelung.
Gehälter direkt über das Bildungsministerium
Nach Darstellung von Fernández können Erzieherinnen der konzertierten Kitas ihr Gehalt künftig direkt vom Ministerium für Bildung und Universitäten erhalten. Kommunale Kitas und deren Arbeitsbedingungen würden dagegen auf später verschoben, sagte sie.
Die Gemeinden zahlten bereits einen Zuschlag, um die Bedingungen für die Beschäftigten zu verbessern. Die Sozialistin beklagte, dass die PP gegen Anträge gestimmt habe, mit denen das Ministerium zur Unterstützung der Kommunen bei diesen Kosten aufgefordert werden sollte.
Forderung nach gleicher Behandlung
Fernández warf der Regierung vor, ihre Prioritäten in der öffentlichen Bildung erneut zu verschieben und die konzertierten Schulen ins Zentrum zu stellen. Sie verwies auf die Xarxa 0-3 sowie die Gewerkschaften STEI, CCOO und UGT, die einen regionalen Tarifvertrag verlangen.
Algaidas Bürgermeisterin Marga Fullana forderte für alle Kitas die gleiche Behandlung – unabhängig vom jeweiligen Betriebsmodell. Die zusätzlichen Ausgaben seien für die Gemeinden eine große Belastung, sagte sie. Zugleich hätten die besseren Arbeitsbedingungen die volle Unterstützung der Kommunen und bräuchten ein klareres Engagement des Bildungsministeriums.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com