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Wandern und Klettern

Wandern und Klettern

Wandern und Klettern auf Mallorca - ab ins Abenteuer

Fernab von Partymeilen, Stränden und Shopping-Meilen zeigt sich Mallorca im Gebirgszug der Serra de Tramuntana von der ursprünglichen Seite. Stolze 1.445 Meter ragt der höchste Berg, der Puig Major, in den Himmel auf. Die dünn besiedelte Bergregion ist ein El Dorado für Wanderer und Kletter-Enthusiasten.

Wanderweg in der Serra de Tramuntana

Wandern auf Mallorca: Outdoor-Abenteuer unter südlicher Sonne
Auf einer Länge von 90 km erstreckt sich der Gebirgszug der Serra de Tramuntana parallel zur Nordwestküste Mallorcas. Den Namen verdankt die Bergregion dem Nordwind, der mal kräftig und mal sanft über die Hochplateaus pfeift. Hier liegt das viel zitierte „andere Mallorca“: Eine Welt aus Trockenmauern, Felsgraten, Olivenhainen und Steineichenwäldern, fernab von Strandgetümmel, Hotelburgen und Schlagerpartys. Vor allem der Frühling und der Herbst sind die richtigen Jahreszeiten zum Wandern auf Mallorca. Viele Outdoor-Aktivisten nutzen das Kloster Lluc als Ausgangspunkt. Die Klosteranlage liegt im Herzen der Tramuntana und ist seit Jahrhunderten ein Pilgerort.

Neben den gebirgigen Nordwesten der Baleareninsel übt das zerklüftete Küstengebirge Serres de Llevant eine riesige Anziehungskraft auf Outdoor-Fans aus. Es erstreckt sich von Felanitx im Südosten bis zum Cap de Ferrutx an der Nordostküste und bietet einige der schönsten Wanderwege auf Mallorca. Ein echter Geheimtipp ist darüber hinaus eine Wanderung entlang der Steilküste im Süden der Insel. Start ist in S’Almunia, wo der Weg nach dem Erklimmen einer Steintreppe und einem kurzen Spaziergang am Strand auf die Steilküste führt. Die dreistündige Wanderung führt vorbei an den Ruinen alter Wachtürme bis zur Marmorbucht Cala Marmols, wo ein erfrischendes Bad im Mittelmeer wartet.

Trekking-Touren im Tramuntana-Gebirge und der Serra de Llevant
Eingefleischte Outdoor-Fans geben sich nicht mit einer mehrstündigen Wanderung zufrieden. Sie wollen die Wildnis Mallorcas auf einer mehrtägigen Trekking-Tour hautnah erleben. Weder tiefe Canyons, noch steile Anstiege oder steinige Geröllfelder schrecken die Outdoor-Aktivisten ab. Der Klassiker unter den Trekking-Touren auf Mallorca ist die 150 km lange Trockenmauerroute in der Serra de Tramuntana. Von Andratx an der Südwestküste bis nach Pollença im Nordwesten führt der Fernwanderweg GR 221 durch eine spektakuläre Gebirgslandschaft. Sechs Tage benötigen konditionsstarke Wanderer für die berühmte Route. Die zahlreichen Trockenmauern am Wegesrand gaben dem Trekking-Pfad seinen Namen. Vorbei an Pinienhainen und Steineichenwäldern windet sich der GR 221 durch felsiges Gelände, bevor sich bei Sóller das fruchtbare „Tal des Goldes“ mit seinen Zehntausenden Orangenbäumen öffnet.

Verheißungsvoll sind darüber hinaus Trekking-Touren durch das Küstengebirge Serra de Llevant an der Ostküste Mallorcas. Zwergpalmen, Mandelbäume und Olivenhaine säumen die Wege in dem Bergrücken, dessen höchste Gipfel 600 m hoch aufragen. Auf den Trekking-Pfaden müssen bis zu 560 Höhenmeter überwunden werden. Ein beliebter Startpunkt liegt im Nordosten der Baleareninsel an der Straße, die von Arta bis zur Einsiedelei Eremita de Betlem führt.

Sportklettern auf Mallorca

Sportklettern auf Mallorca: Zwischen Tuffsteinfelsen und Muschelkalk
Steil und bedrohlich ragt die zerfurchte Felswand des Pfeilers Albahida im Klettergebiet Sa Gubia auf. 200 m hoch ist die von Wind und Wasser zerfressene Steilwand im größten Klettergebiet Mallorcas. Sa Gubia liegt nördlich der Inselhauptstadt Palma de Mallorca am Rand der Serra de Tramuntana. Über 100 Kletterrouten mit Schwierigkeitsgraden von 4+ bis 6c+ liegen in dieser Region. Sa Gubia ist zwar das größte, aber bei Weitem nicht das einzige Klettergebiet auf der Baleareninsel. Eine Vielzahl an Kletterrouten mit Schwierigkeitsgraden von 4+ bis 9a+ warten im Tramuntana-Gebirge auf Sportkletterer.

Beispiel Valdemossa: Unweit des romantischen Bergdorfes im Inneren von Mallorcas Küstengebirge erheben sich zerfurchte Steilwände, die als Lochkalkfelsen bezeichnet werden. Die Routen haben eine Länge von bis zu 45 m und Überhänge bieten Schutz bei einem Regenschauer. Weitere Kletterrouten befinden sich am Berg Alarò, bei Creveta auf der Halbinsel Formentor und bei Sóller. Eine Erfahrung der besonderen Art erwartet Kletter-Enthusiasten beim sogenannten Coastering. Diese Form der Küstenkletterei besteht aus Kletterpartien an steilen Klippen, die durch Schnorcheln, Höhlentauchen und Sprünge von den Felsen in das Meer unterbrochen werden.