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Mallorca Wetter im November: Temperaturen & Reisetipps

Mallorca Wetter im November: Temperaturen, Aktivitäten & Reisetipps

Der November zeigt Mallorca von seiner ruhigen Seite: Die Sommergäste sind abgereist, die Insel atmet durch, und das Wetter wechselt spürbar seinen Charakter. Tagsüber ist es oft noch mild genug für lange Spaziergänge ohne Jacke, doch die Abende kommen früh und kühl. Wer im November anreist, sollte weniger an Strandtage als an Wanderungen, Märkte und die stillere Seite der Insel denken – das Meer ist zu dieser Zeit bereits deutlich kühler als die Luft.

Das Wetter im November auf einen Blick

Der November ist auf Mallorca der Monat, in dem sich der Herbst endgültig durchsetzt. Nach den noch sommerlich warmen Tagen des Oktober sinken die Temperaturen spürbar: Tagsüber erreicht die Luft im Mittel 19,1 °C, nachts kühlt es auf 9,1 °C ab. Damit liegt der November klar unter dem Niveau der Vormonate, fühlt sich aber noch nicht winterlich an – vor allem an sonnigen Tagen kann man mittags durchaus ohne Jacke unterwegs sein.

Die Sonne zeigt sich im November deutlich seltener als im Sommer: Im Schnitt scheint sie 5,4 h pro Tag, ein Rückgang, der sich vor allem durch die kürzeren Tage erklärt – die Sonne geht früh unter, und die Dunkelheit setzt bereits am späten Nachmittag ein. Wer den Tag draußen verbringen möchte, plant am besten die hellen Stunden bewusst ein.

Das Meer hat zu diesem Zeitpunkt noch die Wärme des Sommers gespeichert, kühlt aber kontinuierlich aus. Mit 18,7 °C ist es zwar nicht mehr sommerlich warm, aber auch noch nicht abweisend kalt – ein Umstand, der eher zum kurzen Eintauchen als zum ausgedehnten Baden einlädt.

Regen gehört im November spürbar zum Bild: An 6 Regentagen fällt Niederschlag, insgesamt kommen 51 mm zusammen – mehr als in jedem anderen Herbstmonat. Das bedeutet nicht, dass es dauerhaft regnet; vielmehr wechseln sich Schönwetterphasen mit einzelnen, oft kräftigeren Regenereignissen ab.

Insgesamt ist der November ein Monat der Gegensätze: milde Mittagsstunden, kühle Abende, gelegentlicher Regen und eine Natur, die nach den trockenen Sommermonaten wieder grün wird. Für Strandurlaub ist es nicht mehr die Zeit, für Wanderungen, Radtouren und Erkundungen der Insel abseits der Touristensaison dagegen schon.

November im Jahresvergleich
November im Jahresvergleich — Datenbasis: AEMET-Normalperiode 1991-2020, Station Palma

Wasser, Sonne und Regen im November

Drei Faktoren bestimmen im November, wie sich ein Tag auf Mallorca anfühlt: die Lufttemperatur, die Wassertemperatur und die Frage, ob und wann es regnet. Alle drei folgen im November eigenen Gesetzmäßigkeiten, die sich lohnen zu verstehen, bevor man den Koffer packt.

Die Lufttemperatur reagiert vergleichsweise schnell auf Wetterlagen: Ein paar sonnige Tage genügen, um die Luft auf 19,1 °C klettern zu lassen, während ein Kaltlufteinbruch die Temperaturen binnen Stunden absacken lässt. Das Meer dagegen reagiert träge. Es hat über den Sommer enorme Wärmemengen gespeichert und gibt diese nur langsam wieder ab – mit spürbarer Verzögerung von mehreren Wochen gegenüber der Luft. Diese Verzögerung ist der Grund, warum das Meer im November mit 18,7 °C noch angenehmer ist, als man angesichts der kühleren Luft erwarten würde. Gleichzeitig bedeutet sie aber auch: Der Höhepunkt der Wassertemperatur liegt bereits einige Wochen zurück, und von hier an geht es nur noch bergab. Wer im November noch ins Wasser möchte, sollte das eher früh im Monat tun.

Die Sonnenstunden sinken im November spürbar. Mit 5,4 h pro Tag liegt der Monat deutlich unter dem Niveau des Spätsommers. Das liegt weniger an einer Häufung von Schlechtwetterlagen als an der schlichten Tatsache, dass die Tage kürzer werden – die Sonne steht flacher, geht früher unter, und die nutzbaren Lichtstunden schrumpfen entsprechend. Für die Tagesplanung heißt das: Ausflüge, Wanderungen und Fotografien lassen sich am besten in die Mittagsstunden legen, wenn das Licht am kräftigsten steht.

Beim Regen zeigt der November sein eigentliches Herbstgesicht. An 6 Regentagen fällt Niederschlag, in Summe kommen 51 mm zusammen – mehr als in jedem anderen Monat des Jahres. Entscheidend ist dabei aber nicht die Zahl der Regentage allein, sondern deren Charakter: Mallorca kennt im Herbst selten den gleichmäßigen Dauerregen mitteleuropäischer Prägung. Stattdessen bilden sich häufig einzelne, oft kräftige Regenfronten, die binnen weniger Stunden große Mengen bringen, gefolgt von tagelangen trockenen und oft sonnigen Abschnitten. Wer eine Woche auf der Insel verbringt, wird in aller Regel mehrere trockene Tage erleben, muss aber auch mit mindestens einem Tag rechnen, an dem sich draußen wenig unternehmen lässt.

Diese drei Größen zusammen ergeben das typische Novemberbild: ein Monat, der einem viel Sonne, aber auch echten Regen zumutet – und ein Meer, das seine beste Zeit gerade hinter sich hat.

Was im November möglich ist — und was nicht

Der November ist kein Bademonat mehr – das sollte man sich eingestehen, bevor man die Badesachen einpackt. Mit 18,7 °C ist das Meer zwar nicht eisig, aber für die meisten Menschen deutlich unter dem Bereich, den man als angenehm empfindet. Ein kurzes, forsches Bad ist an ruhigen, sonnigen Tagen möglich, ein ausgedehnter Strandtag mit Schwimmen dagegen nicht mehr realistisch. Wer explizit wegen des Badens anreist, ist im November am falschen Ort.

Anders sieht es beim Wandern aus. Die Temperaturen von 19,1 °C tagsüber sind für Touren geradezu ideal – deutlich angenehmer als im Sommer, wenn Hitze viele Routen unattraktiv macht. Die Serra de Tramuntana zeigt sich im November oft in klarer Luft, die Sicht ist gut, und die Vegetation profitiert von den ersten Regenfällen der Saison. Einzige Einschränkung: Nach kräftigen Regenereignissen können Wege rutschig sein und Bachbetten, die im Sommer trocken liegen, wieder Wasser führen. Wer eine Tour plant, sollte die Wettervorhersage der Tage davor im Blick behalten.

Radfahren profitiert von ähnlichen Bedingungen wie das Wandern. Die milden Temperaturen erlauben auch längere Ausfahrten ohne die sommerliche Hitzebelastung, allerdings verkürzen die kürzeren Tage das nutzbare Zeitfenster. Wer früh morgens oder in der Dämmerung fährt, sollte das früh einsetzende Dunkelwerden einkalkulieren.

Stadtbesuche, Kultur und Kulinarik sind im November eine der großen Stärken der Insel. Palma zeigt sich ohne die Menschenmassen der Hauptsaison, Restaurants und Museen sind entspannt zu besuchen, und die milden Mittagstemperaturen eignen sich gut für Bummel durch die Altstadt. Auch bei einem Regentag lässt sich der Tag gut mit Innenaktivitäten überbrücken – ein Vorteil, den man im Hochsommer so nicht hat.

Was der November nicht bietet, ist Verlässlichkeit im Sinne von durchgehend stabilem Wetter. Wer eine Woche plant, sollte einen Plan B für einen oder zwei Tage mit Regen einkalkulieren, statt jede Aktivität fest auf einen bestimmten Tag zu legen. Diese Flexibilität ist der Preis für die Vorteile des Monats: weniger Touristen, niedrigere Preise, angenehme Temperaturen für Aktivitäten – nur eben nicht für den Strand.

Wo Sie im November am besten aufgehoben sind

Unsere Messreihe stammt von der Station Palma und bildet damit die Verhältnisse rund um die Bucht recht gut ab. Für einzelne Orte der Insel liegen uns keine eigenen Messwerte vor, doch die grundsätzlichen Unterschiede lassen sich auch ohne exakte Zahlen benennen – sie sind im November besonders ausgeprägt.

Die Serra de Tramuntana ist im November die Region, in der sich der Herbst am deutlichsten zeigt. Die Berge fangen Feuchtigkeit aus den Wolken ab, wodurch es hier häufiger und mitunter kräftiger regnet als an der Küste. Gleichzeitig ist es genau diese Feuchtigkeit, die die Landschaft im Herbst so grün und lebendig wirken lässt. Wer wandern möchte, findet hier die schönste Kulisse, sollte aber wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk mitbringen und Routen nach Möglichkeit an sonnigen Tagen legen.

Der Süden und Südosten der Insel, etwa rund um die Buchten bei Santanyí oder Colònia de Sant Jordi, liegt im Windschatten der Berge und bekommt von den Regenfronten spürbar weniger ab. Hier bleibt es im November häufiger trocken, die Sonne zeigt sich zuverlässiger, und die milden Temperaturen lassen sich an geschützten Stränden gut aushalten, auch wenn ins Wasser nur die Hartgesottenen gehen.

Die Ebene im Landesinneren, etwa um Sineu oder Petra, kühlt nachts stärker aus als die Küste, weil das Meer hier keinen ausgleichenden Effekt mehr hat. Wer im Landesinneren übernachtet, sollte auf kühlere Morgende und Abende eingestellt sein, tagsüber gleicht sich der Unterschied zur Küste meist wieder aus.

Palma selbst und die Buchten der Ostküste liegen wettertechnisch dazwischen: mild genug für Spaziergänge, aber ebenfalls anfällig für die gelegentlichen kräftigen Novemberschauer. Wer Flexibilität schätzt und weder auf Kultur noch auf die Möglichkeit spontaner Strandbesuche verzichten will, ist hier gut aufgehoben.

Insgesamt gilt: Wer im November Sonne und Trockenheit priorisiert, schaut eher in den Süden. Wer die grüne, dramatische Seite der Insel sucht, findet sie in den Bergen – zum Preis von mehr Regen und kühleren Temperaturen.

Was Sie im November einpacken sollten

Der November verlangt eine Garderobe, die auf Wechsel eingestellt ist, nicht auf eine einzige Wetterlage. Da die Tageshöchsttemperatur bei 19,1 °C liegt, reichen tagsüber meist leichte bis mittlere Schichten – ein langärmliges Shirt, ein Pullover oder eine leichte Fleecejacke. Sobald die Sonne untergeht, fällt die Temperatur auf 9,1 °C, und eine wärmere Jacke wird notwendig, insbesondere für Abende im Freien.

Da mit 6 Regentagen Niederschlag zu rechnen ist, gehört eine wasserdichte Jacke oder ein kompakter Regenschirm unbedingt in den Koffer. Die Regenfälle im November kommen oft plötzlich und kräftig, weshalb sich eine leichte, schnell überzuziehende Regenjacke besser eignet als ein sperriger Schirm, den man bei Wind kaum halten kann.

Wer wandern möchte, sollte festes, wasserabweisendes Schuhwerk mitbringen. Nach Regenfällen werden Wege in der Tramuntana schnell rutschig, und trockene Bachbetten können kurzfristig Wasser führen. Zusätzlich empfiehlt sich Kleidung im Zwiebelprinzip, da die Temperaturunterschiede zwischen sonniger Mittagszeit und schattigen oder windigen Passagen beträchtlich sein können.

Badebekleidung muss nicht zwingend fehlen, sollte aber realistisch eingeplant werden: Mit einer Wassertemperatur von 18,7 °C eignet sich das Meer eher für ein kurzes, erfrischendes Bad als für ausgedehntes Schwimmen. Wer das nutzen möchte, packt am besten ein schnelltrocknendes Handtuch ein.

Da die Sonne im November nur noch 5,4 h pro Tag scheint und früh untergeht, lohnt sich eine kleine Taschenlampe oder Stirnlampe für spätere Spaziergänge oder Wanderungen, bei denen die Dämmerung früher als erwartet einsetzen kann. Eine Sonnenbrille bleibt trotz der kürzeren Tage sinnvoll, denn die Sonne steht im November flacher am Himmel und blendet entsprechend stärker.

Wer diese Punkte beachtet, ist für die Wechselhaftigkeit des Monats gut gerüstet, ohne den Koffer mit unnötigem Ballast zu füllen.

November im Vergleich zu den Nachbarmonaten

Wer zwischen Oktober, November und Dezember wählt, entscheidet sich in Wirklichkeit zwischen drei unterschiedlichen Inselerlebnissen, auch wenn die Monate im Kalender nah beieinanderliegen.

Der Oktober ist gegenüber dem November noch deutlich sommerlicher geprägt. Die Tageshöchsttemperatur liegt bei 23,2 °C, spürbar über den 19,1 °C des Novembers, und auch das Meer ist mit 22,0 °C noch angenehm zum Schwimmen. Wer also noch echte Badetage sucht, ist im Oktober klar besser bedient. Dafür sind die Strände und touristischen Ziele im Oktober noch etwas belebter, und die Preise liegen tendenziell höher als im November.

Der Dezember dagegen markiert den nächsten Schritt Richtung Winter. Mit 16,2 °C tagsüber liegt er nochmals unter dem Novemberniveau, und die Wassertemperatur sinkt auf 16,0 °C – für die allermeisten Reisenden ist Baden dann keine Option mehr. Auch die Sonnenstunden nehmen weiter ab, und die Tage werden kürzer.

Der November nimmt damit eine Mittelposition ein: milder als der Dezember, aber bereits deutlich herbstlicher als der Oktober. Wer Wert auf lange Wandertage, angenehme Lufttemperaturen ohne Sommerhitze und niedrigere Preise legt, ohne dabei schon in den tiefen Winter zu geraten, findet im November den passenden Kompromiss. Wer hingegen unbedingt noch schwimmen möchte, sollte eher den Oktober wählen, und wer Weihnachtsmärkte und winterliche Stimmung sucht, ist im Dezember besser aufgehoben.

Die Regentage verteilen sich in allen drei Monaten ähnlich unregelmäßig, doch die Gesamtmenge steigt vom Oktober zum November spürbar an und bleibt im Dezember auf hohem Niveau. Wer trockenes Wetter priorisiert, hat also in keinem der drei Herbst- und Frühwintermonate eine Garantie, sondern muss mit gelegentlichen Regentagen rechnen – im November allerdings häufiger als im Oktober.

Häufige Fragen

Wie kühl wird es im November auf Mallorca?
Tagsüber ist mit rund 19 Grad zu rechnen, nachts sinkt die Temperatur auf etwa 9 Grad. Der November leitet damit spürbar den Winter ein, bleibt aber deutlich milder als in Mitteleuropa.
Regnet es im November viel auf Mallorca?
Mit rund 6 Regentagen und etwa 51 Millimetern Niederschlag zählt der November zu den regenreicheren Monaten. Zwischen den Schauern gibt es aber weiterhin viele freundliche Tage.
Kann man im November noch draußen aktiv sein?
Ja, mit rund 5,4 Sonnenstunden am Tag eignet sich der November gut für Wanderungen und Ausflüge, solange man wetterfeste Kleidung dabeihat. Die Tramuntana zeigt sich in dieser Zeit besonders klar.
Wie unterscheidet sich der November vom Oktober auf Mallorca?
Im Vergleich zum Oktober sinken die Temperaturen im November spürbar, von rund 23 auf 19 Grad tagsüber, und es wird insgesamt herbstlicher. Auch die Tage werden mit unter 10 Stunden Tageslicht merklich kürzer.
Was sollte ich im November auf Mallorca einpacken?
Eine wasserfeste Jacke, warme Schichten für die Abende und festes Schuhwerk für Wanderungen sind sinnvoll. Tagsüber reicht bei mildem Wetter oft schon ein Pullover.

Was im November auf Mallorca geht

Events & Termine

Alle Events im November

Das lohnt sich jetzt

  • Wandern in der Serra de Tramuntana bei klarer Herbstluft und satten Farben.
  • Weingüter rund um Binissalem besuchen, wenn die Weinlese abgeschlossen ist und der neue Jahrgang entsteht.