PSIB fordert Prüfung der Tirme-Tarife auf Mallorca
Nach Ansicht des PSIB zahlen die Bürger für die Müllbehandlung durch Tirme deutlich mehr als nötig. Deshalb hat die sozialistische Parlamentsfraktion in Palma am 31. August einen Antrag eingereicht, der eine Prüfung der Tirme-Tarife fordert. Der Rechnungshof soll einen Bericht über die Überarbeitung des Tarifsystems erstellen.
Auslöser ist ein Bericht der Generalintervention des Consell de Mallorca. Darin bewertet die Behörde das Tarifsystem für die Behandlung fester Abfälle als „ungünstig“ und dessen Auswirkungen als „schwerwiegend“.
PSIB sieht überhöhte Kosten
Der sozialistische Abgeordnete Llorenç Pou beruft sich auf den Bericht der Consell-Intervention. Demnach übersteigt der an Tirme gezahlte Tarif die tatsächlichen Kosten der Dienstleistung deutlich.
Der PSIB kritisiert Berechnungen, die auf Schätzungen statt auf den realen Kosten der Leistung beruhen. Das System schade der Verwaltung und bringe Tirme nach Darstellung der Sozialisten außerordentliche Gewinne.
Auch Ibiza-Müll soll geprüft werden
Zusätzlich verlangt der PSIB eine eigene Untersuchung zu dem Betrag, den der Consell de Mallorca für die Behandlung von Abfällen aus Eivissa erhalten müsste. Tirme soll diese Abfälle auf Mallorca behandeln.
Die Balearenregierung hat für die Übernahme der Behandlung ibizenkischer Abfälle 50 Millionen Euro über zehn Jahre bewilligt. PSIB kritisiert, dass PP und Vox diese Zahlung im Parlament beschlossen haben, und macht mangelnde Planung und Verwaltung beim Consell d'Eivissa dafür verantwortlich.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com