Spanien plant Teilrente für Gesundheitspersonal
Für Beschäftigte im spanischen Gesundheitsdienst rücken Teilrente und vorzeitiger Ruhestand näher. Der Ministerrat hat am Dienstag den Entwurf für das Estatuto Marco, das Rahmengesetz für das Gesundheitspersonal, gebilligt. Das teilte die Gewerkschaft Central Sindical Independiente y de Funcionarios (CSIF) am 1. September in Madrid mit.
Nach Angaben der CSIF enthält der Entwurf zudem eine neue berufliche Einstufung. Diese soll sich an den ausgeübten Aufgaben, der Verantwortung und der Spezialisierung orientieren.
Die Regelungen zur Rente sollen parallel zu Verbesserungen für alle öffentlich Beschäftigten umgesetzt werden. Diese sind laut CSIF im Entwurf für das Gesetz über den öffentlichen Dienst enthalten, der sich bereits im parlamentarischen Verfahren befindet.
Die Gewerkschaft drängt auf einen schnellen Start des Parlamentsverfahrens und ein rasches Inkrafttreten des neuen Gesetzes. Sie kritisiert, dass sich die Verhandlungen lange hingezogen hätten. Als Grund nennt sie eine fehlende Abstimmung zwischen dem Gesundheitsministerium und weiteren Ressorts wie der Sozialversicherung.
CSIF will nun Gespräche mit den Parlamentsgruppen vereinbaren und Änderungsvorschläge vorlegen. Während der Beratungen will die Gewerkschaft darauf achten, dass die nach jahrelangen Verhandlungen erreichten Verbesserungen nicht wieder eingeschränkt werden.
Zudem fordert CSIF die sofortige Einberufung der Überwachungskommission zum Abkommen vom Januar 2026. Dort soll über die Vergütungsvereinbarung verhandelt werden, die das neue Gesetz begleiten soll.
Themen: Arbeitsmarkt · Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com