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S'Albufera: GOB fordert Rettung für Wasser und Dünen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

S'Albufera auf Mallorca leidet nach Angaben des GOB unter weniger Süßwasser, Versalzung und Problemen mit der Wasserqualität. Am 1. September fordert die Umweltorganisation deshalb, den neuen Leitplan für Nutzung und Management des Naturparks in zwei Punkten zu verschärfen: bei der Wasserzufuhr und bei den Dünen von es Comú. Der bisherige Plan galt nur von 1999 bis 2002.

Archivo - S'Albufera de Mallorca
Europa Press

Der neue Plan rector de uso y gestión, kurz PRUG, ist ein langfristiges Planungsinstrument für Schutzgebiete. Nach Ansicht des GOB bietet seine Ausarbeitung die Chance, die Umweltzerstörung im Park aufzuhalten. Die Organisation will außerdem, dass die beiden Themen in den nationalen Wiederherstellungsplan aufgenommen werden, den die Regierung wegen der neuen europäischen Verordnung zur Wiederherstellung der Natur erstellen muss.

Wasser soll Vorrang für den Naturpark bekommen

Die Verschlechterung des Wasserhaushalts ist für den GOB derzeit das größte Problem für den Schutz von S'Albufera. Weniger Zuflüsse von Süßwasser, Versalzung und schlechte Wasserqualität setzten besonders wertvollen Lebensräumen und Arten zu.

Der neue Plan soll deshalb vorrangig festlegen, welche ökologische Mindestwassermenge nötig ist, um S'Albufera zu erhalten und wiederherzustellen. Zudem fordert der GOB, die tatsächlichen Entnahmen aus den Grundwasserleitern zu ermitteln und zu überwachen, die das Feuchtgebiet speisen. Reichen die Zuflüsse wegen dieser Entnahmen nicht aus, sollen sie überprüft, reduziert oder begrenzt werden.

Dünen von es Comú sollen wieder Platz bekommen

Auch das Strand- und Dünensystem von es Comú hat laut GOB durch Küstenrückgang und Schädigungen einen großen Teil seiner typischen Struktur verloren. Der Plan soll nach Forderung der Organisation wieder eine funktionierende Abfolge von trockenem Strand, jungen Dünen, bewachsenen Wanderdünen und stabileren Dünenformationen ermöglichen.

Ziel sei ein Dünenbereich, der wieder funktioniere und genug Raum habe, sich an den künftigen Rückgang der Küste anzupassen. Der PRUG soll außerdem festlegen, wie viele Menschen der Park, einzelne Bereiche und verschiedene Jahreszeiten verkraften. So könnten bei Bedarf zeitweise Grenzen oder Einschränkungen gelten.

Der GOB verlangt zudem Regeln für neue Formen der Mobilität und warnt davor, öffentliche Nutzungen allein deshalb zu verfestigen, weil sie bereits stattfinden. Für die Kontrolle im Park fordert die Organisation mindestens einen hauptamtlich und ausschließlich für S'Albufera zuständigen Umweltbeamten.

Themen: Meer & Küste · Umwelt

Quelle: Europa Press / Mallorca.com