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Wassertemperatur Mallorca im September: warmes Meer, ruhige Strände

Wassertemperatur Mallorca September

Wer im September nach Mallorca reist, fragt sich zu Recht, ob die Badesaison schon vorbei ist. Die Antwort ist eindeutig: Das Meer zeigt sich in diesem Monat von seiner wärmsten Seite, während die Luft bereits angenehmer wird und die Strände sich leeren. Dieser Text erklärt, warum das so ist, wo rund um die Insel die Unterschiede liegen und was das für Baden, Schnorcheln und Tauchen bedeutet.

Wassertemperatur im September

Die kurze Antwort vorweg: Ja, im September lässt es sich auf Mallorca hervorragend baden, für viele sogar besser als im Hochsommer. Das Meer erreicht in diesem Monat 24,7 °C und liegt damit deutlich über jener Schwelle, ab der die meisten Menschen Wasser als angenehm warm empfinden. Wer im Juli oder August schon geschwommen ist, wird im September keinen spürbaren Unterschied bemerken – eher im Gegenteil, denn das Wasser hat über den ganzen Sommer hinweg Wärme gespeichert und gibt sie nur langsam wieder ab.

Genau diese Kombination macht den September bei Kennern so beliebt: Das Meer hält sein Sommerniveau, während die Luft an Schwüle verliert und sich die drückende Hitze der Hochsaison legt. Die Lufttemperatur klettert tagsüber zwar noch auf angenehme Werte, doch die Abende werden spürbar milder, und die dichten Menschenmengen an den bekannten Stränden lichten sich merklich, weil die Schulferien in den meisten Herkunftsländern vorbei sind. Wer Ruhe am Strand sucht, findet sie jetzt eher als im August.

Eine Einschränkung gehört zur Ehrlichkeit dazu: Der September ist auf Mallorca auch der Monat, in dem sich die ersten Herbstgewitter ankündigen können. Nach Wochen stabiler Sommerlage baut sich gelegentlich feuchtwarme Luft auf, die zu kurzen, aber kräftigen Schauern und Gewittern führt, teils mit Starkregencharakter. Das ändert nichts an der Wassertemperatur, kann aber einzelne Badetage durchkreuzen. Im Zweifel lohnt ein Blick auf die kurzfristige Vorhersage, denn die stabilen, hochsommerlichen Schönwetterphasen überwiegen im September nach wie vor deutlich, und an den meisten Tagen steht einem entspannten Tag im Wasser nichts im Weg.

September im Jahresvergleich
September im Jahresvergleich — Datenbasis: AEMET-Normalperiode 1991-2020, Station Palma

Warum das Meer der Luft hinterherhinkt

Dass das Meer im September noch so warm ist, obwohl der Sommer auf dem Kalender längst vorbei ist, hat einen einfachen physikalischen Grund: Wasser besitzt eine weit höhere Wärmekapazität als Luft. Um dieselbe Menge Energie in eine bestimmte Wassermasse zu stecken wie in dieselbe Menge Luft, braucht es ein Vielfaches an Sonnenenergie – und ebenso viel Geduld, bis diese Energie wieder entweicht. Luft reagiert nahezu unmittelbar auf Sonneneinstrahlung und Wetterlagen, sie kann sich innerhalb weniger Stunden um mehrere Grad verändern. Das Mittelmeer dagegen reagiert träge: Es braucht Wochen und Monate, um sich zu erwärmen, und ebenso lange, um wieder abzukühlen.

Diese Trägheit erzeugt eine zeitliche Verschiebung zwischen den beiden Jahresgängen, die sich sehr konkret an den Kalendermonaten ablesen lässt. Die Lufttemperatur erreicht ihren Höhepunkt bereits im Hochsommer, mit den heißesten Werten im Juli, wenn die Tageshöchstwerte im Schnitt bei 29,7 °C liegen. Das Meer dagegen hinkt hinterher: Es sammelt die Wärme des gesamten Sommers auf und erreicht seinen eigenen Höhepunkt erst Wochen später, wenn die Luft schon wieder etwas nachgibt. Diese Verzögerung von rund einem Monat ist typisch für tiefe, offene Gewässer wie das Mittelmeer und erklärt, warum der September für Badegäste oft attraktiver ist als gedacht.

Besonders deutlich wird die Kluft zwischen Luft und Wasser im Frühjahr. Während die Lufttemperatur nach den kühlen Wintermonaten vergleichsweise schnell ansteigt, sobald die Sonne wieder kräftiger scheint, hält sich die Kälte im Meer noch lange. Im April etwa liegt die Lufttemperatur schon deutlich über dem Winterniveau, während das Wasser mit 14,9 °C noch spürbar kühl bleibt und die Erinnerung an den Winter konserviert. Erst über die folgenden Monate schließt sich die Schere langsam, bis Wasser und Luft im Spätsommer beziehungsweise frühen Herbst wieder näher beieinanderliegen. Wer die Jahreszeiten am Mittelmeer verstehen will, sollte also nie nur auf die Lufttemperatur schauen, sondern immer mitbedenken, dass das Meer seine eigene, deutlich trägere Uhr hat.

Wo das Wasser im September am wärmsten ist

Auch wenn die Insel klein wirkt, ist das Meer rund um Mallorca keineswegs überall gleich warm. Für einzelne Buchten und Strände liegen uns keine eigenen Messreihen vor, weshalb sich an dieser Stelle keine Zahlen für bestimmte Orte nennen lassen – wohl aber lässt sich die grundsätzliche Tendenz gut beschreiben, die auf physikalischen Eigenschaften der jeweiligen Küstenabschnitte beruht.

Flache, geschützte Buchten erwärmen sich grundsätzlich schneller und stärker als tiefes, offenes Wasser, weil weniger Wassermasse durch die gleiche Sonnenenergie erwärmt werden muss und der Austausch mit kühlerem Tiefenwasser fehlt. Das begünstigt vor allem den Süden und Osten der Insel: Die weitläufigen, flach abfallenden Sandstrände rund um Playa de Palma, die Buchten bei Colonia de Sant Jordi und Es Trenc sowie die vielen kleinen Calas an der Ostküste zwischen Cala Millor, Porto Cristo und Cala d'Or zählen erfahrungsgemäß zu den Bereichen, in denen sich das Wasser im September besonders angenehm anfühlt. Auch die geschützten Buchten der Bucht von Alcúdia und Pollença profitieren von ihrer flachen, weiten Form.

Die Nordwestküste tickt dagegen anders. Zwischen Sóller, Banyalbufar und der Steilküste bei Sa Calobra fällt der Meeresboden oft schon nah am Ufer steil ab, und offenes, tiefes Wasser kühlt insgesamt langsamer auf, aber eben auch langsamer ab – im September profitiert diese Küste zwar ebenfalls von der sommerlichen Aufwärmung, doch der direkte Kontakt zu größeren, kühleren Wassermassen sorgt in der Regel für einen spürbar frischeren Eindruck als in den flachen Buchten des Südens und Ostens. Für alle, die gezielt das wärmste Wasser suchen, ist die Faustregel also: flach und geschützt schlägt tief und offen, unabhängig davon, an welcher Himmelsrichtung man sich gerade befindet.

Das Meer im September gegen den Rest des Jahres

Betrachtet man den gesamten Jahresverlauf, liegt der September nahe am wärmsten Punkt der Saison, aber nicht ganz an der Spitze. Das Maximum erreicht das Meer üblicherweise im August mit 26,2 °C, während der September mit 24,7 °C nur wenig dahinter liegt. Der Unterschied ist gering und im Wasser kaum spürbar – für praktische Zwecke lässt sich der September getrost als Fortsetzung des sommerlichen Höhepunkts betrachten.

Am anderen Ende der Skala steht der kälteste Monat des Jahres, meist der Februar, wenn das Wasser nach den kurzen, kühlen Tagen des Winters seinen Tiefpunkt mit 13,7 °C erreicht. Zwischen diesem Wert und der Septembertemperatur liegt die größte Spanne des gesamten Jahres – ein Unterschied, der deutlich macht, wie viel Wärme das Meer über die Sommermonate tatsächlich aufgenommen hat und wie lange es braucht, sie wieder abzugeben.

Besonders aufschlussreich wird der Vergleich mit dem Monat, der dem September auf der anderen Seite des Jahres symmetrisch gegenübersteht: dem Juli. Beide Monate liegen ungefähr gleich weit vom sommerlichen Temperaturmaximum entfernt, der Juli davor, der September danach. Während sich die Luft in diesen beiden Monaten deutlich unterscheidet, der Juli deutlich heißer und trockener, der September schon milder und wechselhafter, zeigt sich beim Wasser ein ganz anderes Bild: Die Wassertemperatur im Juli mit 24,3 °C liegt nahe an jener des Septembers. Genau an dieser Stelle wird die Trägheit des Meeres am anschaulichsten sichtbar – das Wasser kennt keine Kalenderdaten, sondern folgt allein der langsam gespeicherten Wärme, unabhängig davon, wie sich die Luft über der Oberfläche gerade verhält.

Baden, Schnorcheln, Tauchen: was sich jetzt lohnt

Für alle drei Aktivitäten gilt im September dieselbe gute Nachricht: Die Wassertemperatur von 24,7 °C liegt so deutlich über der Schwelle, an der die meisten Menschen kühles Wasser als unangenehm empfinden, dass ein einfacher Badeanzug oder eine Badehose völlig ausreicht. Ein Neoprenanzug wird erst notwendig, wenn das Wasser über längere Zeit deutlich abkühlt, was frühestens im späten Herbst der Fall ist. Wer im September ins Wasser geht, kann also getrost auf zusätzliche Schutzschichten verzichten, selbst bei längeren Schwimmstrecken oder ausgedehnten Schnorchelgängen.

Für Schnorchler bedeutet die milde Temperatur vor allem eines: Man kann sich Zeit lassen. Ohne die Notwendigkeit, sich vor Kälte ständig zu bewegen, lassen sich Riffe, Seegraswiesen und Felsformationen in aller Ruhe erkunden, ohne dass der Körper vorzeitig auskühlt. Auch für Kinder oder weniger geübte Schwimmer stellt die Wassertemperatur im September keine Hürde dar, was den Monat zu einer angenehmen Zeit für Familien macht, die dem Trubel der Hauptsaison entgehen möchten.

Beim Tauchen spielt neben der Temperatur auch die Sicht eine Rolle. Nach den warmen Sommermonaten, in denen Plankton und Algenwachstum die Sichtweiten unter Wasser oft etwas trüben, beruhigt sich die Lage im Verlauf des Spätsommers allmählich, ohne dass das Wasser dabei merklich kälter würde. Das macht den September für viele erfahrene Taucher zu einer attraktiven Zeit: angenehme Temperaturen ohne Neopren-Notwendigkeit, kombiniert mit einer Sicht, die sich im Vergleich zum Hochsommer eher verbessert als verschlechtert. Wer also sowohl entspanntes Baden als auch etwas anspruchsvollere Unterwassererkundungen sucht, findet im September eine der günstigsten Kombinationen des gesamten Jahres vor.

Häufige Fragen

Ist der September noch gut zum Baden auf Mallorca?
Sehr gut sogar, mit rund 24,7 Grad ist das Wasser im September sogar wärmer als im Juni. Viele Kenner halten den September für den besten Badenmonat des Jahres.
Warum ist das Wasser im September wärmer als im Frühsommer?
Das Meer speichert die Wärme der Sommermonate und gibt sie nur langsam wieder ab, deshalb bleibt die Temperatur im September noch hoch. Die Luft kühlt dagegen schon spürbar schneller ab.
Eignet sich der September für Schnorcheln und Wassersport?
Ja, die weiterhin warme Wassertemperatur und ruhigere Strände nach dem Hauptsaison-Trubel machen den September ideal für Schnorcheln und Wassersport. Viele empfinden die Bedingungen als noch angenehmer als im Hochsommer.
Wie lange bleibt das Wasser nach dem September noch warm?
Auch im Oktober liegt die Wassertemperatur mit rund 22 Grad noch auf angenehmem Niveau, erst ab November kühlt sie spürbarer ab. Die Badesaison reicht damit deutlich in den Herbst hinein.

Was im September auf Mallorca geht

Events & Termine

Alle Events im September

Das lohnt sich jetzt

  • Baden an ruhigeren Stränden genießen, wenn der Sommertrubel bereits nachlässt.
  • Schnorcheln in klarem, noch warmem Wasser vor dem Herbst.